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Pro NRW: Die Einsamkeit des Markus Beisicht

Markus Beisicht - Pro NRW Politiker

Markus Beisicht – Pro NRW Politiker

Heute beendete Pro NRW seine Hetztour gegen Asylbewerber mit drei Kundgebungen in Köln. In der Pro NRW Hochburg bekam die Partei gerade einmal knapp 40 Anhänger auf die Straße. Nach den Morddrohungen der Salafisten gegen den heute in Köln anwesenden Pro NRW Führer Markus Beisicht zeigt diese Zahl nur eins: Die Erbärmlichkeit dieser Partei und ihrer Anhänger.

Es hat schon fast den Charakter eines Naturgesetzes: Wird ein Mitglied einer Gruppe bedroht, erfährt es Solidarität, werden selbst eher passive Anhänger aktiv und schließt man die Reihen. Egal ob Partei, Gewerkschaft oder Fußballfans – jede auch nur halbwegs intakte Gruppe funktioniert so. Pro NRW nicht. Neun Funktionäre von NRW stehen wohl einer Todesliste der Salafisten. Die Polizei verhaftete vier radikale Islamisten während der Vorbereitungen eines Mordanschlags auf Pro NRW Chef Markus Beisicht. Und was passierte heute auf dem Abschluss der Pro NRW-Hetztour gegen Asylbewerber in Köln? Nichts – gerade einmal knapp 40 Anhänger konnte die Partei mobilisieren – und das ist Köln, ihrer Hochburg. Selten hat sich eine Partei, haben sich die Anhänger eine Gruppe als so erbärmlicher, schwacher Haufen erwiesen. Solidarität mit Beisicht? Ein Zeichen des Zusammenhaltes? Fehlanzeige. Beisicht mag sich im Moment in seiner medialen Aufmerksamkeit sonnen, er mag es genießen, das die Polizei Personenschützer für ihn abgestellt hat, er wird sich wichtig fühlen – aber angesichts dieser geringen Anhängerzahl die heute mit ihm zusammen auf die Straße ging, müsste ihm klar geworden sein: Selbst den eigenen Leuten ist sein Schicksal egal, niemand steht zu ihm, niemand unterstützt ihn, keiner steht ihm  bei. Beisicht ist einsam. Er ist vielleicht am Ende seines politischen Weges angekommen, denn eine Partei, die hinter ihm steht ist Pro NRW nicht. Die Gruppe ist nur ein aufgeblasenen Nichts. Für Beisicht ist die Party vorbei.

 

 

 

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3 Kommentare zu “Pro NRW: Die Einsamkeit des Markus Beisicht

  • #1
    Jochen Hoff

    Pro NRW und die anderen semiprofessionellen Islamhasser eint ja lediglich die Verachtung die sie für Muslime empfinden. Diese Verachtung soll aber real nur dokumentieren, dass es in diesem Land noch Leute gibt die im sozialen Rang unter ihnen stehen. Sie erheben also sich selbst über andere.

    Das reicht als Motivation um am Stammtisch ein Bier auszugeben oder auch mal um bei Sonnenschein und blauem Himmel irgendwo in einer Masse zu stehen. Aber jetzt wo es – zumindest den Aussagen der Polizei nach, denen ich wenig glaube – einen Anschlag auf Beisicht gegeben haben soll, haben die Jungs und Mädels die Hose voll.

    Warum sollten sie sich in Gefahr begeben. Es geht ihnen doch um nichts. So wie Kewil auf Pi hinter dem Zaun anonym hervorzubellen, ist das einzige was die können. Angsthasen unter sich die noch Schwächere suchen um die zu drangsalieren und sich dadurch stärker zu fühlen.

    Viel wichtiger ist vielleicht, dass sich dahinter eine Reihe von Leuten aufbaut, die als ehemalige Journalisten oder sogar linke Kämpfer, als Mitglieder der CDU und häufig der FDP, dem ganzen ein neues Rückgrat zu verschaffen versuchen, das viel gefährlicher sein könnte, als NPD, die Pros, die seltsame Freiheit und die rechten Kameradschaften zusammen.

    Bisher hatten wir das Glück, dass die keinen Kopf hatten. Wenn sich das ändert dann wird es schlimm.

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  • #3
    Sahra Falkenbach

    Wenn er / sie dafür auf einer Todesliste landen könnte, würden sich wohl die Allerwenigsten von uns noch für irgendetwas öffentlich einsetzen. Man kann von Pro NRW halten was man will – ich persönlich halte gar nix von denen – mit Mord bedrohen geht jedenfalls kategorisch gar nicht.

    Mit Demos dagegen halten, argumentativ den Schwachsinn entlarven: Ja, unbedingt!

    Aber „Kopf ab“-Schreien bzw. Mordpläne aushecken: Inakzeptabel.

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