Rollen, bouncen, tanzen ‑ bodo im Mai

Dirk von Lowtzow von Tocotronic beim Rock am Ring 2013 Foto: Achim Raschka (talk) Lizenz: CC BY-SA 3.0


Dirk von Lowtzow taucht auf, die Rückkehr der Rollerdisco, Ankommen am Borsigplatz, ein Pollock zum Mitnehmen, Streuselkuchen im Oldtimerbus, Stress in der Notschlafstelle, Saisonstart der Nordstadtliga, wie Obdachlosigkeit endet.

Rollen, Bouncen, Tanzen: Carsten Helmich kennt man als DJ oder als Macher der Juicy Beats Festivals. Vor fünf Jahren hatte er aus einer Laune heraus seine alten Rollschuhe reaktiviert. Jetzt mischt er mit in einer Szene, die gegenwärtig einen Boom erlebt. Die Zeit scheint reif für die Rückkehr der Rollerdiscos.

„Ich tauche auf“: Dirk von Lowtzow begann sein neues Buch als Tagebuch in der Pandemie konzipiert, doch bald verwandelte es sich. Den ersten Teil einer gemischten Konzert- und Lesetour hat der Frontmann der Band Tocotronic gerade hinter sich, im zweiten Teil stehen auch die Bochumer Kammerspiele auf dem Tourneeplan. Ein Gespräch über die Faszination von Plüschtieren, launiges Landleben und das Ende der Gitarrenmusik.

Göç / Ankommen: „In der Türkei vermisse ich Deutschland, und wenn ich nach Deutschland komme, vermisse ich die Türkei“, sagt Jale Kırdök. Vom 28. April bis 9. Juli stellt das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte mit Porträt- und privaten Fotografien, O-Tönen und Texten 13 Frauen vom Borsigplatz in den Mittelpunkt, die ihre Erinnerungen an Ankommen und Leben in der Nordstadt teilen.

Wie Fußball verbindet: Die Dortmunder Nordstadt ist nicht nur eng mit der Geschichte des BVB verbunden, sie ist auch der kinderreichste Stadtteil der Stadt, ein Mit- und Nebeneinander von Menschen aus 126 Herkunftsnationen und immer noch der Hauptankunftsort für „die Neuen“. Gründe genug für ein ganz eigenes Angebot, das im Stadtteil Gemeinschaft stiftet: eine offene Straßenfußball-Liga. Nun ist die Nordstadtliga in die neue Saison gestartet.

„Niemand muss draußen schlafen“, betont die Stadt Dortmund, wenn nach Angeboten und Hilfen für Wohnungslose gefragt wird. In der Praxis berichten vor allem männliche Wohnungslose immer wieder, dass sie bestimmte Angebote nicht nutzen ‑ und berichten vor allem aus einer Einrichtung nicht nur von fehlender Unterstützung, sondern von einem Klima der Einschüchterung.

Ein Pollock zum Mitnehmen: In einem Pop-up-Atelier in der Bochumer Innenstadt bietet der Künstler Rang Haider im Rahmen des Tapetenwechsel-Projekts der Stadt Malkurse an, in denen sich die TeilnehmerInnen einem oder einer Großen der modernen Malerei annähern. Ein lehrreicher Spaß.

Schlüsselübergabe: Dennis war obdachlos, als er zu bodo kam. Er verkaufte das Straßenmagazin, hatte bald wieder eine eigene Wohnung, inzwischen ist er festangestellt bei bodo. Weil er nun umzieht, wird bodo-Verkäufer Michael sein Nachmieter. Direkt aus der Obdachlosigkeit.

 

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