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„Liebe Anka…“ So geht Öko-Rassismus

Neukölln. Foto: Lienhard Schulz, Lizenz: GFDL/CC-BY-SA-2.5,2.0,1.0

Neukölln. Foto: Lienhard Schulz, Lizenz: GFDL/CC-BY-SA-2.5,2.0,1.0

Der Journalist Ramon Schack schreibt gerade an seinem neuen Buch über Neukölln. Dazu hat er eine polnischstämmige Putzkraft namens Anka auf ihrer Putztour durch verschiedene Wohnungen in dem Stadtteil begleitet. In einer Wohnung fanden sie ein Kündigungsschreiben auf dem Küchentisch. Das hat es in sich. Es zeigt eindrücklich was dabei heraus kommt, wenn man Ökospießertum und Nationalchauvinismus zusammenrührt:

„Liebe Anka,

wie wir feststellen mussten, haben Sie sich nicht daran gehalten, so wir es Ihnen nahegelegt hatten ,vegane Putzmaterialien zu verwenden.
Es mag in Ihrem Heimatland üblich sein, sich nicht um ökologische Belange zu scheren, aber hier bei uns verfolgt man einen ökologischen, nachhaltigen Ansatz, zum Schutz unserer Umwelt.
Das gilt auch gerade für die Hauswirtschaft.
Sie kennen vielleicht den Slogan“Think globally, act locally“.
Das ist Englisch und bedeutet so viel wie, “Denke global, aber handele regional.“

Ihr Hinweis, Sie könnten sich keine ökologisch abbaubaren Reinigungsmittel leisten, ohne den jetzigen Stundenlohn zu erhöhen, hatte Ihnen mein Ehemann ja neulich eindeutig widerlegt, in seiner Aufstellung.
Hätten Sie bei Ihrer Tätigkeit, hier in Berlin, von Anfang an einen nachhaltigen Ansatz verfolgt, wären Ihnen keine Unkosten entstanden.
Ferner hatten wir Ihnen- in unserem letzten Schreiben-eine Liste beigefügt, wo Sie günstig die von uns erwünschten Produkte hätten erwerben können.

Wie wir leider feststellen mussten, benutzen Sie immer noch umweltschädliche Allzweckreiniger und Reinigungstücher.
Das Selbe gilt für die von Ihnen verwendete
Schmierseife, Scheuermilch, sowie für die Laminat – und Korkpflege, als auch für die Parkettpflege.
Unsere Katze Rosa wirkt jedes Mal verstört, nachdem Sie in unserer Wohnung waren.
Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, das Arbeitsverhältnis mit dem heutigen Tage zu beenden.
Hinterlegen Sie die Wohnungsschlüssen bitte auf dem Küchentisch.
Vielleicht sollten Sie auch in Erwägung ziehen, sich in Polen eine Stelle zu suchen, um unsere Umwelt zu schonen und diese nicht durch Ihr permanentes pendeln- per PKW- zu strapazieren.“
MfG

Ramon Schack ist Polit-Journalist. Er schreibt unter anderem für die Welt, die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt. Den Brief fand er bei der Recherche zu seinem Buch „Neukölln ist nirgendwo“, das im Sommer erscheint.

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129 Kommentare zu “„Liebe Anka…“ So geht Öko-Rassismus

  • #101
    beck

    Wegen starken Hautauschlag reinige ich nahezu ohne Putzmittel. Ein ganz einfacher Haushaltsreiniger und Zitronensäurereiniger für Bad und WC reichen mir seit 20 Jahren. Beides vegan und im dm recht günstig. Und ich bin transplantiert und muss auf Keime achten, hatte bisher aber keine Probleme auch ohne Sakrotan und andere Chemie.

    Die Leute haben sich doch sehr bemüht. Ich verstehe die Aufregung nicht. Wo ist das Problem?

    Das Problem ist wohl die Bakterienphobie, die von den Medien und der chemischen Industrie verbreitet wird. Davon sind die Vertragspartner wohl glücklicherweise nicht befallen.

    Der Ton hätte ein anderer sein können, aber in der Sache haben die Leute vollkommen recht. Man sollte auch mal an die Natur denken.

  • #102
    Lutz

    @101 BECK: Sie verstehen die Aufregung nicht? Sie verstehen offensichtlich einiges nicht. Wer meint, dass geschilderte Problem tatsächlich mit Haushaltsreiniger und Zitronensäure lösen zu können, versteht wirklich absolut nichts.

  • #103
    Walter Schottky

    Der Titel „Öko-Rassismus“ mag nicht aus Herrn Schacks Feder stammen. Dennoch passt er sehr wenig zu seinem Buchtitel, der ja offenbar die ungerechtfertigte Verallegmeneinerung durch Herrn Buschkowsky anprangert. Aus zwei A****l*ch*rn, die gleichzeitig Ökos und Faschos sein mögen, wird noch keine neue Kategorie von Rassismus geboren.

  • #104
    Alois-Karl Hürlimann

    Bei mir reinigt auch eine Frau aus Polen, die allerdings zusammen mit ihrer Familie in Berlin lebt, wöchentlich einmal die Wohnung. Sie arbeitet jeweils etwa 3,5 Stunden, ich bezahle ihr dafür wöchentlich 50 €, stelle die von ihr gewünschten Putzmittel selbstverständlich zur Verfügung (kaufe sie also selber ein), und wir haben eine Unfallhaftpflichtversicherung abgeschlossen.
    Wenn ich ein durchschnittliches deutsches Putzinstitut mit der Reinigung meiner Wohnung beauftragen würde, käme die Fachrau oder der Fachmann, vom Putzinstitut angestellt, allenfalls auf etwa 4 bis 5 € pro Arbeitsstunde -brutto!
    Mit Ökologie hat das hier eben Vorgetragene vorerst einmal nichts zu tun, mit einem fehlenden gesetzlich geregelten Mindestlohn für harte Arbeit aber sehr viel.

    Was die Beschaffenheit von Putzmitteln betrifft: Für deren Herstellung (Zusammensetzung) gibt es Vorschriften in der Lebensmittel- und Haushaltprodukteverordnung (sowohl von der EU als auch von Deutschland).
    Wenn umweltschädliche Komponenten vorhanden sind, dann hat das nichts mit Polinnen oder Deutschen zu tun, sondern mit den zuständigen Gesetzgebern und den zuständigen Kontrollbehörden. Dass beides nicht richtig funktioniert, weiss der Laie allein schon deshalb, weil es am laufenden Band zu skandalösen Gesetzesbrüchen kommt, die angeblich niemand bemerkt haben will. Dann wird „Skandal, Skandal“ gerufen, der Boulevard hat für zwei oder drei Tage seinen Aufmacher, um schließlich wieder zum courant normal zurück zu kehren: Die „über den Dingen“ schwebende Frau Merkel, der etwas naseweise Herr Rösler, die sich doch so sehr bemühende Frau Aigner und wie sie sonst alle heissen, werden als Heilsbringer des Deutschen, mindestens als das kleinere Übel hingestellt und jene politischen Kräfte, denen man mehr Durchsetzungskraft gegen den ganzen Chemie- und Vergiftungslobbyismus zutrauen könnte, werden als Zerstörer der deutschen „Wohlstandes“ abgekanzelt.

    Ob das hier zitierte Kündigungsschreiben echt ist oder nicht, spielt in der an sich notwendigen Auseinandersetzung um Alltagsprodukte, welche ökologisch nicht mehr akzeptiert werden können, gar keine Rolle.Da helfen nur Verbote und eine scharfe Durchsetzungskontrolle. Das braucht Personal. Das braucht den Mut, gegen „Interessen“ vorzugehen, welche sich einen Dreck um Ökologie kümmern.Der Einzelne kann sehr wohl etwas tun: Er kann wählen. Er kann sehen, in wessen Interesse der FDP-Vizekanzler und Wirtschaftsminister
    handelt.

    Insofern ist die Verbreitung des Kündigungsschreibens typisch:
    Man stellt – vordergründig nicht pauschalisierend, aber im Grunde genommen geradezu zur Pauschalisierung auffordernd – den Grundgedanken eines ausgeglichenen Privat-Ökologiehaushaltes an den Pranger und fügt ihm gleich auch noch einen unsozialen Arbeitsvertrag bei. So lässt man „Ökologie“ insgesamt als lächerliche Sektierermeinung erscheinen und meint wohl, damit „die Ökofundis“ ein für allemal aus dem Feld geschlagen zu haben. Für wen soll das gut sein ? Für Rösler, Brüderle und Co., vermute ich.

  • #105
    beck

    Hallo Lutz,

    ich sagte der Ton hätte ein anderer sein können. Aber wenn ich einem meiner Angestellten eine Anweisung gebe über das Verhalten meiner Gesundheit gegenüber dann hat der sich dran zu halten. Ich wollte und kann keine Chemie ertragen.

    Wer da wieder was hineininterpretiert ist schon fatal. Es ist bekannt, dass Deutschland das umweltbewussteste Land ist mit den meisten Umweltvorschriften und sicherlich auch das meiste Umweltbewusstsein. Wenn das einer sagt ist er kein Rassist, sondern ein Umweltschützer. Und das ist wichtig zu kapieren. Was ist wichtiger als Umwelt und Gesundheit.

    Meine Reiniger sind sehr billig. Man braucht keine tausend Chemikalien. Weniger ist mehr und billiger. Ich glaube nicht, dass irgendjemand billiger putzt als ich. Zwei Tropfen Haushaltsreiniger auf den Boden und mit dem Hara-Reiniger drüber. Bad und WC mit wenig Zitronenreiniger. Mehr brauchts nicht. Wenn das einer nicht kapiert.

    Wer da ein Problem draus macht meint etwas ganz anders.

    Ich hätte auch nicht die Geduld und schon gar keine Zeit soviele Stunden mit jemandem rumzudiskutieren, was er in MEINEM Hause zu tun hat. Egal aus welchem Land der kommt, das spielt hier überhaupt keine Rolle. Alle haben sich nach Gesetzen oder Arbeitsanweisungen zu halten. Ich hätte in meinem Betrieb auch keine Anweisungen ignorieren dürfen. Auch nicht als Deutsche, das spielt gar keine Rolle in diesem Falle. Das haben die nur aus Ärger dann so aufgeschrieben. Ich wäre auch wütend gewesen, wenn soviel Mühe vergebens gewesen wäre.

    Um das geht es. Und um sonst gar nicht. Das sollte man mal verstehen. Man muss nicht alles dulden, und schon gar keine Gesundheitsschäden oder Umweltvernichtung.

    Die haben der Dame sogar noch gesagt, wo sie das Zeugs herbekommt. Mehr Mühe kann man sich nicht geben. Außerdem hätte sie ja sagen, können die Leute sollen das Zeug bereit stellen. Ich denke es ging ihr vielleicht nur um Erhöhung des Stundenlohnes. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema. Im Verhalten der Leute kann ich keine Schuld erkennen. ich hätte genau so gehandelt, nur dass ich eben, wie schon erwähnt, einen anderen Ton im Brief gewählt hätte.
    Ist das so schwer zu verstehen? Von meinen Angestellten erwarte ich, dass sie meine Anweisungen befolgen. Dann hätte sie auch noch einfach weniger Putzmittel nehmen können.

    Manchmal weiß ich nicht mehr, wo ich lebe. Da verreckt die Umwelt und die Leute regen sich über Umweltschützer auf. Super.

  • #106
    Klaus Lohmann

    @#105 | beck:
    Wer seiner *Angestellten* noch nicht mal die Arbeitsmaterialien stellen will, der gehört verklagt, auch wenn er ansonsten der gesundheitsbewussteste und klügste Mensch des Universums sein sollte.

    In diesem Sinne haben Sie wirklich *nichts* kapiert, weder Artikel noch Kündigungsschreiben, leider.

  • #107
    KCemens

    #105 | beck

    Da verreckt die Umwelt und die Leute regen sich über Umweltschützer auf. Super.
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

    Also ich denke mal, in Deutschland verreckt die Umwelt eben nicht. Die verreckt eher in Ländern wie Bangladesh oder China.

    Und es hat sich auch niemand über Umweltschützer aufgeregt, sondern über die die Art und Weise wie der die Kündigung formuliert und „übergeben“ wurde und die Abgehobenheit des veganen Putzmittels.

    Lesen und Verstehen scheinen doch 2 verschiedene Dinge zu sein.

  • #108
    ich33

    @Beck

    Ihre Kommentare sind wirklich die dämlichsten, die ich jemals gelesen habe. Die Leute hätten sich sehr bemüht…so ein Blödsinn. Die haben wahrscheinlich nix weiter zu tun gehabt, als sie strengstens zu kontrollieren und gehofft, dass sie Fehler macht, damit sie ihr irgendwas anlasten können. Solche Menschen kenne ich…suchen gerne Fehler, aber wenn es mal darum geht ein Lob auszusprechen…

    Außerdem….wenn die sich eibe Haushaltshilfe leisten können, sollten sie auch in der Lage sein, die Mittel dafür zu stellen, denn wenn sie sich es hätte selbst leisten können, dann hätte sie garantiert nicht nach einen höheren Lohn angefragt. Ich habe jedenfalls noch nie was davon gehört, dass eine Haushaltshilfe die ganzen Sachen selbst bezahlen muss…und wenn es das doch gibt, dann ist das ein absolutes Unding.

    Und wenn sie sich diese Mittel selbst nicht leisten konnte, dann möchte ich auch nicht wirklich wissen, was für einen Hungerlohn sie bekam.

    Und falls du es noch nicht verstanden hast…es geht jetzt hier nicht um die Umwelt…diese zu schützen ist gar keine Frage…natürlich…aber das was sich das Ehepaar geleistet hat ist unter aller Sau. Und noch etwas zum Verständnis…wenn sie es sogar versucht hat es zu verheimlichen, dann heißt dies für mich auf jeden Fall, dass sie Angst um ihren Job hatte, weil sie jeden einzenen Cent benötigt…was wiederum wieder bedeutet, dass sie wohl nur einen Hungerlohn bekam und diesen Job nur aus Verzweiflung angenommen hat.

    Aber logisches Denken war bei euch Umweltschützer schon immer ein Problem…und bevor du mir noch was anlasten willst: Ich trenne den Müll richtig, fahre selten mit dem Auto, Packe meine Brote für die Mittagspause in eine Box und nicht in Frischhaltefolie, ich werfe nicht mal meine aufgerauchte Kippe auf die Straße uswuswuswuswuswusw….und trotzdem würde ich eine Haushaltshilfe nicht feuern, weil sie Putzmittel verwendet, dass nicht ganz so ökologisch ist, denn auch wenn Zitronensäure und Wasser bei dir reichen….es gibt sehr viele Menschen wie mich zum Beispiel, die nicht nur Sauberkeit möchten, sondern auch Hygiene

  • #109
    Toddererste

    Bionadenazis… Vor lauter Selbstherrlichkeit fast eigentlich immer einen Lacher wert. Wäre es nicht so gruselig! Ach ja: die nächste Spitzenkandidatin für die Grünen steht auch schon fest. Es wird Dolores Umbridge!

  • #110
    Nansy

    @ #108 Ich33:

    Zitat: „…und bevor du mir noch was anlasten willst: Ich trenne den Müll richtig, fahre selten mit dem Auto, Packe meine Brote für die Mittagspause in eine Box und nicht in Frischhaltefolie, ich werfe nicht mal meine aufgerauchte Kippe auf die Straße uswuswuswuswuswusw….“

    Nun ja, die Gehirnwäsche scheint ja schon zu wirken – den eigenen Standpunkt kann man offenbar nur glaubhaft vertreten, wenn man sich vorher ausführlich für seinen Lebenswandel rechtfertigt…, oder?

  • #111
    HAHAHA

    Hahahaha, mensch, klingt ja fast so, als würde der Verfasser des Kündigungsschreibens sich rege an der Diskusion beteiligen. Fast, nicht wahr?

  • #112
    Toni

    Naja, der eigentliche Skandal besteht wohl darin, dass die beiden Umweltschützer der Anka nicht das gewünschte Putzmittel zur Verfügung stellten, sondern von ihr forderten, dieses zu beschaffen und mitzubringen – für 8 Euro die Stunde!!

    Quasi die Quintessenz der Grünen: Umweltrhetorik und soziale Kälte.

  • #113
    Ach Leute

    Angenommen, den Brief hat es so tatsächlich gegeben:

    Die Verfasser sind Arschlöcher. Und Ökos. Alle die nicht wussten, dass es auch unter Ökos Arschlöcher gibt, bitte aufregen.

    Ich hoffe sehr, Anka hat denen schön den Mittelfinger gezeigt und hat sich ne neue Putzstelle gesucht. Damit kann man die Nagelegenheit nämlich als erledigt ansehen. Alle, die nicht der Meinung sind: Bitte weiter aufregen.

  • #114
    Horst

    Sehr unterhaltsam. Aber bin ich der Einzige, der seiner Putzfrau auch kündigen würde, wenn diese ohne mein Wissen einen fremden Journalisten in die Wohnung lässt? Ist nicht die Wohnung vom GG explizit geschützt? Klar, der Brief ist schon ne heisse Nummer, biologisch reiner Rassismus mit unwiderlegbarer Argumentationskette. Wenn die Katze erstmal verstört ist, muss natürlich sofort gehandelt werden. Aber bekloppte gibt es überall und das ist nichts neues. Neu sind Journalisten, die ungefragt in die Wohnung fremder Leute eindringen und darüber so schreiben, als ob das normal ist.

  • #115
    Eric Klepptenberger

    Ich denke mal das Ding ist ein Fake, um auf billige Weise Ressentiments gegen grüne Spießer zu schüren. Eigentlich fehlt nur noch Sexismus, um die ganze Klaviatur der linken Ressentiments komplett zu machen. Besser läse sich die Geschichte mit einer lesbischen, zwangsbeschnittenen muslimischen Palästinenserin, die bei reimmigrierten Juden aus Israel, die zu den Freidenkern gewechselt sind putzen müsste. Dann wär die Story vieleicht interessant.

    Aber selbst wenn es sich so zugetragen hätte: Wie oben bereits gesagt A*l* gibt es überall. Daraus einen generellen Trend von Okönationalismus zu konstruieren, ist so offensichtlich gesucht. Das es wehtut.

    Insgesamt ist es absolut überflüssig und sogenannte Journalisten, die mit solch billigen Ressentiments ihr Geld verdienen, sollten selber mal versuchen auf ehrliche Weise Ihr Geld verdienen, z.B. mit Putzen.

  • #116
    beck

    Hallo Lutz,

    alles unhaltbare Vorwürfe gegen die Leute. Wenn Sie dies nicht beweisen können dürfen Sie das öffentlich nicht behaupten.

    Und das Wort „dämlich“ ist in dem Brief an die Putzfrau nicht vorgekommen. Sie benutzen es mir gegenüber und sind somit schlimmer als diese Leute.

    Ich vertrete die Meinung, dass wir unsere Umwelt-Standards von anderen Ländern auch einfordern sollten, so hat die Industrie nicht dauernd das Argument, dass die Produktion hier so teuer ist, nur weil wir unseren Kindern noch gesundes Wasser hinterlassen wollen. Ich habe neun Nichten und Neffen und für die möchte ich die Verantwortung tragen. Falls Sie niemanden haben, den sie lieben, dann bitte schauen sie rein nur aufs Geld. Das ist nicht meine Verantwortungsweise.

    Sei hatten auch als Kind keine Asthma, als junger Erwachsener keinen blutigen Hausauschlag und mit 40 Jahren kein Nierenversagen. Für mich ist es lebensnotwendig auf Chemie zu verzichten. Und wenn die Leute heute schon vorher lieber vorbeuten als mit vergifteten Nieren zur Dialyse zu gehen, sollten Sie das auch respektieren.

    Bakterien sind immer und überall und schaden einem gesunden Menschen nichts, solange sie dem von ihm in der Familie in der Kindheit zur Zeit der Bildung des gewohnten Milieu entsprechen. Ein Liter Meerwasser enthält 1 Million Viren. Und gegen Viren gibt es gar nichts, weil die Motochontrien aus Viren bestehen.

    Und bitte beleidigen Sie nicht mein logisches Denken. Genau darin bin ich sehr gut, weil ich keiner machtpolitisch orientierten Partei mehr angehöre. Ich war da dabei und weiß wie viel im Dienste der Macht gelogen wird. Meine Argumente gehen dahin, dass dies ein Fall von Weltanschauung ist und nicht von Logik. Hier geht es darum, ob Geld oder Gesundheit wichtiger sind. Da Sie sich mit dem Rauchen nicht scheuen, der Putzfrau über die Krankenkassenkosten Ihr Rauchenbein finanziell noch aufs Auge zu drücken, denke ich, dass sie den Fall noch nicht richtig durchdacht haben. Und auch in keinster Weise sozial denken.

    Ich war auch so stark beruflich eingespannt, dass mir der Arzt empfohlen hat eine Putzfrau einzustellen. In solchen Lagen hat man keine Zeit. Ich weiß ja nicht wie Sie beruflich eingespannt sind, die meisten meiner Freunde und Brüder sind wegen Berufes stressgeschädigt, aber es gibt durchaus Leute, die trotz Überlastung noch an die Umwelt denken. Daran sollten Sie auch mal denken.

    Die Putzfrau hätte leicht darauf bestehen können, dass das Putzmittel bereitgestellt wird.

    Die Frau behauptet sich das Mittel nicht leisten zu können, wir sollten nur das schreiben, was wir wirklich wissen. Nochmal ganz kurz. Als ich schlimmen Hauptauschlag bekam habe ich auch auf vegane Putz- und Körperpflegemittel umgestellt und fuhr damit sogar billiger, weil ich deutlich weniger verbrauchte. Ich nehme 2 (in Worten zwei) Tropfen eines Mittels, von dem ein Liter ca. 2,5 kostet und wische damit einmal den Boden. Für das WC habe ich eine Flasche zum selben Preis, die reicht monatelang. Für die Waschbecken mische Zitronensäurenpulver mit 2cl des Haushaltsreinigers und dest. Wasser und fülle das in eine Sprayflasche. Ich putze somit vegan und billiger als alle Meister-Proper-Fans.

    Und dass die Frau alles selbst mitbringen musste zeigt mir eher, dass die ganze Sache fingiert ist, wie es andere auch vermuten. Ich habe auch noch nie gehört, dass das eine Frau mit rum schleppt.

    Dass die Putzfrau zu wenig Geld bekommt hat u.a. auch unser guter alter Schröder (Einführung Praxisgebühr u.a. Sozialabbau) zu verantworten und die Gewerkschaft. Das hat mit dem von dem Ehepaar gewünschten Umweltschutz und das Recht auf körperliche Unversehrtheit nichts zu tun.

    Ich sagte doch, dass ich transplantiert bin und von Arzt wegen auf strengste Hygiene achten muss, wegen der Tabletten. Haben Sie das nicht nicht gelesen? Und bei mir reicht diese Hygiene laut Arzt. Gerade Domestos, Saktrotan macht das Immunsystem kaputt. Ich sehe, Sie haben noch große Informationslücken über Gesundheit. Diese ganze Bakterienphobie ist von der Industrie gesteuert

    Wir essen von Tellern und nicht vom Fußboden. Auch die WC-Schüssel wird bei uns nicht als Salatschüssel benutzt und muss und kann auch gar nicht chemisch rein sein. Das gibt es gar nicht auf unserer Welt.

    Ich möchte hiermit die Diskussion beenden, Da sind zuviel Informationslücken bei Ihnen und ich habe leider och andere Sorgen als sie aufzuklären. Gehen Sie zu einem Heilpraktiker, was der über Chemikalien sagt. Diese Funktion kann ich nicht für Sie übernehmen.

    Doch eine letzte Chance für Sie: Wenn Sie mir eine Putzfrau bringen, die für 1000 Euro mehr im Monat an die Dialyse geht haben Sie gewonnen. Ich kann Ihnen alle Dialysepatienten vorzeigen, die bereit wären als Putzfrau zu gehen, wenn sie nur wieder gesund wären. Hier zeigt sich, wie fatal falsch Ihre Werte liegen, in dem nur Geld zählt.

    Liebe Grüße
    Beck

  • #117
    beck

    Hallo Klaus Lohmann,
    gute Putzfrauen werden händeringend gesucht. Sie hätte sich eine andere Stelle suchen können, wenn die Leute ihr das Putzmittel nicht zur Verfügung gestellt haben. Was glauben Sie, warum der Arbeitsmarkt nach Osten erweitert wurde, weil hier Leute fehlen.

    Ich war mir nie zu schade in der Schreinerei auch zu putzen und aufzuräumen.

    Ich glaube nach wie vor, dass dies ein fingierter Fall ist. Bitte informiert mich, wenn hier der Prozeß stattfindet, das möchte ich mitverfolgen.
    Gruß Beck

  • #118
    KClemens

    Hier der Bericht, von einem der auszog, um in dieser Sache nachzuforschen:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/anka

  • #119
    Klaus Lohmann

    @#117 | beck: Ich hoffe, Sie kommen bei den Argument-Volten, die Sie hier schlagen, nicht in eine anaerobe Zone und kriegen die Updates gar nicht mehr mit.

    Ach, eine Frage noch: Wo steht in dem Schreiben oder im Artikel eigentlich, dass die eingebildeten „Arbeitgeber“ oder deren Katze die gleichen oder ähnlich schlimme Leiden wie Sie haben?

  • #120
    Karo Rutkowksy, Privatdetektivin & Putzfrau

    Hihi, netter Versuch, eine Urban Myth zu lancieren. (Urban Myth ist Englisch und bedeutet bei uns im Ruhrpott so viel wie: kreativ gerührter Quark für Leichtgläubige.)

    Für die Veröffentlichung im Buch würde ich empfehlen, den Text des fiktiven Briefes noch etwas zu polieren, allerdings nicht mit Zitronenöl, das ich in meinen Villen im Essener Süden gerne für Weichholzmöbel verwende.

    Ich empfehle Herrn Schack außerdem ein wenig gründliche(re) Recherche beim Berliner Bodenpersonal; alternativ auch gerne bei uns im sauberen Ruhrgebiet.

    Beispielsweise rücken wir Putzfrauen selten mit Batterien von Putzmitteln an, sondern erwarten, dass uns die von unserer Kundschaft gestellt werden. Mein Zitronenöl ist die Ausnahme.

    Viele liebe & saubere Grüße in die Hauptstadt!
    Karo Rutkowsky

    http://twitter.com/KaroRutkowsky

  • #121
    Klaus

    Man kann mit Sicherheit über vegane Putzmittel, nachhaltig aufgezogene und artgerecht geschlachtete Wischtücher und degenerierte nur im Haus gehaltene Katzen streiten, wenn einem sowas wichtig ist. Aber wer generell seine Putzfrau, egal was sie für einen Pass hat, so behandelt, ist menschlich einfach nur eins: Der letzte asoziale Dreck !!

  • #122
    Puck

    @Beck #116

    Über Ihre Krankengeschichte sind die Leser der Ruhrbarone jetzt ausführlich informiert und bestimmt wird Ihnen jeder glauben, daß Sie keine chemischen Reinigungsmittel vertragen.
    Allerdings ist das Pochen auf vegane Reinigungsmittel eine völlig andere Sache. Vegane Lebensweise hat weniger mit Unverträglichkeiten zu tun, sondern mit zumindest gefühlter moralischer Überlegenheit.
    Nehmen wir als Beispiel mal die gute alte Gallseife, die ist ein altes Hausmittel – vegan ist sie nicht.

    Nun zu den Kosten:
    Ich kenne nur die Praxis, der Putzfrau die zu benutzenden Putzmittel zur Verfügung zu stellen, und in diesem Fall sollte sie diese natürlich auch benutzen und nicht irgendein Chemiezeugs, mit dem es vielleicht schneller geht.
    Sollten die GEpflogenheiten in Berlin aus irgendwelchen Gründen anders sein und die Putzfrau muß ihre Reinigungsmittel tatsächlich selbst kaufen, dann darf sie selbstverständlich auch selbst bestimmen, was sie benutzt. Ihr so feinsinniger Preisvergleich zieht in diesem Fall nämlich nicht. Natürlich sind ökologisch (und von mir aus auch ethisch) einwandfreie Putzmittel nicht immer teurer. Da eine Putzfrau aber normalerweise nicht nur eine Putzstelle hat, hieße das, sie müßte für jeden Haushalt nach dessen jeweiligen BEdürfnissen extra REinigungsmittel besorgen, weil die einen es gerne vegan und öko haben, die anderen aber lieber Meister-Proper-rein und die nächsten sich nur wohl fühlen, wenn das Mittel mit dem Magnolienduft verwendet wird.
    Und dann kann es für die Putzfrau verflucht teuer werden…
    Wie gesagt, für den Fall, daß die Putzfrau tatsächlich selbst für die Reinigungsmittel sorgen muß. Da genug Fälle bekannt geworden sind, in denen z. B. Aushilfen in Betrieben für entsprechende Schutzkleidung selbst sorgen müssen oder ihnen die entsprechenden Kosten vom Lohn abgezogen wurden, will ich das nicht von vorne herein ausschließen.

  • #123
    horejs21

    @beck 116
    in Mitochondrien (so wird das geschrieben) kann man teile finden die eventuell von Viren abstammen. Richtige Viren leben da nicht drin.
    ökologie und ethik sind ja schön und gut ( und wenn’s nach mir ginge auch viel wichtiger in unserer gesellschafft), aber ich denk mal hier steht blanker Rassismus an erster stelle! Vielleicht auch noch ein hauch menschenverachtung gepaart mit einer unglaublichen Arroganz.
    (Deutschland ist das umweltbewussteste land??? Mit wie vielen atomkraftwerken genau? Ich bin als österreicher von meinem land schon ziemlich enttäuscht, aber wir haben einen enormen Vorteil…österreich ist so klein das es nicht weiter auffällt

  • #124
    blablablue

    ich bin sprachlos! diese Putzfrauen ermöglich den öko-ladys doch erst die zeit zu haben, der eigenen Karriere nachzukommen. Frau beutet Frau aus, aber Hauptsache ökologisch korrekt!

  • #125
    Taka Tuka Putzmunter

    Hahahaha – ich lach mich kaputt.
    Egal, ob Fake oder nicht.
    Wie wohlstandsgestopft und krank im Kopf muss man sein, um so eine gequirlte, selbstherrliche, oberlehrerhafte, vollrassistische Kacke (man beachte die Hinweise auf das schmutzige Polenland und den belehrenden Satz auf die englische Redewendung) zu verzapfen?
    Die sollen ihre Hütte doch einfach selbst putzen und ihre Namen dazu tanzen. Nach Möglichkeit sollte in dem Zuge die Haus- oder Wohnungstür von außen ganz fest verschlossen und jedwede Kontaktmöglichkeit zur Außenwelt unterbunden werden. Dauerhaft.

    P.S. Solche Arschkrampen haben bestimmt auch „ihren Italiener“, einen weiteren Leibeigenen.

  • #126
    Milo

    zum Thema: Als ich vor Jahren mal auf dem Budapester
    Flughafen auf einen Anschlussflussflug warten musste, fiel mir an
    der Innenseite einer Toilettentür der folgende Spruch auf; „Nice
    country, but you’re still 20 years behind civilisation!“. Nun hatte
    ich weder einen Edding dabei, noch schreibe ich überhaupt jemals
    auf Clotüren. Aber meine Antwort wäre gewesen: „And you must be at
    least 20 years after!“. Das gleiche würde ich gern diesen
    arroganten Wichtigtuern aus Berlin ins Stammbuch schreiben. Seid
    glücklich, dass Ihr sonst keine Sorgen habt! Freut Euch, dass Ihr
    Eure Selbstbestätigung zumindest auf diese Weise findet. Ihr seid
    wirklich arm dran! M.

  • #127
    Chrizi

    Hey es gibt eine Neuigkeit für euch:

    Es ist tatsächlich möglich vegan (+öko) und trotzdem kein rassistisches und klassistisches unsoziales Arschloch zu sein.

    Supi was?

  • #128
    Nansy

    @ #127 Chrizi:

    das glaube ich Dir gerne, nur fallen die Arschl…. immer wieder auf, während die Vernünftigen von ihren Lebensgewohnheiten kein großes Aufheben machen…

  • #129
    maggie

    ó_Ò ..wie abgefahren ist denn die diskussion über existierende/ nicht-existierende pustfrauenbeschäftiger??
    vielleicht haben die einfach keine anderen probleme, als sich über ihre arme putzfrau her zumachen und ihr den bronchialen spasmus der katze anzulasten.

    btw: am besten find ich die nebenschauplätze, die hier so im vorbeispazieren aufgemacht werden, und die mit der ausgedachten nummer eigentlich auch gar nichts zu tun haben…und BECK…der hammer..wieso – ich meine, WIESO – soll deutschland das im umweltschutz stärkste land sein?? wie kommt man auf die idee, dass unser wasser, unsere umwelt, unser verhalten, unser „alles“ im europäischen oder was-weiß-ich-vergleich vorbildlich ist???
    – unser trinkwasser wird jetzt nach amerikanischem vorbild privatisiert..an wem das vorbeigeht..na, ich weiß ja nich.
    – die große tetra-pak-ist-aus-nachwachsenden-rohstoffen-LÜGE glaubt doch heute wirklich niemand mehr, oder?? und wenn doch, sollte sich vielleicht mal der ein oder andere fragen, was er da wegwirft, nachdem er den umweltschonenden Putzkram (natürlich vegan!) kostengünstig erworben hat..oder aus welchem material die dinge des täglichen bedarfs sind. ist das nicht meistens plastik??
    -die straßen sind voll mit dreck und müll und jedes kind wirft heute sein bonbon-papier einfach auf die straße oder ins gebüsch..ohne nachzudenken. umweltschützer? WIR??

    es ist toll, wenn bei einzelnen das bewusstsein da ist..aber umweltschutz geht über fahrradfahren und mülltrennen hinaus..

    umweltschutz fängt erst da an, wo man sich bewusst gegen bestimmte artikel oder produkte entscheidet, wenn sie die umwelt oder die tierwelt (durch labortests, tierversuche, etc.) oder auch menschenleben (arbeitsbedingungen, lohn, etc.) beeinträchtigen und gefährden..

    wer von uns hier kann das schon von sich behaupten?
    ihr werft doch alle eure plastiksprühflasche, in der vorher euer badreiniger (oder was auch immer) drin war, hinterher in den müll…vielleicht in dem bewusstsein, dass der reiniger darin dem grundwasser und der umwelt nicht geschadet hat..aber die packung tut es! ob sie sich nun in 3 jahren oder in 30 jahren abbaut.

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