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RVR: Lage um Cross Border Leasing bei AGR spitzt sich zu

Die Abfalltochter des Regionalverbandes Ruhr, die AGR, steckt ja ohnehin in der Tinte. Das ist bekannt. Hab ja heute auch mal wieder drüber geschrieben. Aber nun spitzt sich die Situation richtig zu: Nach meinen Informationen will die AGR das Cross Border Leasing über die  Müllverbrennungsanlage RZR I beenden. Angeblich ist der amerkianische Investor für die Idee zu haben. Nur die HSH Nordbank als finanzierende Landesbank weigert sich, die Verträge zu unterschreiben. Ein Gespräch mit Beteiligung von RVR-Chef Hans-Dieter Klink lies die HSH-Bank gestern angeblich platzen. Aus diesem Grund konnte der RVR-Chef heute keine Vorlage für die Verbandssondersitzung am Montag vorlegen. Am Montag selbst droht deshalb ein Desaster.

Wie ich erfahren habe, will die AGR das gesamte Geld ausdem  Verkauf der Müllverbrennungsanlage…

Die Abfalltochter des Regionalverbandes Ruhr, die AGR, steckt ja ohnehin in der Tinte. Das ist bekannt. Hab ja heute auch mal wieder drüber geschrieben. Aber nun spitzt sich die Situation richtig zu: Nach meinen Informationen will die AGR das Cross Border Leasing über die  Müllverbrennungsanlage RZR I beenden. Angeblich ist der amerkianische Investor für die Idee zu haben. Nur die HSH Nordbank als finanzierende Landesbank weigert sich, die Verträge zu unterschreiben. Ein Gespräch mit Beteiligung von RVR-Chef Hans-Dieter Klink lies die HSH-Bank gestern angeblich platzen. Aus diesem Grund konnte der RVR-Chef heute keine Vorlage für die Verbandssondersitzung am Montag vorlegen. Am Montag selbst droht deshalb ein Desaster.

Wie ich erfahren habe, will die AGR das gesamte Geld aus dem Verkauf der Müllverbrennungsanlage RZR I im Rahmen des Cross-Border-Leasing an den amerikanischen Investor zurückzahlen. Bislang ist das Geld unter anderem bei der HSH Nordbank in Form von langfristigen Anlagen geparkt. Eigentlich sollte das Geld bei der HSH Bank Zinsen erwirtschaften und damit der Finanzierung der Leasingraten dienen, die die AGR an den amerikanischen Investor zahlen muss. 

Wenn das Geld nun auf einen Schlag zurückgezahlt werden soll, bedeutet das für die HSH einen derben Finanzabfluss in Höhe von einer dreistelliger Millionensumme. Deswegen ist verständlich, dass die HSH auf ihre Verträge pocht. Auch wenn die AGR Pleite gehen sollte, würde das für die HSH nur Vorteile bringen. In dem Fall hätte sie die Millionen sicher im Sack. Und könnte das Geld langfristig verwalten. Zudem ist offen, warum die Bank dem AGR und dem RVR helfen sollte.

Ich bin auf Montag gespannt. Ich glaube nicht, dass Klink eine Lösung bringen wird.

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9 Kommentare zu “RVR: Lage um Cross Border Leasing bei AGR spitzt sich zu

  • #1
    Dirk Schmidt

    Nicht zu gespannt sein auf Montag, Herr Schraven. Eine Vorlage habe ich nicht gesehen, aber eine neue Tagesordnung. Demnach wird dies nun im nicht-öffentlichen Teil beraten.

  • #2
    David Schraven Beitragsautor

    Hi Herr Schmidt,

    die Geschichte im nicht öffentlichen Teil zu verhandeln ist naiv. Natürlich werden wir und alle anderen Reporter, erfahren, um was es geht. Und wenn die HSH Nein sagt, bin ich gespannt, wie Herr Klink und die anderen Verantwortlichen da raus kommen wollen, sicher wissen Sie, dass die Einnahmen der AGR momentan zurückgehen wie Eis im Kochtopf. 🙂

  • #3
  • #4
  • #5
    Hans Joachim Wallek

    Sehr geehrter Herr Schraven,
    ich bin erst seit einer Woche Leser im Internet-Portal “Ruhrbarone”; lese aber nzn regelmäßig darin.

    Mir ist aufgefallen, daß Sie gegenüber den Themen AGR / RVR geradezu eine Haßliebe entwickelt haben.

    Was sind die Ursachen?
    – Hatten Sie ein schlimmes, frühpubertäres Erlebnis mit Abfall? (Sind Sie als Kind mal in eine Mülltonne gefallen?)
    oder
    – haben Ihnen die AGR oder deren Rechtsvorgänger oder darin handelnde Personen mal auf die Füße getreten?

    Zugegeben, bei Ihren Berichten haben Sie Zugriff auf Personen mit Insider-Wissen bei AGR und RVR.
    Aber in Ihren Berichten lese ich wenig Zutreffendes, aber viele Mutmaßungen.
    Sie können Ihren Kopf zwar jederzeit aus der Schlinge ziehen, weil Sie häufig die Begriffe wählen “mir wurde berichtet”, “man hat mir gesagt” usw.
    Aber objektive Berichterstattung ist das meiner Meinung nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    H. J. Wallek

  • #6
    David Schraven Beitragsautor

    Hallo Herr Wallek,

    ich beschäftige mich mit der AGR, weil dort jede Menge Steuergelder verbrannt wurden und werden. Ich hege weder Haß noch Liebe für die AGR. Tut mir leid, damit kann ich nicht dienen.

    Ich schreibe übrigens keine Mutmaßungen. Dafür aber viel zutreffendes. 🙂

    Wenn es sich Ihrer Meinung nach nicht um objektive Berichterstattung handelt, dann werde ich das nicht ändern können.

    beste Grüße

    David Schraven

  • #7
    Manfred Krause

    Wenn Sie Herrn Wallek antworten, dass Sie “…viel zutreffendes” schreiben, schließt dies auch ein, dass Sie manches Unzutreffendes schreiben. Solche Journalisten wünscht man sich nicht!
    MfG. Manfred Krause

  • #8
    David Schraven Beitragsautor

    Hallo Herr Krause, Herr Wallek, Herr XY, Herr etc…

    ich weiß, dass die AGR die Berichterstattung hier verfolgt. Ich habe auch schon mitbekommen, dass die Pressestelle der AGR überlegt hat, wie sie hier im Blog auf meine Berichte reagieren soll. Ob sie selbst kommentieren soll, oder andere vorschickt. Zum Beispiel Mitarbeiter oder Freunde des Hauses, die versuchen sollen, mich runter- oder schlechtzumachen.

    Glauben Sie mir, diese Taktik funktioniert nicht.

    Beste Grüße

    David Schraven

  • #9
    Dirk Schmidt

    @erich reimann: So scheint die Sache ausgegangen zu sein:
    http://www.idruhr.de/detail.php?id=25098&seite=aktuell

    Die mit dem Eigenkapitalgarantiegeber getroffenen Vereinbarungen werden vorzeitig beendet, der US-lnvestor scheidet aus. Von dem Betrag, den der Eigenkapitalgeber an den US-lnvestor zahlen muss, erhält die AGR einen Teilbetrag in Höhe von rund 696.000 US-Dollar, der mit zur Abdeckung der Beraterkosten genutzt werden kann. Von RVR und AGR sind keine darüber hinausgehenden Zuzahlungen zu leisten.
    Der mit Abschluss der Transaktion ezielte Barwertvorteil in Höhe von 16 Millionen Euro, von dem der RVR vier Millionen Euro erhielt, verbleibt damit in voller Höhe bei der AGR bzw. dem Verband.

    Diese Pressemitteilung von AGR/RVR lese ich wie folgt:

    1. Das CBL-Geschäft wurde beendet.
    2. AGR/RVR darf den Barwertvorteil voll behalten.
    3. AGR/RVR muss den Anteil der Beraterkosten zahlen, der über EUR 696.000 hinausgeht.

    Ich denke, dass inzwischen niemand mehr in der Region ein derartige CBL-Geschäft machen würde. Der RVR und die AGR sind aber gut herausgekommen. Das sieht nach der Pressemitteilung sogar so “gut” aus, dass ich mal so formuliere: RVR/AGR ist es gelungen mit dem CBL-Geschäft innerhalb weniger Jahre EUR 16 Mio. abzüglich der über EUR 695.000 hinausgehenden Beraterkosten zu erwirtschaften. Wieviele Jahre lief das Geschäft? 4? … 5? Dann hätte RVR/AGR EUR 3 Mio. pro Jahr hieraus erwirtschaftet. Auch wenn es gerade politisch nicht in die Landschaft passt: So wie es sich am Ende darstellt, war es finanziell ein gutes Geschäft. Allerdings auch nur, wie es hier ausgegangen ist. Rückschlüsse auf CBL-Geschäfte anderswo, z.B. Bochum, würde nicht daraus ziehen wollen.

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