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Update: Alle verbotenen Sauerland-Papiere sind wieder da

adolf_sauerland

Adolf Sauerland

Das mit dem verbieten im Internet ist so eine Sache. Kaum hat die Stadt Duisburg über ihre Anwaltskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek das Blog Xtranews per  Einstweiliger Verfügung untersagt, die Anhänge des Heuking-Gutachtens zu veröffentlichen, sind sie schon wieder da.

Ein Twitterer mit dem Namen DJVBB-Brandenburg hat uns und anderen Blogs, unter anderem Netzpolitik, gerade den Rapidshare-Link geschickt, unter dem die Unterlagen zu bekommen sind. Vielen Dank dafür. Natürlich ist vollkommen unklar, ob sich hinter DJBB tatsächlich der Deutsche Journalistenverband Berlin Brandenburg versteckt.  Aber wenn Heuking scharf darauf ist, bald den Kanzlei-Namen ändern zu müssen, können sie  es ja versuchen rauszubekommen. Und Wichtey hat uns in den Kommentaren einen Link zu allen 43 Anlagen geschickt. Auch hier vielen Dank. Alle peinlichen Interviews  Sauerlands,  in denen er sich in  letzten Tagen als großer  Aufklärer  präsentiert hat, sind nach der Aktion gegen Xtranews endgültig daneben gegangen. Da hilft auch kein teurer, vom Steuerzahler bezahlter PR-Berater.

Hier der Link zu Rapidshare mit 4 Anlagen….Klick

Hier die 43 Anlagen komplett  zum Download…Klick

Hier Dokumente auf Indymedia…Klick

RuhrBarone-Logo

37 Kommentare zu “Update: Alle verbotenen Sauerland-Papiere sind wieder da

  • #1
  • Pingback: Loveparade: Abmahnung statt Aufklärung » Regional » Der Lelei Blog

  • #3
  • #4
  • #5
    soran

    Das ist doch richtig geil, was man da mit einem Prüfauftrag mit Hilfe von Google Earth so verdienen kann. zero effort maximum income.

  • #6
    ALi

    Dr. Ute Jasper ist übrigens schon einmal aufgefallen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Baganz

    1987 trat Baganz in die CDU ein. 1999 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr gewählt. In dieser Position machte er sich schnell einen Ruf als harter Privatisierer. Er unterstützte die Vergabe der Müllentsorgung an den Unternehmer Hellmut Trienekens und den Verkauf städtischer Anteile an der Wassergesellschaft RWW für 118 Mio. Euro an die RWE-(RWE Aqua). Über den Verkaufspreis wurde im Auftrag der Stadt Mülheim von Ute Jasper ein Gutachten erstellt.

    Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Ute Jasper, die zu diesem Zeitpunkt bereits privat mit Baganz liiert war, gleichzeitig einen Beratervertrag mit dem Kaufinteressenten RWE hatte. Baganz trat am 22. November 2002 aus privaten Gründen als Oberbürgermeister zurück. Es wurden aber keine juristische Ermittlungen gegen Ute Jasper eröffnet.

  • #7
  • #8
    Helmut Junge

    Immerhin stachelt Sauerland den Ergeiz vieler Blogger an, egal, was die vorher über die Sache dachten. Ich glaube, daß große Dauerdruck, der auf ihm liegt,
    ihn zu schweren Fehlentscheidungen verleitet.
    Denn Regel Nr. 1 für Politiker heißt: Leg dich nicht mit der Presse an, weil du die noch brauchst. Blogger sind auch „Presse“, nur anders.

  • #9
    Frank

    @Ali:

    Das ist ja unfassbar. Wieso steht diese Person Jasper nicht auf den Blackists der Beschaffungsabteilungen des Öffentlichen Dienstes?

    Die gehört auf die Titelseite der WAZ.

  • #10
    Bert

    Anlage 38 / Ereignisprotokoll endet um 12.52h. Gibt es den Rest auch noch irgendwo ?

    Ziemlich heftig finde ich auch Anlage 42 / Anwohnerbericht.

    Vielen Dank für die Bereitstellung dieser Dokumente !!!

  • #11
    Nichtschwimmer

    Noch schlimmer ist aber:
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Sauerland-macht-in-TV-Interview-falsche-Angaben-id3574306.html

    Falls dies stimmen sollte, wäre das der Gau – aber vermutlich immer noch kein Grund für Sauerland, um zurückzutreten.

  • #12
    Bert

    „Dr. Ute Jasper ist übrigens schon einmal aufgefallen:“

    Sehr lesenswert dazu:

    http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=3460

    So stellte das städtische Rechnungsprüfungsamt fest, dass Dr. Jasper für alle Privatisierungen die Gutachten und Empfehlungen ausgearbeitet hatte, insgesamt 12. Diese Aufträge hatte sie ohne Ausschreibung erhalten. Sie bzw. ihre Kanzlei habe die Stellung eines „Hoflieferanten” innegehabt. Sie hatte in anderthalb Jahren 2.200 Stunden mit einem Gesamthonorar von 1,4 Millionen Euro abgerechnet. Es fehlten Einzelnachweise. Für das Jahr 2001 hatte sie 1.175 Stunden abgerechnet – der Spitzenwert der fleißigsten Anwälte beträgt 2.400 Jahresstunden (für alle Mandate zusammen). Das erstaunte umso mehr, als sie gleichzeitig nicht nur mehrere andere Städte wie Essen und Oberhausen, sondern auch Landesregierungen (NRW: Ivletrorapid, Hamburg: Kliniken) beriet. Außerdem war sie als vielgefragte Referentin tätig und veröffentlichte zahlreiche Fachaufsätze. Die website ihrer Kanzlei verzeichnet für den fraglichen Zeitraum 46 Veröffentlichungen und Vorträge)”

    Könnten die Ruhrbarone das nochmal thematisieren ?

  • #13
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Bert: Februar 2009: http://www.ruhrbarone.de/mulheimer-explosionen-erschuttern-wirtschaftsministerium-nrw/

  • #14
    jorokide

    duisburg…….liegt doch in deutschland oder??

    ich dachte immer, dort gibts keine ungereimtheiten oder gar korruption, weil das gute deutschland ja immer so böse auf andere länder zeigt.

    naja…

    gruss aus johannesburg

  • #15
    Helmut Junge

    Jorokide
    Wir zeigen immer nur mit einem Finger auf andere Länder.
    Drei Finger der Hand zeigen dabei aber immer auf uns selbst.
    Das ist auch Tradition bei uns.

  • #16
    Emil Blume

    Die zip Datei unter http://217.7.176.26-addr.arpa.bka.net.in/ wurde aus rechtlichen Gründen zunächst entfernt.

    Allerdings gibt es das ganze Paket unter http://zeig.in/sauerland
    und die einzelnen Dateien ordentlich auf einer Webseite gelistet
    http://zeig.in/dokumente-loveparade

  • #17
    Alle Dokumente

    Hallo,
    dein angegebener de.Indymedia Link ist unvollständig, bei Indymedia Linksunten sind allerdings (löschsicher) alle Dokumente zu finden: http://linksunten.indymedia.org/de/node/24275
    (Aktuell recht langsame Server, dafür werden meines wissens keine IPs protokolliert usw.)

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  • #19
  • #20
  • #21
    Jilly

    Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, und es verhindert, dass das reale Leben zu sehr dieser bleibt.

  • Pingback: Loveparade Vertuschung: Duisburg und Sauerland verklagen Blogger | Loveparade,Adolf Sauerland,xtranews,Duisburg,Vertuschung,Abmahnung,Klage,einstweilige Verfügung | www.tutsi.de

  • #23
    Berni

    Adolf Sauerland ist eben auch nur ein Diktator der CDU. Die Toten Menschen der Loveparade sind ihn scheiss egal, der will weiter viel Geld auf seinen Konto haben auch als alter Opa!

  • #24
    Willi Gietmann

    RP-Online berichtet allerdings davon, dass die Veröffentlichung der Dokumente vor allem untersagt worden sei, weil dort Namen und teils auch Adressen und Telefonnummern von Privatpersonen veröffentlicht worden seien (z.B. in der Anlage 42 Anwohnerbericht). Aber was interessiert uns schon Datenschutz, wenn sich mal wieder ne Gelegenheit gibt, auf den ollen Sauerland einzuprügeln, gelle?
    Herzlichst Ihr Willi Gietmann, Ahornstr. 9, 47661 Issum, Tel.: 02835/2381, willi.gietmann@online.de

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  • #26
    Hr. Zander

    Eine Frage zu meinem Vorgänger: Willi Gietmann

    Würden die Veröffentlichung der Daten jener Privatpersonen denn jemanden Schaden? Ist es nicht eher so, dass genannte Privatpersonen gerne der Aufklärung wegen in diesem Fall sogar eine Ausnahmegenehmigung erteilen würden? (So wie Sie es soeben hier getan haben). Und sollten nicht alle Dokumente der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, damit jeder die Wahrheit erfährt?

    Mit dieser Aktion hat es Sauerland wieder einmal geschafft alle, insbesondere die Betroffenen, im Dunkeln stehen zu lassen. Das ist meiner Meinung nach kontraproduktiv und bringt keinen weiter. Wollte Sauerland nicht zur Aufklärung beitragen? Irgendwie bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass hier dagegen gearbeitet wird und nicht pro Aufklärung.

    Bereits nach dem geschehen sagte ich zu meiner Partnerin, dass Sauerland bewusst im Amt bleibt, um ggfls. zu seinen Gunsten eingreifen zu können (zu vertuschen). Der erste Akt ist bereits bekannt. Möchte nicht wissen, was so hinter den Kulissen geschehen ist. Jeder mit gesundem Menschenverstand kann 1 und 1 zusammenzählen. Das hat nichts mit einprügeln zu tun.

  • #27
    Willi Gietmann

    Hr. Zander:

    Wenn Sie meinen, die Veröffentlichung der Daten der Privatpersonen könnten niemandem Schaden, schauen Sie doch einfach mal in die von mir zitierte „Anlage 42 – Anwohnerbericht“ hinein, und lassen sich überraschen, was für persönliche Daten dort angegeben sind. Oder rufen sie mich unter der unter meinem letzten Kommentar angegebenen Telefonnummer an und testen meine Reaktion.

    Erneut herzlichst Ihr Willi Gietmann

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  • #29
    Stefan

    Interessante Dokumente!! „Herr Prof. Dr. Schreckenberg empfiehlt, keine festen Sperren auf der Strecke einzusetzen. Solange es möglich sei, soll man die Besucherströmungen ungehindert fließen lassen.“

    Anlage 14 – Seite 4

  • #30
  • #31
    Frank

    @Willi Gietmann:

    Nach den mir vorliegenden Unterlagen hat die Stadt Duisburg den Blogger von Xtranews auf Urheberrechtsverletzung nach §97 verklagt. Da ist von Datenschutz überhaupt keine Rede.

    Anscheinend ist Sauerlands Strategie gar nicht abgestimmt.

  • #32
    betaRocker

    Die Frage die sich mir hierbei viel eher stellt: warum veröffentlichen sie ihre Privatnummer auf einer für alle frei zugänglichen Internetseite um auf die Unrichtigkeit der Veröffentlichung persönlicher Daten durch Dritte hinzuweisen? Da ist für mich kein Zusammenhang zu erkennen.

  • #33
    Jürgen

    Die FR-online vermeldet vor kurzem: Man werde keine weiteren juristischen Schritte unternehmen. Die kontrollierbare Verbreitung der Dokumente sei faktisch nicht mehr zu unterbinden.

    http://www.fr-online.de/panorama/spezials/katastrophe-von-duisburg/dokumente-bleiben-im-netz/-/4512198/4569714/-/index.html

    Auch hier erwähnt:

    http://www.blogvonbalrog.com/2010/08/ob-sauerland-stadt-duisburg-und-die_18.html

    Gruß Jürgen

  • #34
    Willi Gietmann

    @ Hr. Zander:

    Zum Beispiel daran, dass Name, Anschrift und Telefonnummer des richtigen Herrn Gietmann nunmehr – unter völliger Mißachtung seines Persönlichkeitsrechts – aus den Dokumenten hervorgehen und sich irgendein Spaßvogel erlauben könnte, diese z.B. unter der Kommentarfunktion von ruhrbarone.de zu verwenden. Die Daten sind nun einmal Dank der Dokumente in der Welt, obwohl der richtige Herr Gietmann ja scheinbar nur ein einfacher Loveparadebesucher war, der den Fehler gemacht hat, einen Brief an die Stadt Duisburg zu schreiben. Dieser Brief ist nunmehr mit allen persönlichen Daten des richtigen Herrn Gietmann ohne seine Einwilligung weltweit abrufbar, und zwar dank Leuten, die die Pressefreiheit scheinbar – entgegen des Pressekodexes sogar – über die Persönlichkeitsrechte des von Unbeteiligten stellen.

  • #35
    Willi Gietmann

    @ Betarocker:

    Naja, ob der richtige Herr Gietmann damit einverstanden war, weiss ich natürlich nicht – Hr Zander vermutet das ja in seinem Post #26.

  • #36
    Helmut Junge

    @Willi Gietmann (35) oder wer Sie sonst sind
    Ihr Kommentar paßt gut dazu, daß ich beim Anklicken „Ihres“ Namens eines Warnung von meinem Brauser kriege, daß diese Seite versucht micht zu täuschen.

  • #37
    Hr. Zander

    @Gutmann

    Alles schön und Gut. Leider bekomme ich keine Antwort. Wo bitte ist der genannte REALE Schaden?

    Zum Rest antworte ich Ihnen gerne in Kürze.

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