34

NRW: Versagen die Schulen im Kampf gegen den Salafismus?

falk_lau
Immer mehr Jugendliche geraten in den Bann des Salafismus. Lehrer fühlen sich von der Landesregierung bei dem Problem allein gelassen. Für die Landesregierung jedoch ist alles in Ordnung.

Birgit Ebel ist Lehrerin an einer Schule im ostwestfälischen Herford. Hautnah bekommt die Lehrerin seit Jahren mit, wie der Salafismus in ihrer Umgebung an Einfluss gewinnt. Sie beobachtet, dass Jugendliche und zwar aller Schulformen zunehmend für radikale Lehren zu begeistern sind, deren Konsequenz oft der Weg in den Terrorismus ist.

Ostwestfalen ist ein Zentrum der radikalen Salafisten, ein Rekrutierungsgebiet für den Islamischen Staat, in dessen Reihen junge Männer wie der Bielefelder Tarik S., und der Murat D. kämpfen Ebel engagiert sich seit Jahren gegen die radikalen Islamisten und hat den Verein „extremdagegen!“ gegründet, der mit Veranstaltungen, Kultur- und Musikprojekten versucht, über die Gefahren des Salafismus gerade Jugendliche zu erreichen und aufzuklären.

Das Innenministerium schätzt die Zahl der Salafisten in Nordrhein-Westfalen auf 2250. 500 von ihnen sollen gewaltbereit sein. Doch sie sind nur die Spitze des Eisbergs, denn viele Jugendliche orientieren sich zunehmend an ihren Werten und sehen in den radikalen Islamisten Vorbilder.

Doch in der Schule fühlt sich Birgit Ebel alleine gelassen. „Es gibt sehr wenig Material zum Thema Salafismus, das ich als Lehrerin über das Schulministerium erhalte.“ Auf dem Bildungsportal, einem Server des Schulministeriums mit Unterrichtsmaterial, finden sich unter dem Stichwort Salafismus gerade einmal sieben Dokumente. Zum Thema Inklusion sind es 580. Auch dass sich NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, anders als ihr baden-württembergischer Kollege Martin Stochel im Januar nach den Anschlägen auf einen jüdischen Supermarkt und das Satiremagazin Charlie Hebdo nicht mit einem Brief an die Schulleitungen das Landes gewandt hat, um die Auseinandersetzung mit dem Thema Salafismus einzufordern, hält Ebel für einen Fehler: „Damals sagte eine Sprecherin des Ministeriums, so etwas sei in NRW nicht nötig, weil es so viel Unterrichtsmaterial auf dem Bildungsserver gibt. Doch ich finde da leider nur sehr wenig.“

Auch andere Lehrer sehen, dass das Thema Salafismus im Unterricht nicht den Platz eingeräumt bekommt, den es verdient hätte. Burghard S. ist Studienrat an einem Gymnasium in Duisburg. Er sieht für sich kaum eine Chance, sich gemeinsam mit seinen Schülern mit dem radikalen Islam auseinander zu setzen: „Selbst im Geschichtsunterricht haben wir dafür nicht die Zeit. Zwar steht die Auseinandersetzung mit dem Islam im Lehrplan, aber da geht es um die Zeit der Kreuzzüge. Die jüngere Geschichte wird komplett ausgeblendet, auch da wo es naheliegend wäre.“ So wird das Thema Zuwanderung in der Oberstufe ausführlich behandelt. Allerdings nicht am Beispiel der türkischen Einwanderer, die heute die Eltern oder Großeltern vieler Schüler sind, sondern die Legende der erfolgreichen Integration der Polen im Ruhrgebiet wird beschworen. „Das ist schon fachlich falsch“, sagt S, „ein Drittel der Polen wanderte nach dem ersten Weltkrieg ins neu gegründete Polen aus, ein Drittel in andere europäische Staaten und nur ein Drittel blieb. Und diese Menschen wurden bis in die 60er Jahre diskriminiert.“

Auf aktuelle Themen einzugehen sei zudem heute fast unmöglich: „Auf dem Gymnasium fehlt uns ein Schuljahr, und das merken wir. Stoff wird nicht mehr diskutiert, wir jagen mit den Schülern durch den Lehrplan.“

Das Bildungsministerium sieht dagegen keine Probleme: „Die Extremismusprävention ist ein wichtiger Teil von politischer Bildung und Demokratieerziehung und damit eine wichtige Aufgabe von Schule. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den Themen Salafismus und Islamismus. Die Beschäftigung mit extremistischen Positionen ist Thema aller Fächer, insbesondere auch der historisch-politischen Bildung. Die Kompetenzlehrpläne für diese Fächer enthalten die Auseinandersetzung mit Extremismus als obligatorischem Unterrichtsinhalt.“ Zudem würden die Lehrer in Fortbildungen für das Thema Salafismus sensibilisiert, und es gäbe gemeinsame Regionalkonferenzen mit dem Verfassungsschutz zum Thema Salafismus.

Für den Berliner Psychologen Ahmed Mansour reicht das alles nicht aus. In seinem Buch „Generation Allah“ beschreibt er eindringlich, wie sich immer größere Teile der Jugendlichen für den Salafismus begeistern. „Jugendliche gegen Salafismus zu immunisieren ist unfassbar kompliziert“, sagt Mansour. „Lehrer müssen eine Radikalisierung frühzeitig erkennen können und wissen, wie sie darauf reagieren müssen. Weil das aber nicht gelingt, haben wir ein großes Problem.“ Lehrer müssten mit den Jugendlichen über aktuelle Themen diskutieren können und die Zeit haben, sich auch auf solche Gespräche vorzubereiten. „Viele Jugendliche sind begeistert von Verschwörungstheorien, der Antisemitismus nimmt zu und traditionelle Rollenbilder gewinnen gerade unter Muslimen immer mehr an Bedeutung. Darüber muss in den Schulen geredet werden. Das kostet Geld und das steht nirgendwo zur Verfügung“.

Auch der Religionsunterricht sei wichtig. Allerdings dürfe er nicht so organisiert werden wie in Nordrhein-Westfalen, wo die verschiedenen Bekenntnisse getrennt voneinander lernen: „In Hamburg werden die Kinder und Jugendlichen nicht nach Religionen getrennt unterrichtet. So lernen sie die verschiedenen Glaubensrichtungen kennen und können ihre eigene Religion viel besser als eine von mehreren einordnen.“

Auch Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik und Leiter des Zentrums für Islamische Theologie in Münster, sieht an den Schulen Nachholbedarf beim Thema Salafismus. Zwar werde das Thema im Religionsunterricht behandelt, aber auf Seiten der Lehrer gäbe es einen großen Nachholbedarf: „Es gibt zwar einige Fortbildungsangebote für die Lehrkräfte für den islamischen Religionsunterricht, diese sind aber nicht ausreichend. Die Lehrer benötigen noch mehr Fortbildungen, in denen vor allem konkrete Lehrmaterialien vorgestellt werden, die die Lehrer direkt in ihrem Unterricht einsetzen können.“ Wie Mansour fordert auch Khorchide Raum und Zeit für Jugendliche, sich an Schulen mit dem Thema Salafismus auseinander zu setzen: „Man muss das Thema „Salafismus“ mit den Schülerinnen und Schülern offen ansprechen und Beispiele von Personen zeigen, die aus der Szene ausgestiegen sind und darüber berichten, wie sie manipuliert wurden, um sie zu rekrutieren.“

Doch dafür gibt es in Nordrhein-Westfalen weder den Raum noch die Zeit noch eine ausreichende Zahl an Lehrern, die in der Lage wären, sich den oft langwierigen und anstrengenden Diskussionen zu stellen.

Doch auch wenn Lehrer und Experten wie Mansour und Khorchide die Lage in Nordrhein-Westfalen zum Teil kritisch beurteilen und einen erheblichen Nachholbedarf sehen, scheint die Bedeutung des Themas die Politik nicht erreicht zu haben. Petra Vogt, die schulpolitische Sprecherin der CDU- Fraktion sieht ebenso wenig wie die Landesregierung einen dringenden Handlungsbedarf: „Ich gehe davon aus, dass unsere Lehrer ihre Schüler, wann immer sich die Gelegenheit bietet, auf die Gefahren und Mechanismen extremistischer Organisationen hinweisen. Im Religionsunterricht oder in den Fächern Sozialkunde, Politik und Geschichte gibt es dafür ausreichend Raum.“ Die Union will vor allem die Mittel für die Landeszentrale für politische Bildung erhöhen, damit Lehrer mehr Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt bekommen.

In seinem Buch weist Ahmed Mansour darauf hin, dass die Zahl der Jugendlichen, die in den Bann des Salafismus geraten, rasant wächst. Für ihn geht es längst nicht mehr um kleine Korrekturen, es geht darum, eine ganze Generation davor zu bewahren, sich religiösen Vorstellungen anzuschließen, die mit der Demokratie und dem Menschenbild einer offenen Gesellschaft nicht zu vereinbaren sind.

„Mit kleinen Maßnahmen werden wir nicht weiter kommen. Wenn wir nicht einen großen Teil der jungen Generation verlieren wollen, müssen wir gleichzeitig die Sozialarbeit an den Schulen ausbauen, im islamischen Religionsunterricht das Bild eines nicht strafenden sondern gütigen Gottes etablieren, den Jugendlichen Freiräume geben, um an der Schule offen zu diskutieren und Lehrer und Sozialarbeiter anders aufbauen.“ Eine Mammutaufgabe, aber wenn sie nicht gelingt, sagt Mansour, werden wir die „Generation Allah“ verlieren. Der Politik scheint das noch nicht klar zu sein.

RuhrBarone-Logo

34 Kommentare zu “NRW: Versagen die Schulen im Kampf gegen den Salafismus?

  • #1
    Klaus Lohmann

    Naja, dieses "Bildungsportal" ist nicht mehr als ein willkürlicher Linksammler mit ein wenig vorgetäuschter "Übersicht", da sind manche "Netzdoktor"-Portale der Pharmaindustrie prall gefüllt gegen;-)

    Immerhin verweist man auf http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/islamismus/wegweiser.html, wo es eindeutig informativer und weiterführender zugeht. Lehrern mag das aber schon zuviel Klickerei sein…

  • #2
    discipulussenecae

    "Stoff wird nicht mehr diskutiert, wir jagen mit den Schülern durch den Lehrplan.“ Das ist die Folge der von Schröder-Gerd eingeleiteten Deformen: Alles muß schnell gehen, und für einen vernünftigen sowie vertiefenden Unterricht bleibt keine Zeit mehr. Gleichzeitig sollen die Schulen immer mehr Erziehungsaufgaben von den Eltern übernehmen; da sie das nicht schaffen, wird mal wieder der gerade in NRW allseits beliebte Ruf nach mehr Sozialarbeitern laut.

    Mehr fällt den rot-grünen Bildungsdilettanten nicht ein, um aus der selbst eingebrockten Schul-Misere wieder herauszufinden!

  • #3
    Thomas Weigle

    #2 Mit Schroeders Gerd hat die oben beschriebene Malaise wenig zu tun, denn Schulpolitik ist Ländersache. Sowohl Inhalte als auch Zeitvorgaben in den Rahmenrichtlinien standen von Anfang an im Kreuzfeuer der Kritik aller davon betroffenen Lehrern. Eltern und Schülern.. Und zwar zu einer Zeit als Schroeders Gert noch am Eingangstor zum Bundeskanzlerbungalow rüttelte und in die Bonner Nacht schrie. "Ich will da rein."

  • #4
    discipulussenecae

    #3 Thomas Weigle

    Daß die Schulpolitik Ländersache ist, weiß ich auch; und ich weiß sogar, daß schwarz-gelb das sog. G8-Abitur eingeführt hat, als Schröder-Gerd schon fast wieder Geschichte war. Aber ich bleibe auch dabei, daß genau der mit seinen Deformen republikweit ein Klima geschaffen hatte, in dem gerade die Unionsmehrheiten ihre schulpolitischen Ziele ohne größeren Widerstand durchzusetzen vermochten. Und anstatt hier einiges wieder zu rejustieren, schaut die rot-grüne Landesregierung tatenlos zu, wenn Lehrer und Schüler gleichermaßen überfordert werden. Aber der Sozialarbeiter soll’s dann richten. Sind die eigentlich nie überfordert?

  • #5
    Helmut Junge

    @discipulussenecae, "Aber der Sozialarbeiter soll’s dann richten. Sind die eigentlich nie überfordert?"
    Nein! Sind sie nicht! Selbst, wenn sie alle eine Stelle hätten, wären sie das nicht. Darum gehen sie auch gerne in die Politik. Und dort treffen sie dann oft auf Lehrer, die ihren Beruf nicht mögen und gerne entlastet werden wollen.

  • #6
    Sigrid Herrmann-Marschall

    Das Problem besteht überall im Land. Neben dem Zeitdruck, der keinen Raum zur gemeinsamen Reflexion lässt, führt mangelnde Parkettsicherheit vieler Pädagogen in diese Lage. Ausreichend und d.h. debattensicher mit evtl. emotional betroffenen Schülern darüber zu reden, mag sich nicht jeder zutrauen. Es erfordert Kenntnisse, Klarheit und – Rückgrat.
    Bei den Kenntnissen kann man helfen. Klarheit kann man üben, Rückgrat, d.h. das auch mit den Schülern besprechen wollen, müssen Pädagogen aber selber mitbringen.

    Sie sollten, z.B. über die GEW auch mehr Hilfe einfordern.

  • #7
    kE

    Wie hat das nur früher in den Schulen geklappt? Ich kannte an meinen Schulen keine Sozialpädagogen etc. Wir hatten Lehrer, ein Sekretariat und einen Hausmeister. Das war es!

    Lehrer sind Pädagogen. Der Schulstoff ist das, was sie in der Schule gelernt haben. D.h. im Studium ist genug Zeit, pädagogische Techniken etc. zu entwickeln. Als Akademiker ist Weiterbildung in der Freizeit Standard. Bei gleichen Problemen an allen Schulen, sollte es auch einfach sein, die Grundlagen vermittelt zu bekommen.

    Ich kann auch nicht sehen, dass es sinnvoll ist, für jede Problem-Gruppe besondere Programme zu entwickeln. Nazis, Salafisten, …
    HIer müssen Grundlagen und dann konkrete Beispiele vermittelt werden. Schule muss Grundlagen vermitteln, damit sie eben auch unabhängig vom Zeitgeist agieren kann. Evtl. gibt es Experten auf Landes-/Bundesebene.

    Die Vorschläge bzgl. eines gemeinsamen Religionsunterrichts sind aus meiner Sicht sinnvoll. Die meisten anderen Vorschläge zeigen eher, dass es wohl erhebliche Probleme gibt, den Unterricht mit aktuellen Gegebenheiten anzureichern. Wie haben das meine Lehrer vor vielen Jahren nur geschafft?
    Mit 10 Pfennig pro Kopie, Matrizen-Kopien
    OHNE INTERNET, Suchmaschine und Wikipedia

    Es mag in den Schulen Probleme geben. Dass es aber wohl in weiten Bereichen Probleme gibt, dass Lehrer nicht dynamisch ihren Lehrplan anpassen können, ist für nicht nachvollziehbar. Hier müssen evtl. auch höhere Ansprüche bzgl. des eigenen Wissenserwerbs im Studium gelegt werden.

    Wenn ich die ganzen Forderungen bzgl. zusätzlicher Sozialarbeiter der letzten Tage zusammenfasse, bekomme ich das Gefühl, dass jeder bald zwei Menschen benötigt, die sich um ihn kümmern. Man muss auch mal etwas selber machen und "da durch"!

  • #8
    Hans Meier

    Klasse Herr Laurin,
    das Sie sich trauen anzusprechen, was im Verdrängungsraum seit Jahrzehnten tabuisiert wird, weil es gewissen Sozial-Romantikern ihr idyllisches Kitsch-Panorama demoliert.

    Also, man kann nach „Deutschen Koranschulen“ recherchieren und sich anschauen https://www.youtube.com/watch?v=X78QTFaBjAE
    Was schon vor Jahren veröffentlicht wurde https://www.youtube.com/watch?v=H1VWKve5uQ8
    Sogar Staatsfunkermedien wie der WDR haben was im Angebot, mit Deckel drauf (damit man sich auch für die monatlichen Demokratieabgabegebühren mit Service-Pannen bedient fühlen darf) http://www1.wdr.de/fernsehen/information/cosmo_tv/sendungen/koranunterricht100.html

    Falls man nach „islamischem Opferfest“ gugelt und für Westler erschreckende Bilder sieht, https://www.google.de/search?q=islamisches+opferfest&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjhsY3M-uzJAhVD8Q4KHRiTBYoQ_AUIBygB&biw=880&bih=434 begreift vielleicht sogar noch jemand etwas mehr, was hier vor sich geht, wenn die kleinen Jungs lernen, mit dem Messer umzugehen.

    Es sei denn man hat Seh- und Wahrnehmungs-Störungen und schnitzt emsig weiter an trojanischen Schaukel-Pferden.
    Fast jeder Moschee-Verein betreibt Koranschulen, in denen die Kinder und Jugendlichen, die ihre Eltern dorthin schicken, arabisch in Wort und Schrift lernen. Die Grundsätze der Sharia werden gelernt und anschließend achten die Brüder darauf, dass ihre Schwestern den Schleier tragen und sich nicht integrieren, weil westliche Bildung und Zivilisation unislamisch bleibt.
    Die klare Abgrenzung durch Schleier und Bärte ist ein eindeutiges Signal, sich in einer Parallel-Welt zu befinden.
    Die staatlichen Schulen sollten auch für streng religiös erzogene Kinder und Jugendliche eine Chance bieten zu einer westlichen Kultur, einer Aufklärung und Gleichberechtigung Zugang zu finden.

  • #9
    Helmut Junge

    Ich habe schon länger das Gefühl, länger jedenfalls als ich den begriff Salfisten kenne, daß die Schule der Ort ist, an dem die Ideologien diverser Gesellschaftsmodelle ausexperimentiert werden.
    In Diskussionen mit Grünen und Linken Lehrern habe ich zusätzlich den Eindruck gewonnen, daß es ihnen mehr um die Erziehung sozialer Eigenschaften ging, als um Wissensvermittlung.
    Bis ich das kapiert habe, gab es im erheblichen Umfang beiderseitge Mißverständnisse, während der Diskussionen. Danach habe ich solche Diskussionen nie mehr geführt. Meine beiden Kinder haben ihr Abi auf einem Gymnasium gemacht, statt auf einer Gesamtschule. Das war in den zuvor genannten Kreisen sowieso verpönt.
    Warum schreibe ich das, wo es im Artikel doch um Salafisten an den Schulen geht?
    Ich schreibe das, weil ich denke, daß es Pädagogen, Laien, Eltern, kurz der ganzen Gesellschaft, über sehr lange Zeiten nicht in den Sinn gekommen ist, Schule und Ausbildung als wichtigen Beitrag unserer eigenen Existenzsicherung zu sehen. Und das wird sich in den letzten 20 Jahren wohl kaum geändert haben. Es gab und gibt schulische Experimente, die schon nach wenigen Monaten als Erfolgsstory dargestellt wurden weil das in breiten Kreisen so sehnsüchtig gewünscht wurde.
    Als wenn man schulischen Erfolg in solche einer kurzen Zeit bereits beurteilen könnte.
    Aber man nickte seitens der großen Gesellschaft wohlwollend. Insofern ist die Schule ein Spiegelbild der Gesellschaft.
    Und wenn ein Lehrer vor 10 Jahren über das Verhältnis unserer europäischen Kultur zum Islam im Unterricht gesagt hätte, und es wäre kritisch für die islamische Seite gewesen,dann wäre er doch schnell in eine rassistische Schublade gesteckt worden. Das geschieht vermutlich heute noch gelegentlich. Aber vor 10 Jahren wäre das selbstverständlich passiert.
    Dann kommen im Geschichtsunterricht also nur die Kreuzzüge. Bei denen sind die Rollenverteilungen von Gut und Böse ja festgelegt und die Lehrer haben ihre Pflicht getan, den Lehrplan Genüge eingehalten. Aber so einseitig war die Geschichte doch gar nicht abgelaufen.
    Es hat vor den Kreuzzügen, zwischen den Kreuzzügen und nach den Kreuzzügen sehr lange Phasen des friedlichen Zusammenlebens und des Handels gegeben. Warum wird nicht über diese Zeiten gesprochen? Welches Konzept verfolgt ein Geschichtsunterricht, der nur die Kriege der Kulturen zum Thema macht? Während des Mittelalters hat es unzählige Kriege gegeben. Die Kreuzzüge gehören zu den kleineren Kriegen dieser Epoche. Und grausam sind Kriege sowieso immer. Übrigens waren nicht einmal alle Kreuzzüge mit Krieg verbunden, wie das Beispiel des Stauferkaisers Friedrich zeigt. Als die Türken im 16. Jahrhundert vor Wien standen, hatten sie das Wohlwollen des französischen Königs. Das ar damals Weltpolitik, die später in Religionskriege umgedeutet worden sind. Warum also gibt der Geschichtsunterricht an deutschen Schulen diese komplexen Zusammenhänge so auf Krieg reduziert und verstümmelt wieder?

  • #10
    Klaus Lohmann

    @Hans Meier: Wo sind denn bitte Ihre " für Westler erschreckenden Bilder"??? Sie scheinen noch nie mit Landwirtschaft und bäuerlicher Kultur in Kontakt gekommen zu sein und wollen hier "Buh!" machen?

  • #11
    Puck

    Zitat: "(…)Viele Jugendliche sind begeistert von Verschwörungstheorien, der Antisemitismus nimmt zu und traditionelle Rollenbilder gewinnen gerade unter Muslimen immer mehr an Bedeutung.(…)" Zitat Ende.

    Ja, stimmt genau. In einem Punkt allerdings irrt der Experte: Das trifft nicht nur auf Jugendliche zu, sondern in weiten Kreisen der Bevölkerung, auch gerade der Intellektuellen oder was sich dafür hält, gilt es als äußerst schick, über die "Mainstreammedien" zu klagen, die zwar nicht rundheraus der Lüge bezichtigt werden (wie bei den Rechten üblich) aber immerhin angeblich Wahrheiten verschweigen die "den Mächtigen" (wer immer das ist) nicht in den Kram passen.
    Und das Thema Antisemitismus hatten wir ja hier auch schon zur Genüge, darauf muß ich wohl nicht weiter eingehen.
    Selbst was die "traditionelle Rollenverteilung" angeht bin ich mir nicht mehr sicher, wer da so alles mit "der guten alten Zeit" liebäugelt, wenn man da im Gespräch mal ein bißchen nachbohrt hört man zuweilen die wunderlichsten Dinge…

    Das erschwert natürlich die Argumentation weiter.

  • #12
    discipulussenecae

    #9 Helmut Junge

    Warum reiten alle immer auf den Kreuzzügen als dem christlichen Urverbrechen herum? 614 haben die Sassaniden Jerusalem erobert, laut WIKIPEDIA schwanken die Opferzahlen der christlichen Einwohner um die 90.000. Damals entstand auch die im Koran NICHT belegbare Legende, daß Mohammed von Jerusalem aus in den Himmel aufgefahren sei. Und 1009 wurde schlußendlich auf Befehl des Fatimiden-Kalifen al-Hakimdie die Grabeskirche abgerissen. Immerhin der heiligste Ort der Christenheit. Mann stelle sich nur einmal vor, christliche Europäer hätten das gleiche in Mekka veranstaltet und sich eine Geschichte über Jesu Aufenthalt dort ausgedacht …

    Und von der Eroberung Konstantinopels 1453 ganz zu schweigen. Aber all das stand den heldenhaften muslimischen Heeren aus welchen Gründen auch immer wohl völlig zu Recht zu?

  • #13
    Aimée

    Das Problem sind nicht die Lehrerinnen, sondern die Rahmenbedingungen. Es gibt engagierte, aber in einem Brennpunkt mit einem Ausländeranteil von 95% hilft dies nichts. Die erste Maßnahme wäre das Schulamt, nur dies macht sich i.d.R. einen schlanken Fuß oder die Maßnahmen sind ohne Wirkung auf die Eltern. Letztes Jahr meldete die Schulleiterin einer Grundschule 250 Schüler, die am letzte Schultag vor den Weihnachtsferien nicht teilgenommen hatte. Die Feier wurde nicht als Weihnachtsfeier dargestellt, sondern gemütliches Ausklingen des Jahres. Dennoch wurde schon vorher Stimmung von etlichen Eltern gemacht, es wurde immer mehr und die Gruppendynamik war enorm.
    Anderes Bsp. , die Elternabenden sind fast so überflüssig wie Elternsprechtage, da die Schule nur aus Lehrerinnen besteht, ist überwiegend an den Grundschulen so und oftmals gehen die Väter zu den Elternsprechtagen, Elternabende werden i.d.R. oder eher nicht, von den Mütter wahrgenommen. Bei den Elternsprechtage wird den Lehrerinnen der Rücken zugekehrt und dies ist die Regel, nicht die Ausnahme und ist der Schüler ein Junge, dann wird der Tonfall sehr gereizt. "Ein zukünftiger Mann" muss sich von einer unverschleierten Frau nichts sagen lassen.
    Die Elternabenden hingegen werden von 2-3 Mütter besucht, die oftmals nicht einmal über Deutschkenntnisse verfügen.
    Hilfe vom Schulamt in Form von Bußgelder sind erfolgt, nur der Anteil der Hartz IV ist fast identisch mit dem Anteil der muslimischen Schülern.

    Das ist jetzt kein Einzelfall, sondern in Ballungsgebieten Realität, an den Gymnasien ist es besser, da die Möglichkeit der Sanktionen höher ist, z.B. Schulverweis. Dann allerdings hat es die aufnehmende Schule, i.d.R. eine Gesamtschule doppelt so schwierig.

    Schule hat sich gewandelt und ist nicht mehr eine Lernanstalt. Sie muss Eltern ersetzen, die aus vielen Gründen bei der Erziehung scheitern, es nicht versuchen (wollen) oder schlichtweg ein Problem haben mit demokratischen Vorstellungen.
    Lehrerinnen sind zum Vermitteln dar, sie als Sozialarbeiter weiterzubilden um dann als Psychologe zu beraten, ist zwar preisgünstig, aber zum Scheitern verurteilt.

    G8 ist auch nicht das Problem, es ist mittlerweile auch fast nirgends mehr (Hessen). Das Problem sind eher die Gesamtschulen. Was ist der unterschied zwischen E und G-Kurs? G-Kurs abgehängt und trotzdem identische Inhalte wie im E-Kurs, Förderstufe kompletter Mist, gerade in den 2 Jahren, in denen die Pubertät beginnt wird richtig sortiert und dann ohne die Möglichkeit eines Vetos. A-, B- und C-Kurs sind auch nicht besser und tatsächlich muss ich sagen, dass die meiste Unterstützung an den Gymnasien zu finden ist.

  • Pingback: Links anne Ruhr (22.12.2015) » Pottblog

  • #15
    kE

    @11:
    Aktuell gibt es auch viele Gründe, über Medien zu klagen. Die Welt ist komplex, die Medien müssen aktuell sein. Da bleibt aus meiner Sicht zu viel Qualität liegen.

    Mich haben bspw. 3 Themen in den letzten Tagen sehr geärgert:
    1) Ein großes Nachrichtenmagazin hat ca. eine knappe Stunde darüber berichtet, dass im Flugzeug, das in Kenia wg. Bombenalarms gelandet ist, gesichert eine Bombe war. Es bezog sich auf eine Pressemitteilung des Flughafens, die dann zurückgenommen wurde.
    2) Bei Frau Schwesigs neuen Plänen, die angeblichen Unterschiede der Entlohnung von Frau und Mann zu verhindern, wurde in allen Medien ein Gap von 22 Prozent präsentiert. Dies bezieht sich auf den Durchschnittslohn, also einer Größe, die nicht passt, aber POlitik unterstützt. Nur selten wurde im Text erläutert. Die Kommentare in allen Magazinen war voller Korrekturen, aber die Meldung wurde über ein paar Tage immer wieder neu weiterverbreitet.
    3) Die enorme Steigerung von Abschiebungen war Schlagzeile in vielen Zeitungen. Was sagt der Wert aus und welche Auswirkungen haben die geringen Werte. Die Überschriften mit den enormen Prozentsätzen waren für mich sehr zweifelhaft.

    Dies sind einige Beispiele, die für mich zeigen, dass Medienkritik berechtigt ist. Es werden Berichte wohl kaum noch geprüft. Vermutlich handelt es sich überwiegend um Pressemitteilungen, die ohne sie groß zu hinterfragen oder auf Plausibilität zu prüfen übernommen werden. Wenn dann noch bspw. Fahndungsaufrufe der Polizei mit Täterbeschreibungen um Informationen reduziert werden, wird Medienarbeit für mich zweifelhaft.

    Ist der Druck zu hoch?
    Befinden wir uns in einer Abwärtsspirale? Warum soll ich bspw. für eine Lokalzeitung Geld zahlen, wenn sie überwiegend aus Presseberichten besteht, die ich auch abrufen kann?

    Die Welt ist komplex, das Gehirn vereinfacht und mit der selektiven Wahrnehmung haben wir es schwer mit unseren Urteilen. Das Gehirn vereinfacht ständig und liefert uns eine eigene Sicht der Welt.

    "Was wird nur aus den vielen neuen gesundheitlichen Beschwerden der Anwohner, wenn wir den neuen Mobilfunkmast einschalten?"

  • #16
    kE

    @13:
    Ich habe in den letzten 2 Jahren eher den Eindruck gewonnen, dass Weihnachten wieder als Weihnachten bezeichnet wird. Dies gilt insbesondere auch für die Grüße zum Jahresende.

    Dies ist auch richtig, denn wir müssen Kulturen verstehen und sie nicht ignorieren. Wir besuchen ja auch heilige Stätten anderer Religionen. Deshalb spricht auch viel für einen gemeinsamen Religionsunterricht, in dem die Religionen vorgestellt werden. Dies muss auch verpflichtend sein und braucht auch keine Dauerveranstaltung über alle Jahre sein.

    In dem Fach müsste dann auch Voodo, die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters etc. vorgestellt werden. Selbst Varianten wie bspw. die vielen kämpfenden Götter in Stargate bzw. die Erkärungen von von Däniken gehören für mich dazu.

    In einem christlichen Religionsunterricht vor vielen Jahren wurde aber auch über versch. Religionen berichtet.

  • #17
    Helmut Junge

    @Aimée, Ihre Darstellung der Praxis erschüttert mich. Darüber habe ich bisher nichts gewußt.
    So ist es diesmal wirklich. Der deutsche Satz: Ich habe nichts gewußt!
    Aber jetzt weiß ich, wenn es stimmen sollte, was Sie schreiben. Aber warum schreibt das sonst niemand von den vielleicht zehntausenden betroffenen Lehrerinnen?
    Wieso reagieren die Behörden nicht, wenn ihre Beamtinnen einer solch entwürdigenden Behandlung durch Väter ausgesetzt sind? Welches Konzept steht denn hinter dieser Duldung durch die Behörden?

  • #18
    Deutschlandkritiker

    Was in den Schulen dringend umfassend angegangen werden muss, ist meiner Einschätzung nach die Vermittlung von quellenkritischer Methode und Medienkompetenz als Basis für alles weitere. Manchen Kommentator_innen hier würde etwas Auseinandersetzung damit auch nicht schaden, bspw. bekommt jede_r Geschichtswissenschaftler_in bei Einträgen wie dem 12. von discipulussenecae Plaque, weil Wikipedia wissenschaftlichen Standards nicht im mindesten genügt. Stattdessen wären Paraphrasen aus einer wissenschaftliche Monografie sinnvoller gewesen. Wer selbst so nachlässig bei der Recherche vorgeht, kann von Heranwachsenden nicht erwarten, dass die es besser machen. In der Oberstufe habe ich erlebt, wie Mitschüler_innen Wikipedia-Artikel in Powerpoint eingefügt haben und das für eine ausreichende Referatsvorbereitung hielten. Das Ergebnis war jeweils ein unbeschreibbar grauenhafter Vortrag. Bei so was hätte ich mir von seiten des Lehrpersonals mehr Interventionen gewünscht. Anhand dessen hätte sich prima eine Debatte über fachlich saubere Arbeit auffächern lassen.

  • #19
    Klaus Lohmann

    @#18 Deutschlandkritiker: Die Kommentar-Abteilungen von Blogartikeln sind für wissenschaftliche Geschichtsreferate denkbar ungeeignet, das ist auch hier manchmal nur noch beschwerlich lesbar;-)

  • #20
    Aimée

    @Helmut Junge
    #17
    Sprich einfach einmal mit Lehrerinnen, das Problem ist, dass die meisten der Auffassung sind: überbezahlt, viel Freizeit und Ferien.
    GEW unterstützt genauso wenig wie das jeweilige staatliche Schulamt, zwar gibt es Bußgeldbescheide, aber das funktioniert nur bei Menschen, die den Anspruch haben sich integrieren zu wollen.
    Das Tragische ist, dass Kinder, die eben wirklich lernen wollen und diese gibt es auch, ausgebremst werden.
    Verbessern wird sich nichts, im Gegenteil durch das Übertragen des Islamunterrichts an die Ditib in Hessen werden zukünftig auch Kinder von weniger religiösen Eltern unter Druck geraten.

  • #21
    Helmut Junge

    @Aimée, Kinder werden meist so, wie ihre Eltern. Was können wir also erwarten, wenn die Eltern sich so, wie du das beschreibst, den Lehrerinnen gegenüber verhalten?
    Ich denke, daß das bereits ein deutlicher Hinweis auf die Ursache des Anwachsens des Salafismus an den Schulen ist, nach der Stefan Laurin im obigen Artikel sucht.
    @discipulussenecae, gegenüber dem Beitrag von @Aimée die über den Alltag schreibt, kommt mir mein Beitrag zu dem Geschichtsunterricht sehr theoretisch vor. Wenn es auch stimmt, daß zwischen den historischen Daten, die man nachlesen kann, Zwischenzeiten liegen, die friedlich verliefen, und vielleicht deswegen nie erwähnt werden. Diese Zwischenzeiten waren aber viel länger als die Kriege.
    Ich fände es angesichts der Tatsache, daß die Entfernungen auf unserem Planeten erheblich geschrumpft sind, einfach angemessen, daß der Geschichtsunterricht sich von seinen germanozentristischen, bzw. eurozentristischen, christlicher Sichtweise trennt. Wer ältere Geschichtsbücher gelesen hat, könnte glauben, daß das schon weitgehend erfolgt ist, aber das stimmt nur in wenigen Aspekten. Im Kern gibt es immer noch das "wir gegen die". Und das bringt keinen Vorteil, sondern grenzt ab.

  • #22
    Hermes Conrad

    @Aimée (#20), Helmut Junge (#21):
    Ich kenne zahlreiche Fälle von gelungener Integration, von Familien aus Afrika, aus Balkanstaaten oder auch aus dem Nahen Osten. Das Muster, das sich bei diesen Erfolgsstorys abzeichnet, hat vor allem mit dem Erwerb von Bildung und Qualifikation und dem Willen zur Integration zu tun.

    Die Muster erfolgreicher Integration sind stets die gleichen: Erstens ergreifen die Eltern die Initiative, so wie der Familienvater aus einem afrikanischen Land, der seine Kinder jeden Samstagmorgen zur Bibliothek bringt, wo sie sich bis zum Nachmittag mit Büchern beschäftigen sollen. Zweitens fordern die Eltern Bildung ein, so wie die türkische Mutter, die selbst kaum lesen kann, aber möchte, dass ihre Tochter das Abitur erreicht und studieren kann. Drittens sind die Eltern an Integration und am Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen interessiert, so wie die Eltern aus einem Balkanland, die ihre Kinder dazu ermutigen, sich mit "biodeutschen" Kindern anzufreunden und sie zu Hause nur englischsprachiges Kinderprogramm im Fernsehen anschauen lassen. Das alles in einem Stadtteil mit etwa einem Drittel Hartz-IV-Empfänger, allerdings auch alles Familien, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben.

    Diese Menschen und ihre Kinder werden nie ein Problem mit Integration haben und haben bessere Aussichten als viele, die hier geboren sind, auch wenn sie erst seit zwei oder drei Jahren in Deutschland leben. Interessanterweise legen sie bei ihrem sozialen Aufstieg großen Wert aufs "richtige" Umfeld. Besagte afrikanische Familie hat, sobald es möglich war, das "schlechte" Wohnviertel verlassen, ist umgezogen und hat die Kinder auf einer Schule in einer "besseren" Gegend angemeldet.

    Auf diese Weise konzentrieren sich allerdings die abgehängten Menschen an Orten, an denen sich dann auch der Salafismus ausbreitet. Das sträfliche Versäumnis der Schulämter, des Schulministeriums und der Regierung in NRW liegt darin, dass solche benachteiligten Umfelder zwar ggf. mit ein wenig zusätzlicher finanzieller Förderung rechnen können, dass es aber überhaupt keine Maßnahmen gibt, den aus Eigeninitiative erwachsenden sozialen Aufstieg, den es sehr offensichtlich gibt, als Vorbild darzustellen und gezielt zu fördern und Alternativen zum integrations- und aufstiegshemmenden, oft religiösen, Mehltau zu bieten, der auf diesen Milieus liegt.

    Offenbar ist man zu stark daran interessiert, Abhängigkeiten zu erhalten und Bürger in sozialer Not unmündig zu halten, damit der Nanny-Staat seine Befugnisse ausweiten und nach Möglichkeit auch in den Familien intervenieren kann, die ganz gut allein zurechtkommen würden. Also stellt man sich oft genug auf die Gegenseite von Bildung und Mündigkeit und kooperiert mit Moscheevereinen, in deren Koranschulen die Kinder den ganzen Samstag den Koran auswendig lernen, so dass die Option mit der Bibliothek natürlich im Gegenzug ausfällt. Vielleicht erhofft man sich auch den Erhalt eines monolithischen Wählerblocks, indem man sich bei den religiösen Führern beliebt macht, die daraufhin Wahlempfehlungen an ihre Schäfchen aussprechen.

    Wer will es den jungen Menschen aber verdenken, dass sie mit den Qualifikationen, die sie erworben haben, "Karriere" machen wollen. Die Kinder, die in der Bibliothek waren, werden Abitur machen, studieren und einen guten Job finden, und die Kinder, die in der Koranschule waren, werden versuchen, mit ihren dort erworbenen Qualifikationen zu punkten. Wenn sie merken, dass diese Qualifikationen in unserer Gesellschaft nutzlos sind, werden sie sich eben einer Gesellschaft zuwenden, in der sie etwas damit anfangen können. Und das ist dann die Stunde der Salafisten.

    Es gilt also gleichzeitig die Köpfe der jungen Menschen mit Inhalten zu füllen, die ihnen in ihrem weiteren Leben in dieser Gesellschaft nützlich sind und die Vereinnahmung der Köpfe durch Gruppen, die eine Gegengesellschaft verkörpern oder zumindest zur gesellschaftlichen Entwurzelung und selbstschädigenden Abgrenzung geeignet sind, zu verhindern. Etwa durch Anforderungen an die Lehrer der Koranschulen, ein Studium der islamischen Religion an einer deutschen Universität absolviert zu haben und in akuten Fällen auch durch Schließung von Moscheen und Koranschulen.

  • #23
    Martin Ludwig

    Feige und auf d. nächste Wahlen konzentrierte Politikern wollen sich das Problem nicht annehmen.Die Schülern werden mit Hasspredigern konfrontiert die von Ausland bezahlt werden. Etwa 100 arabische Sendern üben täglich Gehirnwäsche mit anti -westliche und anti-israelische Hasspropaganda. Wann wird etwas unternommen gegen diese Art von geistliche Schändung ? Wann werden diese Art von Beeinflussung verboten ? So kann eine Integration nicht funktionieren auch nicht in 2 und 3 Generation.

  • #24
    Hans Meier

    Herr Lohmann, ich mache nur in Ihren Zuständen „buh“.
    Was darüber hinausgeht, halt was mit begreifen zu tun.
    Bei den Gedanken zu den Terror-Anschlägen in Paris, im Madrid, in London, in den USA stellen sich konkrete Fragen, z. B. wie verrückt sind moslemische Heissporne.
    Einerseits, wie viele muslimisch militante Terror-Anschläge im Westen, gegen unsere Kultur schon stattgefunden haben.
    Wann und wo, und was diese gläubigen Terroristen alles zerstören wollen, was sie anstreben, was sie errichten wollen, was ihr absolutes Ziel ist, das zeigt sich und nimmt doch erkennbar Gestalt an, in dem sie Schleier tragen oder bärtig sind und Respekt von anderen, als Unterwürfigkeit verlangen.
    Offensichtlich widert sie tolerante liberale Freiheit als teuflisch an.
    Weder Demokratie noch Gleichberechtigung gilt ihnen als richtig. Sie unterwerfen sich selbst nicht nur ihrer Religion bedingungslos, sondern auch ihren, sie wie Hirten, hütenden Kalifen, Emiren und Königen, seit Jahrhunderten. Sie halten Demokratie für falsch und darauf setzen moslemische Feudalherren, die an der Spitze der autoritären Machtpyramide drakonisch agieren, weil sonst Mord und Totschlag ausbricht.
    Muslime bücken sich betend zur Erde, ihre Symbole sind Mondsichel und Sterne. Also das was nachts am Himmel steht, sie meiden die Sonne und ihre heitere Helligkeit, musische Kreativität gilt ihnen als sündig.
    Wie funktioniert es oder woran liegt es in etwa, wenn die eingewanderten Muslime im Westen zum aggressiven Teil an dieser muslimischen Ablehnung der westlichen Kultur mit so vielen Freiheiten, dann zum Teil zu Terroristen werden, sich entschließen uns und unsere Wertewelt zu vernichten, was ist da geschehen?
    Offensichtlich stört es sie ganz gewaltig, dass wir uns nicht unterwerfen wollen. Einen offenen Blick pflegen, statt devot zu sein und sich ihrem Herrschafts-Anspruch zu unterwerfen, und lieber freie selbstbestimmte Individualisten bleiben wollen.
    Dass Karikaturisten ihren religiösen Herrschaftswahn satirisch kreativ auf den Arm nahmen, macht sie tödlich wütend und zu Mördern. Sie drohen kritischen Schriftstellern oder morden, wie den Filmemacher van Goch und die Karikaturisten derer sie habhaft wurden.
    Das Intellektuelle sie zu Recht für gefährliche Mord-Idioten halten, ertragen sie nicht, das macht sie aktiv und lässt sie zu tödlichen Kämpfern werden.
    Wenn also ein erheblicher Anteil muslimischer Familien nach Europa eingewandert ist, dort eine muslimische Tradition weiter lebt, dann gehen deren Kinder, nicht nur zur allgemeinen staatlichen Schule, sondern auch in die jeweilige Koran-Schule am Wohnort, die sogar kostenlos angeboten wird.

    Über diese Tatsache wird aber in der Öffentlichkeit eher Stillschweigen bewahrt.
    Es wird lieber von Hasspredigern gesprochen und nicht von den Lehrern und Lehrerinnen in den Koranschulen, wer sie sind, wer sie finanziert, wer sie dirigiert, bzw. kontrolliert, bleibt völlige Nebensache, firmiert wird unter Religionsfreiheit.
    Sogar die medial bekannte Koran-Lehrerin
    Frau Lamya Kaddor, deren Koranschüler aus ihrem Unterricht zum IS nach Syrien zogen, wird als Expertin zu telegenen „Talg-Runden“ eingeladen, um verschmizt lächelnd trügerische Bilder zu verbreiten und die praktischen Auswirkungen der Koranschulen zu verschleiern.
    In den Koran-Schule werden neben arabisch in Wort und Schrift, die Gesetze des Korans, also die Scharia vermittelt.
    Wie sonst verständigen sich die Muslime verschiedener Länder, mehrheitlich offensichtlich nicht in Englisch, sondern in ihren in der Koranschule erlernten religiösen arabischen Strukturen.
    Sind die muslimischen Eltern traditionell gläubig, dann wird jährlich zum Opferfest, zumeist ein Schaf, im Kreise der Familie geschächtet.
    Die Jungs legen mit Hand an und lernen wie man das Messer zum Köpfen gebraucht.
    Die Töchter sehen was mit Opfern geschieht, die sich aus der Scharia stehlen wollen und in westliche Zivilisation fliehen möchten.
    Die dummen Jungs sprechen darum in den staatlichen Schulen ihre nichtmuslimischen Klassenkameraden manchmal abwertend mit „hej Du Opfer“ an, wohlwissend, dass sie nicht durchschaut werden.
    Es sind diese Jungs, die darauf achten, dass ihre Schwestern Schleier tragen, so wie es in den Koranschulen vermittelt wird.

    Wer eine Integration in unsere Zivilisation nicht unterstütz, wer unsere Werte für minderwertig erachtet, sollte in ein islamisches Land umziehen.
    Wir haben das Recht unsere Kultur nicht an Barbaren auszuliefern.

  • #25
    kE

    @23:
    Verbieten von Sendern? Wie soll das möglich sein, wenn wir nicht in einem deutschen Deutschlandnetz mit gut überwachter Kommunikation leben wollen und Satelliten-Antennen verbieten wollen? Auch in der DDR wurde Westfernsehen geschaut. => Verbieten funktioniert praktisch nicht! Es ist aber
    Ich sehe auch die vielen aktuellen Diskussionen um Parteiverbote eher als Scheingefechte.

    Wir brauchen ein Bildungswesen, das Schüler erreicht und ihnen Medienkompetenz vermittelt. Da reicht es eben nicht aus, dass nach Stichworten gesucht wird und alles unreflektiert übernommen wird.

    Ich schaue bspw. insbesondere bei Weltereignissen gerne in die Auslandsnachrichten anderer Staatsmedien, um zu sehen wie das Ausland informiert wird. Auf diese Infos möchte ich nicht verzichten. Ich kann mich aber auch noch gut daran erinnern, wie ich den Fall des Eisernen Vorhangs auch auf der Kurzwelle erlebt habe. Es war interessant zu sehen, wie schnell sich Auslandsradios um 180 Grad drehen können. Solche Erfahrungen prägen.

    Es ist natürlich etwas anderes wenn es um Taten/Aussagen aus Deutschland geht. Hier gab es bisher aus meiner Sicht viel Neuland für die Polizei/Staatsanwaltschaft/Justiz, wenn es um die Bereiche Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit etc. geht. Bei Aussagen, die die meisten Bürger entsetzen, gibt es meistens lang andauernde Prüfungen von Polizei und Staatsanwaltschaften.
    Was ist bspw. aus diesen Prüfungen geworden (9/2013)?
    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/salafist-ruft-in-dortmund-zu-kampf-gegen-christen-auf-id8399377.html

    Aktuell haben wir in Österreich eine Diskussion über die Lehrinhalte von Kindergärten, d.h. die Herausforderungen sind in den Nachbarländern ähnlich.
    http://www.krone.at/Wien/Aufregung_um_islamische_Kindergaerten_in_Wien-Parallelstruktur-Story-484279

    Wir haben ein Grundgesetz, das für klare Werte steht. Diese müssen auch konsequent durchgesetzt werden. In den Grauzonen wird vermutlich die Entwicklung der Rechte in Deutschland entschieden, d.h. es werden hauptsächlich wenige Richter entscheiden. Deshalb ist die Politik gefragt, diese Grauzonen auch mit klaren Mehrheiten in Bund und Ländern eindeutig zu gestalten. Es müssen hier absolut klare Signale der demokratischen Parteien gesetzt werden.

    Hier ist auch unsere Kanzlerin oder vielleicht der Herausforderer gefragt, ein klares strategisches Ziel zu definieren. Strategie ist eigentlich Chef-Sache.

  • #26
    Klaus Lohmann

    @23 u. 24: Vorsicht, mittlerweile werden auch echte teutsch-christliche Brötchen immer häufiger mit einem Koran auf dem Backofen gebacken!!!! Kauft nicht bei Arabern!!!

    Aber solange unsere "Christen" weiterhin Aufführungen von "Das Leben des Brian" zu christlichen Feiertagen verbieten, Kindermissbrauch in den eigenen Funktionärsreihen verschweigen, ihre "Tempel" mit unseren Steuern vergolden und ihren Fremdenhass unterm Pegida-Mäntelchen absondern, ist ja genügend "Gegengewicht" da.

    …Und bitte weiter schön Islam und Islamismus in einen Topf werfen; gibt bestimmt doppelt Gummipunkte, wenn man irgendwann vor seinen Schöpfer treten muss….

  • #27
    Aimée

    Hermes Conrad #22

    Ich hatte nicht geschrieben, dass es keine gelungene Integration gibt, diese gibt es natürlich. Bei der beschriebenen Grundschule existiert der Zustand auch schon länger, da war Pierre Vogel noch katholisch.
    Integration gab es auch vorher als man auch da nicht einmal darüber sprach.
    M. E. handelt es sich um die Einflussnahme u.a. der türkischen Regierung, sich der Integration zu verweigern und damit auch die nachfolgenden Generation an das ehemalige Mutterland zu binden. Noch bevor überhaupt eine Einwanderungsdebatte anfing, ein Einwanderungsgesetz existiert immer noch nicht, bezeichnete Erdogan schon Assimilation als ein Verbrechen der Menschlichkeit.
    Menschen der ersten Generation in einem Land müssen sich ran schnuppern an die neue Gesellschaft, die Sprache und der Spracherwerb wird schwierig, kann aber ausreichend sein. Mit der folgenden Generation fängt es an und es ist nicht einmal Integration, sondern man lebt in dem Land der Geburt.
    Dies wird aber m.E. massiv verhindert durch die AKP, und arabische Staaten kochen da ihr religiöses Süppchen mit.
    Es gibt sicher genug hier, Kinder der 70iger und 80iger, Kinder aus den damaligen Gastarbeiterfamilien mussten sich nicht integrieren, sie waren es. Auf natürliche Weise wuchsen sie in die Sprache. Gab es hijabtragende Mädchen an den Schulen? Religion war kein Thema, "Ungläubige" gab es nicht. Höhere Bildungsabschlüsse waren so selten auch nicht. Förderung als goldene Regel, es gibt unzählige Bsp., dass man es mit dem Willen auch schaffen kann. Man muss nicht einseitig immer die Fehler bei sich suchen, s gibt die Eigenverantwortung und eben die Manipulation von außen.

    Salafisten sind heute das Wort für Menschen, die die westlichen Werte ablehnen. Nur alles hat eine Wurzel und im Gegensatz zu den Nazis, da ist die Aufarbeitung gescheitert, dürften die Gründe in der Einflussnahme im Ausland liegen.

  • #28
    Thomas Weigle

    Aber immerhin, @ Klaus Lohmann kommen bei uns christliche Teufelsaustreibungen mit letalem Ausgang doch sehr viel seltener vor als sog. Ehrenmorde bei Muslimen, die nicht nur im salafistischen Milieu stattfinden, sondern durchaus auch bei "normalen" Muslimen.

  • #29
    kE

    @27: Ich kann mich sehr gut an die 70- Mitte 80er erinnern als man einfach im Fußballverein zusammen spielte.

    Die Trennung kam aus meiner Sicht Mitte der 80er Jahren und wurde mit dem Erstarken der AKP in der Türkei immer deutlicher.

    Fehlte früher einfach auch die Infrastruktur (keine Spezialgeschäfte, kaum Moscheen, …), so dass eine Integration einfach notwendig war? Hängt es mit den Menschen zusammen? In den 60er Jahren war es ja schon eine große Herausforderung aus dem Osten der Türkei nach Deutschland auszuwandern. Hierfür sind schon starke Charaktereigenschaften erforderlich.

    In den 70/80er hätte ich nie erwartet, dass im Jahr 2015 fast alle Mädchen mit türkischem Hintergrund , d.h. oft seit vielen Jahren in D, so konservativ mit Mantel und Kopftuch durch die Strassen gehen.

    Es hat sich etwas geändert. Es gibt Parallelstrukturen, wie sie auch in anderen Einwanderungsländern üblich sind (Chinatown).

  • #30
    Klaus Lohmann

    @Thomas Weigle: Dafür ist der Anteil der durch Alkohol bedingten Verkehrstoten in Westeuropa 7-8mal höher als im mittleren Orient – was man in Suchtbekämpfungskreisen vergleichbar auch mit "Selbstmord" oder "Mord" bezeichnet.

  • #31
    thomas weigle

    @Klaus Lohmann Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich. Manchmal, insbesondere bei den Ruhrbaronen, kann es auch Klaus Lohmann sein. Trotzdem auch Ihnen ein frohes Fest.

  • #32
    Klaus Lohmann

    @thomas weigle: Lieber entschlossen hinken als permanent Muslime und "teufelsaustreibende" Islamisten durcheinanderwürfeln;-) Auch Ihnen geruhsame Feiertage!

  • #33
    Aimée

    @kE #29,

    es fehlte an Spezialgeschäften, allerdings wussten Muslime schon wie sie sich aushelfen. Fragt man Menschen dieser Generation oder auch ihre Kinder, Enkel dann weiß man, sie haben regelmäßig in den jüdischen Geschäften gekauft.
    Über starke Charaktereigenschaften verfügt mehr oder minder jeder Einwanderer, in Deutschland ab Mitte der 60iger Jahre war es nicht schwieriger als in anderen Ländern und zu anderen Zeiten. Chinatown oder "little Italy" sind sicher Bsp. für das Abschotten, in Los Angeles "Glendale", das Ziel aller Armenier, nur der Unterschied ist, dass man unter sich lebt, aber zu dem Land steht und es nicht verändern will. Mit verändern meine ich, dass der Anspruch besteht aus "Little Italy" Italien zu machen und alle Nicht- Katholiken als Ungläubige bezeichnet werden. Es gibt auch keine Einflussnahme z.B. von China, ihre ehemaligen Landleute zu unterstützt und von Assimilierung als Verbrechen an den Menschen, hört man auch nichts. Vergleicht man den Einfluss der Türkei, bedingt durch die doppelte Staatsbürgerschaft, die Verbände (Ditib, IGMG, UETD, MHP bzw. Grauen Wölfe, BIG), dann ist da schon ein eklatanter Unterschied zwischen Parallelgesellschaft und Parallelgesellschaft.

  • #34
    kE

    @33:
    – Ich glaube, dass eine Auswanderung bis in die 80er deutlich schwieriger war als heute in einer globalisierten Welt mit Internet etc. Wer zu Hungerszeiten aus Deutschlnad, Irland in die USA geflohen ist, konnte nicht mal eben zurück für relativ wenig Geld. Die Überfahrt und Weiterreise war auch sehr risikoreich.
    – Bzgl. der Parallelgesellschaften sehe ich keine so großen Unterschiede in versch. Ländern. Es stellt sich ja auch die Frage, warum ich ein Land verlasse bzw. nicht dorthin ziehe, wenn ich so leben will, wie in einem anderen Land. Die Rolle der aktuellen Erdogan-Türkei ist natürlich speziell. Sie findet aber auch viel Unterstützung in der deutschen Politik. Vermutlich hofft man, so zusätzliche Wähler zu bekommen. Dabei ist eine kleine neue Zielgruppen-Partei in Deutschland wahrscheinlicher.
    In den USA Serien wird immer wieder auf die besondere Rolle, die "Spanisch" wg. der vielen Latinos spielt, hingewiesen. In Taxis etc. spricht der Fahrer im Regelfall auch nicht Englisch, wenn er telefoniert. Rechte werden eingeklagt. Klagen von angeblich Diskriminierten werden auch immer wieder beschrieben.
    – Die Verbände sind wie alle anderen Lobby-Gruppen. Im Endeffekt hängt es davon ab, ob sich Politiker selber auf ihren Menschenverstand verlassen oder aber von Lobby-Gruppen abhängig sind, weil sie keine eigene MEinung haben. In Gerichten ist der große Einfluss von Gutachtern ja auch sehr umstritten. Im Religionsunterricht ist es wenig nachvollziehbar, dass der hier die Verbände/Kirchen immer wieder eine besondere Rolle bekommen, wobei natürlich viele andere Religionen vergessen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.