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Linker Vizeparteichef macht Ruhrbarone wegen eigener Spitzeleien an.

Man kennt das Muster. Einer baut Mist, will es nicht wahrhaben und macht den an, der mit dem Finger auf die Kacke zeigt. Ralf Michalowsky ist auf jeden Fall so einer. Der Gladbecker Dauerläufer hat seine politischen Wurzeln in SPD und Grüner Partei, bevor er zur Linken NRW überlief und hier sein Heil als Vizeparteichef und Pressesprecher sucht. Michalowsky will in den Landtag. Ein Karrierist sozusagen.

Wir haben bei den Ruhrbaronen aufgedeckt, mit welchen Methoden Michalowsky seine Macht in der Landespartei sichert. Wir haben gezeigt, dass er bei seinen Reisekosten nicht immer sauber arbeitet und dass er in zumindest einem Fall eine Spitzel-Email anfertigen lies, um Parteiinterne Gegner auszukundschaften. Es ging damals um einen Streit zwischen Kadergenossen, auf deren Seite Michalowsky stand, mit undogmatischen Linken, gegen die Michalowsky losschlagen wollte. Michalowksy lies also die Spitzel-Email schreiben, und setzte die Erkenntnisse daraus kurz später ein, um per Email diese parteiinterne Gegner vor führenden Genossen als Abweichler zu diffamieren.

In unserer Printausgabe haben wir, Stefan Laurin, Thomas Meiser und ich, die Spitzel-Email vollständig dokumentiert – als Teil einer umfassenden Recherche über die Zustände in der Linkspartei NRW.

In einem Bericht, den ich heute für die Welt am Sonntag geschrieben habe, wurde aus Platzmangel ein Teil der Email gekürzt. In Welt Online erschien der Printartikel aus der WAMS mit der ebenfalls gekürzten Email.

Michalowsky hat diese Berichte gelesen und packt Knüppel aus gegen mich. Er wettert, beleidigt, diffamiert. Pöpelt halt rum. Wie es bei ihm anscheinend Usus ist. Und wieder tut er das nicht offen und direkt, sondern hintenrum, lästernd. Mich erreichte heute gleich von mehreren Seite eine Email, die Michalowsky an die lieben „Genossinnen und Genossen“ schrieb. Darin heißt es im O-Ton:

die Schmierenkampage geht los. Mir werden mit manipulierten Mailveröffentlichungen Stasi-Methoden unterstellt.

Urheber der Kampagne ist der Bodensatz der Ruhrgebietsblogger, die rechtslastigen Redakteure des Internetblogs Ruhrbarone Stefan Laurin, David Schraven und Thomas Meiser.

Auf ihrer Internetseite, in einer Printsonderausgabe und jetzt auch in der Welt (online), siehe hier: welt online

verbreitet David Schraven manipulativ Auszüge aus einer Mail, die mir ein ehemaliger Bottroper Genosse unaufgefordert geschickt hat. Da nur ein Auszug aus der Mail vom 12.4.2008 veröffentlicht wird, könnte man den Eindruck haben, dass da was dran sei.

Liest man aber die gesamte Mail (die Schraven nachweisbar vorliegt, da sie in der Printausgabe der Ruhrbarone vollständig abgedruckt ist), dann wird durch den Passus „Ansonsten konnte ich kein mir bekanntes Gesicht entdecken. Der Vierertisch war auch mit vier Personen voll besetzt. Von Werner H. der mich zu dem Treffen eingeladen hatte habe ich nichts gesehen. Ich stelle mir die Frage: Was sollte man oder was wollte man demonstrieren.“ klar, dass W. nicht von mir geschickt, sondern von den beteiligten eingeladen war.

Aus der Mail geht also unzweifelhaft hervor, dass der ehemalige Genosse W. vom ehemaligen Genossen Werner H. eingeladen und nicht von mir geschickt wurde.

Mein Beitrag zu dem Vorgang beschränkt sich darauf, dass W. am Tag zuvor bei mir anrief und mich fragte, ob er da hingehen solle. Da ich meine Rolle nicht als Amme des KV Bottrops sah, habe ich ihm gesagt, dass er das gefälligst selbst entscheiden solle.

Dass der freie Mitarbeiter der WELT, David Schraven, der Halter des Wächter-Preises, nun mit dieser miesen bewußt verfälschenden Auszugsveröffentlichung solche Unwahrheiten verbreitet und seine Quellen manipuliert, ist schon ein starkes Stück. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass er den Zenit seiner Erfolge schon jetzt, in jungen Jahren überschritten hat. Sicherlich kommt noch hinzu, dass hier das Sprichwort von dem blinden Huhn, das auch mal ein Korn (Wächter-Preis) findet, einen Volltreffer landet.

Die WELT sollte sich Gedanken darüber machen, wen sie da beschäftigt.

Auf Anforderung kann jede/r von mir das Original der Mail bekommen.

Liebe Grüße
Ralf Michalowsky

Lassen wir die Pöbeleien weg und kommen zu den Fakten. Michalowsky bestreitet nicht den Kern der Geschichte, nämlich dass er die betreffende Email bekommen hat. Er bestreitet auch nicht das Gespräch mit dem Genossen W.. Aber er bestreitet, dass er den Genossen aufgefordert hat, einen Bericht zu schreiben.

Mir hat der Genosse W. die Geschichte ein wenig anders erzählt. Er sagte: Er sei von Michalowsky benutzt worden. Dieser war damals nachweislich als „Berater des Landesvorstandes“ in Bottrop eingesetzt worden, um die Partei auf Vordermann zu bringen. Damit war Michalowsky so etwas wie die Amme der Bottroper Linken oder deren Polit-Kommissar. Genosse W. sagt, er sei zwar von Werner H. eingeladen worden zu dem besagten Treffen. Soweit liege Michalowsky richtig. Es stimme auch, dass er den „Berater“ Michalowsky angerufen habe, um zu fragen, was er tun solle. Und dann sagt Genosse W. sein Berater Michalowsky habe ihm sinngemäß aufgefordert: geh hin und schreib auf, wer sich da trifft. Als Grund für den Auftrag gab Genosse W. an:

Wir wollten wissen, wer sind diejenigen, die gegen die Interessen der Partei arbeiten.“

Diese Aussage wird vom ersten Satz der Spitzel-Email gedeckt, die ich hier in voller Länge präsentiere. Denn im Internet gibt es anders als in gedruckten Zeitungen keine Platzsorgen.

Von: „Dieter W.“
Gesendet: 12.04.08 13:52:45
An: ralf (at) michalowsky.de
Betreff: Karstadt Bot 11:00

Hallo Ralf,
wie besprochen war ich um 11:00 Uhr bei Karstadt. Um 11:00 war niemand da.
Um 11:15 Uhr traf ich auf der Rolltreppe:
Klaus K. in Begleitung: Peter S., ein Parteimitglied dessen
Namen ich nicht kenne aber den ich gelegentlich gesehen habe, grauhaarig,
schlank und mit Spitzbart, sowie eine Frau die mir vollkommen unbekannt ist,
auf dieser Karstadt Rolltrepp.
Peter trug offen Papiere bei sich. Peter und ich begrüssten uns per
Handschlag auf den entgegen gesetzt laufenden Rolltreppen.
Nach gut 10 Minuten ging ich nochmals in dieses Karstadt Restaurant und traf
diese vier Personen an einen Vierertisch an. Ich begrüsste alle per
Handschlag. Ausrede ich suche jemanden, und stellte fest, die Papiere,
welche sich auf der Rolltreppe noch, im Klarsichhefter, in den Händen von
Peter befanden, lagen nun zwischen Klaus K. und dieser mir nicht
bekannten Frau.
Ansonsten konnte ich kein mir bekanntes Gesicht entdecken. Der Vierertisch
war auch mit vier Personen voll besetzt. Von Werner H., der mich zu dem
Treffen eingeladen hatte, habe ich nichts gesehen.
Ich stelle mir die Frage: Was sollte man, oder was wollte man, demonstrieren

Ab 15:00 Uhr bin telefonisch ich zu Hause zu ereichen. Rufe mich bitte unter
meiner Nummer 02041 / XXXXXXX an.
MfG
Dieter

Zur Erläuterung: der angesprochene Klaus K. ist ein Ex-SPD-Mann, der zu den Linken übergelaufen war. Peter S. diente der Bottroper Partei in einem Vorstandsamt.

Dann bestätigt noch etwas anderes die Aussage von Dieter W.

Kurz nach der Email von Dieter W. erhielt Michalowsky am 12. April noch ein Schreiben von Peter S. In diesem kündigte dieser angeblich an, eine ursprüngliche Zusage zu einem Parteitreffen ein paar Wochen später zurückzuziehen.

Michalowsky sah wohl seine Chance gekommen, die Spitzel-Erkenntnisse zu benutzen. Um 18:09:21 am gleichen Tag schrieb er in Verve an Peter S. und in Kopie an den Landesgeschäftsführer Günter Blocks, den Verteiler der Landesgeschäftsstelle der Linken in NRW, an die Linke Frontfrau aus Köln, Ulrike Detjen, und an den Parteichef und Trotzki-Exegeten Wolfgang Zimmermann folgende diffamierende Email:

Lieber Peter S.,

was soll das?

Hat dein heutiges Treffen mit Klaus K. im Karststadt-Restaurant mit dieser Sinneswandlung zu tun? DIE LINKE. NRW wird sich von Überläufern zu SPD, ehemaligen Schillpartei-Leuten und sonstigen Blockierern nicht diktieren lassen, ob in Bottrop politische Parteiarbeit stattfindet oder nicht.
(…)

Das war nicht alles. Nachdem Kollegen um einen politischen Weggefährten von Peter S. später nachgehakten, was das soll, diese Attacke mit Schillpartei, Karstadt-Treffen und Co. legte Michalowsky nach:

Der Linke Vize-Landschef schrieb 14. April 2008 um 8:29 Uhr

Lieber S.,

die Antwort auf die Frage, wer die Überläufer sind, könntest du dir selbst beantworten. Ein Teil der Unterzeichner dieser Mail treffen sich regelmäßig mit Klaus K. in diversen Kaufhaus, Baumarkt und Möbelhaus-Gastronomien.

Ehemaliges Mitglied der Schillpartei. Dazu empfehle ich dir ein Gespräch mit dem Bottroper Vorsitzenden. Mir gelingt solch ein Gespräch leider nicht, weil er für mich nicht erreichbar ist.

Blockierer sind alle, die eine Parteiarbeit in Bottrop verhindern.

Das Gespräch am 21.4. war mit euch abgesprochen, ihr seid von mir immer informiert worden. Ihr seid sogar eingeladen. Ich habe erst alle Mitglieder mit Mailkontakt eingeladen und einige auch schon telefonisch. Von einem kleinen ausgewählten Kreis kann nicht die Rede sein.

Erst nach euerem letzten Gespräch mit Klaus K. (am Samstag) habt ihr versucht, das Gespräch abzusagen.

Peinlich ist vor allem, dass mich Mails erreicht haben mit dem Absender Sascha K., die von dir unterschrieben sind. Dazu stelle ich mal keine weiteren Fragen!

Dass ihr „Ruhe“ haben wollt ist mir schon klar!

Gruß
Ralf

Besonders ist mir hier folgender Satz aufgefallen:

Ein Teil der Unterzeichner dieser Mail treffen sich regelmäßig mit Klaus K. in diversen Kaufhaus, Baumarkt und Möbelhaus-Gastronomien.

Das hört sich doch so an, als seien mehrere Spitzelberichte erstattet worden, oder?

Ich habe Michalowsky schriftlich angefragt, ob er die Spitzelei in Auftrag gegeben hat oder nicht. Er hat mir nicht geantwortet.

Ich habe ihn gefragt, ob das Spitzeln Methode hat in der Linkspartei NRW. Er hat nicht geantwortet. Ich habe ihn gefragt, ob es zu dem normalen Verhalten von Beauftragten der Linkspartei für Kreisverbände gehört, Leute bespitzeln zu lassen. Er hat nicht geantwortet.

Ich habe ihn angerufen und gefragt, ob er sich noch äußern will. Er hat kurz „Nein“ gesagt und aufgelegt.

Statt zu antworten werde ich, werden wir Ruhrbarone, jetzt wie parteiinterne Kritiker angegangen. Es heißt, wir seien

der Bodensatz der Ruhrgebietsblogger, die rechtslastigen Redakteure des Internetblogs Ruhrbarone

Das soll wohl heißen, mit so Leuten rede ich nicht.

Herr Michalowsky, wir sind nicht „rechtslastig“. Auch wenn Ihr Feind-Freund-Schema auf der einen Seite nur Gutes und auf der anderen nur Bodensatz, und rechtslastige Redakteure zulässt.

Herr Michalowsky, auch wenn es Ihnen schwer fällt, das zu verstehen: Wir sind unabhängig. Und wir sind froh, wenn solche Leute wie Sie, mit den Methoden, die Sie vertreten, niemals über uns zu bestimmen haben.

Dank an die vielen Leute, die uns dabei helfen, die Vorgänge in der Linkspartei NRW aufzuklären. Sie können über david.schraven (at) ruhrbarone.de mit mir in Kontakt treten, wenn Sie wollen.

Foto: Wahlplakat des ehemaligen Grünen, Ralf Michalowsky, der für die Linken in den Landtag NRW einziehen will.

RuhrBarone-Logo

70 Kommentare zu “Linker Vizeparteichef macht Ruhrbarone wegen eigener Spitzeleien an.

  • #51
    Arnold Voß

    @ Dirk Haas (37) @ Andreas (38)

    Dirk, ich wünsche mir, dass sie hier weiter auf unserer Seite schreiben. Andreas, von ihnen wünsche ich mir, dass sie es den Ruhrbaronen überlassen zu entscheiden, wer auf dieser Seite erwünscht ist oder nicht. Ansonsten wünsche ich mir auch bei ihnen, dass sie hier weiter schreiben.

  • #52
    Andreas

    Genau diese Politikfähigkeit spreche ich einigen Persönlichkeiten der NRW Linken ab; es kommt manchmal so vor wie ein Beleidigtsein und diese Dünnhäutigkeit bestätigt es in den Reaktionen von Michalowsky.
    Damit zeigt sich nämlich eine Journalistikbeurteilung eines Narzissten, der guten Journalismus nur von sich selbst aus beurteilt!
    Man muss auch mit Kritik umgehen!

  • #53
    Morla

    OMG, wie seid Ihr denn drauf?

    „Ruhrbarone“ erinnert an „verarmten Adel“.

    Wollt Ihr tatsächlich mit so „dünnen“ Stories, aufgepeppt durch einen unverschämt-anmaßenden Ton, wollt Ihr damit tatsächlich „Kampagnenjournalismus“ betreiben, und damit reich und berühmt werden?

    Cui bono? Na, klar, verstehe, man kommt ja anders auch nicht in die „Welt“.

    Aber Obacht – man verfällt leicht dem Selbstbetrug!

  • #54
    Arnold Voß

    Morla, es ist schön dass sie Fragen an uns stellen stellen die außer ihnen selbst niemand beantworten kann. Oder haben sie hier irgendwo gelesen, dass jemand reich und berühmt werden will?

    Ach ja, was halten sie eigentlich von ihrem eigenen Ton? Finden sie den eher sachlich oder eher „unverschämt anmaßend“?

  • #55
    Morla

    Tja, da kommt immer auf die Sichtweise des Betrachters an . . .

    Und – ich habe mir halt euren Text zu Gemüte geführt – und komme auch nach normaliger Betrachtung zu keinem anderen Ergebnis – sorry.

    Aber weiterhin viel Erfolg, vielleicht hilft eine etwas seriösere „Schreibe“.

  • #56
    Dirk Haas

    Arnold, keine Sorge, für das eine oder andere klärende Wort bin ich auch weiterhin zu haben (-:

    Aber was mich zu diesem Thema dann doch noch mal antworten lässt, ist augenscheinlich der O-Ton desjenigen, der in Euerm Heft zum Spion aufgebaut wird (Kommentar #37):
    http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/NRW-Linke-soll-Mitglieder-mit-Stasi-Methoden-ausspionieren-id2873445.html

    Ich denke, Eure Leser/innen interessiert das.

  • #57
    Ex-Linker

    Das alles erinnert mich an meine kurze Zeit in dieser DKP-Tarnorganisation „Die Linke“.

    Mobbing an der Tagesordnung, bis hin zur persönlichen Bedrohung per Mail und öffentlichen Diffamierungen. Schlimmer noch: ein verdienter Ortsvereinsvorsitzender, der sich redlich mühte, Kandidaten für die Linkspartei zu finden, damit diese an der Kommunalwahl teilnehmen konnte, erlebte sein persönliches Waterloo. Ihm wurde plötzlich unterstelt, ein Nazi zu sein. Nur, weil er sdich gegen die Anweisung seines Kreisvorstandes stemmte, weiter mit DKP-Mitgliedern auf einer Liste in den Wahlkampf zu ziehen.

    Diese persönliche Diffamierung gipfelte schließlich in der Tatsache, dass der Vorstand des Kreisverbandes zurücktrat, weil sich Widerstand gegen die immer enger werdende Zusammenarbeit mit der DKP regte. Als dies der örtlichen Presse mitgeteilt wurde, und ein Artikel erschien, trat der Kreisvorstand vom Rücktritt wieder zurück. Die Sprecherin des Kreisvorstandes ist übrigens immer noch Mitglied im Landesvorstand.

    Und da wird deutlich, wie die Linken im NRW-Landesverband wirklich ticken: Sie wollen einen totalitären Staat mit kompletter Sozial-Kontrolle unter starker feministischer Führung.

    Immerhin war es Katharina Schwabedissen selbst, die mir mal erklärte, warum sie gegen so alte Männer wie Oskar Lafontaine sei. Diese „alten Männer“ nämlich würden verhindern, dass sich Frauen in der Partei politisch ausbreiten können. Deshalb gehöre Oskar aber auch Bisky nicht mehr an die Spitze. Und auch Gysis tage seien nach Schwabedissens Worten gezählt.

    Da diese Frau nun Sprecherin des Landesvorstandes ist, darf durchaus angenommen werden, dass man den Wahlkampfredner Lafontaine nur deshalb duldet, weil man nicht ganz ausschließen kann, dass er doch noch einige Unentschlossene Protestwähler motivieren könnte.

    In Essen freilich sah das anders aus. Da stand der kleine Saarländer wohl eher recht verlassen auf der Bühne und davor ein kleines Häuflein Zuhörer. Er selbst plapperte eher kraft-und lustlos frei, verhedderte ishc ein paar mal und klar erkennbar war die Tatsache, dass er für diesen Auftritt wohl keinen „Oskar“ mehr verdient hatte. Auch nicht für das Interview mit der WAZ-Mediengruppe, in dem er Frau Kraft einen Eiertanz vorwarf.

    Richtig ist vielmehr, dass die Linke nicht nur gern mit Eiern wirft, sondern auch auf denselben tanzt: Denn ausgerechnet aus dem Kreisverband aus dem die Feministin Schwabedissen entsprungen ist, wird die Direktkandidatin Fundi irgendwas nicht müde, an den Wahlkampfständen zu beteuern, sie und viele andere KandidatInnen der Linke wollen auf gar keinen Fall mit dieser SPD regieren oder sie auch nur tolerieren.

    Da hörte man von dem Zimmermann der Linkspartei schon ganz andere Töne. Festuhalten ist: Die NNRW-Linken sind stark angelehnt an die DKP, wenn nicht sogar von ihr gesteuert und jedes gemäßigte Mitglied gilt als suspekt oder gleich als rechtslastig. Mobbing unter den GenossInnen ist an der Tagesordnung und bei Sitzungen wird vielerorts am Ergebnis nachträöglich manipuliert. Hinzu kommen Abspaltungen wie in Gelsenkirchen, Herne, Absetzungsprozesse wie in Hagen. Und zeitweise auch eine Mitgliederflucht.

    Übrigens: Zu meiner kurzen Zeit in der Linkspartei versuchten wir eine Namensliste abzuarbeiten, in dem wir die paar wenigen Mitglieder besuchen wollte. Der Versuch schlug fehl. Es handelte sich um „Geistermitglieder“, die es nie gab.

    Stalin läßt grüßen. Durch, über und mit einem Landesvorstand, der tatsächlich nach der Devise handelt: Vertrauen mag gut sein, Kontrolle ist aber besser.

  • #58
    Detlef Obens

    Als eine der in der Printausgabe öfters zitierten Personen (was ich ENDLICH Heute nachlesen konnte:-) !) muss ich sagen, das ich vieles, was dort im Linke-Report steht, sehr nachvollziehen kann. Ich gehe zuversichtlich davon aus, das Ihr bereits an einer Fortsetzung schreibt. Denn eines dürfte klar sein: viele, die bisher aus verschiedensten Ängsten geschwiegen haben, werden sich an Euch wenden.

    Der Beitrag von Ex-Linker (#7) mag dafür auch ein Beleg sein.

    Ich darf auch weiter davon ausgehen, das die Partei schweigt, bzw. der Pressesprecher verstummt ist?

    Eine kleine Richtigstellung am Rande: nicht ich stand vor der Bundesschiedskommission, sondern Ingo Engbert. Mir wurde Zahlungsunwille unterstellt und ich wurde daher vom autokratischen Kreisvorstand Warendorf ausgeschlossen. Zwsar auch hier formell und sachlich falsch, aber eben Kaderkonform. War mir Recht! Denn was soll ich mich mit einer Schiedsstelle der Linken rumkriegen, die letztendlich nur ein ausführendes Organ der NRW-Führung und des Bundeskader ist.Das man sich meiner, immerhin war ich dort mal Kreisvorsitzender, so entledigt, hat mich ehrlicherweise amüsiert. Strippenzieher auch hierbei Günter Blocks unter „feiner“ Mitwirkung der MdB Ingrid Remmers. Beide Sozial. „Linke“, versteht sich, fast von selbst!

    Im Vorfeld hatte ich aber bereits schriftlich erklärt (mit mir der gesamte damalig zurück getretene Vorstand), das meine und unsere Beiträge NICHT mehr dem Kreisverband Warendorf zufliessen dürfen! Die Gründe dafür finden sich tendenziell in Eurem Artikel. Denn diese Gründe gab/gibt es auch bei den Linken in Warendorf.
    Wie sicher bekannt!

    Ansonsten aber hoffe ich auf Teil II ! Stoff bekommt Ihr sicher noch für mindestens Teil III !

    Betonen möchte ich auch, das ich vieles was linke Politik ausmacht, auch weiter voll unterstützen werde. Allerdings: nicht dieses „linke“ NRW- (politisch+charakterlich) Führungspersonal, seine Kadermentalität und seine realitätsfremden Träumer, Parteihopper und Quartalspolitiker, und vor allem: nie mehr Strömungen!! Und: nie mehr am Ende von Parteitagen die Faust gen Himmel und den Sieg des Sozialismus besingen müssen (habe das gern als Raucherpause genutzt!). So, und nun dürfen die Berufs-Linken über mich herfallen!

    Ohne Parteibuch lebt es sich doch wunderbar, oder?!

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  • #60
    Ingo Engbert

    @#8 Detlef Obens
    Kopf hoch, Faust in den Himmel bedeutet: Sieh her, wir haben unser Hirn schon in den Händen und legen es Dir zu Füßen..Hoher Herr !

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  • #64
    Gabriel van Helsing

    Ganz normaler Parteialltag:

    Protokolle, wenn sie denn angefertigt werden, werden nachträchlich frisiert,
    Kassenberichte gibt es nicht,
    öffentliche Vorstandssitzungen ebenso wenig,
    Partei- und Mitgliedsversammlungen auf Kreis- und Ortsvereinsebene sind unbekannt,
    die Inflation von „Eidestattliche Versicherungen“ nimmt groteske Züge an,
    Mandatsträgerbeiträge werden nicht abgeführt,
    Satzungen sind das Papier nicht wert, auf das Sie gedruckt wurden,
    Vasalen bekommen „Zückerchen“ in Form von Sachkundigen Bürger in Ausschüsse, Beiräte, etc.,
    bei Abstimmungen werden Familienclans angekarrt,
    egal ob Mitglied oder gerade aufgenommen,
    die Beauftragten für die Kreis- und Ortsverbände kochen ihr eigenes Süppchen,
    von Staatsanwaltschaften werden Strafanzeigen, wg. „kein Materieller Schaden,“
    zurück gesandt,
    Wahlleiter nehmen Proteste wg. „nur“ geringfügigen Mängel nicht an,
    wer nicht Spurt, wird vor Schiedskommissionen gezerrt,
    usw.,usf.,

  • #65
    Tacitus03

    Ralf Michalowsky ist für seine Praxis bekannt – und da gibt es überhaupt nichts zu deuteln. Seit 2005 übt er sich schon fast fanatisch in den Versuchen Websites, die ihm nicht passen ( Er ist der oberste Hüter à la Prawda), abzuschalten. Seinerzeit fielen haufenweise Kreisseiten der WASG aus dem Netz – z.B. nur weil sie Links zu anderen Meinungsforen, im Rahmen der offenen Diskussion, gesetzt hatten.
    Wie er heute noch immer agiert, kann man auch hier nachlesen:
    http://linkes-netzwerk-kreiskleve.de/aktuelles/berichte-vom-01-oktober—31-oktober-2009/index.html#2735249c9a0fb1f10

  • #66
  • #67
    XY

    Man, wie langweilig.
    Gott sei dank habe ich nur ca. 5% dieser Ruhri-Soap gelesen.
    Ich sage nur: don’t feed the troll.
    Einfach die Wichtigtuer ignorieren. Das schmerzt immer noch am meisten.

  • #68
    simsalbim

    ein Gag: Oskar Lafontaine hat im KV Saarpfalz Mitglieder geworben. Es ist jedoch sehr merkwürdig, dass die „geworbenen“ Mitglieder ihre Wohnadresse nicht kennen.

    Die Adressen in den Eintrittserklärungen sind nämlich falsch. Ein besonderes Geschmäckle bekommt das Ganze, wenn die von Oskar Lafontaine geworbenen Mitglieder an der Anschrift polizeilich noch nie gemeldet waren.
    Und welch‘ ein Wunder, die Kreisvorsitzende sieht sich in die Lage versetzt, die Mitgliedsbeiträge von diesen Mitgliedern zu kassieren

    Und weil das so ist, sind diejenigen, welche die Finger in die Wunde stecken, Querulanten und werden mit Parteiausschlussverfahren überzogen, dass es nur so kracht.

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