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NSU: NRW-Justizminister Thomas Kutschaty wünscht keine Transparenz zum Tod des V-Mannes “Corelli”

Fahndungsplakat des NSU

Am 25. Februar 2015 behandelte der NRW-Landtag den Tod des V-Mannes Corelli, der im April 2014 tot in seiner Wohnung im Kreis Paderborn aufgefunden wurde. Thomas R., alias Corelli, verstarb mit 39 Jahren. Vor allem der Todeszeitpunkt wirft viele Fragen auf. Thomas R. verstarb nur wenige Tage vor seiner Vernehmung. Er hätte wesentlich zur Aufklärung der Hintergründe der NSU-Morde und der Rolle des Verfassungsschutzes beitragen können. Die Obduktion ergab eine „natürliche Todesursache“. An dieser Version gibt es erhebliche Zweifel, doch machte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) vorgestern deutlich, dass es kein ernstzunehmendes Interesse der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen gibt, die genauen Todesumstände des V-Manns ‚Corelli“ aufzuklären. Transparenz ist offenbar unerwünscht.

Im Januar hatte Justizminister Kutschaty in enger Absprache mit der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Hamm das Versenden des toxikologischen Gutachtens an die Abgeordneten unterbunden. Das Schreiben vom 20.01.2015 ist ernüchternd. Der NRW-Justizminister teilte mit, dass es nach Prüfung durch den Generalstaatsanwalt in Hamm „keine Rechtsgrundlage für die Übersendung von Mehrfertigungen von Aktenteilen und die Erteilung von Auskünften aus den Verfahrensakten“ gebe.

Die Einsicht in das Gutachten ist aber Voraussetzung, um den Tod eines der wichtigsten V-Männer und Zeugen aus dem NSU-Umfeld, umfassend aufzuklären.

Vor zwei Tagen berichtet Kutschaty dann zumindest den Abgeordneten im Rechtsausschuss im NRW-Landtag zum Fall Corelli. Doch ergab der Bericht zum Todesermittlungsvorgang, der auf den Berichten der Staatsanwaltschaft beruht, wenig Erhellendes. Ausführlich wurde zwar das Auffinden der Leiche, die Obduktionsergebnisse und das Verfahren der verschiedenen Gutachten beschrieben, doch ist das Résumé am Ende: „Natürliche Todesursache“. Zur Richtigkeit dieses Ergebnisses können sich die Abgeordneten im Land und im Bund allerdings kein klares Urteil bilden.

Über den Ablauf und die Gründe für den frühen Tod des V-Mannes könnte ihnen nur der maßgebliche Gutachter, Prof. Dr. S., ein umfassendes Bild verschaffen. Doch diesen dürfen die Abgeordneten nach dem Willen des Justizministers nicht befragen.

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Putinistische Matrojschkas oder die ausgesessene Generation

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Putinistische Matrojschkas oder die ausgesessene Generation – Thomas Wendrichs Debütroman „Eine Rose für Putin“. Von unserem Gastautor Daniel Kasselmann.

Der Drehbuchautor Johann Stadt hat sich mit seinem Regisseur M. zur gemeinsamen Schreibklausur in ein Landhaus in der Uckermark zurückgezogen. Hier möchten sie einen historischen Stoff – einen ungeklärten Kindsraub 1985 in Dresden – zur Produktionsreife entwickeln. Je weiter die Arbeit am Drehbuch produktiv voranschreitet, desto mehr gerät die anfangs normale Umgebung aus den Fugen; nächtliche Schüsse aus einem russischen Revolver, eine junge Frau, die sich zwar nicht als das damals geraubte Kind entpuppt, aber nach ihrem Auftritt im russischen TV trotzdem unter mysteriösen Umständen umkommt, zunehmende Russenparanoia der Autoren, ein Kommissar, der gleichermaßen im Damals und Jetzt ermittelt, eigenartige Briefe der Mutter und noch rätselhaftere der Großmutter, sowie eine Postbotin, die an eine Matrjoschka erinnert, nebst einem verrückten Professor, der aus seiner ehemaligen Atomforschung nach der Wende ein Alzheimer-Diagnostik-Verfahren und gute Kontakte zu Wladimir Putin entwickelt hat. Das sind nur einige der immer mysteriöser und surrealer Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

ISIS Quelle: Youtube

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Die ‘Moskitos’ kämpfen um den Fortbestand des Eishockeystandorts Essen

Pucks. Foto: Robin Patzwaldt

Pucks. Foto: Robin Patzwaldt

Vor wenigen Tagen sorgten abermals schlechte Nachrichten rund um die Finanzsituation des Essener Eishockeyclubs ‚Moskitos‘ für Schlagzeilen.

In einer vom Club dazu veröffentlichten Nachricht vom zuständigen Insolvenzverwalter hieß es: „Die weiterhin kritische finanzielle Lage und die aktuellen Entwicklungen haben den Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering dazu gezwungen, gestern beim zuständigen Insolvenzgericht die sogenannte Masseunzulänglichkeit anzuzeigen. Weiterlesen

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Das Revierderby – Ein klassisches Remis-Spiel am Samstag?

Wird Marco Reus auch am Samstag wieder jubeln? Foto: BVB

Wird Marco Reus auch am Samstag beim Derby wieder so jubeln können? Foto: BVB

Zwei Tage noch, dann ist im Ruhrgebiet mal wieder Feiertag! Zumindest für die Fußballfans. Wenn am Samstagnachmittag die Dortmunder Borussia gegen den FC Schalke 04 spielt, dann werden wieder Familien und Freunde kurzfristig entzweit, dann droht für wenige Stunden im ganzen Ruhrgebiet wieder ein emotionaler Ausnahmezustand.
Und auch wenn es in Derbys eigentlich immer besonders schwer ist den bzw. einen Sieger vorherzusagen, so erscheint gerade bei der nun anstehenden Auflage des Klassikers eine Prognose für den Spielausgang so gut wie unmöglich. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Sylvia Löhrmann Foto: Privat/PR

Sylvia Löhrmann Foto: Privat/PR

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NRW: Zur Pegida-Demo in Düsseldorf kamen gerade noch 50 Leute…Der Westen
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Harte Treffer – Arbeitslose müssen immer noch einstecken

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“, so formulierte Albert Einstein seine Erfahrung mit Vorurteilen. Wie recht er damit hatte, zeigt sich bis heute – auch im Umgang mit Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind.

Was kann man nun aber tun, um die Situation zu verbessern, wenn sich überall beste Mühe gegeben wird, die Vorstellung des heruntergekommenen Hartzers aufrechtzuerhalten? Die Initiative der Bundesagentur für Arbeit „Das bringt mich weiter“ hat einen Spot veröffentlicht, der auf derartige Probleme aufmerksam machen soll. Dieser zeigt Google-Suchanfragen nach Begriffen wie „Hartz IV-Empfänger“ und „Langzeitarbeitslose“ – mit erschreckenden

Aus der Luft gegriffene Vorurteile

Ergebnissen. So werden diese als „faul“, „Schmarotzer“ und „Asis“ bezeichnet. Auch aus der Luft gegriffene Fakten wie „Arbeitslose sind häufiger krank und sterben früher“ scheinen fest in den Köpfen verankert zu sein. Weiterlesen

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Liebe Impfgegner, es wäre nett, wenn Sie mein Kind am Leben ließen!

Ein Herz für Kinder: Claudia Graneis (Foto: privat)

Ein Herz für Kinder: Claudia Courts (Foto: privat)

In Berlin verstarb in der letzten Woche ein Kind. An den Masern. Mitten in einem der am best entwickelten Industriestaaten. Weil die Anzahl der Impfdeppen mittlerweile bedrohliche Ausmaße angenommen hat. Zumindest in der Hauptstadt.

Empörung war die Folge. Die Gesellschaft zu wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften thematisierte erneut und eingehend das Sujet.

In einem Beitrag für die Ruhrbarone äußert sich nun Pharmaziestudentin Claudia Courts, Pressesprecherin des Vereins Wissensdurst.

Ihr Credo: laßt unsere Kinder leben – impft! Weiterlesen

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