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Proteste in Hongkong: Die Idee der Freiheit ist nicht am Ende


Ich weiß nicht in wie vielen Büchern ich in den vergangenen Jahren gelesen habe, dass für viele Menschen die Ideen von Freiheit, Individualismus und Demokratie unattraktiv geworden seien. Dass vor allem in Asien autoritäre Entwicklungsdiktaturen wie China ein Modell sei, an dem sich die Menschen orientieren würden. Fast schien es so, als ob viele Intellektuelle, Politiker und Manager glücklich darüber seien.

Und nun gehen hunderttausende Menschen in Hongkong auf die Straße, um gegen ein Gesetz zu demonstrieren, das die Abschiebung nach China erlauben und vor allem Oppositionelle treffen würde. Wie schon vor 30 Jahren, als auf dem Platz des himmlischen Friedens für die Demokratie demonstriert wurde, sind es wieder die Chinesen, denen Demokratie und Freiheit angeblich egal sind, die alles riskieren und sich gegen die Diktatur stellen.

Die Demonstranten in Hongkong zeigen uns, das Demokratie, Freiheit und Individualismus universelle Werte und Ideen sind und strafen alle Lügen, die behaupten, den meisten Menschen ausserhalb des Westens seien sie egal.

 

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3 Kommentare zu “Proteste in Hongkong: Die Idee der Freiheit ist nicht am Ende

  • #1
    thomad weigle

    Es waren vor 30 Jahren die Grünen, die als erste gegen das Massaker in Peking protestierten. Die an diesem Wochenende in Bonn-Beuel tagende Landesdelegiertenkonferenz wurde sonntags vorzeitig beendet, um auf der anderen Rheinseite vor der Botschaft der sog. Volksrepublik gegen den Massenmord zu protestieren.

  • #2
    Flusskiesel

    ,,Dass vor allem in Asien autoritäre Entwicklungsdiktaturen wie China ein Modell sei, an dem sich die Menschen orientieren würden. Fast schien es so, als ob viele Intellektuelle, Politiker und Manager glücklich darüber seien.“

    Genau das habe ich auch schon beobachtet und das ,,eigentlich sind autoritäre Regime viel konkurrenzfähiger“ hat mir durchaus Sorge bereitet.

  • #3
    Thorsten Stumm

    "Alle Despotien veralten und erkalten, alle Ideologien und ihre zeitlichen Siege enden mit ihrer Zeit: nur die Idee der geistigen Freiheit, Idee aller Ideen und darum keiner erliegend, hat ewige Wiederkehr, weil ewig wie der Geist. Vergeblich darum, wenn Machthaber meinen, sie hätten den freien Geist schon besiegt, weil sie im die Lippe versiegeln. " Stefan Zweig 1936

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