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Premiere in Dortmund: „Saul“ von Georg Friedrich Händel

© Björn Hickmann / Stage Picture GmbH

© Björn Hickmann / Stage Picture GmbH

Es ist erst ein paar Jahre her, dass die Barockoper und insbesondere Händels 42 Werke in diesem Genre einen Boom erlebten. Plötzlich standen sie wieder überall auf den Spielplänen und fanden eine enorme Fanbase. Zwischenzeitlich wirkte es fast so, als würde das schwule Opernpublikum, seinem ewigen Anbetungsobjekt Puccini den Rücken kehren und zum puderperückten Barockgenie überlaufen. Wie sich gerade das schwule Musiktheaterklientel, das nicht zu letzt deshalb wichtig ist, weil es zur Senkung des Durchschnittsalters in den Zuschauerräumen beiträgt, seine Lieblinge aussucht, wäre eine Frage, die die Musiksoziologie zu klären hat. Eine Rolle spielt sicher, Weiterlesen

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Die Rechte am 1. Mai in Steele oder Hochfeld

Ein Versteckspiel mit der Öffentlichkeit liefert sich derzeit die neonazistische Partei Die Rechte um ihre 1. Mai-Demonstration. “In einem sozialen Brennpunkt im Ruhrgebiet” wolle man am Freitag um 18 Uhr demonstrieren hieß es bisher, Anmeldungen liegen unter anderem in Duisburg und Essen vor, beide Versammlungen sind behördlich bestätigt. So sollen offenbar Gegenproteste erschwert werden. Die Duisburger Polizei wollte auf Nachfrage nicht mitteilen wo der Aufmarsch stattfinden soll.

Nun haben aber die Rechten selbst verkündet, dass sie in Essen-Steele oder Duisburg-Hochfeld aufschlagen wollen. Manches spricht für Hochfeld. Die Dortmunder Naziaktivisten rufen nämlich die Teilnehmer einer NPD-Demo, die am Nachmittag in Mönchengladbach stattfindet, dazu auf im Anschluss zum “nationalen Arbeiterkampftag” ins Ruhrgebiet zu kommen. Der S-Bahnhof Hochfeld-Süd ist von Gladbach sehr gut erreichbar, der in Steele, wo sich die NPD-Landeszentrale befindet, nicht.

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Claudia Courts, Wissensdurst e.V.: "Kreative Ansätze unterstützten!"
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PENG! braucht Hilfe gegen Astrologen-Anwälte

Claudia Courts, Wissensdurst e.V.: "Kreative Ansätze unterstützten!"

Claudia Courts, Wissensdurst e.V.: “Kreative Ansätze unterstützen!”

Ein Clown schlägt einem Moderator ein Ei auf den Kopf. Beide finden das lustig. Aber der Clown ist kein Clown. Er ist Aktivist. Und debunkt den AstroTV-Irrsinn vermeintlicher Lebensberatung. Der Eso-Sender will PENG!, das Kollektiv hinter dem Clown, jetzt bluten sehen. Und der Wissendurst e.V. will das per Crowdfunding verhindern. WTF?

Worum es im Detail ging, kann hier ganz gut nachgelesen werden – und hier dann auch, dass sich die PENG!-Aktivisten nicht von Drohungen einschüchtern ließen.

Nun liegt PENG! ein neuerliches Anwaltschreiben vor. Aus dem Umfeld der Aktivisten war zu erfahren, dass es sich hierbei um ein “buchdickes” Werk handeln soll. Dieses umfasst viele unterschiedliche Forderungen des Betreibers des Eso-Senders “Adviqo“, der auf seiner Homepage versucht den Eindruck zu vermitteln, als sei ihm Menschlichkeit geläufig. Weiterlesen

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Stadtwerke vor radikalem Umbau

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Viele Stadtwerke stecken durch die Energiewende in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. In Duisburg wird nun der Stadtkonzern radikal umgebaut. Vielleicht in Blick in die Zukunft viele Stadtwerke im Ruhrgebiet.

Wie in vielen Städten sind auch in Duisburg die Stadtwerke Teil eines Verbundes, zu dem auch die chronisch rote Zahlen einfahrenden Nahverkehrsunternehmen gehören. Mit ihren Gewinnen, so die Idee, sollen die Stadtwerke die Verluste von Bussen und Bahnen ausgleichen und so den städtischen Haushalt entlasten. Ein Modell, das über Jahrzehnte gut funktionierte und nun durch die Energiewende gefährdet ist. Den Verlust der Duisburger Weiterlesen

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Vom ‘Unglück’ mit dem FC Bayern München im Jahr 2015 Deutscher Fußball-Meister zu werden

Die Meisterschale. Foto: Robin Patzwaldt

Die Meisterschale. Foto: Robin Patzwaldt

Wenn Spieler zum FC Bayern München wechseln, dann wollen sie in der Regel Titel sammeln, sportliche Meriten erringen. Nirgendwo im deutschen Profifußball ist das bekanntlich so wahrscheinlich möglich, wie beim Rekordmeister von der Isar. Gestern war es mal wieder soweit, auch wenn es relativ unbeachtet blieb. Der Club mit dem enormen Selbstvertrauen, mit der ‚Mia san mia‘-Mentalität, errang mal wieder die Meisterschaft. Die 25. war es im Übrigen in der äußerst ruhmreichen Clubhistorie.
Was in nahezu allen Städten der Republik Grund für eine ‚große Sause‘ gewesen wäre, trieb in München die Massen nicht (mehr) auf die Straßen. Öffentliche, spontane Feierlichkeiten? Fehlanzeige! Bei näherer Betrachtung ein wahres Trauerspiel, welches wohl auch manch ein erfolgsorientierter Profi, bei seinem Wechsel zu den Bayern so gerne mal unberücksichtigt lässt. Die Meisterschaft ist, obwohl allenthalben als eigentlich wichtigster der möglichen Titel für einen Fußballspieler hierzulande angesehen, krönt er doch eine konstante Leistung während des kompletten Fußballjahres, in München ganz offensichtlich zu einer Art Randerscheinung verkommen. Weiterlesen

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Egotronic am 2. Mai im Gebäude 9 in Köln

Egotronic ist wieder da. Mit ihrem neuen Album “Egotronic, c’est moi!” sind sie am 2. Mai in Köln. Außerdem haben wir ein Interview mit der Kultband aus Berlin ergattert!

Egotronic, die Kultband der Antideutschen schlechthin, ist mit dem neuen Album “Egotronic, c’est moi!” auf Tour. Das Album ist eine Art Best of der 2001 gegründeten Band. Alte Hits wurden hierbei mit der neu zusammengefundenen Band eingespielt. Torsun, der Kopf der Band, erklärt es damit, dass Egotronic früher Elektropunk mit Fokus auf Elektro gemacht hätten, und heute Elektropunk mit Fokus auf Punk machen würden. 

Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt und können nun mit Stolz sagen: Wir haben ein Interview mit Egotronic. Torsun und der Rest der Band werden uns vor dem Konzert am 2. Mai Rede und Antwort stehen.

Bis zum Konzert könnt ihr euch die Zeit mit seinem neu erschienenen Video zu “Die richtige Einstellung” vertreiben. Wir sehen uns dann nächsten Samstag!

Karten gibt es HIER zu kaufen.

Als Vorband sind außerdem Captain Capa und Tubbe mit dabei.

 

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Der Ruhrpilot

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hält ein Grußwort zur Errichtung des NRW-Centers in Chengdu / Provinz Sichuan. Foto: Land NRW / R. Pfeil

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hält ein Grußwort zur Errichtung des NRW-Centers in Chengdu / Provinz Sichuan. Foto: Land NRW / R. Pfeil


NRW:
 Der Stillstand wird Exportschlager…Post von Horn
NRW: Sparkassen an Rhein und Ruhr fürchten um ihr Filialnetz…Der Westen
Debatte: Dschihadistinnen fliehen desillusioniert vor dem IS…Welt
Debatte: Linkspartei – Statt Erfolg ein Imageproblem…FAZ
Debatte: Boris Palmer hat noch nie gekifft…taz
Debatte: Erdogan setzt auf Nationalismus…Jungle World
Ruhrgebiet: Klare Mehrheit der Studenten stimmt für das Semesterticket….Der Westen
Ruhrgebiet: Naziaufmarsch? G-E-Blockt!…Bo Alternativ
Bochum: Piraten fordern von Stephanie Kotalla Rückgabe ihres Mandats…Pottblog 
Dortmund: Oper zeigt Oratorium Saul szenisch…Der Westen
Duisburg: Überschuldete Stadt greift in leere Kasse…RP Online
Duisburg: Retter wollen Erdbebenopfern in Nepal helfen…Der Westen
Essen: Stadttochter zieht fristlose Kündigung zurück…Der Westen

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Der Ruhrpilot

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Ruhrgebiet: 
Landtag will RVR-Gesetz verabschieden…WN
NRW: Leading German state magnet for Chinese investors…China Daily
NRW: AfD-Treffen in Bottrop – Theater ohne Inhalt…taz
NRW: AfD-Parteitag wird zum Scherbengericht…Handelsblatt
Debatte: Fack ju Subvention…Welt
Debatte: Die Gendertheorie ist ein kollektiver Irrtum…Cicero
Debatte: Die zwei Seiten der Katastrophe…SVZ
Debatte: Optimierungszwang – Aus Prinzip erfolgreich…FAZ
Ruhrgebiet: Zerbricht Westfalen?…WN
Bochum: Mieterverein kritisiert Steuerplan…Der Westen
Dortmund: Wilo baut sich neuen Campus…Welt
Duisburg: Rechte „Reps“ wollen das Duisburger Stadtwappen verwenden…Der Westen
Essen: Schäden nach Sturm Ela höher als gedacht…Der Westen

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Ein Menschheitsverbrechen

 Armenische Flüchtlinge beim Überqueren der britischen Linien zur Zeit des Genozids.  Imperial War Museums.

Armenische Flüchtlinge beim Überqueren der britischen Linien zur Zeit des Genozids. Foto: Imperial War Museums.


Ihre “Umsiedelung” kostete bis zu 1,5 Millionen Armenier das Leben. Auch 100 Jahre danach ist der Genozid in der Türkei mit Tabus besetzt – und nicht nur dort…Von unserer Gastautorin Judith Kessler.

Am 15. März 1921 erschießt der armenische Student Soghomon Tehlirjan auf der Berliner Hardenberg-, Ecke Fasanenstraße (unweit der Stelle, wo der Asylbewerber Kemal Altun Selbstmord beging) den früheren türkischen Großwesir Talaat Pascha – für die einen “der türkische Bismarck“, für die anderen “die Seele der Armenierverfolgungen“. Beim Prozess gegen Tehlirjan legte der Sachverständige Johannes Lepsius dem Gericht Dokumente vor, die klar die Verantwortung der türkischen Regierung und Talaats für die Deportationen und den Massenmord an den osmanischen Armeniern belegen. Überraschend wird der Attentäter (wegen Unzurechnungsfähigkeit) freigesprochen. Die Zuschauer applaudieren minutenlang – unter ihnen: Robert M.W. Kempner, später US-Ankläger im Nürnberger Prozess. An diesem Tag, erinnert er sich, sei zum ersten mal der Grundsatz anerkannt worden, dass ein durch eine Regierung begangener Völkermord durchaus von anderen Staaten bekämpft werden kann, ohne eine unzulässige Einmischung zu sein. Weiterlesen

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Wo ist die Strategie beim FC Schalke 04, wo die Selbstkritik bei den Verantwortlichen des Clubs?

Auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Nach der abermals unbefriedigenden Leistung des FC Schalke 04 gestern in Mainz, da kommt man einfach fast gar nicht darum herum auch hier ein paar Zeilen über die Krise beim S04 zu verlieren. Nicht nur, dass das 0:2 vom Freitag das inzwischen schon sechste Spiel ohne ‚Dreier‘ in Folge für die Königsblauen war, vor allem eben auch die Tatsache, dass die Mannschaft aktuell so seltsam blutleer wirkt, stimmt Fans und Beobachter doch arg nachdenklich.
So geht es aktuell wohl auch gar nicht mehr nur um die Frage, ob man die Saison am Ende überhaupt noch auf einem Platz wird beenden können, der für die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb ausreichen wird. Hier geht es inzwischen offenkundig um die ganze Grundausrichtung des Clubs, welche inzwischen mal grundlegend hinterfragt werden muss. Doch wird das eigentlich gemacht? Man hat als Beobachter nicht wirklich den Eindruck. Weiterlesen

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