Schauspielhaus Bochum trauert um Claus Peymann

Claus Peymann Foto: Oliver Mark Lizenz: CC BY-SA 4.0

Der gestern verstorbene Regisseur und Intendant Claus Peymann leitete das Schauspielhaus Bochum von 1979 bis 1986 und prägte es nachhaltig. Durch die Uraufführungen zahlreicher zeitgenössischer Autoren und ein herausragendes Ensemble entwickelte sich das Schauspielhaus in dieser Zeit zu einem der aufregendsten Theaterhäuser der Bundesrepublik.

Schauspielhaus-Intendant Johan Simons: „Mit großer Bestürzung und Trauer habe ich vom Tod von Claus Peymann erfahren. Claus Peymann war ein herausragender, leidenschaftlicher Theatermacher. Seine kompromisslose, auch streitbare Haltung, sein Mut zur politischen Einmischung und sein unerschütterlicher Glaube an die utopische Kraft des Theaters haben Generationen inspiriert und nicht nur die deutschsprachige Theaterlandschaft geprägt. Ich habe schon häufig erzählt, dass ich als junger Theatermacher oft nach Bochum gereist bin, um seine Inszenierungen zu erleben – sie haben meine Vorstellung davon, was Theater sein kann, maßgeblich erweitert. Wir werden ihn und seinen rebellischen Geist vermissen.“

Für alle, die sich an die gemeinsame Zeit mit Claus Peymann erinnern möchten, liegt ab Montag, 21. Juli, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr ein Kondolenzbuch im Schauspielhaus Bochum aus. Aufgrund von Bauarbeiten im Theaterfoyer befindet sich das Buch am Bühneneingang des Theaters neben den Kammerspielen.

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