
Gerade erst sorgte der Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen für Aufsehen, weil Präsidentin Brigitte Mandt in ihrem Jahresbericht unter anderem eine teure Kaffeemaschine bei der Polizei kritisierte. Nun sieht sich die Behörde selbst Vorwürfen ausgesetzt, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstagausgabe) berichtet. Vor wenigen Wochen wurde ausgerechnet im Neubau des Rechnungshofs in Düsseldorf ein Kunstwerk enthüllt, dass nicht gerade günstig war: 135.000 Euro ließ sich der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) das Auftragswerk der Kölner Künstlerin Astrid Klein kosten. Es handelt sich um eine Art blauen Wandteppich mit LED-Elementen.
Grünen-Haushaltsexperte Simon Rock sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Dass Frau Mandt von allen Ressorts zu Recht Sparsamkeit einfordert, gleichzeitig aber ein Kunstwerk von mehr als 135.000 Euro für den eigenen Landesrechnungshof mit ausgesucht hat, wirft angesichts der angespannten Haushaltslage Fragen auf.“

Was soll dieser Artikel?
Kunst am Bau ist ein ganz wichtiger Teil der Kunstförderung für bildende Künstler, von denene sehr viele in prekären Verhältnissen leben.
Daher gibt es in NRW die Regelung, dass bei öffentlichen Gebäuden 1 Prozent der Baukosten in Kunst am Bau investiert werden sollen.
Der Neubau des LRH hat ca. 55 Millionen Euro gekostet. 1 Prozent wären damit ca. 550.000 Euro.
Ist also alles im Rahmen. Was wollen die Grünen uns mit ihrem Statement sagen?
Wollen Sie die Regelung zur Förderung für Kunst am Bau abschaffen?
Oder wollen sie gegen den unbequemen LRH eine billige Retourkutsche fahren, weil sie wissen, dass der einfache Bürger im Zweifel sowieso was gegen moderne Kunst hat?
Ich finde das ziemlich unwürdig.