Reisins Hits and Misses, Folge 3: What was he thinking …?

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NFL Foto: Parker Anderson Lizenz: CC BY-ND 2.0

Jeden Dienstag auf Ruhrbarone: Die American-Football-Kolumne von Andrej Reisin. Während der Saison immer im Anschluss an das Spieltagsende.

Scores: NFL 3. Spieltag
Standings: NFL Week 3

1. Dinge, die man in der NFL nicht tun sollte:

Zu seinen Gunsten: Selbstkritisch sagte Brandon Marshall nach dem Spiel, es handle sich um „the worst play in NFL history“. Hmm … nein. Es handelt sich noch nicht einmal um den schlechtesten Spielzug in der Geschichte der Jets:

Aber mal im Ernst: Im Fallen einen Querpass zum Mitspieler werfen? Den Gegner am Helm treffen? Das Ei verlieren? In der NFL? Well … Außerdem: Pyrotechnik ist kein Verbrechen.

2. Die Arizona Cardinals sind for real

Vielleicht nicht gerade Breaking News im engeren Sinne, aber dennoch: Carson Palmer spielt besser als vor seinem ersten Kreuzbandriss, Chris Johnson wirkt ebenfalls fünf Jahre jünger. Andre Ellington und David Johnson werden das Backfield weiter bereichern. Und dann ist da noch ein gewisser Larry Fitzgerald mit 134 Yards und zwei TDs – im Übrigen sein zweites +100Yd-Spiel in Folge – das erste Mal seit 2011. Die Cardinals sind eine faszinierende Mischung aus gereiften Spielern, die offenbar im besten Alter zu sein scheinen – und jungem, wildem Talent. Kaum etwas macht momentan mehr Spaß, als dieser Offense zuzusehen.

3. And the Niners are done

Es sei denn natürlich, man ist Fan der 49ers, wie zahlreiche deutsche Football-Fans, die am Sonntagabend zu Twitter rannten, um der #RanNFL-Crew ihr Leid zu klagen. Leider ließ sich Letztere durch das Niners- Gejammer beeinflussen – und verpasste so zum Teil die G-R-O-ß-A-R-T-I-G-K-E-I-T von Palmer & Co. By the way: Ich mochte die Goldhelme schon nicht, als Joe Montana selbigen noch aufhatte. Aber, von persönlichen Animositäten abgesehen: Colin Kaepernick warf in den ersten knapp sechs Minuten des Spiels zwei Interceptions. Nach der Halbzeit gab es einen Punkt, an dem fünf erfolgreichen Pässen vier Würfe zum Gegner gegenüberstanden.

Dazu wird Jim Tomsula momentan auf allen Ebenen so ausgecoacht, dass es einem schon fast leid tun kann. Der nächste Gegner? Green Bay. Und ein Spielpan, auf dem unter anderem noch zwei Mal Seattle, Atlanta, Arizona und Cincinnati stehen. Wird das in dieser Division für die Playoffs reichen? Nein, natürlich nicht. Am besten, man sieht das auch im Hause Pro7MAXX ganz schnell ein – und zeigt uns andere Teams – ohne Rücksicht auf die vermeintlich riesige deutsche Niners-Community. Stick a fork in their ass and turn ´em over – they’re done. Zur Aufmunterung hier ein lustiges Video mit Joe Cool als Erinnerung an bessere Zeiten:

4. Spielt Aaron Rodgers seinen besten Football ever?

Gut möglich. Nicht nur, dass es drei Jahre oder 48 Touchdown-Pässe her ist, dass Rodgers seine letzte Heim-Interception geworfen hat. Was ihn momentan noch besser macht (vielleicht besser als alle anderen), ist seine Fähigkeit, den Gegner auf dem Feld mental zu besiegen. Wofür andere Teams Offensive Coordinator und Head Coach und und und brauchen, braucht Green Bay nur Rodgers. Trainer Mike McCarthy hat bereits vor längerer Zeit zugegeben, dass er bei manchen Drives vielleicht die ersten ein, zwei Spielzüge von der Seitenlinie bestimmt – und Rodgers danach in der No-Huddle-Offense die Kontrolle übernimmt. Gegen Kansas City nutzte Rodgers eiskalt, wenn die Chiefs beim Hard Count ins Abseits rannten – und spielte einfach weiter – einmal mit einem Touchdown als direkter Folge. Wenn Rodgers gesund bleibt, führt in der NFC kein Weg am Lambeau Field vorbei. Ach ja: Und Humor hat er auch noch.

5. Doomsday in Pittsburgh

Die Steelers verlieren „Big Ben“ – gewinnen aber trotzdem. Mit den sieglosen Ravens kommt bereits am Donnerstag ein Team in die Stadt, das sämtliche Hoffnungen fahren lassen kann, wenn sie gegen den Erzrivalen verlieren und mit 0-4 in die Saison starten. Auf der anderen Seite wird die Luft für the Black and the Gold sehr dünn, wenn man das Heimspiel gegen die zerupften Raben verliert. Denn mit Arizona, Kansas City und Cincy warten in den Wochen danach keine Leichtgewichte. Ohnehin sind die Bengals in der AFC North das team to beat. Doch darüber vielleicht nächste Woche mehr.

Meine Top 10 Power Rankings nach 3 Wochen:

#1 Packers
#2 Patriots
#3 Cardinals
#4 Broncos
#5 Bengals
#6 Falcons
#7 Steelers
#8 Seahawks
#9 Bills
#10 Panthers

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