Journalisten bloggen das Revier

  1. 9 Februar 2010

    Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

    Dortmund: CDU-Fraktionschef Hengstenberg tritt zurück….Der Westen

    Der Westen: Die Rückkehr der WAZ…Pottblog

    Internet: Bundesregierung will Zensursula-Gesetz – aber es nicht anwenden?…Netzpolitik

    NRW: Schwarz-Grüne: Letzte Hoffnung…Wir in NRW

    NRW II: van Dinther ändert Homepage…Welt

    Ruhr2010: Tadashi Kawamata baut Turm in Recklinghausen…Recklinghäuser Zeitung

    Mülheim: Bürger diskutieren Haushalt…Der Westen

    Karneval: Gans schöne widerlich…Bo Alternativ

    NRW III: Uhlenberg weiß von nichts…taz

    VRR: Tickets werden teurer…RP Online

  2. 8 Februar 2010

    Er mag Hund :-)

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  3. 8 Februar 2010

    The Heap


    The Heap, Dienstag, 9. Februar, 20.00 Uhr Bam Boomerang, Dortmund



  4. 8 Februar 2010

    Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

    Dortmund: CDU OB-Kandidat gegen Pöstchenschieberei im Fall Hengstenberg…Der Westen

    Dortmund II: Drabig bleibt SPD-Chef…Ruhr Nachrichten

    Online: Google Streetcar zurück überwachen…Netzpolitik

    NRW: Es ist wieder alles offen…taz

    NRW: Auf die Grünen kommt es an…Sprengsatz

    Reportage: Wie Elisabeth Wienbeck ihr Herz an Afghanistan verlor…Kontextschmiede

    Wirtschaft: IGBCE Chef warnt vor Industrieflucht…Der Westen

    Recht: Keine Halterhaftung für Internetzugänge…Law Blog

    Ruhr2010: Local Heroes in Neukirchen Vluyn…Der Westen

    Ruhr2010 II: Offenes Haus im Lohberg-Quartier…RP Online

  5. 8 Februar 2010

    Superbowl - das größte TV-Ding der Welt

    Wie jeder erwachsene Mann des fröhlichen Amerikas hab ich in den frühen Stunden der Nacht auf heute mal die Frau auf Seite gelegt. Denn ich schaute mir die Superbowl-Show an. American Football, das Finale. Das wichtigste Ereignis der freien Welt, once a year. Eins ist klar: Die Halbzeitshow von The Who, hier live im Stadium, war voll schwach. (Und ich hab zwei The Who-Konzis gesehen, in London und in Kopenhagen. What about Pete?) Ein Telefonprotokoll
    football_gefangenEine halbe Stunde davor.

    Ich: Hi Mattes. Alles klar?
    Mattes: Sicher.

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  6. 7 Februar 2010

    Willi ist Weg. Banales Ende eines SPD-Dutzendsassa aus Essen

    Am Ende ging es ganz schnell. Willi war weg. Willi Nowack, 60 Jahre aus Essen-Altenessen, wurde mit 81 gegen drei Stimmen bei zwei Enthaltungen abgewählt. Er ist nicht mehr Chef des früher größten SPD-Ortsvereins im westlichen Ruhrgebiet. Der ehemalige Landtagsabgeordnete, der vorbestrafte Pleitier, , der Mann, der einst Essen beherrschte, ist am Ende, gescheitert und raus.

    Zuvor hatte Willi Nowack noch ein letztes Mal versucht, Zwietracht und Verwirrung zu stiften. Er behauptete um 11:00 Uhr im AWO-Heim an der Schonnebeckstraße die Jahreshauptversammlung der SPD-Altenessen sei widerrechtlich einberufen worden. Er behauptete, 40 Mitglieder wären nicht gekommen, weil er in den vergangenen Tagen die Jahreshauptversammlung aus fadenscheinigen Gründen abgesagt hatte. Er rief in den Saal hier geschehe Unrecht und daran werde er sich nicht beteiligen. Er rief seine Anhänger auf, mit ihm den Saal zu verlassen. Dann ging Willi Nowack. Ein Dutzend Männer und Frauen folgten ihm.

    Fast hundert Leute blieben sitzen. Keine Schreierei, keine Schlägerei. Nichts. Das Ende war banal. Willi ging mit seinem Häuflein. Und der Rest war Formsache. Keine 90 Minuten später war Theo Jansen neuer SPD-Chef in Altenessen.

    Draußen drohte Willi Nowack der SPD noch mit Rechtsstreit, mit Prozessen, mit Ärger und Querulanz.

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  7. 7 Februar 2010

    Integrationswahl: “Fünf Prozent Wahlbeteiligung wären ein Erfolg.”

    Heute wird in Dortmund der neue Ausländerbeirat gewählt, der künftig Integrationsrat heißen wird. Höchste Zeit also für einen Selbstversuch: Wie ich zum ersten Mal in meinem Leben an einer Wahl teilnahm!

    Ich bin Staatsbürger eines Niemandslandes und habe noch nie an allgemeinen politischen Wahlen teilgenommen. Ich habe einen kanadischen Pass, weil ich irgendwann mal in Kanada geboren wurde, aber meine deutschen Eltern sind leider wieder nach Deutschland zurück gewandert, als ich acht Monate alt war. Da galt meine Stimme noch nicht. Der kanadische Pass (einen zusätzlichen deutschen Ausweis habe ich nicht) hat mich vor Musterung und Bundeswehr bewahrt und mir die Aura eines geheimnisvollen Weltbürgers gegeben; mehr verbindet mich nicht mit Kanada. Ich habe das Land zum ersten Mal besucht, als ich schon 43 war. Nett da. Aber nicht meine Heimat. Meine Heimat ist das Ruhrgebiet.

    Beteiligt habe ich mich bisher weder an Wahlen in Kanada (ist Pierre Trudeau eigentlich noch Premier?) noch an deutschen Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen. Heute jedoch war ich zum ersten Mal aufgefordert, aktiv ins Geschehen einzugreifen! Ich war gefordert, man wollte meine Stimme! Und auch, wenn ich auf den imaginären abgetragenen Wahlsonntagsanzug mit dem leicht speckigen, zu oft gebügelten Kragen verzichtete, der zu solchen Gelegenheiten voller Stolz und Würde aus dem Schrank geholt wird, und auf den nass gekämmten Seitenscheitel ebenfalls, so wollte ich mich doch angemessen auf diesen wichtigen Termin vorbereiten.

    Kurze Google-Orgie, dann Ratlosigkeit. Das Netz hält allerhand nützliche Informationen für mich bereit; ich lerne, dass der Integrationsrat erstmals gewählt wird, den bisherigen Ausländerbeirat ablöst und mit mehr Kompetenzen ausgestattet sein soll. Alle Fragen der Kommunalpolitik sollen auch Angelegenheit des Integrationsrates sein. Das ist ja löblich. Aber wen soll ich wählen?

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  8. 7 Februar 2010

    Im Westen geht die Sonne unter…

    Mastermind Katharina Borchert ist bei Spiegel online, die Flip-Kameras werden beiseite gelegt und RP Online bleibt unerreichbar. Warum ist Der Westen gescheitert?

    So ganz habe ich die Häme, mit der das Projekt „Der Westen“ von Anfang an begleitet wurde nie verstanden. Seitdem es den Westen gibt muss ich mich nicht mehr in die verschiedenen Angebote von WAZ, WR oder NRZ einloggen. Ich bekomme schnell einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in den Städten die mich interessieren. Ich fand den Westen nie sonderlich aufregend. Es war das solide Internetangebot einer soliden Regionalzeitung. Man konnte sich den Kauf der WAZ sparen.

    Nun wird es offensichtlich heruntergefahren: Der Westen hat keinen eigenen Chef mehr, sondern wird vom WAZ-Chefredakteur Ullrich Reitz geführt. Über die Zukunft der Blogs wird intern wohl diskutiert und die erst vor kurzem an die Redaktionen ausgelieferten hippen Flip-Kameras werden in den Schubladen der Redaktionen liegen bleiben. Aus den Städten wird es künftig nicht, wie geplant, von den Lokalredaktionen produzierte Filme geben.

    Was ging schief im Westen?

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  9. 7 Februar 2010

    The Raveonettes


    The Raveonettes, Montag, 8. Februar, 20.00 Uhr, Gebäude 9, Köln


  10. 7 Februar 2010

    Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

    NRW: Gabriel will nicht mit der Linkspartei…Focus

    NRW II: Rüttgers droht mir Nein zur Steuerreform…Stern

    NRW III: Grüne halten sich schwarz-grün offen…Spiegel

    Ruhr2010: Gestutztes Klavierfestival?…Welt

    Ruhr2010 II: Wie teuer sind Theater…Pottblog

    NRW IV: CDU-Wahlkampf gegen die FDP…Der Westen

    NRW V: Grüne im Schlaraffenland…Welt

    Medien: Angeknabberte Süddeutsche…Zoom

    Abstandslohn: Theorie vom fehlenden Arbeitsanreiz macht keinen Sinn…Weissgarnix

    Dortmund: Das Elend der Prostituierten…Der Westen

    Nazis: Demo in Marl…Recklinghäuser Zeitung

    Online: Ende der Netzneutralität…Zeit

    Arbeitnehmererfindungen: Unterschätzt und unterbewertet…Frontmotor

    Ausflugsziel: Bahnhof Winterberg wartet auf Revitalisierung…Zoom

  11. 7 Februar 2010

    Noch ne Hymne zur Kulturhauptstadt: Musica Enchiriadis - Das Wort zum Sonntag

    Katholische Akademie Die Wolfsburg, Falkenweg 6, Mülheim an der Ruhr; Tagung: Die Entdeckung der Mehrstimmigkeit - Musica enchiriadis und liturgische Musik des Klosters Werden - ab 13.30 Uhr

  12. 6 Februar 2010

    NRW-Grüne nach allen Seiten offen

    Ihre Lieblingsoption: Rot-Grün, aber bittesehr mit einer diesmal lieben SPD. Die Alternativen: Schwarz-Grün (wenn die CDU sich bewegt) oder notfalls Rot-Grün-Rot, letztere aber nur als reale Koalition mit waschechten LINKE-Ministern ("Verantwortung übernehmen"). Kurzum, die Welt steht den Grünen offen, die potenziellen Partner indes müssen erstmal über's Stöckchen springen. Oder wird doch nicht der grüne Schwanz mit dem schwarzen oder roten Hund wedeln? Das werden die Verhandlungen ("grüne Inhalte durchsetzen") ergeben. Nur eine Koalitionsoption schlossen die NRW-Grünen auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz am heutigen Samstag aus: Schwarz-Grün-Gelb, vulgo Jamaika.

    (Foto: Meier)

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  13. 6 Februar 2010

    “Wir haben gute Chancen, unser Ziel zu erreichen”

    Live von der Landesdelegierten-Konferenz der NRW-Grünen: Ein Interview mit Volker Beck, dem ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion, über Koalitionsaussagen und -perspektiven seiner Partei.

    Herr Beck, die SPD ist Wunschpartner der NRW-Grünen, eine Jamaika-Koalition mit FDP und CDU schließt Ihre Partei aus, Schwarz-Grün nicht unbedingt. Ist das eigentlich eine klare Koalitionsaussage? Ja, denn wir sagen, was wir inhaltlich wollen. Dafür werden wir kämpfen. Ich hoffe auf eine eigenständige Mehrheit für Rot-Grün.

    Ist diese Hoffnung wirklich realistisch? Die schwarz-gelbe Mehrheit ist futsch, die FDP befindet sich im Sinkflug. Wir haben gute Chancen, unser Ziel zu erreichen.

    Und wenn nicht: Was ist dann mit der Linken, was ist mit Rot-Grün-Rot, insbesondere nach den Erfahrungen in Hessen? Die SPD in Hessen hat Management-Fehler gemacht. In NRW ist die Situation politisch ganz anders.

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  14. 6 Februar 2010

    Update: Projekt schwarz-grün: Landesdelegiertenkonferenz in Essen

    gruene_fraktionnrwJürgen Rüttgers hat's gut, Angela Merkel hat's gut: Rechts und links nur willige Juniorpartner, und wer das nicht ist, also Die Linke, treibt ihnen ebenjene geradezu ins Himmelbettchen. Heute und morgen also Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90 / Die Grünen in Essen. Kann sich die Koma- sorry Klimakanzlerin auf gut aufgestellte und - im Gegensatz zur FDP - regierungsfähige Koalitionspartner freuen? Dazu die nächsten Stunden live und mit Updates aus der Messehalle West der Gruga.

    17.00: Inzwischen redet Barbara Steffens, verheiratet mit einem CDU-Regierungspräsidenten, zum Thema "Soziales NRW: Für Gerechtigkeit und Zusammenhalt" und sagt (in dem Sinne): "Wer soziale Kompetenz in NRW mit der SPD gleichsetzt, hat nichts verstanden." Und um kurz nach vier ging folgendes aus einem Interview mit Renate Künast für "Bericht aus Berlin" über die Ticker: “Eigentlich haben wir politisch die größten Schnittmengen mit der SPD, aber wir können nicht darauf warten, dass die SPD dann immer hinreichend groß ist, und eines ist sicher: der Machtinstinkt der Grünen ist groß.“ S.a. hier. Die Details hier wiegen schon nicht mehr so schwer wie die strategische Ausrichtung, aber es wird weiter tapfer freundlich gestritten. (Letztes Update)

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  15. 6 Februar 2010

    Willi will es wissen. SPD-Nowack kämpft in Altenessen weiter um seine Macht

    Wenn einer verloren hat, sollte man meinen, er merkt das. Willi Nowack ist da anders. Der Pleitier und vorbestrafte Ex-Landtagsabgeordnete aus dem Essener Norden klammert sich an sein letztes Amt, das des Ortsvereinsvorsitzenden der SPD in Altenessen. Und wenn es nur für zwei Monate ist.

    Eigentlich soll am Sonntag bereits Nowacks Nachfolger gewählt werden auf einer regulären Jahreshauptverammlung des SPD-Ortsvereins. So hatte es eine Mitgliederversammlung im November beschlossen. Selbst Nowacks Vater, ein Urgestein der SPD in Altenessen, entzog seinem Sproß dort die schützende Hand und enthielt sich in der entscheidenden Abstimmung.

    Doch Nowack versucht nach wie vor, den Termin für die Wahlversammlung in den April schieben. Warum? Seine Kritiker glauben, mit diesem Schachzug will sich Nowack eine Rechtschance auf den Posten als Ortsvereinschef bewahren. Die SPD in Altenessen ist eigentlich ein mächtiger Verband mit noch gut 300 Mitgliedern hat er ein dickes Wort mitzureden bei der Platzierung von Ratskandidaten und Landtagsabgeordneten. Einst war die SPD Altenessen der wichtigste Block im westlichen Ruhrgebiet. Die Nowack-Kritiker glauben, Willi würden versuchen, bis zum April wieder eine Mehrheit für sich aufzubauen, um sich für eine neue Periode wählen zu lassen. Auch wenn er jetzt sagt, er wolle nicht mehr antreten, kann er dann immer noch behaupten, wenn er aufgefordert werde von den Genossen, könne er nicht kneifen. Zudem glauben seine Kritiker würe Nowack im Landtagswahlkampf versuchen mit Störfeuer zu drohen, um seinen Machtanspruch in Altenessen durchzusetzen.

    Langer Rede kurzer Sinn: Es bleibt dabei, die momentane Mehrheit in Altenessen will Willi morgen absägen.

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  16. 6 Februar 2010

    “…es widert uns an”

    In der vergangenen Woche hielt der Shimon Peres, der Präsident Israels, im Bundestag eine beeindruckende Rede. Am Ende erhoben sich die Bundestagsabgeordneten. Nur drei von der Linkspartei blieben sitzen. Zu ihnen gehörte neben Sarah Wagenknecht und Christine Buchholz auch Sevim Dagdelen, die Linkspartei-Abgeordnete für das Ruhrgebiet. Nun hat Dagdelen Hausverbot in drei Kirchen im Revier und die linken Sitzenbleiber neue Bewunderer: In der NPD.

    Die Shoah, das Verhältnis zu Deutschland, davon, wie es war, als er seinen Großvater, der von den Nazis ermordet wurde, zum letzten Mal sah: das waren die wichtigsten Teile der Rede von Shimon Peres. Der israelische Präsident hielt sie am Gedenktag zur Befreiung des KZ-Auschwitz am 27. Januar vor dem Bundestag. Gegen Ende seiner Ansprache wandte sich Peres der Gegenwart zu:

    "Auch jetzt sind wir bereit, auf Gebiete zu verzichten, um mit den Palästinensern Frieden zu schließen. Sie sollen einen eigenen Staat errichten, einen unabhängigen, gedeihenden und friedliebenden Staat. Ebenso wie unsere Nachbarn identifizieren auch wir uns mit den Millionen Iranern, die gegen die Diktatur und Gewalt rebellieren. Genau wie sie lehnen wir ein fanatisches Regime ab, das die Charta der Vereinten Nationen missachtet. Ein Regime, das mit Zerstörung droht und Atomkraftwerke und Nuklearraketen besitzt, mit denen es sein eigenes Land wie auch andere Länder terrorisiert. Ein solches Regime ist eine Gefahr für die ganze Welt."

    Dieser Abschnitt war der Grund für die Linksparei-Abgeordneten Sarah Wagenknecht, Christine Buchholz und Sevim Dagdelen nicht wie alle anderen Parlamentarier nach der Rede von Peres aufzustehen, sondern sitzen zu bleiben. Dafür wurden sie massiv kritisiert: In ihrer eigenen Partei und von den anderen Fraktionen. Der Linkspartei-Abgeordnete Michael Leutert erklärte, Wagenknecht sei nicht wählbar. Die soll bekanntlich Vizeparteichefin der Partei werden. Natürlich wurde Leutert wegen seinem Protest gegen die drei sofort attackiert.

    Dagdelen las, wie Wagenknecht und Buchholz, aus diesem Abschnitt der Rede von Perez, pure Kriegshetze:

    Doch konnte ich die von Shimon Peres vorgetragenen Teile seiner Rede mit Bezug zum Iran nicht mit stehendem Beifall gut heißen. Grund dafür ist, dass Shimon Peres seine Rede zur ideologischen Vorbereitung auf einen Krieg gegen den Iran genutzt hat. In seiner Rede hat Peres fälschlicherweise den Iran beschuldigt, im Besitz von Nuklearraketen zu sein. Dazu kam eine Gleichsetzung des Irans mit Nazideutschland, die ich für fatal halte. Angesichts der aktuellen politischen Lage sind diese Äußerungen äußerst gefährlich.

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  17. 6 Februar 2010

    The 69 Eyes


    The 69 Eyes, Sonntag, 7. Februar, 20.00 Uhr, Zeche, Bochum


  18. 6 Februar 2010

    Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

    Konzerthaus Bochum: Kein Geld vom Land…Der Westen

    Sozialticket: SPD will Arme teuer fahren lassen…taz

    Ruhr2010: SPD will Loveparade nur ohne Stadtknete…xtranews

    Dortmund: Politikverdruss macht braun…Der Westen

    Online: FBI will Vorratsdatenspeicherung 2.0…Netzpolitik

    NRW: Linkspartei rechnet mit rot-rot-grün…Welt

    Recht: Kinderschänder macht Karriere…Law Blog

    TV: Lokalsender in NRW kooperieren…Horizont

    Ruhr2010 II: Die Sicht von Bernd und Hilla Becher…Ruhr Nachrichten

    Ruhr Uni: Aus für angewandte Informatik…Ruhr Nachrichten

    Online II: Don Alphonso hat eine Frage…Blogbar

  19. 5 Februar 2010

    Wunder der Warenwelt: Öko-ikonische Innovationen

    Mag die Marktwirtschaft im Großen auch nicht ergrünen, im Kleinen macht sie erhebliche Fortschritte. Die britische Firma LoveHoney beispielsweise hat ein Programm zum Recycling ihrer Sexspielzeuge gestartet: Man werde abgenutzte Vibratoren sorgfältig entsorgen, verspricht das Unternehmen, und sicher stellen, dass davon „so viel wie möglich recycelt“ werde. Außerdem bekomme der Einsender einen neuen Freudenspender der Marke Rabbit zum halben Preis.

    Rabbit Amnesty heißt die Rabbit-Rabatt-Aktion. In den USA gibt es derweil menschgemachten Ökostrom: Dynamos an Trimm-Dich-Rädern erzeugen Elektrizität.

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  20. 5 Februar 2010

    Doppelt gute Fotos für Haiti

    restav_ruba

    Martin Steffen ist ein guter Fotograf. Ich habe erlebt, wie er mit Linse und Blitzlicht aus ostdeutschen Innenverteidigern Charakterköpfe machte. Martin hat das gelernt, war in Berlin bei Jim Rakete, in Paris. Kam wieder zurück nach Bochum, arbeitete für Werbung, für Prinz, Unicum, Playboy, Hattrick. Für Schauspieler, Musiker, Sportler. Seit ein paar Jahren ist Martin viel unterwegs. Er reist für Hilfsorganisationen wie Adveniat in Essen, macht Reportageaufnahmen in Lateinamerika, in Indien, Afrika. Fängt Bilder ein in Slums, Knästen, Armenhäusern, auf der Straße.

    Ein paarmal war er in Haiti, zuletzt im Dezember 2009. Haiti hat es ihm angetan, die härtesteten Erfahrungen, die schönsten Bilder, vor allem die Begegnung mit einem verstörenden Phänomen, den so genannten Restavecs - was sich vielleicht am besten wie ein Befehl liest: "Du bleibst hier!" Es soll in Haiti hundertausende Kinder geben, die aus dem Hinterland von armen Eltern in genauso arme aber städtische Familien weggegeben werden. Karibische Aschenputtelkinder rechtlos, perspektivlos, oft schikaniert, misshandelt, immer ausgebeutet, Sklaven, Kinder.

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  21. 5 Februar 2010

    Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani - vom Versagen der Medien und der “Social Networks”

    // For an english version of this post, please click here //

    Mir gegenüber sitzt die Todgesagte. Sie redet, sie lacht, manchmal merke ich, dass sie Angst hat. Neda Soltani musste flüchten, sie hat ihre Heimat verlassen. Sie sagt, hier in diesem Kaff bei Frankfurt am Main sei alles anders. Schnee, Frost, Regen und kalte Straßen mit kalten Gesichtern. Ein fremdes Land für die jungen Frau.

    Das Bild von Neda Soltani kennt fast jeder auf dieser Welt. Es kam über die Sender, das Internet und die Zeitung in so gut wie jedes Haus als das Bild einer Toten. Dieses bekannte Portrait zeigt eine junge, vorsichtig geschminkte Frau mit braunen Augen. Der im Iran gesetzlich vorgeschriebenen Schleier ist eine Handbreit zurückgeschoben. Man sieht den Ansatz ihres kräftigen Haares. Sie lächelt, ein wenig weich, ein wenig unschuldig, freundlich.

    Hier und jetzt, in einem Cafe irgendwo in der Nähe von Frankfurt ist das Gesicht von Neda Soltani härter geworden. Sie trägt keinen Schleier mehr. Man sieht graue Strähnen, die größer werden an ihrer Stirn. Es war nur ein Missverständnis, sagt sie. Ein Fehler. Ein Irrtum mit schrecklichen Folgen. Neda Soltani geriet in den Tumulten nach den gefälschten Wahlen im Iran zwischen die Fronten, wurde gehetzt, gejagt und musste flüchten. Ihr altes Leben zerbrach wie ein Spiegel. Ihr Foto, das Bild mit dem weichen Lächeln das um die Welt ging, wurde ihr entrissen.

    Bis vor einem halben Jahr hat Neda Soltani in Teheran gelebt. Sie unterrichtete dort englische Literatur. Sie kann sich in der fremden Sprache fließend ausdrücken, gewählt und intelligent. Im Sommer erst hatte sie eine Arbeit über die weibliche Symbolik im Werk von Joseph Conrad abgeschlossen. An den Protesten im Iran konnte sie deswegen nicht teilnehmen. Sie musste im Juni Korrektur lesen. „Mein Ziel war es, irgendwann eine Professur anzustreben, wenn ich gut genug dafür gewesen wäre.“

    Ihre Eltern gehören der iranischen Mittelschicht an. Wo genau sie herkommt und was ihre Familie macht, will sie nicht sagen. Sie hat Angst. Sie erkennt Probleme. Sie weiß, dass nicht alles richtig läuft. Aber sie war vor allem fleißig, wenn es darum ging, zu lernen. Eine Akademikerin. „Ich habe über zehn Jahre hart gearbeitet, um mir die Position als Dozentin an der Universität zu sichern. Ich habe Geld verdient, ich bin mit Freunden ausgegangen und ich habe Spaß gehabt.“ Heute hat sie davon nichts mehr. Keine Arbeit, kein Geld und keine Freunde zum Ausgehen. Neda Soltani ist jetzt 32 Jahre alt.

    Die Geschichte ihres Fotos beginnt am 20. Juni 2009. Damals wurde in der Nähe der Kargar Avenue in Teheran gegen 19:00 Uhr Ortszeit eine junge Frau niedergeschossen. Sie fiel auf den Rücken, aus ihrem Mund lief Blut. Dabei starrte sie in eine Handykamera, verletzt, voller Angst, wehrlos. Sie starb wenig später auf dem Weg ins Hospital. Die Bilder der sterbenden Frau wurden auf Youtube hochgeladen.

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  22. 5 Februar 2010

    Lou Barlow


    Lou Barlow, Samstag, 6. Februar, 19.30 Uhr, Gebäude 9, Köln


  23. 5 Februar 2010

    Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet


    Auschwitz: Heftige Kritik an Sevim Dagdelen…Bo Alternativ

    WAZ: Es hat sich ausgeflippt…Pottblog

    Ruhr2010: Kürzungen beim Klavierfestival Ruhr…Der Westen

    Ruhr2010: Enger Finanzplan für den U-Turm…Der Westen

    Dortmund: Ordnungsverfügung gegen Rammstein…Ruhr Nachrichten

    Ruhr2010: Geld sammeln für die Loveparade…Der Westen

    Pro NRW: Flashmob gegen Rechts…Gelsenkirchen Blog

    Recht: Von Razzien und Osterhausen…Law Blog

    Vorratsdatenspeicherung: Trotzige Schweden…taz

    Europaparlament: Innenausschuss gegen SWIFT…Netzpolitik

    Pop: Interview mit Sven Regener…Coffee & TV

    Pop II: Schamp-Wendland-Maschine im Intershop…Der Westen

    van Dinther: Ältestenrat des Landtags will Gutachten…RP Online

    van Dinther II: Genügsam bis raffgierig…FR Online

    NRW: Talkmaster Jürgen Rüttgers…mehr...

  24. 4 Februar 2010

    Game-Show-Woche Tag 5

    Und so kann man auch Kicken. Mit Ferngläsern falsch rum. :-)

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  25. 4 Februar 2010

    Geschichte einer völlig verkorksten Überschrift.

    Heute morgen schaute ich auf die Seite DerWesten.de und war überrascht. Da hieß es doch tatsächlich:

    Grünen Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann erteilt schwarz-grün eine klare Absage.

    Ich war deswegen überrascht, weil diese Aussage, allen anderen Aussagen, die ich von den Grünen kenne und kannte, Hundertprozentig widersprach.

    Noch überraschter war ich, als die Überschrift auch noch über Twitter ging:

    Twitter

    Was für ein Bullshit, dachte ich, erzählt Löhrmann denn da. Was soll das?

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  26. 4 Februar 2010

    Pele Caster


    Pele Caster, Freitag, 5. Februar, 20.30 Uhr, Bahía de Cochinos, Castrop Rauxel


  27. 4 Februar 2010

    Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

    Theater: Dortmund ehrt Tana Schanzara...Der Westen

    Ruhr2010: Brücke vom Ruhrgebiet zum Bosporus...Neue Osnabrücker Zeitung

    Pop: Westfalenhallen gegen FZW...Ruhr Nachrichten

    HIV: Zahnarzt verweigerte Behandlung...Marceldams

    NRW: Löhrmann über Schwarz-Grün...Der Westen

    Integrationsrat: CDU, DTF und DITIB – Wahl am 7.2....Dirk Schmidt

    Ruhr2010: Instanbul Symphonie...Hometown Glory

    Medien: Ich bin bereit, den Preis zu zahlen, den die Verlage verlangen...Mediaclinique

    Indie Ruhr Festival: Kostenloser Sampler zum Download!...News of Metal

    Internet: Kommentare?...Bo Alternativ

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  28. 3 Februar 2010

    Rudolf Steiners Rassenlehre

    steiner_rassenWie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht. Von unserem Gastautor Ansgar Martins.

    Bild: Tafelzeichnung Rudolf Steiners 1923

    „Ja, ich kann meinen Namen tanzen.“ Alles klar? Ich bin Waldorfschüler und habe inzwischen eine gewisse Routine entwickelt, die vielen bunten Fragen zur Waldorf-Folklore zu beantworten. „Töpfern, Schmieden, Stricken“ alles kein Problem. Ein anderer Typ Fragen bringt mich dagegen jedes Mal ernsthaft ins Schwitzen – und zwar Fragen wie: „Ja, schon interessant das alles, aber war da nicht was mit R A S S I S M U S an Waldorfschulen?“

    Denn die Antwort enthält eine wirklich unschöne Geschichte:

    Die erste Waldorfschule wurde 1919 von Rudolf Steiner (1861-1925) gegründet. Steiner hat in vielen Schriften und über 7000 mitstenographierten Vorträgen ein esoterisches Weltkonzept namens Anthroposophie („Weisheit vom Menschen“) entwickelt – die Steiner Gesamtausgabe („GA“) hat schlappe 354 Bände. Und vieles, was Steiner da so von sich gab, verschlägt einem heute schlicht die Sprache:

    „Da werden wir begreifen, daß die indianische Bevölkerung Amerikas, die uns so rätselhaft erscheint mit ihren sozialen Gliederungen und ihren eigentümlichen Instinkten, ganz anders sein muß. Wieder anders ist die afrikanische, die äthiopische, die Negerrasse. Da sind Instinkte, welche sich an das niedere Menschliche anknüpfen. Und bei den Malayen finden wir ein gewisses traumhaftes Element. (...) die mongolische Rasse [wird] es immer ablehnen, eine pantheistische Anschauung anzunehmen. Ihre Religion ist ein Dämonenglaube, ein Totenkult. Die Bevölkerung, die man die kaukasische Rasse [d.h. „die Weisse Rasse“ – A.M.] nennt, stellt die eigentliche Kulturrasse dar, welche (...) nicht mehr die magischen Kräfte handhaben kann, sondern sich auf das Mechanische verlassen muß.“ [GA 54, 9.11.1905]

    „äh ...?“

    Solche und andere rassistische Phantasien glaubte Steiner durch die Lehre abzumildern, dass der Mensch als „Geistiges Wesen“ via Reinkarnation einmal alle Rassen live erleben müsse:

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  29. 3 Februar 2010

    Neuer Politblog - CDU Kampfblog?

    kante

    In den vergangenen Tagen wurde ich von verschiedenen Leuten auf den Blog Klare Kante hingewiesen. Dies sei der neue Kampfblog der CDU in NRW. Nun, ich hab mir das Ding jetzt mal angeschaut. Und muss sagen: Wenn das die Vorhut der schwarzen Wahlkampf-Maschine sein soll, dann weiß ich es auch nicht.

    Der Blog ist zunächst einmal mager. Da passiert nix. Erst eine Handvoll Beiträge und die noch schlecht geschrieben. Ein Twitteraccount fast ohne Follower. Das prickeligste bisher: Ein Interview mit Peter Ramsauer. Peter Wer? Ramsauer. Das ist ein Typ aus Bayern, der in Berlin Verkehrsminister ist und in NRW nix zu sagen hat.

    Der Ramsauer jedenfalls schwadroniert bei der Klaren Kante über die Bedeutung der NRW-Wahlen für Berlin. Wettert gegen die Linke. Aber sagt kein Wort zum besch.ssenen Nahverkehr im Ruhrgebiet und warum eigentlich der RuhrXpress nicht kommt, der mal als Ersatz für den Metrorapid angedacht war und von Berlin cofinanziert werden sollte. Ein völlig belangloses Interview. Ähnlich die Qualität der anderen Texte.

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  30. 3 Februar 2010

    Auschwitz - oft verglichen, doch unvergleichbar

    Gut drei Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer fand in der Bundesrepublik Deutschland eine heftige Debatte statt, die unter dem Namen „Historikerstreit“ Eingang (nicht nur) in die deutschen Geschichtsbücher finden sollte. Gestritten wurde über die Frage, ob es sich bei „Auschwitz“ – der Ortsname der Vernichtungsfabrik steht hier symbolisch für die millionenfache Ermordung europäischer Juden – um einen Völkermord handelt, der sich von den mannigfachen anderen Genoziden in der Menschheitsgeschichte im Grunde nicht nennenswert unterscheidet - "mit alleiniger Ausnahme des technischen Vorgangs der Vergasung" (Ernst Nolte). Oder ob der Holocaust bzw. die Schoah als ein historisch einzigartiges Verbrechen zu betrachten, „Auschwitz“ also mit nichts Anderem vergleichbar sei. Jürgen Habermas prägte das Wort von der „Singularität“ der Nazi-Verbrechen. Von unserem Gastautor Werner Jurga

    Diese Sicht der Dinge scheint sich im damaligen Historikerstreit durchgesetzt zu haben. Und so gilt bis heute ein Vergleich von „Auschwitz“ bzw. des Naziterrors insgesamt mit anderen historischen Ereignissen gemeinhin als ein Versuch, den Holocaust zu historisieren, zu relativieren und dadurch zu verharmlosen.

    Dagegen wird die stetige Warnung vor jedwedem Extremismus, egal ob von links oder rechts, selten beanstandet. „Unsere Historie hat bewiesen, dass Radikalismus von links oder rechts in den Abgrund führt“, heißt es jetzt bspw. in einem Kommentar hier bei den Ruhrbaronen, in dem der Verfasser („Junge Union Dortmund“) vor „linken Bedrohung“ warnt, die sich seines Erachtens aus rot-rot-grünen Koalitionen ergeben könnte.

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  31. 3 Februar 2010

    Game-Show-Woche Tag 4

    Laufräder können lustig sein. Crazy werden sie mit den richtigen Kostümen und bescheuerten Aufgaben. :-)

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  32. 3 Februar 2010

    Van Dinther klebt am Sitz

    Gerade hat die Landtagspräsidentin Regina van Dinther eine Erklärung vor der Presse in Düsseldorf abgegeben zu ihren diversen Affären um RAG-Kohle und fehlenden Mitgliedsbeiträge. Sie sagt, sie habe ausreichend "Zuwendungen" an die CDU getätigt. Damit stelle sich die Frage nach offenen Mitgliedsbeiträgen nicht. Die RAG-Bezüge seien ein "Fehler" gewesen, mehr nicht. Zum Rücktritt wird sie nicht von der eigenen Partei gedrängt. Deswegen passiert jetzt gar nichts weiter. Es gilt nach wie vor das Prinzip von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU): Keiner geht - egal warum!

    Van Dinther sagte sinngemäß zu ihren Mitgliedsbeiträgen, sie könne belegen, dass sie Sachzuwendungen und andere Zuwendungen an die CDU getätigt habe, so dass es unerheblich sei, wenn es aus ihrem Kreisverband hieße, sie habe ihre Mitgliedsbeiträge jahrelang nicht abgeführt. Es habe höchstens "ein Kommunikationsfehler zwischen Kreisverband und Ortsebene" vorgelegen. Van Dinther sagte weiter, sie habe zudem einen Abbuchungsauftrag von ihrem Konto unterschrieben, so dass sie sich nichts vorzuwerfen habe. Wegen der RAG-Kohle habe es nur Fehler in der Kommunikation gegeben - und auch ein wenig fehlendes Fingerspitzengefühl. Das war es. Bei ihrem Vorgehen kann sich die Landtagspräsidentin auf ihre Partei verlassen. Dort wird sie unterstützt. Zuletzt sagte CDU-Fraktionschef Helmut Stahl, die Sache sei erledigt. Erst gestern hatte Regina van Dinther eine Karnevalssitzung im Landtag abgesagt, weil sie sich ob der Affäre unpässlich fühlte.

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  33. 3 Februar 2010

    Keine Chance für Grubenponys

    Auch im kommenden Landtagswahlkampf wird die Kohle wieder eine Rolle spielen. SPD und Linkspartei wollen, dass die Zechen auch in Zukunft weiter fördern. Das würde teuer werden, denn eine wirtschaftliche Perspektive hat die Steinkohle aus Deutschland nicht, sagt Manuel Frondel, der Energieexperte des RWI-Essen.

    Herr Frondel, die Stimmen, die noch 2008 von einer Renaissance der deutschen Steinkohle gesprochen haben sind ruhig geworden.

    Dafür gibt es auch gute Gründe: Die damals dem hohen Ölpreis geschuldete kurzzeitige Hochpreisphase ist längst vorbei. Der Kohlemarkt hat sich stabilisiert. Die Tonne Kraftwerkskohle, und die macht auch in Deutschland den größten Teil der Förderung aus, kostet auf dem Weltmarkt wieder etwa so viel wie in den Jahren 2005-2007, als der Preis nahezu konstant bei 65 Euro die Tonne lag. Die Förderkosten für eine Tonne Steinkohle liegen in Deutschland im Schnitt bei 170 Euro.

    Sind die 65 Euro nicht nur ein Preistief, das mit dem Ende der Krise vorbei ist?

    Nein, das ist das Preisniveau für Kraftwerkskohle, mit dem auch in Zukunft zu rechnen sein dürfte. Die Förderkapazitäten sind weltweit gestiegen. Mit einem dauerhaften Preisanstieg für Kohle ist nicht zu rechnen.

    Ein Hoffnungsträger war ja die Kokskohle. Dort lag nach Angaben des Vereins der Kohleimporteure der Weltmarktpreis im vergangenen Jahr in Schnitt bei 200 Euro.

    Ja, aber mit stark fallender Tendenz. Die Zeit der hohen Kokskohlenpreise geht zu Ende. Auch für Kokskohle wurden die Förderkapazitäten erhöht. Das sehen offensichtlich auch potentielle Investoren so, denn bislang hat sich niemand gefunden, der mit seinem eigenen Geld in Deutschland Kokskohle fördern will.

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  34. 3 Februar 2010

    Fräulein Nina & Das Resopal

    Fräulein Nina & Das Resopal, Donnerstag, 4. Februar, 20.00 Uhr, Subrosa, Dortmund

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  35. 3 Februar 2010

    Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

    Dortmund: Signal-Iduna Chef für Flughafen-Ende…Der Westen

    Nahverkehr: SPD Bogestra Chef gegen Sozialticket…Bo Alternativ

    Ruhrgebiet: Grünen-Chef Börje Wichert im Interview…Pottblog

    Ruhr2010: Die Wunder von Essen…Die Presse

    NRW: Schwarz-gelbes Chaos…FR Online

    NRW II: Schwarz-gelb sackt ab…Stern

    Dortmund II: Hengstenberg hält viel von sich…Ruhr Nachrichten

    Pro NRW: Provozieren in Duisburg…Der Westen

    Peres-Besuch: Die Lehren der Geschichte…Lizas Welt

    Verdi: Warnstreik im Nahverkehr…RP Online

    YouTube: Oettinger scheitert am Urheberrecht…Netzpolitik

    Zeche Westerholt: Nichts genaues weiß man nicht….Hometown Glory

    Energie: Land ändert Planung für Kraftwerk-Datteln…Recklinghäuser Zeitung

    Bochum: Freie Theater zittern…Ruhr Alternativ

    Oberhausen: …ist vollkommen pleite…mehr...

  36. 2 Februar 2010

    Alte Gags von Rüttgers - Karnevalsrede abgekupfert

    Wie ich gerade bei Johannes Nitschmann in der Aachener Zeitung gelesen habe, hat Jürgen Rüttgers, unser aller Komiker-Ministerpräsident von der CDU tatsächlich seine Rede bei der Verleihung des Karnevalsordens "Wider den tierischen Ernst" in Aachen wiedergekäut.

    Rüttergs sampelte dort Uralt-Gags, weite Strecken seiner Rede stammten vom 20. Januar 2007. Damals hatte er schlüpfrige Witze aus seinem "lustigen" Terminkalender über die SPD-Spitzenkandidatin bei der Prinzenproklamation im westfälischen Warendorf vorgelesen. Ist das peinlich?

    Kann schon sein, denke ich. Die Staatskanzlei sieht das anders. Sie sagt, es sei durchaus üblich, "gelungene Passagen und Stilelemente aus früheren Vorträgen" wieder dem Publikum vorzusetzen. Recycling-Humor sozusagen.

    Bild: AKV

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  37. 2 Februar 2010

    Peinliche Regina beschädigt Landes-CDU

    Das peinliche Versteckspiel von Regina van Dinther, der Vorsitzenden des NRW-Landtages offenbart vor allem eines. Die moralische Schwäche der herrschenden Landesregierung unter Jürgen Rüttgers (CDU).

    Regina van Dinther traut sich heute nicht zu einer Karnevalssitzung. Sie traut sich nicht, hervorzutreten und die Verantwortung zu übernehmen, für das, was aussieht wie Raffgier. Es heißt, sie habe jahrelang keine Mitgliedsbeiträge für ihre Partei gezahlt. Nicht mal die Mindestsumme für Arbeitslose. Es heißt, sie habe ihre Gelder aus dem Regionalverband Ruhr eingestrichen, wie ein zweites Taschengeld ohne den üblichen Mindestbetrag an die Partei abzugeben. Es heißt, sie hat von der RAG zehntausende kassiert für Kaffeetrinken und Haldenspaziergänge.

    Regina van Dinther schweigt. Sie schweigt zu diesen Vorwürfen.

    Das ist peinlich.

    Will Regina van Dinther das Ganze aussitzen? Will Sie darauf vertrauen, dass Jürgen Rüttgers sie decken wird? Weil Rüttgers noch nie einen Minister von sich heraus rausgeschmissen hat? Warum soll er dann nicht auch ihre moralische Schwäche decken? Als Landtagspräsidentin ist sie doch sowas wie Ministergleich? Ich glaube das.

    Rüttgers hat noch nicht einmal seinen Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) entlassen, als der die Öffentlichkeit mit einer frisierten Tabelle über die tatsächliche Giftbelastung in der Ruhr getäuscht hatte.

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  38. 2 Februar 2010

    CDU-Dortmund: Fraktionschef Hengstenberg entsorgt

    Frank Hengstenberg, der Fraktionsvorsitzende der Dortmunder CDU, wird Chef der Müllabfuhr.

    Da werden Jungenträume war: Einmal auf dem großen Müllwagen mitfahren und die Tonnenhydraulik bedienen. Frank Hengstenberg, den Fraktionsvorsitzenden der CDU in Dortmund, wird man diesen Wunsch sicher nicht verwehren, wenn er erst einmal Chef der Dortmunder Müllabfuhr geworden ist. Und dass soll er bald werden, wie Radio Dortmund meldet. Die Müllabfuhr in Dortmund heißt natürlich ganz modern Entsorgung Dortmund GmbH (EDG).

    Die baldige Berufung Hengstenbergs, der bislang immer erklärt hatte, keinen Ver- oder Entsorgungsposten auf Kosten der Politik anzustreben, kann wohl als Zeichen einer bevorstehenden rot-schwarzen Zusammenarbeit gedeutet werden.

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  39. 2 Februar 2010

    3 FÜR 7 - Fußballfantheaterstücke-Special

    sternborussiaDer Autor dieser Zeilen: ist betroffen. Denn er: hat vielleicht Übles bewirkt. Schrieb er nicht letztens hier über das "Match" Freibad vs. Theater in Essen? Und riet er nicht geradezu, doch einmal den Rechtsausleger-Verein RWE gegen Bühnenkultur in Stellung zu bringen? Nein. Nicht Letzteres. Jedoch: jemand anderes tat es: zur Folkwang-Eröffnung: mittels eines Transparentes mit der Aufschrift: "Stadionneubau jetzt". Dankbar nahmen WAZ/NRZ das auf. (Nur im Print.) Und nun: ist der Autor dieser Zeilen: betroffen. Aber auch: bekehrt. Denn er: wird nun ein Einsehen haben. Themen heute: "Schlager lügen nicht". "Leuchte auf mein Stern Borussia". "Wilde Weiber wollens wissen!".

    Nun gut, ein Kurzbericht zur Kurzreise: Es scheint schon, dass in Dresden große Teile der Freien Szene ein subtileres, sozialpolitischeres und gleichzeitig freundschaftlich-solidarischeres Verhältnis zu Bühnenthemen wie auch Publikum haben als an der Ruhr üblich. Dabei ist Dresden durchaus auch "rough" - aber eben nicht Rohgebiet. Im Extremwesten wird oft mittels Humor nach unten getreten. In Dresden hatte ich übrigens das Glück, die Premiere von Jean Cocteaus "Die menschliche Stimme" mit der frischgebackenen Kleinkunst-Förderpreisträgerin Angela Schlabinger im Societaetstheater zu erleben. In Oberhausen ist gut "Schlager lügen nicht" gucken im Februar.

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  40. 2 Februar 2010

    Game-Show-Woche Tag 3

    Ein verdammter Pin. Ein verdammter Pin von hundert....:-)

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