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Hilferuf: Islamisten attackieren Hamed Abdel-Samads Facebook-Seite

In Umland | Am 21 Juni 2013 | Von Stefan Laurin


Ägyptische Islamisten bedrohen den Schriftsteller und Journalisten Hamed Abdel-Samad mit dem Tod. Nun attackieren sie auch seine Facebook-Seite.

Ein Mann soll zum Schweigen gebracht werden. Ägyptische Islamisten fordern den Tod des  Schriftstellers und Journalisten Hamed Abdel-Samad. Immer wieder hat sich der kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt. Auch online soll er mundtot gemacht werden. Seine  immer wieder auch auf arabisch verfassten Texte sind den Anhängern der Muslim-Brüder, die den  modernen Islamischen Terror ideologisch vorgedacht hat, ein Dorn im Auge. Sie tun alles um die Facebook-Seite von Hamed Abdel-Samad aus dem Netz zu nehmen. Hamed Abdel-Samad hat dazu gerade einen Aufriuf veröffentlicht, den wir gerne weitergeben:

meine seite wird ständig angegriffen und gemeldet: Bitte poken, liken, sharen, kommentieren! und sollte Facebook meine Seite wegen Beleidigung religiöser Gefühle löschen , dann bitte bei Facebook protestieren und fragen, warum ein Mordaufruf gegen mich eine Woche lang durch Facebook ging, während einige harmlose islamkritische Posts nicht geduldet werden?

Und hier geht es zur Facebook-Seite von Hamed Abdel-Samad.

 


4 Kommentare zu »Hilferuf: Islamisten attackieren Hamed Abdel-Samads Facebook-Seite«

  1. #1 | Walter Stach sagt am 21. Juni 2013 um 15:04

    Stefan,
    sh.dazu heute in der TAZ -www.taz.de/taz2medien@taz.de- “Der Fließband-Drohher”.
    Nachdem ich den Artikel gelesen habe frage ich mich, ob die Aufregung Vieler, mich eingeschlossen, über eine Fatwa gegen Hamed Abdel Samad unbegründet, zumindest übertrieben war, oder ob ich in dem Artikel einen weiteren unsäglichen Beitrag sehen muß, radikal islamistisches Denken und Handeln herunterzuspielen, auch dann, wenn es ganz konkret um das Leben, die Würde, die Freiheit eines Menschen geht, bedroht durch eine Fatwa.

    Ich wünsche mir selbstverständlich , wie jederman, im Interesse von Hamed Abdel Samad und im Interesse einer Deeskalation der Konflikte mit radikalen Islamisten, daß die Aufregung Vieler, mich eingeschlossen, über die Fatwa tatsächlich unbegründet, zumindest übertrieben war.

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob mein Wunsch nicht doch zu sehr auf einen “tendenziösen” Artikel in der TAZ begründet ist und weniger auf eine faktengestützte Recherche.
    Die von Stefan Laurin aufgezeigten Angriffe auf die Facebook-Seite von Hamed Abdel Samad lassen meinen Wunsch ehe realitätsfern erscheinen.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 21. Juni 2013 um 15:07

    @Walter: Mir ist egal, was andere schreiben. Ich richte mich nachdem, was Hamed Abdel Samad will. Der erste Text auf den Ruhrbaronen zur Morddrohung gegen ihn war mit ihm abgesprochen und nun verbreiten wir auch diesen Aufruf.

  3. #3 | Walter Stach sagt am 21. Juni 2013 um 15:22

    Stefan, bin ich falsch verstanden worden?

    Ich habe nicht einmal angedeutet, daß ich gegen die erste Textveröffentlichung war noch angedeutet, daß ich gegen die Veröffentlichung des jetzigen Aufrufes von Hamed Abdel Samad bin;ganz im Gegenteil. Nicht trotzdem, sondern gerade deswegen schien es mir bedeutsam, auf den TAZ-Artikel hinzuweisen.

  4. #4 | Roberta Sanders sagt am 23. Juni 2013 um 14:54

    Man kann ja über Abdel-Samads Thesen streiten wie über alles, es geht auch weniger darum, wie ‘ernst’ zu nehmen solche Drohungen sind (es würde ja auch einer reichen, der sie ernst nimmt und zur Tat schreitet), wichtiger ist, dass es Todesdrohungen gibt.
    Würde man Abdel-Samad folgen, ist dies zwar dann auch nur ein Aufbäumen einer sich nicht halten könnenden Anschauung, aber es besteht die Gefahr (und wäre ja nicht das erste mal), dass an solchen Bruchstellen von Moderne und Althergebrachtem es zu sehr viel Gewalt kommen kann – die sich nur nur in muslimschen Ländern wie zur Zeit entläd. Möglicherweise hat ein Teil der Vorbehalte, die es gegen ‘den’ Islam hier gibt, auch mit diesem Spannungsfeld zu tun.

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