WAZ gibt Portal „Der Westen“ auf

WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz verkündete vorhin auf den Münchener Medientagen das Ende von „Der Westen“

Aus für das WAZ-Portal „Der Westen. WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz stellte heute auf den Münchener Medientagen das neue Online-Konzept der WAZ-Mediengruppe vor: Bei den Apps will  sich der  Verlag auf Bundestligathemen konzentrieren. Das Portal „Der Westen“ wird nach einem ersten Relaunch in der kommenden Woche Anfang 2012 komplett eingestellt. Die Titel der WAZ-Gruppe erhalten dann wieder eigene Internetauftritte unter waz.de oder nrz.de.

Mit dem Portal „Der Westen“, gestartet 2007, sollte die Vormacht des Portals RP-Online in NRW brechen. Ein Ziel, das nie erreicht wurde. Nun zieht der Verlag die Konsequenzen und gibt die Eigenmarke „Der Westen“, die nie an ein Printprodukt gebunden war, auf.

Update: Der Westen als Internetadresse soll nach einer Presserklärung der WAZ erhalten bleiben. Im Vordergrund werden aber künftig wieder die einzelnen Titel stehen. An der Tatsache, dass die WAZ sich von der Portalstrategie verabschiedet, ändert auch die Beibehaltung der Domain nichts.

 

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25 Kommentare

  1. #1 | Robin Patzwaldt sagt am 20. Oktober 2011 um 14:08 Uhr

    Uffff…. Ein Hammer! Zeitungen haben offenbar ein ernstes Problem mit allem was nicht ihrer Kernkompetenz, dem klassischen ‚Zeitungsmachen‘, entspricht. Als ich Anfang der 90er-Jahre in Frankfurt meine Ausbildung zum Verlagskaufmann gemacht habe, da war ‚Fernsehmachen‘ bei den Zeitungsverlagen angesagt. Jeder Verlag der etwas auf sich hierlt produzierte ein Regionalfenster der Privat-TV-Sender und hielt entsprechende Anteile an den Sendern. Dann kam Jahre später das Internet. Beides hat offenbar irgendwie nicht besonders gut geklappt, wie sich nun immer deutlicher zeigt.

  2. #2 | Piet sagt am 20. Oktober 2011 um 14:20 Uhr

    Aber doch bitte nicht das Herzstück des Westens, das Horoskop! ;-(

    https://www.derwesten.de/nachrichten/panorama/horoskop/

  3. #4 | teekay sagt am 20. Oktober 2011 um 14:27 Uhr

    Ein Freud’scher Fehler? Egal ob nzr oder nrz-wer weiss schon im Internet wofuer die Buchstaben stehen?! ;)…

  4. #5 | Höddeldipöpp sagt am 20. Oktober 2011 um 14:28 Uhr

    Ist doch nur konsequent. Wenn der Springer-Döpfner gegen die Fernseh-Apps wettert: „Fernsehen soll nur bewegte Bilder bringen, Verlage nur Text“, dann kann man das jetzt erweitern:

    Fernsehen darf nur bewegte Bilder, Verlage nur „gedruckten“ Text.

    Also Verleger, beschränkt Euch in Zukunft auf Eure Holzmedien!

    Ne Home-Page für das Holzmedium (WAZ.de), dass lassen wir denen gerade noch mal durchgehen.

    Ähäm! Und wenn schon Fußball-Apps, dann bitte nur Text-Apps, keine Filmchen! Klaro? 🙂

  5. #6 | Stefan Laurin sagt am 20. Oktober 2011 um 14:29 Uhr

    @teekay: Danke für den Hinweis. Ich habs korrigiert.

  6. #7 | stilstand» Blogarchiv » Verlage können alles sagt am 20. Oktober 2011 um 15:38 Uhr

    […] Naja, fast alles. Außer Internet: ‘Aus für das WAZ-Portal “Der Westen.”‘ […]

  7. #8 | Die Abscha… Weiterentwicklung von DerWesten.de – oder aber: WAZ.de, NRZ.de & Co. kommen zurück – wie bereits Anfang 2010 hier berichtet » Pottblog sagt am 20. Oktober 2011 um 17:04 Uhr

    […] Nun ja, manchmal muss etwas Zeit ins Land gehen, damit die eigentliche Nachricht dann doch noch bestätigt wird – denn es ging primär nicht um die Boulevardisierung, sondern um eine Neuorientierung der WAZ-Mediengruppe in Bezug auf waz.de & Co. Dahingehend berichtete heute WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz bei den Münchener Medientagen, dass schon kommende Woche ein Relaunch stattfindet, der dann dazu führt, dass mittelfristig waz.de, nrz.de & Co. wieder “eigenständig” werden und nicht automatisch auf derwesten.de verlinken (siehe dazu auch die Ruhrbarone: WAZ gibt Portal DerWesten auf). […]

  8. #9 | uk sagt am 20. Oktober 2011 um 17:51 Uhr

    Mein Gott, was haben sie damals für Töne gespuckt, was der Westen alles kann und was der Westen alles werden sollte. Frau Borchert verpflichtet und die Revolution des Internets stand vor der Tür. Pustekuchen! Es sind doch nur Holzmedien….

  9. #10 | Anne HS. sagt am 20. Oktober 2011 um 18:26 Uhr

    Interessant. Zumal auch RP-Online bereits vor zwei Wochen sein „Leser-schreiben-für-Leser“-Portal OPINIO eingestellt hat.
    Vermutlich binden Portale dieser Art zu viel Personal (Programmierer, Redakteure) und lohnen klickmäßig nicht für Anzeigenkunden.

  10. #11 | Nina sagt am 20. Oktober 2011 um 19:11 Uhr

    Darüber wurde doch schon im letzten Jahr spekuliert, fragt mal alle die, die vor einer dachmarke gewarnt haben. Das alles wiederholt sich. Den gehen doch die onlineleser komplett verloren.

  11. #12 | ICE 546 Berlin – Köln/Bonn-Flughafen Eine Medienbeobachtung aus der 1. Klasse sagt am 20. Oktober 2011 um 20:06 Uhr

    […] vor meinem Macbook Air, das iPhone versorgt mich tethernd mit einer mageren Datenleitung. Ich lese Ruhrbarone. Ulrich Reitz, Chefredakteur der „Waz“, erklärt auf den Medientagen München, das Portal Der […]

  12. #13 | Mao aus Duisbrg sagt am 20. Oktober 2011 um 21:18 Uhr

    Wahnsinn. Was für eine Firmenstrategie soll das denn sein? Bei Print wird nicht investiert, bei Online wird nix investiert, ins TV wird nix investiert, beim Radio wird nix investiert und ein neues Wochenmagazin (Austs Die Woche) will die WAZ auch nicht haben. Meine Güte: Für so viel „Nix“-machen kassieren die WAZ-Manager aber eine ganze Menge.

    Ich Frage mich nur: In was will die WAZ denn künftig investieren, um den Anzeigen- und Leserschwund zu kompensieren…?! In nrw.tv vielleicht?! :-)))))

  13. #14 | Melanie von Hurt sagt am 20. Oktober 2011 um 22:18 Uhr

    Ich werde nichts aber auch gar nichts vermissen, das Printmedium von der WAZ-Mediengruppe ist für viele eh schon tot.

    🙂

  14. #15 | Novinky Schleich sagt am 20. Oktober 2011 um 22:18 Uhr

    …. was genau soll denn eine Online-Differenzierung der Titel,solange man eine formidable Zentralredaktion unterhält? Vom Windei zum Printei…

  15. #16 | tanalahy sagt am 20. Oktober 2011 um 22:21 Uhr

    Hey, ich hatte da mal einen Account, samt Profil und Content – bis mir derWesten zu stark in den Boulevard abdriftete.

  16. #18 | Die WAZ gibt derwesten.de auf! // Gelsenkirchen Blog sagt am 21. Oktober 2011 um 01:27 Uhr

    […] Ruhrbarone interpretieren den “Relaunch” ähnlich. Sag's weiter! […]

  17. #19 | Ralf sagt am 21. Oktober 2011 um 02:56 Uhr

    Schade – wenn man augenscheinlich ohne Konzept in einem Markt erst einmal *wildert*

    Unsere Region leidet unter derartigen Deltiantismus. Wir benötigen locale Informationen über unsere Stadt und unsere Nachbarstädte.

    Ich vermisse etwas wie
    https://www.berlin030.de/
    https://www.tip-berlin.de/
    https://www.zitty.de/

    hier in unserer Region.

    Die WAZ Presse bekommt dies hier nicht auf die Reihe? Und in unserem Pott leben mehr Menschen! Wir werden einfach ignoriert. grummel!

  18. #20 | Links anne Ruhr (20./21.10.2011) » Pottblog sagt am 21. Oktober 2011 um 07:43 Uhr

    […] WAZ gibt Portal “Der Westen” auf (Ruhrbarone) – Siehe auch LR-Online, RP-Online und den Pottblog-Beitrag Die Abscha… Weiterentwicklung von DerWesten.de – oder aber: WAZ.de, NRZ.de & Co. kommen zurück – wie bereits Anfang 2010 hier berichtet. […]

  19. #21 | Stefan Laurin sagt am 21. Oktober 2011 um 07:46 Uhr

    @Ralf: berlin030 kannst Du mit Coolibri vergleichen. Und Zitty und Tip gibt es hier nicht, weil solche Magazine keine Käufer fanden. Versuche gab es genug. Stadtmagazine sind Großstadtangebote – so etwas funktioniert in einer Region nicht, die kaum mehr als eine Ansammlung von Vorstädten ist. Kauf Dir die Stadtrevue – da steht wenigstens alles spannende über Köln drin.

  20. #22 | BarbieKillah sagt am 21. Oktober 2011 um 11:37 Uhr

    Ich glaube, die Info ist nicht so ganz korrekt, zumindest laut dem Twitter-Account von „Der Westen“.

    „@BarbieKillah Da ist was völlig missverstanden worden. Uns wird’s weiter geben, wir werden nur schöner: derwesten.de/5180683“

  21. #23 | Fritz Wepper sagt am 21. Oktober 2011 um 20:40 Uhr

    Ja, das wird lustig. Die Redakteure der NRW-Printtitel sind schon samt und sonders von ihren Chefredaktionen angewiesen worden, „Online-Quoten“ zu erfüllen. Natürlich alles zusätzlich zu dem, was sie durch die Personalkürzungen und andere tolle Ideen schon oben drauf bekommen haben. Kein Wunde, daß es mit der Qualität bergab geht.Vorher schon fast das Doppelte an Arbeit, jetzt noch mehr oben drauf. Wer Qualität will, holt sie sich in Zukunft am besten woanders.

  22. #24 | allemachtdendrähten sagt am 22. Oktober 2011 um 09:47 Uhr

    Die WAZ und da vor allem die Lokalausgaben expliziet in Gelsenkirchen, bestechen durch eine ziemlich amateurhafte Berichterstattung. Anstatt ihre Artikel wenigstens ansatzweise genau zu recherchieren, wird drauflos geschrieben was der Griffel hergibt. Ich habe es aufgegeben auf eine Besserung zu hoffen und habe die Zeitung heute abbestellt. Anscheinend bin ich da nicht alleine wenn ich so die aktuellen Abozahlen betrachte.

  23. #25 | klocki sagt am 2. November 2012 um 18:00 Uhr

    Der Wirtschaftskonzern WAZ versucht sich halt immer überall, möglichst um lästige Konkurrenz zu verdrängen und wenn es nicht gelingt, dann sind die anderen alle böse, vor allem die öffentl. Rechtlichen (nachdem der WDR dei Zusammenarbeit beendete) schlimmes beispiel: die Lokalradios! Überall in der Republik gibt es aktraktive Privatsender mit Witz, Humor und Stil. Nur in NRW nicht, weil die Rundfunkversorgung mit dem Lokalfunk auch nur mit minimalem Aufwand betrieben wird und ja niemand anderes die Anzeigenkunden bekommt. Dieser Versuch ist im Netz glücklicherweise gescheitert

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