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Reaktionen auf Spiegel und Werbeblocker: Hybris und Unverständnis

Kaum hatte Frank Patalong auf Spiegel.de darauf hingewiesen, dass Werbeblocker das Geschäftsmodell von kostenlosen Onlinemagazinen gefährden, wurde er mit Hohn und Spott überzogen. Manche verstiegen sich sogar zu Drohungen gegen SPON.

Menschen machen Medien nicht, weil sie sonst nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen. Zumindest keine, die es in Qualität und dem Umfang von Spiegel-Online, FAZ.de oder Zeit.de aufnehmen können.

Guter Journalismus kostet Geld – und je besseren Journalismus man will, um so teurer wird es. Gute Autoren verlangen ein ordentliches Gehalt, Recherchen können sehr aufwendig sein und auch Fotografen wollen Geld für ihre Arbeit sehen. Frank Patalong wies im seinem Artikel auf die banale Tatsache hin, dass es zwei Mögklichkeiten gibt, dieses Geld zu verdienen: Payd Content oder Werbung.

Das Geschäftsmodell fast aller Online-Medien beruht auf Werbung und diese Einnahmen sind umso höher, je mehr Leute diese Werbung sehen. Klar dass da Werbeblocker stören. Und auch klar, dass der Spiegel auf dieses Problem hinweist und eigentlich nichts anderes macht, als an die Solidarität seiner Leser zu appellieren.

Ich fand den Artikel nicht besonders aufregend und es gut, wie ehrlich der Spiegel mit seinen Problemen umging. Umso mehr hat mich die Reaktion überrascht: Für Wirres war es „Qualitätsheulsusenismus“ und Jan Schejbal forderte. Werbung dürfe nicht mehr nervig sein und wenn Spiegel Besucher mit Werbeblockern ausschließen würde, würde man Wege finden diese Sperren zu umgehen und SPON zur Not nicht mehr verlinken.

Spätestens da wurde es lächerlich: Seit langem geht die Zahl der Verlinkungen unter Blogs zurück, die meisten werden seltener gelesen als noch vor wenigen Jahren. Würde SPON nicht mehr von von Blogs verlinkt, man würde es in Hamburg kaum wahrnehmen. Die meisten die ich kenne, haben Spiegel-Online als Startseite in ihrem Browser und besuchen die Seite mehrmals am Tag direkt. Links spielen dabei keine große Rolle – SPON zu drohen ist Hybris und ein wenig lächerlich.

Sicher, Schejbal hat recht, wenn er sich über zu viel nervige Werbung beschwert. Ich selbst habe keinen Werbeklocker aktiviert, aber einen PopUp-Blocker. Und richtig ist auch, dass verschiedenen Werbeformen stören und wohl auch unter werblichen Gesichtspunkten kaum etwas bringen, weil sie die Leser gegen sich aufbringt. Darüber muss man reden, aber ohne jede Häme.

Aber eine unauffällige, dezente Werbung zu fordern ist Unfug: Werbung muss auffallen. Dezent und Werbung – das passt nicht zusammen. Natürlich muss niemand bei irgendwem aus Solidarität irgendeine Werbung anstarren oder anklicken, die ihn nicht interessiert. Aber es muss jedem klar sein, dass wenn Online-Medien nicht über Werbung zu finanzieren werden können,  es zwei Alternativen gibt: Abschalten, oder zumindest massiv reduzieren oder Payd Content. Darüber kann man sich dann auch aufregen, aber professionelle Angebote wird es nur geben, wenn sie bezahlt werden kann.

Für Jens Schejbal war die beste Werbung die Google-Text Anzeige. An der verdienen die Betreiber von Internetseiten nur kaum etwas – dafür aber Google. Richtiges Geld gibt es für hingegen für Banner die direkt vermarktet werden. Wollen wir gratis Medien wie SPON, Zeit.de, Welt.de oder FAZ.de, müssen die Verlage eine Chance haben, online Geld zu verdienen. Tun sie es nicht, werden sie ihr Angebot runterfahren. Dann gibt es deutlich weniger gute Geschichten online – so einfach ist das. Was dann bleibt sind zum Beispiel parteinahe Medien, die in die Bresche springen. Aber ich lese lieber einen Artikel über  die Kundus-Affäre auf Spiegel-Online als im Vorwärts oder im Bayernkurier.

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32 Kommentare zu “Reaktionen auf Spiegel und Werbeblocker: Hybris und Unverständnis

  • #1
    Flusskiesel

    Frank Patalong ist ja da ein wunderbarer Rant gelungen, mit dem mal wieder eine Sau durch (kleiner werdende) Bloggerdorf getrieben wird.

    Dazu ein paar zusammenhanglose Gedanken:
    Wenn ich einen Adblocker benutze und für mich Werbung nicht angezeigt wird, dann ist der Effekt der selbe, wie wenn ich keinen benutze und die Werbung aber eh nicht beachte/anklicke.

    Wer während der TV-Werbeunterbrechung aufs Klo (respektive zum Kühlschrank) geht – begeht der dann geistigen Diebstahl, indem er sich Sendungen anguckt ohne dafür mit seiner Aufmerksamkeit zu bezahlen?

    Wie sieht es denn mit dem Geschäftsmodell aus, wenn alle auf Adblocker verzichten, sich dann aber nach ein paar Jahren herausstellt, dass Werbung im Internet so gut wie gar nicht funktioniert?

    Müssen wir dann alle extra auf Banner usw. klicken und dort was bestellen, damit weiterhin Artikel kostenlos ins Netz gestellt werden?

    SpOn macht mir ein Angebot, dass ich kostenlos Artikel dort lesen kann und sonst nichts – oder gibt es eine AGB (habe ich die irgendwie bestätigt?), dass ich dazu verpflichtet bin, mir die Werbung auch anzugucken und zu würdigen?

    Eine „moralische“ Verpflichtung zum Werbegucken – bin ich der Einzige, dem das irgendwie bescheuert vorkommt?

    „Drohungen“ gegenüber SpOn sind natürlich äußerst lachhaft …

    PS: Heißt es nicht „Paid Content“?

  • #2
    Martin Schmitz

    Werbebanner, auch animierte sind ja ok. Aber wenn, wie bei derwesten.de, ständig bildschirmgroße Einblendungen erscheinen, wenn man auch nur ein bißchen mit der Maus ruckelt, und man im Textfluss gestört wird, dann ärgert das nur noch und raubt jeden Spaß am Lesen auf der Seite.

  • #3
    Stefan

    Ich habe nichts gegen Werbung wie bei Euch. Was aber gar nicht geht, sind Fullframe Overlays, die man teilweise nicht mal weg klicken kann, ohne das sich ein neues Fenster öffnet.

    Vermutlich liegt es an den Betreibern hier vernünftige Kompromisse zu finden. Dem „Kunden“ wird im Zweifel alles zu viel, dem Booker zu wenige sein.

  • Pingback: Guten Morgen

  • #5
    marc

    Werbung nervt. Im Fernsehen, im Radio, im Web.

    Fernsehen schaue ich nur per Digitalrecorder und skippe die Werbung.
    Radiosendungen kommen per Feed. Ohne Werbung.
    Im Web ist ein Adblocker mein Helfer.

    Das Leben ist so viel schöner, und Werbung ist für mich keine Lösung.

    Ich zahl für guten Content (GEZ,Abo… ) , ansonsten sollten die Verlage neue Ideen zwecks Finanzierung probieren. Nur das alte Konzept „Werbung“ im neuen Medium geht halt nicht mehr. DAS ist die Aufgabe von Verlagen im WEB. Wie finanziere ich den Content ? Und dann zu sagen, ohne Werbung geht es nicht, ist etwas Ideenlos.

    Die Zeiten ändern sich und nicht nur der Bergbau hatte seine Zeit. Jetzt sind es Verlage und Journalisten.

  • #6
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Marc: Dumm nur, das Demokratie sehr gut ohne Bergbau funktioniert, aber nicht ohne eine professionelle und freie Presse.

  • #7
    petschbot

    Ja, ich oute mich als Adblock-Plus-Nutzer. Ich setze es ein, seitdem die Flash-basierte Blinke-Blinke-Werbung überhand genommen hat. Und ja, gerade SpOn kleistert seine Seite damit zu. Flash ist für mich wie Radiowerbung in den 1990ern: Nerven um aufzufallen, und sei es negativ.

    Wäre alles bei Nicht-Animierten JPG-Bannern geblieben würde ich auch heute noch Web-Werbung konsumieren, Adsense-Werbung fand ich sogar teilweise praktisch.

  • #8
    emden09

    „die banale Tatsache hin, dass es zwei Möglichkeiten gibt, dieses Geld zu verdienen: Payd Content oder Werbung“

    Diese Tatsache ist nur für solche Leute banal, die zu faul oder intellektuell nicht in der Lage sind, sich neue Geschäftsmodelle für Ihre Journalistischen Erzeugnisse zu überlegen oder bereits ausgedachte (Kulturflatrate uvam. in Ihre Überlegungen einzubeziehen).

    Fakt ist: „Journalismus ist Meinungsmacht“.
    Fakt ist: „Meinungsmacht ist ein Privileg“.

    Warum sich nun gerade die Zielgruppe der Meinungsmächtigen und Meinungsmacher überlegen soll, wie sie deren privilegierten Status auch noch mit Geld versüßen kann, ist mir Schleierhaft.

    Journalisten sollen sich gefälligst selber Gedanken machen, wie sie Ihren privilegierten Job bezahlt bekommen.

    Payed Content (siehe RP von heute) ist jedenfalls genau so wenig ein Garant für Qualitätsjournalismus („Landwirtschaftsverband“ vs. „Landschaftsverband“) wie Werbefinanzierte Programme („Barbara Salesch“, „verbotene Liebe“ uvam.) ein Garant für Qualitätsjournalismus sind.

    Fazit: Meine Werbeblockerkaskade aus Privoxy, Noscript und Adblock Plus bleibt wo sie ist und wie sie ist. Es ist definitiv meine Aufgabe mir zu überlegen, wie ich meine Fähigkeiten so einsetze, dass ich für meinen Job bezahlt werden, es ist aber nicht meine Aufgabe mir Geschäftsmodelle für andere Leute auszudenken, nur weil deren aktuelles Geschäftsmodell gerade mit Schmackes den Bach runter geht (hab ich schließlich bei den Kohlekumpels auch keinen Gedanken dran verschwendet – mein Strom kommt halt vom Solardach. Pech für die Kuh Elsa und für die Kohlekumpels).

    Wortspiel: Wie sagt man „alles geht den Bach runter“ euphemistisch verklärt? Genau, „Alles ist im Fluss“!

  • #9
    emden09

    @Stefan Laurin (att:@Marc): Definitiv wurde die Demokratie (in Griechenland) erfunden (und funktionierte so ausgezeichnet, dass man sie Jahrtausende später in Europa wiederentdeckte), bevor es eine (profesionelle und freie) Presse, Radio, TV oder Blogs gab.

    Fazit: Geschichtsbewusstsein hilft bei der Meinungsfindung.

    Eben deshalb ist eben die Presse kein Verfassungsorgan sondern eben „nur“ und ausschließlich frei – wenn ihr kein neues Geschäftsmodell einfällt am Ende eben auch frei von Geld.

  • #10
    Humpty Dumpty

    @#6 Stefan Laurin: …und die „freie Presse“ ist auch von der Werbung völlig unabhängig, nicht? Herzerfrischend naiv 🙂 Werbung ist der natürliche Feind der Intelligenz, und ich fürchte, sie gewinnt („Das ist mein Laden!“). Und Demokratie gab es schon vor der Erfindung des Internet. Wenn die „freie Presse“ ihr Angebot im Netz herunterfahren müßte, wäre dies wohl kaum der Untergang der Demokratie, oder täusche ich mich da…?

  • #11
    Hendrik

    #2 und #3 sagen es ja schon. Das ist übrigens auch das was man mir „unauffällige[r] Werbung“ meint: Non-intrusive Werbung, Werbung die mich nicht vom Lesen abhält, Werbung die nicht (wie zb FAZ) als transparentes Overlay über der gesamte Seite liegt und still und heimlich beim ersten Klick (zum scrollen zb) im Hintergrund aufgeht.
    Merke: Es gibt gute und böse Werbung. Seiten mit ersterer Besuche ich häufiger, seiten mit zweiter nicht. Seiten mit guter Werbung und guten Inhalten belohne ich ganz gezielt mit Klicks oder Einkäufe via Partnerlinks bei onlineshops etc.

  • #12
    H.-P. Kraus

    Im Prinzip gehe ich mit dem Artikel konform, aber nicht mit einigen Behauptungen:
    „Werbung muss auffallen. Dezent und Werbung – das passt nicht zusammen.“ Das ist ein großer Irrtum. Im Internet funktioniert die Werbung am besten (im Sinne von Klicks), die zwar klar als Werbung gekenzeichnet ist, aber sich ansonsten unauffällig ins Design anpasst. Das ist meine Erfahrungen aus vielen Versuchen, mit Werbung im Netz Einnahmen zu erzielen. Werbung, die auffällt im Web, funktioniert genauso wie die Werbeankündigung beim Fernsehen. Man guckt nicht hin, weil’s Werbung ist.
    „Für Jens Schejbal war die beste Werbung die Google-Text Anzeige. An der verdienen die Betreiber von Internetseiten nur kaum etwas – dafür aber Google.“ Ich meine, Sie verwechseln da etwas. So viel ich weiß, bekommen die Seitenbetreiber den Löwenanteil bei Adsense. Das Problem ist nicht die Einnahmeaufteilung, wie Sie suggerieren, sondern, dass grundsätzlich nur bei erfolgreicher Werbung gezahlt wird. Das Risiko wird also auf das Trägermedium abgewälzt. Solche Werbung, wie Spiegel online sie hat, wird per Views bezahlt und ist deshalb lukrativer, ganz abgesehen davon dass Spiegel Online wesentlich bessere 1000er-Preise verlangen kann als andere – warum auch immer.

  • #13
    Flusskiesel

    Außerdem:
    Warum sagt mir keiner, wie ich es richtig machen soll?
    Ok, ich deaktiviere den Adblocker – und dann fließt irgendwie Geld in die Kassen der Verlage?
    Oder muss ich mindestens einmal in der Woche ein beworbenes Produkt kaufen, damit die Werbung auf jeden Fall *wirkt*?
    Ab wann bin ich endlich ein guter Mensch? 😉

  • #14
    christian

    Warum nutzen soviele Leute den AdBlocker? Bestimmt nicht um das Web zu schaden, sondern weil die Werbebanner immer größer (ganze Seite abdeckend), lauter (greller Sound) und immer nerviger (popups, blinken, zucken, flimmern) wurden.

    Artikel konnten nicht mehr gelesen werden, Seiten wurden durch die animierten Flashbanner hunderte von Kilobyte groß, ganz zu schweigen, dass Weiterleitungen einem noch zu allem Übel Schadcode und Trojaner auf den Rechner spielte.

    Zum gläsernen Nutzer werde ich für die Onlinewerbungen mit sog. Supercookies, die mich über viele Seiten tracken und die ich im Gegensatz zu normalen Cookies nicht mal mehr löschen kann.

    Dem Nutzer nun ein schlechtes Gewissen zu machen, ihn sogar als unmoralisch und als „Schnorrer“ zu bezeichnen, nur weil er sich gegen solche „Angriffe“ schützt, halte ich für unangemessen.

    Wie so häufig im Web wurde mit Adblocker ein Tool zum Klassiker, weil ich mich als Nutzer nicht mehr gegen diese Ausuferungen der Online Werbung wehren konnte.

  • #15
    Christian S.

    Die Werbung auf SPON ist dreist. Mein kleines Netbook musste da manchmal richtig schaffen. Das sehe ich nicht ein, also nutze ich AdBlock Plus. So einfach ist das.

  • #16
    Christian S.

    Und wenn die privaten Verlage und Medien es nicht mehr schaffen, sich zu finanzieren, dann müssen die öffentlich-rechtlichen Medien ausgebaut werden.

  • #17
    Tuttle

    Werbung muß nicht dezent sein, sie darf aber nicht stören. Am besten, wenn man die Werbung freiwillig anschaut, weil sie interessant oder schön ist. Kino- und Magazinwerbung hat das manchmal verstanden. Frank Patalong und Ihr nicht.

  • #18
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Christain S: Die Öffentlich-Rechtlichen sind im Griff von Politkern, Kirchen und Verbänden sind. Viele Pöstchen für Leute ohne Ahnung.

  • #19
    Christian S.

    Klar gibt’s Probleme. Übertreibung macht’s aber nicht besser. „tagesschau“ und „heute“ sind nach wie vor die hochwertigsten Nachrichtensendungen.

  • #20
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Natürlich bin ich für den Bestand der Öffentlich-Rechtlichen – aber ich will auch in Zukunft taz, Spiegel, FAZ, Wirtschaftswoche, Welt, Capital, Süddeutsche, Brand Eins, WAZ, Ruhr Nachrichten, FTD, ct, etc. Und ich schätze auch deren Online-Ausgaben. Für einige würde ich auch zahlen. Ich will die Vielfalt und die bietet nur ein funktionierende Markt. Grundversorgung reicht mir nicht. Und: Ich gebe ziemlich viel Geld für Magazine aus und noch immer einiges für Zeitungen. Und ich gebe die Kohle gerne aus.

  • #21
    FS

    Die alte Debatte.

    Einige haben es hier in den Kommentaren (2, 3, 7, 11, 14, 15, 17) bereits gesagt – es gibt einen Unterschied zwischen Werbung und Belästigung. Gegen Werbung an sich habe ich nichts, aber sobald sie mein Netbook abstürzen lässt oder ungefragt Software auf meinen Rechner knallt hört es auf.

    Mein Rat an die vernünftigen Teile der Werbeindustrie: programmiert einen Adblocker der Flash, Popups, Overlays, und Sound rausfiltert, den Rest aber drinlässt. Damit bietet man den Nutzern die Möglichkeit zur Notwehr ohne dass gleich alle Werbung gesperrt wird.

  • #22
    Christian S.

    Stefan, ich habe die „Zeit“ auch im Abo. Tolle Zeitung. Gar keine Frage. Und ich will sie behalten. Und hoffe, dass die „Zeit“ Gewinn macht und weiter gutes Zeug schreibt.

    Aber der Appell, Online-Nutzer mögen doch bitte Werbung gucken, sonst gingen die Medien pleite, der ist eben witzlos. Wenn Werbung nix taugt, wird sie geblockt oder ignoriert.

    Die Medienhäuser müssen sich schlicht und ergreifend neue Einnahmnefelder suchen. Eine Idee wären vielleicht Förder-Abos, damit man besser kommentieren kann, oder Premium-Bereiche auf der Webseite mit Exklusiv-Inhalten etc. Ich weiß es auch nicht.

    Regional-Zeitungen jedenfalls sollten auch mehr Regional machen. „Aus aller Welt“, in der Regionalzeitung? Brauche ich nicht. Braucht keiner. Direkt dpa-Material gespart.

    Vielleicht tut Konsolidierung auch not. Tja.

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  • #24
    H.-P. Kraus

    @22: „Aber der Appell, Online-Nutzer mögen doch bitte Werbung gucken, sonst gingen die Medien pleite, der ist eben witzlos. Wenn Werbung nix taugt, wird sie geblockt oder ignoriert.“
    Ich weiß nicht, ob er sich da nicht klar ausgedrückt. Niemand muss Werbung gucken. Es geht darum, dass der Abruf von Anzeigen von einem Ad-Server nicht unterdrückt wird. Das ist, was zählt. Genauso wie bei einer Zeitschrift die Auflage. Ob eine Anzeige tatsächlich angeguckt wird, ist erstmal nebensächlich.

  • #25
    rampelmann

    Ich finde diese gesamte Diskusion ausgesprochen albern. Es gab ein gutes, werbefinanziertes Web. Ihr, die Gesamtheit der Werbetreibenden, habt es kaputt gemacht, die Beispiel müssen nicht wiederholt werden.
    Und jetzt soll ich meinen Surfkomfort erheblich einschränken, damit Euer Geschäftsmodell aufgeht?
    Ist das Euer ernst?

  • #26
    Tarantoga

    Solange sich Herr Patalong sich nicht für mein Einkommen verantwortlich fühlt, werde ich mich auch nicht für seines verantwortlich fühlen.

  • #27
    Flusskiesel

    @24:
    Aber wenn die Werbung eh keiner guckt, warum spart man sich die dann nicht gleich ganz?

    Da funktioniert doch das ganze System eh nicht – es hat nur noch keiner gemerkt.

  • #28
    H.-P. Kraus

    @27: Das ist vielleicht wie Homöopathie, wenn man dran glaubt, dann wirkt es auch;-) Nee, im Ernst. Das ist einer der Gründe, warum Verleger Google so hassen. Das Google-Werbesystem beruht auf messbarem Erfolg für den Werbetreibenden, während das Werbesystem der Printmedien weitestgehend auf „Dran glauben“ beruht.

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  • #30
    otomo

    @Emden eine Kulturflatrate zu fordern als Alternative zu Werbung und Paid Content ist schon reichlich naiv.

    Wenn Du schon so unglaublich viel schlauer bist, als die denkfaulen Intelektuellen, warum fällt Dir dann auch nur so ein durchgekauter Kultursozialismus ein?

  • #31
    ranghoher

    spiegel.de ist ein Ärgernis und darüberhinaus kaum zu gebrauchen. Ich lese da schon seit Jahren nicht mehr. Ich bin aber auch kein Fan von Angela Merkel und ich denke, dass man den Markt regulieren muss. „Netzwelt“ lese ich auch nicht mehr, weil ich die Domain eben meide, so gut es geht.

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