Träume von Trotzkisten und Islamisten könnten wahr werden: Janine Wissler will Vorsitzende der Linken werden

Janine Wissler im Hessischen Landtages Foto: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Janine Wissler, für die Linke Mitglied des hessischen Landtag, will nach einem Bericht der FAZ Vorsitzende der Linkspartei werden. Wissler stieß, wie viele im Westen, über die WASG zur Linkspartei. Wie viele Mitglieder des radikalen Flügels im Westen ist Wissler auch Mitglied bei Marx21.  Über dieses Bündnis weiß der Verfassungsschutz: „Marx21“ ist die deutsche Sektion des internationalen trotzkistischen Dachverbandes „International Socialist Tendency“ (IST) mit Sitz in London (Großbritannien). Mit seinen rund 300 Mitgliedern ist „marx21“ einer der offen extremistischen Zusammenschlüsse innerhalb der Partei DIE LINKE, der allerdings vom Parteivorstand nicht als bundesweiter Zusammenschluss anerkannt ist. Über die Mitarbeit im bundesweiten Zusammenschluss „Sozialistische Linke“ (SL) versucht „marx21“ Einfluss auf die Partei DIE LINKE zu nehmen.“

Sollte Wissler gewählt werden, dürften die Trotzkisten dieses Ziel erreicht haben.

Aber Marx21 ist nicht nur eines der zahllosen trotzkistischen Grüppchen, die es auf der Welt gibt, sondern auch eng mit Islamisten verbunden. Islamisten sieht man in diesen Kreisen als Verbündete im Kampf gegen den gemeinsamen Feind: Die westlichen Demokratien.

Sozialdemokraten wie Saskia Esken, die glauben, eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei würde zu einem „progressiven Bündnis“ führen, sollten sich mit den Kontakten und der Ideologie von Marx21 zu beschäftigen. Und auch ein Blick ins Geschichtsbuch schadet nicht: Trotzki war Lenins Schlächter und verantwortlich für die Massaker an antiautoritären Linken und Sozialdemokraten während der russischen Revolution.

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4 Kommentare

  1. #1 | Sven Müller sagt am 4. September 2020 um 14:36 Uhr

    Vielen Dank für die Information über marx21, insbesondere daß die nicht nur trotzkistisch sind (das war mir bekannt), sondern auch mit dem Islamismus liebäugeln. Das ist ja schon eine sehr merkwürdige Melange (ich bin gerade sehr verwundert, wie man, wie im verlinkten Text dargestellt wird, nun gerade mit Islamisten gegen Rassismus kämpfen wollen kann. Das ist ja Dunning-Kruger in Reinform: zu doof, um mitzubekommen, wie doof man ist).
    Wenn die Linke sich sowas zur Führung wählt, dann Prost Mahlzeit. Da sollte die Hennig-Wellsow vielleicht mal ein Statement zu laßen.

  2. #2 | Oliver Wilkening sagt am 4. September 2020 um 15:22 Uhr

    Die Hennig-Wellsow ist auch nicht besser.

  3. #3 | thomas weigle sagt am 4. September 2020 um 17:51 Uhr

    Wo steht die Linkpartei in aktuellen Umfragen? Deutlich unter 10%!! Absolut verdient! Wieso sind die nicht lernfähig? Es ist zum SPD wählen. Was auch sonst?

  4. #4 | Helmut Junge sagt am 4. September 2020 um 18:36 Uhr

    Über diese "GIM"-Ableger können die "richtigen" Trotzkisten von der 4.Internationale vermutlich nur drüber lachen.
    Wer 300 Mitglieder hat, muß etliche Kernfragen einfach ausgeblendet haben, sonst wäre dieser Massenandrang überhaupt nicht zu erklären.

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