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Update: Yasmin Ayhan und die woken Mainzelmännchen

Mainzelmännchen: Det und Conni Foto: Marion Halft Lizenz: CC BY-SA 4.0

„Man versucht, ein Ally zu sein, also ein:e Verbündete:r, für diskriminierte oder vulnerable Gruppen, indem man solidarisch, empathisch und aktiv unterstützend handelt,“ schreibt Aladin El-Mafaalani in seinem neuen Buch „Wozu Rassismus?“ und beschreibt damit, wohl ohne es zu wollen, ein immer größer werdendes Problem: Immer mehr junge Männer und Frauen, gut trainiert darin, die eigenen Betroffenheit selbstbewusst und lautstark zu verkünden ohne dabei von allzu viel historischem oder politischem Wissen  irritiert zu werden. Allzu viel Kritik ist ihnen auf ihrem Lebensweg offenbar nicht begegnet. Wohlmeinenden Allys lobten sie wie Kleinkinder bei ihren ersten Schritten.

Nun nehmen immer mehr von ihnen ihre Plätze vor allem in den öffentlich-rechtlichen Anstalten ein. Die dort Verantwortlichen sind süchtig nach Hippnes und Jugend und schätzen einen gewissen Radical Chic ebenso wie das gute, von der Haushaltsabgabe finanzierte, Einkommen. Mich erinnert das immer ein wenig an die Tom Wolfs Reportage „That Party at Lenny’s“, wo ein paar Mitglieder der Black Panter auf einer Party  von Leonard Bernstein eingeladen waren: „That huge Panther there, the one Felicia is smiling her tango smile at, is Robert Bay, who just 41 hours ago was arrested in an altercation with the police, supposedly over a .38-caliber revolver that someone had, in a parked car in Queens at Northern Boulevard and 104th Street or some such unbelievable place, and taken to jail on a most unusual charge called “criminal facilitation.” And now he is out on bail and walking into Leonard and Felicia Bernstein’s 13-room penthouse duplex on Park Avenue. Harassment & Hassles, Guns & Pigs, Jail & Bail—they’re real, these Black Panthers.“ Nur war Bernstein nicht so blöd, diesen Leuten einen Job als Revolutionssänger im Chor des New York Philharmonic Orchestras zu geben.

Beim ZDF ist man da weniger pfiffig. Dort schreibt, wie das Medienmagazin DWDL berichtet, Yasmin Ayhan aka Yasmin Poesie an den Drehbüchern der neuen „Influencer-Sitcom“ Barrys Barbershop mit und sie wäre auch eine Bereicherung jeder Radical Chic Party: Sie trat 2015 auf einer Veranstaltung der Organisation „Deutsche Jugend für Palästina“ (DJP) auf, wusste, dass alles, was Israel in „Palästina“ errichtet hat „keine Sekunde leben“ wird.

Zu Afghanistan fällt ihr ein, dass die Mächtigen – des Westens – Luzifer repräsentieren und sie empfiehlt Itidaltv, weil die nicht von Zionisten unterstützt werden.

Da alles treibt den alten weißen Frauen und Männer beim ZDF einen wohligen Schauer über den Rücken. Endlich einmal nicht langweilig sein, einmal vorne dabei sein, woke, modern, ach was, sogar postmodern, und ganz nebenbei kann man andere die ganze eigene Verachtung gegen den Westen ausleben lassen, den man ja irgendwie auch öffentlicher hassen und verachten würde, wenn er einen nicht in harter Währung dafür bezahlen würde, dass man sich den ganzen Tag in Anstalten Unsinn ausdenken und am Tresen der Hotelbar noch damit angeben kann, irgendwas mit Medien zu machen.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir dieser Mischung als Hass gegen Israel und Verachtung des Westens häufiger begegnen. Die „Allys“ werden schon ihre Freunde unterbringen, die all das sagen, was die „weißen“ Redakteure denken, aber sich nicht so offen zu sagen trauen. Die wollen ja nicht, dass man über das nachdenkt, was eigentlich notwendig ist: Was für Elendsgestalten in den Anstalten sitzen und dort Verantwortung tragen und dafür von uns allen bezahlt werden müssen.

Update: Auf Twitter wurden wir gerade von einem Leser auf dieses Video von Yasmin Ayhan aufmerksam gemacht. Sie vergleicht darin Corona mit einer Grippe und warnt vor Impfungen.

Als der liebe Gott das Hirn verteilt hat, rief Yasmin Ayhan offenbar nicht laut “Ich will auch was haben”. Aber für das ZDF hat es gereicht. Es ist nun einmal eine Anstalt. Allerdings sollte das ZDF aufhören, Zwangsgebühren als “Demokratieabgabe” zu bezeichnen.

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14 Kommentare zu “Update: Yasmin Ayhan und die woken Mainzelmännchen

  • #1
  • #2
    Thomas Schweighäuser

    So ist das: "Ein immer größer werdendes Problem: Immer mehr junge Männer und Frauen (…), immer mehr von ihnen" werden bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten beschäftigt, "ohne dabei von allzu viel historischem oder politischem Wissen irritiert zu werden". Ist das aber nicht die Einstellungsvoraussetzung, wenn man "irgendwas mit Medien" machen will?
    Aber Frau Ayhan ist ja gar nicht beim ZDF, sondern nur Autorin bei einer Firma, die das ZDF beauftragt hat, aber solches Wissen könnte ja nur irritieren, wie ja auch "Verachtung gegen den Westen" und Antisemitismus zwei grundverschiedene Sachen sind und man den Westen auch für seinen Antisemitismus hassen kann. Oder dafür, dass er es nicht schafft, seinen Bewohnern die Verschwörungstheorien auszutreiben: "Die „Allys“ werden schon ihre Freunde unterbringen, die all das sagen, was die „weißen“ Redakteure denken, aber sich nicht so offen zu sagen trauen." Migranten verführen Kartoffeln dazu, sich endlich zu ihrem Antisemitismus zu bekennen? Steile These. Einmal mehr zeigt sich, dass Deutsche vor allem Opfer sind. Oder Verführte.

  • #3
    Himynameis

    @2/Thomas Schweighäuser: ganz im Gegenteil werden Migranten von Deutschen instrumentalisiert, weil erstere das sagen, was letztere nicht "dürfen" bzw wofür sie mit Kritik und gesellschaftlicher Ächtung rechnen müssten. Ähnlich und schon länger ist das im UK zu beobachten.

  • #4
    Guiseppe Bottazzi

    "Migranten verführen Kartoffeln dazu, sich endlich zu ihrem Antisemitismus zu bekennen? Steile These. Einmal mehr zeigt sich, dass Deutsche vor allem Opfer sind." Ist doch auffallend, dass der Hass auf den Westen und der Hass auf Israel ganz links und ganz rechts innig gepflegt wird.

  • #5
    Enno

    Erneut ein Fall, wie unsere weitgehend linken Medien unterwandert werden. Muslimische Rassisten werden heutzutage gerne von Medien und links-grünen Parteien gefördert, weil man es offenbar als modern empfindet, gerade solche Personen zu fördern, die unsere Lebensweise zutiefst ablehnen. Hierzu rechne ich auch die sog. „Grüne Jugend“ – die Jugendorganisation der Grünen, deren Mitglieder immer wieder mit staatsfeindlichen Äußerungen und Aktionen auffallen. Es wird höchste Zeit, dass diesem Trend ein Ende gesetzt wird.

  • #6
    Norbert

    @ Enno

    kannst du nicht noch öfter das Adjektiv "links" in deinem Kommentar unterbringen? Für das Guinnessbuch der Rekorde. Dass du ultra-rechts bist, erkennt man auch an anderem.

    Stefan Laurin ist auch mitten in einem groß angelegten Rekordversuch: mehr Rechte auf dem Blog Ruhrbarone zu versammeln, als jemals zuvor. Scheint zu gelingen.

  • #7
    Berthold Grabe

    Wir haben ein Bildungsproblem, weil Ideologen es geschafft haben Fakten nur einseitig zu betrachten und durchzusetzen.
    Man hat entweder dafür oder dagegen zu sein, ein sowohl als auch der Vernunft ist unerwünscht, weil unbequem und mehr Qualifikation erfordert als die schwarz weiss Denker zu bringen in der Lage sind oder sich die Mühe nicht machen wollen.
    Die Ansprüche für qualifizierte Jobs sind formal zu hoch und inhaltlich zu niedrig.

  • #8
    nussknacker56

    #6

    Norbert, eben waren Sie doch noch "Gert Glocke".
    Um Ihr Selbstvertrauen zu stärken, sollten Sie besser professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

  • #9
    Thomas Schweighäuser

    @3 Himynameis: Wenn Deutsche aus ihrem Herzen keine Mördergrube machen, benötigen sie selten die Ermutigung durch Migranten, das war weder der Fall bei Martin Walsers Paulskirchenrede noch bei Thilo Sarrazins Genspekulationen, von Jakob Augsteins diversen Ausfällen ganz zu schweigen.

  • #10
    ccarlton

    "Sie vergleicht darin Corona mit einer Grippe und warnt vor Impfungen."

    Damit ist sie geliefert. Israelbasierter Antisemitismus ist Pillepalle, Sympathien für Extremisten erst Recht aber bei Corona die offizielle Wahrheit anzweifeln das macht sie zu einer ganz schlimmen Extremistin, wahrscheinlich sogar zu einer Antisemitin.

  • #11
    Manfred Michel

    Das Kinder und Jugendliche besonders unter der Coronapolitik leiden ist von der Universität an der Donau, der COPSY- Studie und jetzt von der UNICEF- Studie aufgezeigt worden. Dem Wochenbericht des RKI, Seite 23, ist zu entnehmen, dass 28.8% der Intensivpatienten über 60 einen Impfduchbruch hatten. Auch 34.7% der Corona- Toten dieser Kohorte sollen einen Impfdurchbruch gehabt haben. Sind dann wohl doch nicht so sicher die Impfstoffe. Dann wurde gesagt, dass im Frühjahr 2022 alles vorbei sein soll. Das glaubt kaum noch einer. Sowas nennt man auch kujonieren. Wenn man die Leute andauernd an der Nase herumgeführt und dann noch Ungeimpfte als Sozialschädlinge bezeichnet, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Verschwörungstheorien entstehen. Aber ja, das Gefühl, dass sich importierte mit einheimischen Antisemiten verbinden habe ich schon länger.

  • #12
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Manfred Michel: Corona ist doch jetzt schon kein großes Thema mehr. Als Geimpfter habe ich keine Einschränkungen mehr. Es ist vor allem ein Randgruppenphänomen und deswegen interessiert es auch kaum noch. BTW: Im Vergleich zu anderen Ländern waren die Maßnahmen in Deutschland vergleichsweise locker. In Italien, Spanien und Frankreich war alles wesentlich strenger.

  • #13
    ccarlton

    Wo wir beim Thema Antisemitismus sind: Der WDR hatte sich laut internen Informationen wohl entschieden die Zusammenarbeit mit Nemi El-Hassan trotz ihrer vielfachen Verbindungen zu Extremisten und langjährigen israelfeindlichen Äußerungen fortzuführen.

    Die Sache mit der Prüfung war wohl nur vorgeschoben, um Zeit zu schinden bis Gras über die Sache gewachsen ist.

  • #14

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