
Wer in Dortmund einen neuen Job sucht, steht vor besonderen Herausforderungen. Laut einer aktuellen Analyse des Karriereportals JobLeads ist die Ruhrgebietsstadt unter allen deutschen Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern der schwierigste Ort für die Jobsuche. Dortmund erreicht im Ranking einen Indexwert von 8,29 von 10 – der höchste Wert in der Untersuchung.
Mit einer Arbeitslosenquote von 6,35 Prozent liegt Dortmund auf Platz zwei unter den untersuchten Städten. Hinzu kommt ein vergleichsweise geringes Angebot an offenen Stellen: Im Jahr 2024 gab es nur 3.197 Stellenanzeigen pro 10.000 Beschäftigte. Die Zahl der Unternehmensniederlassungen liegt bei 22.471. Besonders auffällig: Mehr als die Hälfte der ausgeschriebenen Jobs (56,1 Prozent) richten sich an Experten und Spezialisten mit spezifischen Qualifikationen oder Berufserfahrung. Für Fachkräfte und Helfer bleibt das Angebot entsprechend begrenzt.
Beim durchschnittlichen Bruttogehalt liegt Dortmund mit 46.268 Euro pro Jahr im bundesweiten Mittelfeld. Die Studie zeigt dabei keine klare Verbindung zwischen Gehaltsniveau und den Faktoren, die die Jobsuche erschweren.

Essen und Bielefeld folgen auf den Plätzen zwei und drei
Essen belegt Rang zwei mit einem Indexwert von 8,17. Die Stadt weist eine Arbeitslosenquote von 5,74 Prozent auf und verzeichnete 2024 rund 3.243 Stellenanzeigen pro 10.000 Beschäftigte. Das Durchschnittsgehalt liegt hier bei 48.288 Euro. Auch in Essen sind über die Hälfte der Stellen (56,2 Prozent) für Spezialisten ausgeschrieben.
Bielefeld folgt auf Platz drei mit einem Indexwert von 8,10. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,99 Prozent deutlich niedriger, doch die Zahl der Unternehmensniederlassungen ist mit 13.988 die drittniedrigste im Ranking. Pro 10.000 Beschäftigte gab es 3.304 Stellenanzeigen, davon 54,1 Prozent für Experten. Das durchschnittliche Jahresgehalt beträgt 45.900 Euro.
