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Tauss, der Kinderschändergucker der Piraten, ist verurteilt – zu recht

In Ruhrgebiet | Am 28 Mai 2010 | Von Stefan Schroeder

Das Urteil ist milde. Wie so oft. Der Kinderschändungen sammelnde Piratenpolitiker Jörg Tauss, dieser Ex-SPD-Fachmann für das Internet, ist nur zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. In den Knast muss der Pirat wegen seiner Vergewaltigungsbildersammlung nicht. Schade. Ich hätte es ihm gegönnt.

Es ist nun gerichtsfest nachgewiesen, dass sich Tauss Bilder von Kindervergewaltigungen besorgt hat.

(Das Gericht hat nicht festgestellt, dass sich der Angeklagte die fiesen Missbrauchsdokumente aufgrund seines “sexuellen Interesses” besorgt hat. Das war bei der Urteilsfindung unerheblich, sagt das Gericht. Deswegen habe ich die ursprüngliche Passage hier oben geändert, auch wenn ich Tauss nicht ein Wort glaube. Danke an teacup Kommentar #2 für den Hinweis.)

Damit ist gleichzeitig Tauss’ Schutzbehauptung als solche entlarvt, er habe nur aus dienstlichen Gründen die Vergewaltigungen gesammelt. Nein, dem war nicht so. Tauss hat sich in seinem Lügengeflecht verfangen. Mit dem Urteil ist die Sache aber nun geregelt. Es gibt keine Unschuldsvermutung mehr, sondern nur noch eine Schuldgewissheit.

Wie gehen nun die Piraten damit um, mit dem Vergewaltigungsbildchensammler in ihren Reihen. Können sie es sich politisch leisten, mit einem Mann zusammen für die Freiheit im Netz zu streiten, der diese Freiheit missbraucht hat für ein ekeliges Verbrechen? Ich denke nein. Sie können es nicht.

Die Piraten müssen jetzt endlich den Schlussstrich ziehen, den sie nicht zu ziehen wagten, als der Überläufer Tauss sich anbot als erster Abgeordneter der Piratenpartei im Bundestag.

Tauss muss weg.

Aufgrund der aktuellen juristischen Auseinandersetzung mit Jörg Tauss haben wir die Kommentarfunktion ausser Kraft gesetzt.


163 Kommentare zu »Tauss, der Kinderschändergucker der Piraten, ist verurteilt – zu recht«

  1. #151 | Logos sagt am 31. Mai 2010 um 09:05

    @#140, Alex Lempe:

    “Der Artikel spricht genau das aus, was viele Bürger in Deutschland denken, es aber nicht wagen, dies öffentlich zu machen …”
    wenn das allein schon Rechtfertigung genug ist, dann gute Nacht.

    “na und? – war eben emotional und menschlich.”
    Wenn so eine lapidare Bemerkung auch nur ansatzweise als “Entschuldigung” für die Entgleisungen des Artikels geeignet wäre, dann ließen sich damit jegliche Unterstellungen, Unwahrheiten, üble Nachrede, Diffamierungen und Beleidigungen rechtfertigen.
    Möchten sie das noch einmal überdenken?

    Was genau verstehen sie unter “Unterschützer”? Subsumieren sie da jeglichen Artikel-Kritiker darunter – und sei die Kritik auch noch so berechtigt?
    Apropos “soziale Probleme in Deutschland ernsthaft anpacken zu wollen” – erinnern sie sich noch, wer beim Thema Bekämpfung der Verbreitung von pervers motivierter Dokumentation von Kindesmissbrauch (fälschlich als Kinderpornographie bezeichnet) für wirkungslose bzw. kontraproduktive Internetsperren agitierte und wer für sinnvolles Löschen eintrat? Oder haben sie die Tatsache mal eben verdrängt, weil sie so gar nicht zu ihrer diffamierden Bemerkung passen wollte?

    Im Übrigen können sie weiter versuchen, die PP durch hohle Behauptungen (Partei nicht nur unwählbar ist sondern den Status Partei nicht mal im Ansatz verdient. Selbst der Begriff Bürgerrechtsbewegung beschönigt die Piraten geradezu), denen sie auch nicht eine einzige stichhaltige Begründung folgen ließen, geschweige denn einen Beleg, zu bashen. Intelligentere Menschen als sie durchschauen derart billige Polemik sofort.

    Selbst auf die Gefahr hin, dass nun ihr simpelst zusammengestricktes Weltmodell in sich zusammen bricht:
    auch ich bin [aktiver] Pirat aber kein ITler – und damit bin ich innerhalb der Piraten keine Ausnahmeerscheinung, sonder eher der Standard. Wenn sie in dieser Sache auch nur einen Funken Wahrheitsverbundenheit im Leib besessen hätten, dann wäre es ihnen ein leichtes gewesen, selbst diese Erkenntnis zu erlangen und sich ihre peinliche Bemerkung zu verkneifen: ein kurzer Blick auf die Berufe z.B. der NRW-Listenkanditaten – alles öffentlich – wäre geeignet gewesen, ihrem Irrtum Abhilfe zu leisten.

    Auch wenn sie die Piraten nicht mögen (aus welchen abstrusen und herbeifabulierten Gründen auch immer) – bleiben sie wenigstens bei der Wahrheit. Oder sind das für sie zu hohe Anforderungen?

  2. #152 | Schlechter Journalismus am Beispiel Ruhrbarone « Tante Jays Café sagt am 31. Mai 2010 um 09:23

    [...] schlimmsten seit langem finde ich das aktuelle Beispiel eines Artikels über Jörg Tauss. Und das mehr als offensichtliche Unverständnis, dass die „Journalisten“ von [...]

  3. #153 | Alex# sagt am 31. Mai 2010 um 21:26

    @Logos: Ich wundere mich nicht, daß sich mal wieder ein Pirat angepisst fühlt, weil jemand negativ gegen den Zustand Piratenpartei redet. Ich bleibe dabei, die Piratenpartei ist ein riesiger Scheiterhaufen, der dabei ist, sich selber abzufackeln und das ist auch gut so. Und jetzt sei es dir freigestellt, mit weiter Polemik, Diffamierung oder sonstigen Scheiss vorzuwerfen denn es interessiert mich nicht im geringsten. Daß Kritiker bei den Piraten verhasst sind, ist kein Geheimnis.

  4. #155 | Logos sagt am 1. Juni 2010 um 09:05

    @Kempe: Ich wundere mich nicht, daß von ihnen nicht eine einzige berechtigte Frage beantwortet wurde, ja, dass von ihnen in der Sache rein gar nichts kam. Wie gesagt: Das verwundert nicht – im Gegenteil. Von Typen ihrer Schlages erwarte ich nichts anderes.
    Kritik? Von ihnen? Merkbefreit? Dass ausgerechnet sie sich dazu versteigen, von Kritik zu faseln, obwohl sich diese ausschließlich in hohlen Behauptungen erschöpft und sie selbst nach Aufforderung nicht mal etwas entfernt Ähnliches wie eine Begründung, geschweige denn einen Beleg, folgen lassen, sagt mehr über sie aus, als ihnen lieb sein kann.
    Auch ich könnte ihnen einfach so irgend etwas Negatives andichten, aber mich auf ihr Niveau herabzulassen widert mich einfach an.
    Mutmaßlich mangelt es ihnen einfach an der Charaktergröße, bloßen Unfug als solchen einzugestehen – auch wenn überprüfbare Fakten noch so evident ihre Behauptung (Piraten als neues ITler-Hobby) widerlegen.
    Naja, mit Wahrheit habens sies wohl nicht so. Traurig, aber muss man wohl einfach hinnehmen.

  5. #156 | WolfgangP sagt am 1. Juni 2010 um 09:54

    Auch wenn der Artikel insgesamt polemisch geschrieben ist, so sollte man doch die Fakten richtig darstellen: Der Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie ist ein Vergehen, und kein Verbrechen.
    Dies sollte man korrigieren.

  6. #157 | Tauss vs. Ruhrbarone – das Netz erwürgt sich selbst « Party-Newbie sagt am 1. Juni 2010 um 11:00

    [...] muß Tauss der Kommentar der Ruhrbarone besonders hart getroffen haben, gerade weil er nicht aus den etablierten Medien kam, von denen er [...]

  7. #158 | frau nerdinger sagt am 1. Juni 2010 um 11:54

    Die Sachlage beiseite. Streicheln sie Ihren Hund mit dieser Hand mit der Sie tippen, Herr Schröder? Wenn man sich über die Verbrechen anderer Menschen echauffieren möchte als “Journalist”, und nicht in den Bild-Graben zu fallen gedenkt, dann bitte die Sprache anpassen. Das ist ein Gossenartikel. Pfui!

  8. #159 | Reinard sagt am 1. Juni 2010 um 12:33

    Gossenartikel ist das richtige Wort, denke ich. Der Kopf dahinter sollte für eine Weile unter den kalten Wasserhahnen. Man kann in der Tat über alles unverhetzender kommentieren. Diese Echauffiertheit lässt offensichtlich klares Denken nicht mehr zu.

  9. #160 | Tauss zeigt sein wahres Gesicht « RITINARDO sagt am 2. Juni 2010 um 08:44

    [...] nun not tut ist Solidarität mit den Ruhrbaronen. Auch wenn der Beitrag, den sie brachten nicht der feinste war. Aber so gehts nicht Herr [...]

  10. #161 | Guten Morgen | Too much information :: toomuchinformation.de sagt am 3. Juni 2010 um 09:28

    [...] Schwenzel nimmt die Ruhrbarone für ihre Kommentare zum Tauss-Urteil hart ins [...]

  11. #162 | Piratenweib´s Welt | Musste das sein, Herr Tauss? sagt am 9. Oktober 2010 um 21:07

    [...] Die Ruhrbarone bzw. Stefan Schröder, einer von ihnen, ging einen Schritt weiter und nannte Tauss am 28. Mai 2010 in seinem Artikel einen “Vergewaltigungsbildchensammler”. Das ist eine sehr frei, nicht nette, aber durchaus mögliche Bezeichnung von Tat und Urteil. Schließlich handelt es sich bei den fraglichen Bildern um Vergewaltigungen von Kindern. Der Begriff Kinderpornographie ist der Dimension des ganzen wohl kaum angemessen, ist Pornographie doch bei uns inzwischen gesellschaftsfähig. Kindesmissbrauch aber – ich hoffe doch – nicht. So, was stand denn noch Schlimmes im Blogartikel der Ruhrbarone:  “der Kinderschändungen sammelnde Piratenpolitiker”. Das ist definitiv keine Lüge. Nur eine etwas hart ausgedrückte Wahrheit. [...]

  12. #163 | “süffisantes Lächeln” » Rechtsanwalt Markus Kompa sagt am 6. Januar 2011 um 17:35

    [...] “Ruhrbarone” erschien mir schon mehrfach als überbewertet. Das hat sich durch diesen reaktionären Rülpser wohl eher nicht [...]