Nichts: Die Düssel-Dorfschönheiten

Nichts Cover (Auschnitt

Das Nichts sei gar nicht nichts, sondern ein „irgend Seiendes“. Hatte Platon erklärte, und tatsächlich gründete sich Nichts einige Jahre später, das war 1981 in Düsseldorf, und war zwei weitere Jahre später wieder im Nichts verschwunden. Schneller verglüht als ein Punksong dauert, zurück blieben die krudesten Hits, die krausesten Texte, die krachigsten Riffs: „Schaut mich an, ich bin die Schönste!“

Nichts  waren eine dadaeske Persiflage auf NDW, die Neue Deutsche Welle, mit deren Besinnlichkeit NICHTS nichts anfangen konnte und ebenso nichts mit der selbstverliebten Feierwut, die damals  –  „Ich will Spaß!“  –  Einzug hielt in die Hörgewohnheiten und Kleiderschränke der Republik. Disco? „Schaut mich an, ich tanz‘ am besten!“

Jetzt ist Nichts abermals ein irgend Seiendes, das besser tanzt als alle. Rund um den Gitarristen Michael David Clauss entsteht ein neues Album, die Düssel-Dorfschönheiten spielen schon mal ein bisschen daraus vor. Nur wo? „Lieber Gott, nun mach doch schon / Ich brauch nur ein Mikrophon“, in Bochum gibt es die Christuskirche und in ihr gibt es urban urtyp, die Indie-Reihe an der Ruhr. Passt.

Und passt in Bochum sowieso, hier gab es das „Zwischenfall“. Der längst legendäre Club, 2011 geschlossen, genoss einen bundesweit grandiosen Ruf in der Szene, für sie wird das Nichts-Konzert eine Art Klassentreffen werden. Unterschied: deutlich bessere Musik. Auch von dem Support-Act des Abends, den TIGERJUNGEN, und dem Bochumer Schriftsteller Klaus Märkert, ehemals DJ im „Zwischenfall“.

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NICHTS
supp. by Tigerjunge. Eine urban urtyp edition

Freitag 12. April  | 20:00 Uhr
Einlass 19 Uhr | VVK 20 € zzgl. VVG | Tickets überall

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