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Bomben und Buchholz

Christine Buchholz Foto: Facebook

Christine Buchholz hat ein Plakat gemalt Foto: Facebook

Die Welt ist offenbar zu kompliziert für die Linkspartei Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz. Sie hat gelernt, dass die USA immer böse sind. Und Kurden sind gut. Nun werden die Kurden von der Terrormiliz Islamischer Staat massakriert. Und um die nordsyrische Stadt Kobane wird seit Wochen gekämpft. Die USA unterstützen die Kurden mit Luftangriffen. Das ist für Christine Buchholz zu viel. Sie will zu den Kurden halten, aber die USA müssen in ihrem schlichten Weltbild weiter die Bösen sein. Die Wirklichkeit meint es nicht gut mit schlichten Menschen wie Christine Buchholz. Sie ist zu kompliziert.

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55 Kommentare zu “Bomben und Buchholz

  • #51
    der, der auszog

    @Helmut, Arnold, Walter

    Das Beispiel Israel soll zeigen, dass es in den Schubladen der geopolitischen Strategen durchaus einen Plan gibt und wenn Israel sich öffentlich über ein souveränes Kurdistan äußert, dann können wir davon ausgehen, dass ein solcher Plan auch in den Schubladen des US State Department liegt. Vermutlich aber nicht als einziger Plan.

  • #52
    WALTER Stach

    Der,Der…….
    Wenn Du davon ausgehst, daß es im Außenministerium bzw. beim US-Präsidenten einen Plan gibt, der für die gesamte Region -NaherOsten/Nordafrka- eine Lösung vorsieht, die für alle Konfliktparteien – wer zählt die Namen, die Interessen..- insofern akzeptabel wäre, daß mit ihr die Gründe für kriegerische Auseinandersetzung langfristig wegfallen würden -Kriege welcher Art auch immer-, dann , so meine ich, besitzt Du einen Optimismus, den ich ganz und gar nicht teile.

    Im konkreten Fall Palästina – Israel stimme ich Dir zu.
    Zwei demokratische (!!)Staaten, beide zugleich wirtschaftlich d.d.USA und die EU nachhaltig gefördert -Marshall-Plan für Israel-Palästina unter derf Bedingung enger wirtschaftlicher Kooperation der beiden-,wären d i e Lösung dieses Konfliktes. Und Du könntest insofern mit Deinem auf die gesamtge Region bezogenen Optimismu recht behalten, denn diese Israel-Palästina Konfliktlösung könnte
    auch andere Konfliktparteien im Nahen-Osten, in Nord-Afrika animieren, gleiche Lösungen anzustreben.

    DER,DER…..
    da ich ja nicht von den 3o Jahren, dem 3o jährigen Krieg wegkommen, zwei Hinweise:

    1.
    Ich finde in der TAZ -www,taz,de.-vom 17.1o. -S.10-AUSLAND einen Bericht unter der Überschrift „Sunniten gegen Schiiten am Roten Meer“ .
    163o hätte die Schlagzeile lauten können : Protestanten gegen Katholiken in……………??

    2.
    Wesentlich interessanter, lesenswerter,diskussionswürdig finde ich den Kommentar
    von Allbrecht von Lucke „Was bedeutet Pazifismus?“ -TAZ, 17.10. S.12 -Meinung/Diskussion.
    Ich zitiere:
    „Schon für Immanuel Kant war klar: “ Der Frieden muß gestiftet werden“.

    Denn – so v.Lucke weiter- der Naturzustand der Menschen war für ihn kein Friedens-, sondern ein Kriegszustand. Dann weist v.Lucke darauf hin, daß der 3o jährige Krieg ein Hintergrund für dieses Kant’sche Denken war.

    Ich zitiere dann die Schlußbemerkung von Luckes in seinem Kommentar:
    Solange eine solche „UN-Polizei“ bloße Utopie bleibt, wird es jedoch immer wieder erforderlich sein, un Einzelflall ein robustes UN-Militärmandat zu fordern, um dadurch das Morden auf legitime Weise zu beenden -wie konkret in Kobani.

    Ich bin mit allem, was von Lucke kommentiert sagt,ohne Wenn udn Aber einverstanden.

    Zusatz:
    Ich frage mich allerdings, ob „man“ sich nicht dem Vorwurf Russlands gegenüber den USA in einer öffentlichen Debatte stellen muß, nach dem es für deren kriegerische Handlungen in Syrien -gegen den IS- kein UN-Mandat gibt und sich insofern diese Einsatz als völkerrechtswidrig (!!) einordnen läßt.
    -Der Völkerrechtsverletzter Russland -sh.Ukraine- „grüß“t den Völkerrechtsverletzter USA ??? Muß man, um aus diesem Dilemma herauszukommen, differenzieren nach dem Grad/nach der Berechtigung der jeweiligen Völkerrechtsverletzung -nicht jeder Zweck heiligt dieses Mittel?-

  • #53
    Thomas Weigle

    @ Walter Stach Ich tue mich ein wenig schwer mit ihren Verweisen auf die 30 Jahre. Es war doch eher ein Krieg der Herrschenden um das Kernland in Europa, religiöse Leidenschaften dergestalt, dass Katholiken und Lutheraner sich gegenseitig an die Gurgel gingen, kann man im Bauernkrieg noch ausmachen, obwohl es da eher um oben und unten, um Befreiung ging. Aber dieses Thema war mit dem Bauernkrieg erst mal durch. Der 30jährige war m.E. ein eiskalter Machtkrieg, bei dem das religiöse Wünschen und die Leidenschaften der einfachen Menschen keine Rolle spielten.
    Als die Herrschaften sich fast zu Tode gekämpft hatten, haben sie einen „Frieden“ geschlossen, der letztlich so gestaltet war, das D zerstückelt und jederzeit offen für neue Überfälle und Kriege war, wie die 2.Hälfte des 17.Jahrhunderts zeigen sollte.

  • #54
    WALTER Stach

    Thomas Weigle,
    ich habe hier bei den Ruhrbaronen bereits mehrfach den sog.3ojährigen Krieg vergleichend herangezogen, wenn es mir darum ging, der Situation im sog.Nahen Osten und Nord-afrika gedanklich näher zu kommen -ihren Ursachen, ihre derzeitige Verfaßheit über das IS-Problem hinaus, ihren Folgen, dem Wirrwar von politisch-staatlichen-dynastischen Machtinterssen und religösen Glaubenskämpfen; letzteres einhergehend mit der Fragestellung, ob das politsch-staatliche-dynastische Machtinteresse die Religion(en), die Glaubenskämpfe lediglich für sich ge- bzw. mißbraucht oder ob die religösen Herrscher ihrerseits die staatlichen Machthaber, die an der Macht interssierten Politiker/Herrscherhäuser für sich ge- bzw.mißbrauchen. Zurückblickend auf den 3ojährigen Krieg -seinen Ursachen, seinem Verlauf, seinem Ende -liegt m.E. der Versuch eins Vergleiches auch insofern nahe.

    Ich will dazu aber keine weiteren Begründungen/Erkkärungen versuchen.
    Ich habe vermutlich diese verglechende Betrachtung überstrapaziert.
    Insofern erlaube ich mir dazu an einschlägige Anmerkungen von DER,DER..zu erinnern. DER,DER…verweist im vorangegangenem Beitrag -48- auf diese seine Anmerkungen, danach hat er sich mit meinem Vergleich „nicht so schwer getan.“

    Vergleiche führen bekanntlich regelmäßig zu Meinungsverschiedenheiten, Besser könnte es also sein, von ihnen die Finger zu lassen.
    Trotzdem wage ich solche Vergleich gelegentlich, weil sie, auch „wenn sie hinken“, einem Diskurs dienlich sein können.
    An anderer Stelle hier bei den Ruhrbaronen habe ich -gestern,vorgestern?-die Geschichte vom goldenen Kalb aus dem Alten Testament bemüht und sinngemäß gefragt, ob
    das Finanzkapital „die heilige Kuh“ des 21.Jhd.sei. Das blieb nicht ohne Widersruch, selbstverständlcih nicht; wohl unvermeidlich, wenn historische Ereignisse oder gar biblische Erzählungen mit dem Verglichen widr was ist.

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