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Simon-Wiesenthal-Center: Jakob Augstein unter den Top-Ten-Antisemiten

Deutschland hat es wieder einmal geschafft! Nachdem “wir” im letzten Jahr mit dem Duisburger Linken-Politiker Hermann Dierkes bereits im Top Ten-Ranking der weltweit größten Antisemiten vertreten waren, nun das: Der Freitag-Herausgeber und Spiegel-Journalist Jakob Augstein hat in diesem Jahr einen beachtlichen neunten Platz geholt! Das Ranking wird jedes Jahr vom Simon-Wiesenthal-Center veröffentlicht. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch, Herr Augstein!

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71 Kommentare zu „Simon-Wiesenthal-Center: Jakob Augstein unter den Top-Ten-Antisemiten

  • #51
    Puck

    @Arnold Voß #32

    Dem ist nix hinzuzufügen. Im Grunde ist es immer völlig nutzlos, gegen Antisemiten zu argumentieren, weil die mit nervtötender Redundanz immer wieder die gleichen Scheinargumente auffahren. Da kann man sich die Finger wund tippen.

    Besonders erheiternd ist dabei das seit kurzem auch hier auftauchende Argument, Israel wäre gegen die Zweistaatenlösung.
    Als wäre es nicht die PLO gewesen, die seinerzeit genau das abgelehnt hat. In der irrigen Annahme, die Isrealis in kürzester Zeit “ins Meer zu treiben”.
    Als wäre es nicht die HAMAS, in deren Charta die Vernichtung Israels als Ziel definiert wird – was sich, mit Verlaub, auch nicht sehr nach Zweistaaten-Lösung anhört.
    Aber das ist vermutlich auch jüdische Propaganda…

  • #52
  • #53
    der, der auszog

    @Jens Best

    Ich muss mich von Ihnen hier nicht als anonymer Wicht mit Schaum vor dem Mund beleidigen lassen. Meine Anonymität sollte Ihnen egal sein, denn sie ist nicht Thema dieser Diskussion. Es geht um Augstein und den Anisemitismusvorwurf gegen ihn. Allerdings scheinen Sie hier nicht nur über diesen Zusammenhang diskutieren zu wollen, sonst würden sie beim Thema bleiben. Sie wollen vermutlich auch stänkern.

    Jeder hat hier seitens der Betreiber dieses Blogs die Möglichkeit incognito zu texten und von dieser Möglichkeit mache ich Gebrauch. Diese Tatsache gibt Ihnen aber noch lange nicht das Recht, sich respektlos und beileidigend über mich zu äußern, auch wenn Ihnen diese Regelung nicht zu passen scheint.

    Wie wäre es, wenn Sie hier Ihre Mission für Augstein und den von Israel gefährdeten Weltfrieden beenden und sich auf die Blogs beschränken, in denen sie eh schon seit Tagen für Ihren Personal Jesus kämpfen? Erwähnen Sie einfach noch, wie Sie es in anderen Blogs bereits taten, dass sie dem Simon Wiesenthal Zentrum mitgeteilt haben, dass Ihre Familie in Zukunft nicht mehr an das WSC Spenden wird und gut is. Worauf warten Sie noch Herr Best? Etwa solange, bis jemand von Ihrem Stumpfsinn so angepisst ist, dass er auch Sie beileidigt, damit Sie ihm anschliessend mit Anzeige drohen und was von einer ominösen Staatsanwältin erzählen, die Sie noch glaubwürdiger macht, als sie es eh schon sind? Verschonen Sie uns hier bei den Ruhrbaronen bitte mit der Kinderkacke, die Sie sich in den letzten zwei Tagen in anderen Blogs geleistet haben.

    Eine Bitte Herr Best, denn ich kann Sie zu nichts zwingen: Gehen Sie einfach wieder. Sie würden mir einen großen Gefallen tun. Danke schön.

  • #54
    Puck

    @Achim #52

    Danke für den TAZ-Link.
    Gerade bei der TAZ weiß man nie so genau, woran man ist. Die Qualität der Artikel dort sind sehr… sagen wir mal unterschiedlich.
    Ein guter Indikator für die Befindlichkeiten im linken Spektrum, oder was sich dafür hält, sind allerdings die Leser-Kommentare, und was Antisemitismus der neuen Art betrifft, sehe ich da dunkelschwarz.

  • #55
    Jens Best

    @Der, der auszog

    1. Das ist der erste Blog, in dem ich zu diesem Thema kommentiere (das andere war ein Facebook-Posting bei Jan-Eric Peters) – macht also zwei virtuelle Orte, an denen ich zu diesem Thema kommentiert habe. Ich bin auf keiner Mission, eine weitere an den Haaren herbeigezogene Unterstellung ihrerseits.

    2. Ich kann sie “einen anonymen Wicht mit Schaum vor dem Mund nennen”, weil sie auf meine sachlichen Argumente vom ersten Moment an mit Unterstellungen und Anwürfen reagiert haben. Für sie gilt das gleiche wie für den offensichtlich geistig tollwütigen @Christian Wee – das sind meine letzten Worte an sie.

  • #56
    Arnold Voß

    @ Jens Best # 55

    Ich hoffe, dass das überhaupt ihre letzen Worte hier gewesen sind, Herr Best. Der einzige der hier unter “geistiger Tollwut” leidet scheinen sie nämlich selbst zu sein. Gehen sie dahin wo man ihren Umgangston schätzt. Hier ist er nicht erwünscht.

  • #57
    Jens Best

    @Arnold Voß

    Ich habe sachlich argumentiert und mich gegen falsche und verleumderische Anwürfe passend zur Wehr gesetzt. Ich bleibe, darauf können sie sich verlassen. Diese billige Hetze von Pseudo-Gutmenschen hier zeigt, dass es nötig ist, im Nahost-Konflikt endlich in Europa auch mit Israel deutlichere Worte zu finden.

  • #58
    Arnold Voß

    @ Jens Best # 57

    Sorry, aber sie entscheiden hier nicht ob sie bleiben.

    Einen Menschen der geistigen Tollwut zu bezichtigen, nur weil ihnen seine Meinung nicht passt, d a s ist billige Hetze. Das wars für sie auf diesem Blog, Herr Best.

  • #59
  • #60
    Walter Stach

    1.
    Da bisher hier im Blog noch nicht veröffentlicht, die persönliche Erklärung von J.Augstein zur “Rangliste weltweit domininierender Antisemiten des SWC”:

    “Für die Auseinandersetzung mit dem und den Kampf gegen den Antisemitismus hat das SWC meinen ganzen Respekt.
    Umso betrüblicher ist, wenn dieser Kampf geschwächt wird.
    Das ist zwangsläufig der Fall, wenn kritischer Journalismus als rassistisch oder anitisemitisch diffamiert wird.”

    Ich respektiere diese Erklärung von Augstein.
    Ich habe nicht den geringsten Anlaß, daran zu zweifeln, daß das, was Augstein hier sagt, auch von ihm so gedacht wird und so gemeint ist.
    Er ist für mich -weiterhin- kein Antisemit.

    2.

    Die hier im Blog laufende Diskussion zeigt in ihrer Entwicklung zunehmend, daß es ganz offensichtlich sehr schwer , möglicherweise sogar gänzlich ausgeschlossen ist, daß über Antisemitismus, über die Konfliktsituation Israel/Palästina/gesamter Naher-Osten, Iran-Israel, über die Gleichheit oder eben die Verschiedenartigkeit von Antisemitismus und Antiisraelismus,über die Kritik an der aktuellen Politik des Staates Israel, über die historischen, ideologischen, religiösen, sozialen, wirtschaftlichen Ursachen des Konfliktes (der gesamten Konfliktsituation) weitgehend vorurteilsfrei, weitgehend sachorientiert, weitgehend losgelöst von schon traditionell zu nennenden Argumentationslinien diskutiert wird.

    Wenn das so ist, wenn es für eine solche Feststellung meinerseits zumindest einige Argumente aufgrund vorangegangener Beiträge gibt, dann ist es ein Leichtes zu begreifen, warum die unmittelbar Betroffenen, die unmittelbar Beteiligten in Israel, in Palästina, im ges.Nahen-Osten nicht fähig, nicht willens zu sein scheinen, im Interesse der Menschen in dieser Region d e n Konflikt, besser wohl d i e Konflikte durch G e s p r ä c h e zu lösen.
    Gespräche, die unabdingbar voraussetzen, sich in die Position des Gegenüber zu versetzen, um zu verstehen, warum dieser so und nicht anders argumentieren kann und so und nicht anderes seine Ziele bestimmt.

    (Es hat ja -lang,lang ist her-, schon einmal solche Gespräche gegeben. Gespräche, die zu einem Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten geführt haben;davon sind wir heute weiter entfernt denn je.)

    W i r – relativ weit vom Schuß, wörtlich und bildlich gemeint-sind zu solchen Gesprächen hier im Blog augenscheinlich nicht fähig,nicht willens.
    Wir aber erwarten diese Fähigkeit,diesen Willen von den unmittelbar Betroffenen/Beteiligten in Israel, in Palästina, im ges.Nahen-Osten -schon eigenartig!

    3.
    Völlig unabhängig von der Anti-Antisemitismus Position, die niemand ohne überzeugende Beweise einem anderen absprechen sollte -auch hier imn Blog nicht-,wenn der Andere sich ohne Wenn und Aber öffentlich gegen jede Art von Antisemitismus ausspricht, aber auch völlig unabhängig davon, daß sehr wohl weiterhin Gegenteiliges versucht werden wird -auch hier im Blog-,sehe ich nicht die geringste Chance , daß der Konflikt Israel-Palästina, daß die gesamte Konfliktsituation im sog.Nahen-Osten sich friedlich lösen läßt; und darum geht es uns allen doch primär, oder irre ich mich?

    Was bleibt denn dann?
    Bis auf Weiteres scheint es gelingen zu können, den “Status quo” aufrechtzuerhalten;aber eben nur ” zu können”.

    Meine Hoffnung, daß die Aufrechterhaltung des “Status quo” gelingen könnte, beruht auf der Annahme, daß alle unmittelbar Beteiligten/Betroffenen wissen, daß die Alternative zu einer mir derzeit absolut irreal erscheinenden friedlichen Konfliktlösung bzw. zum Festhalten am “Status quo” der Krieg ist.
    Ich habe zur Konfliktlösung durch Krieg -unabhängig von alldem, was Krieg konkret bedeutet, möglicherweise auch unmittelbar für uns- vor einigen Wochen hier im Blog angemerkt, daß ich mit Blick auf denkbare Kriegsziele und denkbare Ziele anschließender Friedensverhandlungen persönlich nicht zu erkennen vermag, daß damit, also mittels eines Krieges, a u f D a u e r und n a c h h a l t i g akzeptable Lösungen des gesamten Nah-Ost-Konfliktes gefunden werden können; akezptabel für alle Beteiligten/Betroffenen.

    Deshalb habe ich seinerzeit in der Disk.hier im Blog angeregt, ausgehend vom Festhalten am “Status quo”, ‘mal darüber nachzudenken, ob die verfeindeten Parteien im Nah-Ost-Konflikt nicht ähnlich vorgehen könnten wie die BRD seinerzeit, maßgeblich von W.Brandt initiert und umgesetzt, sich nämlich Schritt für Schritt um eine Annäherung der beiden deutschen Staaten zu bemühen , und zwar damals zunächst nicht mit dem Ziel, das Grundproblem zu lösen, nämlich die Überwindung der Teilung Deutschlands, sondern um zunächst das Leben der Menschen, vornehmlich in der DDR zu verbessern, aber auch, um für die Westdeutschen die Einreise in die DDR und ihren Aufenthalt in der DDR zu erleichtern, damit später…………………!

    Mir ist sehr wohl bewußt, daß der eine Konflikt nicht ohne Weiteres und Punkt für Punkt mit dem anderen zu vergleichen ist.Folglich sind auch nicht so ohne Weiteres die Mittel und Wege zur Lösung des einen Konfliktes auf den anderen übertragbar. Nur erscheint mir, darüber ‘mal nachzudenken ist naheliegend.
    Wir könnten ja hier im Blog im strittigen Gespräch ein diesbezügliches Ob und Wie disktuieren.

    Aber…….sh. vorstehend abschließend zu 2-;mir scheint, u n s fehlen dazu mindestens in gleichem Maße der Wille und die Fähigkeit wie den Konfliktparteien im gesamten Nahen-Osten, insbesondere in in Israel und Palästina.

    Zur Zeit sehe ich weder einen Willy Brandt in Israel noch auf der “anderen” Seite jemanden, der auf eine solche Poltik der schrittweisen Annäherung einzugehen bereit sein und als deren erstes Ziel vereinbart werden könnte, allen Menschen in der Region ein Leben in Sicherheit , fei von Not und Elend Not zu garantieren.

    Unstrittig ist, daß eine solche Politik mit erheblichen politischen Risiken verbunden ist-mit persönlich-politischen für ihre Protagonisten und mit politischen für die sie tragenden Parteien.
    Ich erinnere daran, wie die sog.Deutchlandpolitik W.Brandts in der BRD seinerzeit bekämpft und welchen beleidigenden Vorwürfen W.Brandt ausgesetzt war;interessant dazu die neuesten Erkenntnisse über einen “geheimen Geheimdienst” konservativer Kräfte aus CDU/CSU, ausschlließlich mit dem Ziel, die demokratisch legitimierte Deutschland-Politik von Brandt zu bekämpfen-sh.ZEITmagazin Nr.49/12;Egon Bahr nennt das: “den größten Skandal in der Geschichte der Bundesrepublik”.
    (Die Medien haben darüber bisher bestenfalls am Rande berichtet, und warum? “Steinbrück will höheres Kanzlergehalt” garantiert vermutlich eine höhere Auflage. Der von Bahr so bezeichnete Skandal wäre allerdings einer Diskussion wert. Auch hier im Blog?)

  • #61
    Achim

    @Puck @54

    “Ein guter Indikator für die Befindlichkeiten im linken Spektrum, oder was sich dafür hält, sind allerdings die Leser-Kommentare, und was Antisemitismus der neuen Art betrifft, sehe ich da dunkelschwarz.”

    Ich empfehle Ihnen auch mal einen beherzten Blick auf
    die Diskussionsbeiträge z.B. auf die Diskussionen
    auf dem Facebookprofil von MdB Ruprecht Polenz.

    Besonders erstaunlich finde ich es, wenn dort geschrieben
    werden darf, man sei CDU-Mitglied und “Idealist”, also
    MHP-Anjänger.

    Man stelle ich mal vor, jemand schriebe auf dem
    Facebookprofil eines SPD-Politikers, man sei
    SPD-Mitglied und MLPD-Fan.

    Ich trage hier zwar vermutlich Eulen nach Athen.

    Aber ich möchte noch mal erwähnen.

    Mustafa Kemal hatte in seinem politischen
    Testament u.a. geschrieben.
    – Bis 1936 wird ein neuer Krieg von Deutschland
    ausgehen.
    – Deutschland wird wieder verlieren.
    – Die Türkei sollte sich vom Krieg fernhalten.

    Bis auf eine Ungenauigkeit von drei Jahren
    lag Mustafa Kemal da genau richtig, aber wie
    konnte der vor 1933 bereits ahnen, dass
    Rheinlandbesetzung (1936), Annektion Österreichs
    und die Errichtung des “Protektorates Böhmen und
    Mähren” von den Westmächten toleriert würden?

    Der Jungoffizier Alparslan Türkes sah dies während
    des Zweiten Weltkrieges anders und warb für
    eine neue deutsch-türkische Waffenbrüderschaft.

    Aus Sicherheitsgründen wurde er deswegen
    von der türkischen Regierung interniert, was
    aber eine Fortsetzung der Militärkarriere
    nicht verhinderte.

    Später gründete Alparslan Türkesch dann die
    MHP mit der Jugendorganisation der “Grauen Wölfe”.

    Bisher hatte ich eine so positive Meinung von
    der CDU, dass ich von einer Unvereinbarkeit
    beider Parteien ausging.

    Aber die CDU sucht wohl so verzweifelt nach
    geeigneten Ansprecghpartner in der türkischen
    Community, dass …

    Achim

  • #62
    Achim

    Frieden ist durchaus möglich:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratischer_Frieden

    Angesichts der Spaltung in Westbank und Gaza ist
    zur Zeit nur eine “Drei-Staatenlösung” möglich, denn
    eine Wiedervereinigung von Gaza und Westbank ist
    nicht zu erwarten, da:
    – Eine “friedliche Verständigung” nur aufgrund eines
    gemeinsamen Krieges gegen Israel möglich erscheint.
    – Auch ein “Rückeroberung” des Gazastreifens durch die
    Fatah – z.B. mit israelischen Waffen – eine ausgesprochen dumme Idee wäre.

    Bleibt nur ein “Separatfrieden” zwischen Israel und der
    Westbank.

    Die Westbank würde dann ein demokratischer
    entmilitarisierter souveräner Staat.

    Alle in der Diaspora lebenden palästinensichen
    Flüchtlinge und deren Nachkommen erhielten
    dann ein “Rückkehrrecht” in die Westbank.
    Die Selbstmordforderung zur “Rückkehr” nach
    Israel müsste dazu aufgeben werden.
    Auch die jüdischen Flüchtlinge können ja auch
    nicht in die arabischen Länder zurück.

    Dieser Westbankstaat müsste durch Tranitrechte
    und Wasserrechte (Gleicher Wasserpreis für Alle)
    ökonomisch gestützt werden.
    Da der Flughafen von Gaza zur Zeit und bis auf
    weiteres nicht zur Verfügung steht, müsste
    irgendwo anders ein Platz für einen Flughafen gefunden werden.

    Die Hauptstadt von Italien ist bekanntlich Rom.
    Der Vatikanstaat ändert daran nichts.
    Eine ähnliche Lösung könnte für Jerusalem gefunden
    werden. Der Westbankstaat erhält dann den
    grössten Teil der Altstadt (ohne Klagemauer)
    und die arabischen Vororte.
    Gemeinsame Probleme könnten in
    “grenznachbarschaftlicher Zusammenarbeit”
    gelöst werden.
    Auf dem gesamten Gebiet der Stadt würde
    dann entweder israelisches oder oder
    palästinensisches Recht gelten.

    Dieser Staat wäre im Friedensfall lebensfähig.
    Für die Lebensfähigkeit eines solchen Staates
    im Falle eines Krieges mit Israel interessiere
    ich mich einfach nicht.
    Ich glaube dass die Lebensunfähigkeit eines
    solchen Staates im Kriegsfalle seine
    Friedfertigkeit fördert und dass ist auch gut so.

    Achim

  • #63
    Walter Stach

    -62-Achim:
    Einverstanden, wenn……
    Wenn man es wollen würde, dann wäre eine umfassende, in einem Friedensvertrag geregelte, durch die UNO -evtl.zusätzlich durch die USA,China,Rußland- garantierte Lösung des Israel-Palästina Konfltikes möglich, z.B. im Sinne der von Ihnen favorisierten “Drei Staatenlösung” oder eines anderen von den Betroffenen “auszudenkenden” und “auszuhandelnden” Konzeptes.

    Da ich derzeit -leider- nicht erkennen kann, daß es in Israel und/oder bei den Palästinensern die politische Führungspersönlichkeit mit entsprechender parteipolitischer Unterstützung, mit Unterstützung durch andere gesellschaftliche relevate Gruppen -Religionsgemeinschaften,Religionsführer?- und mit der Aussicht auf eine mehrheitliche Zustimmung im Parlament/in der Bevölkerung für eine solche “große Lösung” gibt, scheint mir nach wie vor die Idee von der Politik der Annäherung über viele kleine konkrete Schritte bedenkenswert.Aber selbst dafür bedarf es eines W.Brandt in Israel und es bedarf der Führungspersönlichkeiten “auf der anderen ” Seite, die diese Annäherung über eine Politik vieler kleiner konkreter Schritte nicht nur wollenl, sondern die auch bereit sind, dafür ihr politisches Überleben auf’s Spiel zu setzen -sh.W.Brandt- oder sogar ihr reales Leben!

    (Und ergänzend zu Ihren Erwägungen:
    Es wäre nicht nur möglich, sondern es ist sogar naheliegend, daß eine solche “Dreistaaten-Lösung” die USA,die EU und andere, die an einer friedlichen Konfliktlösung ein immenses Interesse haben, veranlassen könnte, die wirtschaftliche Entwicklung der so befriedeten Region (Teil-region im Nahen-Osten) mit erheblichen finanziellen Mitteln zu fördern bis hin zur Unterstützung gemeinsamer (!!) wirtschaftlicher Projekte der Drei-staaten, z.B. im Bereich der Wasserversorgung. Letzteres wird ,so höre und lese ich immer öfter, mit Blick auf das Jordan-Wasser und dessen Nutzung durch die “Anlieger” so oder so zu einem Problem anwachsen, das für sich allein Anlaß für außerordentlichen Streitigkeiten bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Jordan-Anliegern liefern kann, egal, wie diese Anlieger staats- bzw. völkerrechtlich “verfaßt” sind.)

  • #64
    Freitagleser

    Ein Kleines Bonbon für alle Liebhaber von Verschwörungstheorien: Könnte die ganze Aktion nicht auch damit zusammenhängen, dass DER FREITAG die einizige nennenswerte deutsche Zeitung ist, die Beiträge von Uri Avnery druckt?

  • #65
    Stefan Laurin

    @Freitagleser: Ich glaube der Freitag liegt deutlich unterhalb jeder medialen Wahrnehmungsschwelle. Es geht um Augsteins Spiegel-Online-Kolumnen. Was im Freitag steht, bekommt doch kaum jemand mit.

  • #66
    Walter Stach

    -65-Stefan:
    Ich bin kein “Freitag”-Leser, gehöre also zu denjenigen, von denen Du wohl zurecht annehmen kannst, daß sie J.Augstein und seine journalistische Arbeit vorwiegend aus SPIEGEL online kennen.

    So nebenbei gefragt:
    Stefan, warum kommt “Freitag” aus Deiner auch fachkompetent journalistischen Sicht nicht zu einer Auflage, die langfristig seine “Selbstfinanzierung” möglich machen könnte und vor allem, die es erst dann ermöglichen würde, ihn als zu beachtenden Faktor in der politisch-medialen Landschaft bezeichnen zu können.Ich habe keine Ahung.
    Aber ..sh.oben.., nur so nebenbei gefragt, denn relativ unwichtig, jedenfalls für mich.

  • #67
    Stefan Laurin

    @Walter: Ich glaube, das Hauptproblem vom Freitag ist , dass das Blatt nicht überrascht. Es dient der Selbstvergewisserung der Leser – das ist zu wenig.

  • #68
  • #69
    Broder nicht ernst nehmen

    “Zentralrat der Juden verteidigt Jakob Augstein

    tagesschau.de, 4. Januar 2013

    Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, hat sich vom Antisemitismus-Vorwurf gegen Jakob Augstein distanziert. Das amerikanische Simon Wiesenthal Zentrum hatte den Journalisten und Verleger der Wochenzeitung “Der Freitag” in seiner jährlichen Liste der schlimmsten Antisemiten auf Platz neun gesetzt.

    Auf der Liste der schlimmsten Antisemiten: Jakob Augstein

    “Ich habe einiges von ihm gelesen, es war nicht sehr viel. Ich hatte nie den Eindruck, dass das, was er geschrieben hat, antisemitisch ist”, sagte Korn im Deutschlandradio Kultur. Selbst wenn man sich frage, warum Augsteins Kritik überspitzt sei und immer Israel thematisiert werde, sei es nicht richtig, ihn deshalb als Antisemiten zu bezeichnen.

    Das Simon Wiesenthal Zentrum mit Sitz in Los Angeles habe bei seiner Kritik an Augstein offensichtlich nicht genügend recherchiert oder sich kundig gemacht, kritisierte Korn. “Offensichtlich ist das Simon Wiesenthal Center ziemlich weit weg von der deutschen Wirklichkeit.”

    “Man kann nicht alles ernst nehmen, was Broder sagt”

    Es sei von der nach dem Nazi-Verfolger Simon Wiesenthal benannten Menschenrechtsorganisation nicht sehr klug gewesen, der Argumentation des Publizisten Henryk M. Broder zu folgen. Das Zentrum hatte sich in seiner Beurteilung auf Broder berufen, der Augstein als “lupenreinen Antisemiten” bezeichnet hatte.

    Broder schieße nun mal über das Ziel hinaus und sei ein Polemiker, der stark überspitze, sagte Korn dazu. “Man kann nicht immer alles wörtlich nehmen, was er sagt, und man kann auch nicht immer alles ernst nehmen, was er sagt.”

    http://www.tagesschau.de/inland/augstein102.html

  • #70
    der, der auszog

    Mittlerweile gibt es auch auf SPON einen ersten ausführlicheren Bericht über den “Fall Jakob Augstein”. An der Diskussion, ob Augstein nun Antisemit sei oder nicht, wird sich der Spiegel demnach nicht beteiligen. Zum einen sieht das Medienunternehmen Jakob Augstein nicht als Antisemiten, zum anderen gibt es zu bedenken, dass es Augstein auch nicht verteidigen könne. Diese Befangenheit beschreibt Autor Clemens Höges wie folgt: “Und wir können ihn kaum verteidigen, weil jeder Leser erwarten würde, dass wir ihn verteidigen. Das würde jeden Satz entwerten.”

    Interessant ist der Versuch dieses “knifflige Thema” dahingehend zu lösen, Jakob Augstein und den Mitarbeiter des SWC, Rabbi Abraham Cooper, der für die TopTen Liste verantwortlich ist, an einen Tisch zu bekommen. Entäuschend ist die Reaktion des Rabbi, der seine Teilnahme davon abhängig macht, dass Augstein sich vorher öffentlich für die Äußerungen, die als Zitate auf dem WSC-Ranking seinen Antisemitismus belegen sollen, entschuldigt.

    Jetzt bin auch ich an einem Punkt, an dem ich die Seriosität des SWC ebenfalls infrage stelle. Eine Entschuldigung Augsteins käme dem Eingeständnis gleich, dass er ein Antisemit ist. Aber genau das bestreitet er und eine Diskussion, die Aufklärung darüber erbringen könnte, wird von Seiten des WSC blockiert.

    Persönlich halte ich einen Teil von Augsteins Aussagen weiterhin für so grenzwertig, dass ich den Vorwürfen, die man gegen ihn erhebt, folgen kann. Ich gebe aber weiterhin zu bedenken, dass man Augstein nicht mit den anderen Kandidaten, die auf der Liste stehen, in einen Topf werfen darf. Ein Gespräch zwischen den beiden Parteien könnte durchaus Aufklärung schaffen und mich – wahrscheinlich auch viele andere – in der Meinungsbildung zu dieser Angelegenheit weiterhelfen. Der schwarze Peter liegt jetzt erst einmal beim Simon Wiesenthal Center.

    Nichtsdestotrotz ist es begrüßenswert, wenn in der Öffentlichkeit wieder mehr über das Thema Antisemitismus geredet wird, wozu die Causa Augstein und die Provokationen Broders sicherlich einen erheblichen Teil beitragen. Das Bild des Antisemiten verändert sich, obwohl die Kriterien, nach denen man Antisemitismus beurteilt, dieselben bleiben. Man schaut jetzt auch in andere Bereiche der Gesellschaft, bei Intellektuellen beispielsweise oder bei Linken, wo man Antisemitismus bis vor einigen Jahren erst einmal nicht vermutet hätte, war der Antisemit doch immer dumm und stand rechts und hatte irgendwie was mit Nazis zu tun. Antisemitismus ist keine Erfindung der Nazis, sondern ein uraltes Problem in unserer westlichen und östlichen Hemesphäre.

    2017 feiern wir das Lutherjahr. 500 Jahre Reformation, Kirchenspaltung, ein Meilenstein der deutschen und europäischen Geschichte, sowohl aus geistlicher wie auch weltlicher Sicht. Vielleicht gelingt es ja, über die Person Luther auch den Antisemitismus in den Kirchen zu greifen. Ein Thema, was meiner Einschätzung nach gerne umschifft wird, wenn man den Kirchenmann und seine Errungenschaften für Deutschland und Europa würdigt. Luther war einer der größten Antisemiten seiner Zeit und stand mit seinen Forderung Synagogen und Häuser von Juden anzuzünden, sie in Ställe zu pferchen und zu niederen Arbeit zu zwingen den Nazis in Nichts nach. Dies als ein Beispiel von Bereichen, wo die derzeitige Diskussion über Antisemitismus meiner Meinung nach auch noch zu führen wäre.

    hier noch der Link zum Spiegel-Artikel
    http://www.spiegel.de/spiegel/antisemitismus-vorwurf-gegen-jakob-augstein-a-875937.html

  • #71

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