Auf sie mit Gebrüll!

Maral Salmassi Foto: Sceenshot/Youtube

Als hätten taz und Spiegel nur darauf gewartet, sie endlich einmal dranzukriegen, schießen sie sich mit Schlagzeilen wie „Staatlich geförderte Hasspredigerin“ und „Berliner Fördermittelskandal“ auf Maral Salmassi, eine mutige Kämpferin gegen Antisemitismus, ein. Der Gründerin des Zera-Instituts, das „nach neuen Wegen im Kampf gegen den Antisemitismus sucht“, wird Hass und Hetze vorgeworfen. Sogar Antisemitismus unterstellt man ihr nun.

Nur weil sie Probleme klar benennt und polemisch zuspitzt, ist sie keine Hasspredigerin. Ein Begriff übrigens, der für eine Frau, die aus dem Iran vor den wirklichen Hasspredigern geflüchtet ist, besonders beleidigend sein dürfte, liebe taz.

Zurecht kritisiert sie die winzige Minderheit an Juden, die die Existenz Israels ablehnen. Es sind nicht „linke und liberale Juden“, wie in der taz behauptet wird, wohl eher einzelne Juden wie z.B. Judith Butler, die immer wieder gebraucht werden, um zu behaupten, dass Juden den Staat Israel ablehnen. Es sind Tokens oder Alibi-Juden. Da hat Salmassi einfach Recht.

Ansonsten verwechselt man in den linken Mainstreammedien mal wieder Polemik mit Hetze.
Ob Salmassi nun den Guardian im Zusammenhang mit einer tendenziös antiisraelischen Dokumentation als „Stürmer“ bezeichnet oder Kristin Helberg, wenn sie Islamisten wohlwollend einordnet, um Israel an den Pranger zu stellen, „Miss Dschihad“ nennt, das ist weder Hass noch Hetze, sondern ein gängiges Stilmittel. Da wird kritisiert, dass sie Enissa Amani, die nichts an antisemitischen Peinlichkeiten inklusive der Teilnahme an der Gaza-Flottille auslässt, „einfältiger Goblin“ nennt. Der Begriff „Pali-Orks“ für die Unterstützer der Free-Palestine-Endzeit-Sekte oder eine Collage aus Arafat und Hitler werden vom Spiegel als Überraschung Hass und Hetze angeprangert.

Das ist weder Hass noch Hetze, das ist Polemik und Zuspitzung, nichts weiter.

Der Vergleich der Free-Palestine-Bewegung mit Nazis kommt ja nicht von ungefähr. Sie lieben Hitler, und sie meinen mit „Free Palestine“ keine Zweistaatenlösung, sondern die Vernichtung Israels und die Zerstörung des Westens. Wie Abdallah Alkhatib, der bei der Berlinale Deutschland drohte, sagte: „Free Palestine from now until the end of the world.“ Die Unterstützer der Free-Palestine-Bewegung „Pali-Orks“ zu nennen, ist auch gar nicht so weit hergeholt. Das Böse wird von hässlichen und primitiven Wesen unterstützt. Das passt doch.

Bei der Äußerung zu Soros ist Salmassi ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen. Im Zusammenhang mit dessen Einfluss auf die Migrationspolitik nannte sie ihn „Parasit“. Hier ist sie wohl in die Falle getappt, denn man könnte diese Zuspitzung als Antisemitismus interpretieren. Sie war natürlich niemals so gemeint. Maral Salmassi hat sich dafür auch ausdrücklich entschuldigt. Aber damit hofft man bei Spiegel und taz nun, sie zu Fall zu bringen.

Geht man die Vorwürfe von „Hass und Hetze“, die  taz und Spiegel ausgebuddelt haben, einmal durch, bleibt nicht viel. Für eine Skandalisierung und die Initiierung einer Rufmordkampagne reicht die Recherche vielleicht aus. Vor allem aber will man wohl den angeblichen „Fördermittelskandal“ rund um die Fördermittelvergabe durch Joe Chialo weiter anheizen. Er war der erste „Kulturpolitiker Deutschlands, der den Kampf gegen den israelbezogenen Antisemitismus ernst nahm“. Dafür bekam er nicht nur den Hass des antisemitischen Pöbels zu spüren, auch einer künstlich inszenierten Fördermittelkampagne musste er sich stellen. Nun wird in diesem Zusammenhang eine Vetternwirtschaft konstruiert, die es so auch nicht gab.

Der Kampf gegen israelbezogenen Antisemitismus ist schwierig. Zu viel Einfluss haben Antisemiten aus dem linken, dem islamistischen und dem akademischen Milieu auf die Mitte der Gesellschaft. Bei einer Veranstaltung des Zera-Instituts Ende Januar in Berlin, die Maral Salmassi moderierte, plädierte Ahmad Mansour dafür, „in den Sozialen Netzwerken emotionaler aufzutreten, um die Reichweite zu erhöhen“.
Und genau das macht Maral Salmassi. Ich finde ihre Posts klasse. So machen das eben die dark liberals https://www.ruhrbarone.de/die-radikale-mitte-was-soll-das-ueberhaupt-sein/255567/, wenn sie gegen Orcs und Goblins kämpfen, die den Westen zerstören wollen. Gerade wegen ihrer provokanten Art mag ich Maral Salmassi.

Unter dem Strich ist da, ähnlich wie bei der Diffamierungskampagne gegen Ahmad Mansour, nicht viel Substanzielles gegen Maral Salmassi zu finden, und es bleibt zu hoffen, dass sie genauso weitermacht – konsequent in ihrem Kampf gegen Antisemitismus und provokant in ihren Äußerungen.

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