Wir in NRW wollen Erdogan nicht

Recep Tayyip Erdogan Foto: ArtemAugust Lizenz: CC BY-SA 4.0

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird nicht bei der Eröffnung der DITIB-Zentralmoschee in Köln dabei sein. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker auch nicht, sie mochte sich nicht zur Staffage degradieren lassen. Die Besitzer von Schloss Wahn verweigern Laschet und Erdogan ihr Haus für ein Treffen. Die Stadt Köln untersagt die Erdogan-Open-Air Party, weil die DITIB zu arrogant war, ein vernünftiges Sicherheitskonzept für die Großveranstaltung vorzulegen. Tausende werden heute wohl in Köln gegen Erdogan auf die Straße gehen.

NRW setzt ein starkes Zeichen gegen Erdogan: Wir in NRW wollen ihn nicht, sind nicht bereit, einen Gangster freundlich zu empfangen, der Tausende seiner Landsleute in Gefängnisse wirft, Journalisten verfolgt, Kritiker aus seinem Land treibt, Islamisten und Terroristen unterstützt, Kurden abschlachtet, droht und hetzt. Schön ist auch, dass nicht nur die Politik sondern auch die meisten Bürger und Bürgerinnen Erdogan und seine Politik ablehnen und sich damit auf die Seite der Demokraten in der Türkei stellen. Ich konnte mit dem alten Sozi-Slogan Wir in NRW nie viel anfangen. Heute ist das anders.

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5 Kommentare

  1. #1 | thomas weigle sagt am 29. September 2018 um 10:28 Uhr

    "Wir in NRW" war ein SPD-Slogan? Habe ich nie so empfunden,zu mal ich einige Leute kannte, die den Spruch am Auto oder an Taschen hatten, die mit den Sozialdemokraten nix am Hut hatten.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 29. September 2018 um 13:04 Uhr

    @thomas weigle: Er wurde von Bodo Hombach für Johannes Rau erfunden 🙂

  3. #3 | Robert Müser sagt am 29. September 2018 um 14:19 Uhr

    Ein stärkeres Zeichen wäre die Ignorierung des RTE durch Laschet gewesen, aber dies traut er sich wohl nicht – warum eigentlich?

    Nachdem die DITIP nun ihre Maske hat fallen lassen, wäre es doch mal an der Zeit dieses Konstrukt näher unter die Lupe zu nehmen und ggf. ein Vereinsverbot auszusprechen. Der aktuelle Innenminister ist doch sonst nicht um irgendwelche Begründungen verlegen, wenn er etwas umsetzen will …

  4. #4 | Helmut Junge sagt am 30. September 2018 um 09:34 Uhr

    Merkel hat ihn übrigens als "Präsident Erdogan" vorgestellt und nicht als türkischer Präsident. Da habe ich einen Moment lang gedacht: "also doch "unser" Präsident?
    Angesichts der öffentlichen Diskussion über Özils Präsident, und darüber wer "unser" Präsident ist, hat Merkel dies vermutlich gar nicht mitgekriegt, daß so etwas Mißverständnisse auslösen kann.
    Ach, und Finanzhilfe gibt es auch ohne Erfüllung von Vorbedingungen. Erdogan ist trotz der vorgetragenen Possen sehr zufrieden.

  5. #5 | Duisburg-Rheinhausen: "Beziehung zwischen der SPD und DITIB verstärkt" | Ruhrbarone sagt am 3. August 2020 um 15:16 Uhr

    […] der Einweihung der DITIB-Zentralmoschee in Köln Ehrenfeld im Jahre 2016 fehlte Ministerpräsident Armin…: Nicht ohne […]

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