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Petition: „Kein Support des Antisemiten Roger Waters durch öffentliche Gelder des WDR“

Roger Waters Foto: Jethro Lizenz: CC BY-SA 2.5


Eine Petition auf Change wendet sich gegen die Unterstützung eines Konzerts des Pink Floyd Bassisten und antiisraelischen Aktivisten Roger Waters. Waters gehört zu den Musikern, die Künstler unter Druck setzen, die in Israel auftreten wollen. Grund genug, den Hippie-Hetzer selbst ein wenig unter Druck zu setzen.

Und das geschieht mit der von Malca Goldstein-Wolf initiierten Petition,   die innerhalb weniger Stunden schon fast 400 Unterstützer hinter sich versammeln konnte. Sie wendet sich an WDR-Chef Tom Buhrow und fordert ihn auf, nicht mit den Geldern des WDR für Waters zu werben:

Sehr geehrter Herr Buhrow,
nach dem unschönen Eklat um die Ausstrahlung der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“, scheint sich der WDR beim Thema Antisemitismus wiederholt auf der falschen Seite zu positionieren.

Auch wenn ich es mir wünschen würde, kann ich niemanden zwingen, judenfreundlich zu sein.

Allerdings kann ich von einem öffentlich-rechtlichen Sender zumindest Neutralität im Angesicht von Antisemitismus erwarten, auch wenn Solidarität angebracht wäre.
Keinesfalls bin ich aber bereit mich damit abzufinden, dass mit meinen Geldern Judenhasser subventioniert werden.

Es schockiert mich zutiefst, dass WDR4 das Kölner Konzert des BDS Aktivisten und leidenschaftlichen Antisemiten Roger Waters präsentiert. ARD und SWR subventionieren Waters‘ Konzerte (als ebenfalls öffentlich-rechtliche Sender) in anderen bundesdeutschen Städten…

Roger Waters mag ein talentierter Künstler sein, allerdings setzt er einen großen Teil seines Engagement als Gallionsfigur für den antisemitischen Verein BDS ( Boykott, Desinvestition und Sanktionen) im Kampf gegen Israel ein.

Er setzt internationale Künstler massiv unter Druck, um deren Konzerte in Israel zu verhindern.

Während seiner Konzerte lässt Waters Ballons in Schweineform (!), auf denen ein Davidstern abgebildet ist, aufsteigen und fordert seine Fans zum Boykott israelischer Produkte auf.
Will der WDR tatsächlich das neue „Kauft nicht bei Juden“ unterstützen? Und dann auch noch mit öffentlich-rechtlichen Mitteln?

Städte wie Berlin, Frankfurt und München haben sich klar gegen diese antisemitische Organisation positioniert und der WDR promotet gar ihren prominentesten Anführer , hilft dabei Judenhass salonfähig zu machen?
Nein, Herr Buhrow, so geht das nicht!

Gerade im Hinblick auf den steigenden Antisemitismus appelliere ich an Ihre soziale Verantwortung und daran, dass Sie die Gebühren der GEZ Zahler nicht missbrauchen.
Antisemitismus ist kein Kavaliersdelikt und wenn Sie Juden in Deutschland schon nicht schützen wollen, dann unterstützen Sie wenigstens deren Feinde nicht!
Ich bitte Sie, über mein Anliegen nachzudenken und hoffe auf ein Statement Ihrerseits.

Bis dahin verbleibe ich mit besorgten Grüßen und einem dennoch herzlichen Shalom,
Malca Goldstein-Wolf

Und hier gehts zur Petition

 

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18 Kommentare zu “Petition: „Kein Support des Antisemiten Roger Waters durch öffentliche Gelder des WDR“

  • #1
    Micha

    Vielleicht sollte man die Stellungnahme von Roger Waters dazulegen:
    An open letter from Roger Waters 1. August 2013
    https://www.facebook.com/notes/roger-waters-the-wall/an-open-letter-from-roger-waters/688037331210720

    Achja, das "Schwein" ist seit 2010 unterwegs… kommt alles n bissel spät…

    Noch was aus seinen Liedtexten von 1979 dazu, dass wenn es nach ihm ginge (Pink), er alle Schwulen und Juden erschießen lassen würde…. http://www.pink-floyd-lyrics.com/html/in-the-flesh-2-wall-lyrics.html

  • #2
    Gerd

    Nicht wirklich lernfähig die Damen und Herrn vom Zwangsrundfunk. Crosspostet das in anderen Blogs und Foren, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren.

  • #3
    der, der auszog

    Pink Floyd war in meiner Jugend meine absolute Lieblingsband. Animals, Meddle, und vor allen Dingen Dark Side Of The Moon und Wish You Were Here brachten vor 35 Jahren die Nadel auf meinem Schallplattenspieler zum Glühen und mit Another Brick In The Wall sangen mir die Jungs aus Cambridge den angestauten Frust auf die Pauker von der Penne aus der Seele, machten so ein Stück weit die Schulzeit erträglich. Nach The Wall, die sowohl textlich als auch musikalisch fast ausschließlich dem Diktat von Roger Waters geschuldet ist, kam eigentlich nichts gescheites mehr. Die Band zerbrach, Waters ging, oder musste gehen, aber ohne Waters fehlte was und Waters solo ging gar nicht.
    Damit ließe sich leben, würde dieser Floyd nicht immer mal wieder auf die Idee kommen, irgendwo seine Mauer aufzubauen oder das Schwein fliegen zu lassen. jedes Mal größer, jedes Mal höher, jedes Mal ein Stück weit bekloppter. Spätestens seit seinem 70. Geburtstag in der Esprit Arena vor wenigen Jahren, als das Schwein u.a. mit einem Judenstern dekoriert wurde, hat Rager Waters für mich den Bogen überspannt und ist völlig unter durch. Scheiße nur, dass ich die Musik von damals, als sie die Nadel meines Plattenspielers zum Glühen brachte, immer noch geil finde…

  • #4
    Klaus Lohmann

    @Micha: Wobei Waters sich erst 2013 offiziell zur BDS-Kampagne bekannte, das Tour-Schwein auch erst danach mit einem Davidstern "schmückte" und nach dem darauf folgenden Riesen-Shitstorm nach einem Konzert beim "Rock Werchter" in Belgien extra für die deutschen Konzerte in Berlin und Düsseldorf ein verändertes Schwein mit zusätzlichen Logos von Mercedes, McDonalds etc, anfertigte.

    Man darf nicht glauben, dass Vermarkter von Rock-Tourneen wesentlich "einfallsloser" agieren als z.B. die Benetton-Kollegen.

  • #5
    Helmut Junge

    DDA, ich libe Pink Floyd, mochte aber Waters nie, obwohl fast alle Stücke die ich mag, von ihm stammen. Silvester mach ich eine Pink Floyd Partymit. Meine vegetarischen Krokodile haben durch die Musik von Pink floyd, gespielt von einer Coverband, sprechen gelernt. Am 1. 12,17 mache ich eine Finissage zu meiner derzeitigen Austtellung bei den Duisburger Grünen,mit Lesung, bei der ich diese vegetarischen Krokodile vorstellen werde. Mag Roger Waters auch der Typ menschliches Arschloch sein, kann ich das nicht auf die Musik übertragen, Diese Musik liebe ich. Aber ist Roger Waters ein Antisemit? Die Musik ist es nicht.

  • #6
    Josef Gruber

    Na das beste ist an Floyd David Gilmore und nicht Waters welchen ich zum kotzen finde doch muss ich sagen "warum Petition für einen Musiker der nach meiner Auffassung nicht Israel sondern deren Radikale Zerstörung des Palästinenser. Israel darf alles, was ist mit uns Deutschen denn passiert. Mich würde es freuen eine Deutsche Band zu haben welche musikalisch Israel in die Schranken weist, wann den endlich mal gesagt würde Schluss mit dem Schuldzuweisungen uns Deutschen gegenüber. Hallo soll ich mich für was ich nichts konnte noch zu Kreuze kriechen ich bin65 geboren habe ich mich Schuldig gemacht für was. Tut mir leid ich weiß die meisten denken wieder der Nazi. Bin ich aber nicht und ich bin sicher Millionen denken wie ich, aber keiner traut sich was zu sagen weiter zu Waters wäre noch klasse wenn er sich noch für Indianer in Amerika einsetzen würde das war erst ein ach ja da gibt es ja kein Wort für wie(Holocaust) und im Gegensatz zu Israel welches ein Land besitzt und nicht in Reservaten leben muss. Ich verstehe nicht Petition hin oder her aber ich kenne keine Israelis die sich ausser ihrer eigenen auch um andere Menschen kümmern. Warum gibt es keine Petition von Israelis helft Palästina.

  • #7
    Michael

    "Warum gibt es keine Petition von Israelis helft Palästina."

    Weil Israel und die Israelis*1 Tag für Tag "Palästina" helfen. Allein in den Gazastreifen fahren Monat für Monat tausende von LKW mit Gütern zur Versorgung der Bevölkerung. Wie wird es Israel und den Israelis gedankt? Mit Terroranschlägen der Hamas aus dem Gazastreifen.

    *1 Israelis setzen sich aus rund 80 % Juden und knapp 20 % Araber zusammen. Daneben gibt gibt es als größere Gruppe noch die Drusen.

  • #8
    Rainer Smolarek

    Hallo Josef,endlich einer der sagt was viele denken.
    Juden dürfen jetzt den Deutschen sagen welche Music gehört wird! Ich habe bereits Karten für RW Konzert in Berlin und lass mir die geilen Songs nicht von egoistischen politischen Vanatikern verbieten.
    Was tun die Juden-ausser für sich-in ihrer Region für den Frieden???
    Lest mal das Buch "Breaking News"von Schätzing!!
    Na dann auf zum Konzert mit RW.

  • #9
    Armin

    Völlig absurd diese Petition bzw. die Vorwürfe gegen Waters, nicht trotz, sondern gerade aufgrund Waters Werke.

    Würde man mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an die Sache gehen, hätte man konstatieren müssen dass auch das Kreuz, der Halbmond oder das McDonalds Logo auf dem Schwein sind. Da dies aber keinerlei Erwähnung findet, sondern sich auf den Davidstern kapriziert wird (der übrigens auf der The Wall Tour auch aus einem Bomber geworfen wird), ist es eine entlarvend klassische Lobbyistenarbeit und damit nicht ernst zu nehmen. Alternativ wäre es natürlich auch möglich dass es schlicht an der intellektuellen Reife fehlt die künstlerische Arbeit einzuordnen.

  • #10
    Helmut Junge

    @Rainer Smolarek und @Josef Gruber
    In der Petion steht ein Hinweis auf seine Aktionen:
    "Während seiner Konzerte lässt Waters Ballons in Schweineform (!), auf denen ein Davidstern abgebildet ist, aufsteigen und fordert seine Fans zum Boykott israelischer Produkte auf."
    Ich hatte den Passus gestern übersehen.
    Da denke ich nämlich, wenn er so etwas macht und jemandr es dann beim Konzert seht, nimmt er ja daran teil. Deshalb mal die Frage:
    Findet ihr nicht, daß eine solche Aktion weit über eine Kritik an der israelischen Politik hinausgeht?
    Das ist aus meiner Sicht ein Angriff auf die Juden insgesamt, ähnlich wie bei den Nazis.
    Um das zu sehen und womöglich noch als Form von zulässiger politischer Kritik zu unterstützen, muß man m.E. politisch ziemlich naiv sein.
    Und wenn so etwas im WDR-Fernsehen gezeigt werden sollte, wird sich der Herr Buhrow warm anziehen müssen. Da bin ich ganz sicher. Er wird sich ja wegen dieser Petition nicht herausreden können, nichts geahnt zu haben.
    Ich versäume übrigens nichts, wenn ich Waters nicht sehe, weil ich damals erst Zugang zu Pink Floyd gefunden hatte, als Waters nicht mehr dabei war. Ich kannte die Stücke sowieso nur unter der Leitung von Gilmore. Eine LP von Waters besitze ich auch, aber die habe ich mir in drei Jahrzehnten nur ein einziges mal angehört.

  • #11
  • #12
    Didi

    Über Politiker die sich permanent verbal ins
    Abseits schießen wird nicht soviel geredet
    und geschrieben . Ich lasse mir nicht diktieren
    was ich zu tun ( hören ) und zu lassen habe

  • #13
    Micha

    @Klaus
    war es nicht eher zu seiner UN Rede am 29.11.2012 als er sich zur BDS Kampagne bekannte?
    https://www.youtube.com/watch?v=9DrSPFYXUfQ

    Das besagte Schwein ist seit seiner The Wall Tour 2010 mit Symbolen aller Religionsgemeinschaften und Firmen gekennzeichnet. Wieso also erst 2013 der Aufschrei bzw jetzt Ende 2017.

    Anbei ein Foto des Anstoßes vom besagtem Konzert in Belgien http://www.algemeiner.com/2013/07/24/massive-pig-balloon-at-roger-waters-concert-features-star-of-david-video/

    Die Aussage in der Pedition "Während seiner Konzerte lässt Waters Ballons in Schweineform (!), auf denen ein Davidstern abgebildet ist, aufsteigen und fordert seine Fans zum Boykott israelischer Produkte auf." hört sich so an als wäre das immer so und als würde Waters auf seinen Konzerten gegen Isarel in­dok­t­ri­nie­ren. Ist mir 2011 in Düsseldorf nicht aufgefallen, im Internet zeigen aktuelle Konzertmitschnitte auch was anderes ( https://www.youtube.com/watch?v=QWLBtMz5OuY&feature=youtu.be&t=279 ). Ich werde es mit 2018 in Köln nochmals anschauen und vielleicht berichten.

  • #14
    Wolfram Obermanns

    Palästinenser und Israelis sind auch bei der Nachbarschaftshilfe sehr rege. Nur ist das seltenst eine Schlafzeile wert.

    Muß daß sein, so etwas einfältig und Ressentiment geladenes zu veröffentlichen? Außerdem fragt man sich unwillkürlich, warum Tante Gugel Russisch-Deutsch nicht besser kann.

  • #15
  • #16
    Oliver

    @Rainer S.:

    Keiner schreibt hier irgendwem vor, welche Musik (privat) gehört wird. Es geht um die Verwendung von ÖFFENTLICHEN GELDERN für die Bewerbung – und durch andere öffentlich-rechtliche Sender sogar Bezuschussung – eines Künstlers, dessen offensichtliche Lügen über den jüdischen Staat – Waters unterstützt auch BDS, welche selbst zugibt, letztlich auf die Vernichtung Israels abzuzielen – durchaus in die Kategorie Antisemitismus fallen. Würde ich durchaus als in den Bereich Volksverhetzung fallend sehen, im Zweifel sollte ein öffentlich-rechtlicher Sender hier wie gesagt zumindest Neutralität walten lassen.

    Herr Waters maßt sich übrigens seit geraumer Zeit an, Künstlern auf der gesamten Welt per kulturellem Mobbing vorschreiben zu wollen, dass sie gefälligst nicht in Israel spielen dürfen.

    „Was tun die Juden für den Frieden in ihrer Region”? Nun ja, Erziehung zur Koexistenz und zum Frieden – wie sieht es diesbezüglich auf der Gegenseite aus? –, zahlreiche (!), z.T. äußerst großzügige Friedensangebote, die allesamt von der anderen Seite ohne irgendwelche Kompromissvorschläge abgelehnt oder gar mit Terror beantwortet wurden, Kooperationen mit der PA in Sicherheitsfragen, etc. etc.

  • #17
    StormGoth

    Warum werden Kritiker an Israels Politik eigentlich direkt als Judenhasser hingestellt? Was ist eigentlich mit den jüdischen Kritikern dieser Politik? In meinen Augen diskreditieren sich Nutzer solcher Verallgemeinerungen nur.

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