NRW-Industrie mit Umsatz- und Beschäftigungsrückgang

Industrieruine im Ruhrgebiet Foto: Laurin


Die nordrhein-westfälische Industrie hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen deutlichen Dämpfer hinnehmen müssen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Information und Technik Nordrhein-Westfalen erwirtschafteten die 4.872 Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten einen nominalen Umsatz von 259 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sowohl das Inlandsgeschäft (−2,4 Prozent) als auch die Auslandsumsätze (−2,3 Prozent) entwickelten sich rückläufig.

Innerhalb der umsatzstärksten Branchen konnte einzig die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln zulegen: Mit 30,8 Milliarden Euro verzeichnete sie ein Plus von fünf Prozent. Alle anderen großen Industriezweige mussten dagegen Einbußen hinnehmen. Besonders stark betroffen war die Metallerzeugung und -bearbeitung, deren Umsatz mit 29,3 Milliarden Euro um 6,8 Prozent sank. Fast ebenso deutlich fiel das Minus in der Automobilindustrie aus: Die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen kam auf 22,2 Milliarden Euro, ein Rückgang von 6,7 Prozent. Auch die chemische Industrie (36,1 Milliarden Euro; −3,2 Prozent) sowie der Maschinenbau (35,4 Milliarden Euro; −0,2 Prozent) meldeten Verluste.

Parallel zur Umsatzentwicklung ging auch die Beschäftigung zurück. Durchschnittlich waren in den ersten drei Quartalen 2025 rund 1,038 Millionen Menschen in den nordrhein-westfälischen Industriebetrieben tätig – 2,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders deutlich war der Rückgang in der Automobilbranche, die mit 57.189 Beschäftigten ein Minus von 9,4 Prozent verzeichnete. Der Maschinenbau blieb mit 176.979 Beschäftigten zwar die größte Branche, musste aber ebenfalls einen Rückgang von 1,3 Prozent hinnehmen. In der Metallerzeugung und -bearbeitung waren 128.492 Personen tätig, 1,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein gegenläufiges Bild zeigte sich erneut in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie: Dort stieg die Zahl der Beschäftigten um 6,7 Prozent auf 103.950 Personen.

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