Nach Gewalt in Freibädern: Schwimmmeister-Verband fordert mehr Polizeipräsenz

Freibad in Bonn 1991 Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F088833-0025 / Faßbender, Julia Lizenz: CC-BY-SA 3.0


Verbandspräsident beklagt „Machokultur“

Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister fordert die Polizei auf, in diesem Sommer mehr Präsenz in Freibädern zu zeigen. Präsident Peter Harzheim sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir erleben zunehmend Aggression und Respektlosigkeit in den Bädern. Die Polizei sollte auf Streifenfahrten daher auch in Bädern vorbeischauen, um zu signalisieren: Auch hier gelten Recht und Gesetz.“ Harzheim beklagte, dass Schwimmmeister häufig nicht mehr als Respektsperson wahrgenommen würden, besonders Kolleginnen seien betroffen und würden zum Teil auch bedroht.

„Die Probleme konzentrieren sich sehr stark auf Bäder in Großstädten“, sagte Harzheim. „Freibäder sind Orte, an denen viele Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenkommen. Das birgt Potenzial für Stress.“ Der äußere sich dann beispielsweise in Massenschlägereien, die es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben hat. Harzheim weiter: „Man muss schon sagen: Es hat sich in vielen Städten eine Machokultur breitgemacht, die sich nicht an Regeln hält – das merkt man in den Freibädern.“

Der Verbandschef betonte, dass der Beruf des Schwimmmeisters nach wie vor ein schöner und vielfältiger Beruf sei. Auch Freibäder seien weit überwiegend Orte, an denen Menschen friedlich ihre Freizeit verbrächten. „Damit sich die Probleme aber nicht verstetigen, sind wir auf die Präsenz der Polizei angewiesen.“

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