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Die Piraten und die Kinderschänder

Auch wenn es nervt, muss ich noch mal auf die Piratenpartei zurückkommen. Ich hoffe, es wird das letzte Mal sein. Und zwar habe ich jetzt diese unsäglichen Sachen gelesen, die der Bodo Thiesen über die Kinderpornographie geschrieben hat.

Er hat sich zwar von seinen Revisionistischen Ausfälle entschuldigt – damit aber nicht die Probleme der Piraten beseitigt. Wo offenbar jenseits von irgendwelchen Werten Unsinn erzählt werden kann.

Auch in einem zweiten Bereich hat Thiesen in meinen Augen den Blick auf den wertefreien Bullshit eröffnet, der bei den Piraten verzapft wird. Im Wiki der Partei hat Thiesen sich nämlich zu Kinderpornographie eingelassen.

Kurz: er fordert zumindest Teilweise die Freigabe des kriminellen Drecks.

Es fällt mir schwer, mich ernsthaft mit so einer Position auseinanderzusetzen. Aber zum Teil muss man es hier tun. Denn mit dem eingeständigen Kinderpornobesitzer und Ex- oder Noch-Immer-SPDler Tauss hat damit die Piratenpartei den zweiten Mann, der die Nummer mit den kriminellen Bildern nicht auf die Reihe kriegt.

Thiesen schreibt in seinen Forderungen:

Versetzen wir uns mal in einen Pädophilen. Wir wissen ob der Strafbarkeit von Sex mit Kindern und sehen das auch ein (die meisten Pädophilen werden nicht zu sexuellen Straftätern, das passiert nur einer kleinen Randgruppe). Was bleiben uns für Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung? Bücher, Zeichnungen usw. die der sexuellen Befriedigung dienen könnten, sind alle verboten - bereits der Besitz davon.

Auch wenn es nervt, muss ich noch mal auf die Piratenpartei zurückkommen. Ich hoffe, es wird das letzte Mal sein. Und zwar habe ich jetzt diese unsäglichen Sachen gelesen, die der Bodo Thiesen über die Kinderpornographie geschrieben hat.

Er hat sich zwar von seinen Revisionistischen Ausfälle entschuldigt – damit aber nicht die Probleme der Piraten beseitigt. Wo offenbar jenseits von irgendwelchen Werten Unsinn erzählt werden kann.

Auch in einem zweiten Bereich hat Thiesen in meinen Augen den Blick auf den wertefreien Bullshit eröffnet, der bei den Piraten verzapft wird. Im Wiki der Partei hat Thiesen sich nämlich zu Kinderpornographie eingelassen.

Kurz: er fordert zumindest Teilweise die Freigabe des kriminellen Drecks.

Es fällt mir schwer, mich ernsthaft mit so einer Position auseinanderzusetzen. Aber zum Teil muss man es hier tun. Denn mit dem eingeständigen Kinderpornobesitzer und Ex- oder Noch-Immer-SPDler Tauss hat damit die Piratenpartei den zweiten Mann, der die Nummer mit den kriminellen Bildern nicht auf die Reihe kriegt.

Thiesen schreibt in seinen Forderungen:

Versetzen wir uns mal in einen Pädophilen. Wir wissen ob der Strafbarkeit von Sex mit Kindern und sehen das auch ein (die meisten Pädophilen werden nicht zu sexuellen Straftätern, das passiert nur einer kleinen Randgruppe). Was bleiben uns für Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung? Bücher, Zeichnungen usw. die der sexuellen Befriedigung dienen könnten, sind alle verboten – bereits der Besitz davon. Jetzt verlassen wir mal kurz das Rollenspiel und überlegen uns, wie wir uns fühlen würden, wenn wir a) kein Sex mit Freund/Freundin/Ehepartner(in) haben könnten (ohne uns strafbar zu machen), b) keine Pornos, Liebesromane etc. sehen und lesen dürften und c) unsere Phantasien nicht niederschreiben dürfen – nichtmal in ein Tagebuch. Enthaltsamkeit das ganze Leben lang. Wer ist dazu fähig, bitte Hände hoch. Aha. Aber genau das verlangen wir von den Pädophilen. Unter dieser Voraussetzung erstaunt es mich ehrlich gesagt, daß so extrem wenig passiert – geachtet der rund 100 Tausend Pädohilen, die alleine in Deutschland leben – oder aber, die Dunkelziffer ist bedeutend höher, als man sich das eingestehen will.

Hierzu kann man Thiesen nur sagen: Ja verdammt, ich verlange von einem Kinderschänder, dass er sein Leben lang abstinent bleibt. Sonst geht er in den Knast und zwar zu recht.

Weiter schreibt Thiesen:

Ich stelle hiermit die provokante These auf, daß der Verbot Kinderpornographicher Schriften nach §184b tendenziell eher schädlich als nützlich ist.

Daher meine Forderungen:

1. Der sexuelle Mißbrauch von Kindern (§176) bleibt weiterhin strafbar.

2. Die Dokumentation der Handlungen nach §176 werden bedingt unter Strafe gestellt.

3. Alle Straftatbestände nach §184b, die ohne Handlungen mit Kindern stattfinden (Zeichnungen etc) werden bedingungslos gestrichen.

Zunächst zur Begrifflichkeit: Kinderpornografie ist Kinderpornografie ist Kinderpornografie. Diese Verniedlichung mit „Dokumentation der Handlungen nach §176“ ist erbärmlich. Das Fotografieren und Abfilmen der Vergewaltigung eines Kindes ist ein mieses Verbrechen für das die Typen in den Knast gehören. Wer solche Vergewaltigungen besitzt, gehört genauso in den Knast. Wer die Vergewaltigungen in dreckigen Geschichten verherrlicht, gehört in den Knast.

Manchmal ist das so einfach. Das ist gesellschaftlicher Konsens. Nicht nur hier – überall.

Die Polizei dokumentiert Verbrechen. In Schulen werden Vergehen auf weißen Blättern dokumentiert, aber nicht wenn Kinder von geilen Säcken mit und ohne Kamera vergewaltigt werden. Die Vergewaltiger dokumentieren nichts, die vergewaltigen.

Die Piratenpartei hat das auf ihren Seiten stehen, da wo über die Forderungen der Partei diskutiert werden soll. Und nennt das Meinungsfreiheit. Bitte.

Das passt ja gut zu Tauss, der Kinderpornos gekauft und besessen hat, und bei den Piraten eingetreten ist.

Vielleicht plaudern die beiden über die Freiheit für Kinderpornos mal am Tresen bei einer Piratenversammlung.

Da fällt mir noch was auf. Wir haben hier bei den Ruhrbaronen schon öfter über Kinderpornographie und die Piraten geschrieben. Dabei waren etliche Kommentare dabei die Kinderpornografie mit dieser noch erbärmlicheren Abkürzung „Kipo“ verniedlicht haben. Und es gab Kommentare in denen von der „Dokumentation von Kindesmissbrauch“ die Rede war. Daraus schließe ich mal einfach, dass dieses Thema in Reihen der Piraten durchaus gängig ist.

Ich hoffe nicht, dass die Piraten unter dem Deckmantel des Kampfes um die Meinungsfreiheit zum Sammelbecken der Kinderschänder in Deutschland werden. Ich hoffe es echt nicht. Die Gefahr aber sehe ich.

Es geht weiter mit der nächsten absurden Forderung des Piraten Thiesen. Er will Kinderpornografie zumindest teilweise legalisieren. Und zwar sollen die Vergewaltigungsopfer- wenn sie 18 sind – die Filme und Fotos ihrer Erniedrigung, ihrer Zerstörung, ihres Missbrauchs, ihrer seelischen und körperlichen Folter freiwillig freigeben "der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden". Damit andere Vergewaltiger sich daran aufgeilen können. Das fordert Thiesen:

Es sollte Entscheidung des Mißbrauchsopfers sein, ob diese Dokumentationen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden dürfen oder nicht. Zu diesem Zwecke kann sich das Mißbrauchsopfer ab dem 18 Lebensjahr persönlich bei einer Polizeibehörde melden um die Freigabe der entsprechenden Dokumentationen zu beantragen. Als Urheber im Sinne des Urhebergesetzes gilt in diesem Falle das Mißbrauchsopfer selbst. Diese Einverständniserklärung kann nur vom Mißbrauchsopfer selbst, nicht jedoch von Erziehungsberechtigten oder anderen gegeben werden. Die Behörden haben zu diesem Zwecke solche Dokumentation bis zum 28 Lebensjahr des Opfers aufzubewahren. Willigt das Opfer innerhalb dieser sich daraus ergebenden 10 Jahre nicht ein, so sind alle Kopien dieser Dokumente zu vernichten.

Thiesen weiß auch, was nicht passieren soll. Auf jeden Fall soll nämlich der Staat die Füße ob der Vergewaltigungen still halten. Thiesen schreibt:

In der Zwischenzeit dürfen diese (Kinderpornos . d.A.) auch nicht von Strafverfolgungsbehörden z.B. zum Zwecke der Ermittlungen in Umlauf gebracht werden.

Ich möchte hier mit dem letzten Thiesen-Satz schließen:

Für die Moral ist die Kirche zuständig, nicht der Gesetzgeber.

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103 Kommentare zu “Die Piraten und die Kinderschänder

  • #101
    xconroy

    @Stefan Laurin, #98

    Ich spreche nur für mich, andere mögen das anders sehen, aber: ich „akzeptiere“ keinesfalls alles, was nicht strafbar ist, nur ziehe ich für mich nicht die Konsequenz „Forderung nach Strafbarmachung“ daraus, sondern setze mich damit – sofern mich das Thema interessiert (denn ich kann durchaus Sachen scheiße finden, aber mich nicht weiter drum kümmern – das machen wir alle und wir alle merken das meistens in Momenten, wo wir aufgerufen werden, für XYZ zu spenden oder ABC zu boykottieren oder für/gegen 123 zu demonstrieren) – auseinander, indem ich erstmal mich frage: was genau stört mich daran und warum. Dann frage ich: was bewegt denjenigen, dessen Handlungen/Aussagen ich nicht akzeptiere, daz, diese zu tätigen? Und da das Netz ein Netz ist, komme ich gar nicht drumrum, auch das Umfeld zu beobachten und zu fragen: warum reagieren die so und so auf etwas, auf das ich ganz anders reagiere?

    Ich halte diese Herangehensweise für BESSER als deine und die von F!XMBR und anderen, um es mal deutlich zu sagen. Das bedeutet aber nicht, daß ich eure Herangehensweise „weghaben“ will – genausowenig wie ich Thiesen und seine Äußerungen „weghaben“ will. Ich teile beides nicht, es fällt mir bei beidem schwer es zu akzeptieren, aber ich setze mich bewußt damit auseinander und versuche, die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung wieder in die Diskussion einzubringen.

    Ganz konkret: ich wäge den Schaden ab, den Thiesens Äußerungen anrichten KÖNNTEN, gegenüber dem, den eure – in meinen Augen hysterischen – Reaktionen anrichten KÖNNTEN. In beiden Fällen haben wir es wohl voerst mit der Kategorie „Sturm im Wasserglas“ zu tun, weil das ganze Piratengedöns außerhalb der Blogosphäre ganz einfach zu unbekannt ist. Aber: ich halte eure Reaktionen für schädlicher, weil sie eine Sackgasse darstellen, die ich – innerhalb dieses sich doch sehr reflektiert und hinterfragend gebenden „Bloggerversums“ für zum Teil überwunden geglaubt hatte. Wie schon mal gesagt: mich schockiert die Ähnlichkeit der reflexhaften Reaktionen hier mit denen, die die Mainstreammedien bringen würden, mehr als Thiesens in meinen Augen vergleichsweise harmlose Äußerungen – im Vergleich zu tatsächlicher Holocaustleugung mit dem entsprechenden Hintergrund sind sie harmlos, und im Vergleich zu Nazis, die NICHT leugnen sondern gutheißen, erst recht. Ist das jetzt wieder „Relativierung“? Bitte, gerne, es sollte wesentlich mehr relativiert werden.

    Mich erinnert das ein bißchen an Daniel Erk und seine Reaktion auf Samy Deluxe bzw. dessen – in Erks Augen – „zu deutschfreundliche“ Album. Auch Erks nahezu vorpubertäre beleidigte Reaktionen in der darauf folgenden Diskussion sehen für mich ähnlich aus.

    Wird sich irgendein Holocaustüberlebender bei uns bedanken, wenn wir Thiesen jetzt durchs Dorf jagen? Wenn ja, werden sich nicht eventuell zehn andere Überlebende an Voltaire erinnern und die Jagd kritisieren? Werden die restlichen Überlebenden nicht eventuell den Kopf schütteln und sagen „wie jetzt?“ oder „Hä, Thiesen, wer ist das?“ oder „ich bin 90 Jahre alt, geht mir weg mit eurem albernen Kram“ oder dergleichen? Wer Äußerungen wie Thiesens mit der Begründung, die Überlebenden würden in ihrer Ehre verletzt, verbieten will, der sollte durchaus mal seine Behauptung einem reality check unterziehen und die Leute persönlich fragen, solange die noch leben. Ansonsten ist das nämlich Gehampel im luftleeren Raum.

    Du fragtest ja nach „in der Politik“. Politisch hat sich Thiesen erledigt. Das ist ein anderer Dampfer. Hätte er aber – für mich – so oder so, nachdem ich einiges über ihn gelesen habe. Allein schon seine Begründungen, warum er ein guter Schatzmeister wäre. Ok, mag sein daß er was drauf hat, und er scheint sich ja auch zu engagieren, aber seine Außendarstellung (und um die geht es in der Politik ja nun leider auch) ist so unter aller Kanone, daß es für die Piraten eine Belastung wäre, ihn weiter mitzuschleppen. Und falls Tauss keinen Freispruch bekommt, gilt das für ihn ebenfalls.

    Aber diese beiden Bereiche – politisches Abwägen einerseits und allgemeine Diskussion über ein Tabu andererseits – werden mir hier zu sehr vermischt. Das macht es den Gegnern der Piraten umso leichter, denn wenn sich nicht mal die Befürworter einig sind, /warum/ sie gegen Thiesen sind…

    beste Grüße, ich hoffe ich konnte halbwegs deutlich machen worauf ich hinauswill… wenn nicht, bitte nachhaken.

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  • #103
    Josi

    Begriffserklärung hin oder her. Ein „Pädophiler“ ist eine Person, die sexuelles Interesse an Personen haben, die noch nicht die Pubertät erreicht haben. Gut. Sexuelles Interesse, verstanden! Laut Freud: Ein Trieb!
    Was will der Mensch natürlich? Seinen Trieb befriedigen.

    Das geht zum Einen durch Fantasie – natürlich. Zum Anderen aber eben auch durch PRAKTISCHES Umsetzen.
    Da man LEIDER (oh ja, ich benutze dieses Wort!) die Gedanken eines Menschen in keinster Weise „sperren“ kann. Muss man gesetzlich dagegen vorgehen, dass ALLES, was nur im Entferntesten Sinne mit Kinderschändigung, sei es eine Zeichnung, sei es Pornografie, sei es sonstewas, VERBOTEN werden MUSS und die Menschen, die sich davon nutzen machen, BESTRAFT werden MÜSSEN!

    Welcher grausame „Mensch“ würde denn wollen, dass sein Kind von einem anderen kranken Menschen als Wichsvorlage genutzt wird? Ich bitte euch!

    Ihr werft dem Autor emotionale Betroffenheit vor? Es geht hier um Kinder! Und dieser Mann nimmt die Menschen, die sich mit KINDERN(!!!) Sex vorstellen in Schutz. Wie kann man denn bei einem solchen Thema keine „emotionale Betroffenheit“ vorweisen? Sachlich hin oder her.

    Ich plädiere ja stark für Penis ab. Und Augen rausreißen. Alles andere ist für mich zu human. Obwohl human vielleicht nicht der richtige Begriff ist. Menschlich… Pädophile sind keine Menschen für mich.

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