Parolen, Tannenduft und Kunst

Graffiti 1992 in Dortmund Foto: 1970gemini Lizenz: CC BY-SA 4.0

Vor 100 Jahren wurde die Sprühdose erfunden. Seitdem kann man mit ihr viel Unfug machen.

Wenn der Norweger Erik Andreas Rotheim statt Ski fahren einem vernünftigen Hobby wie Bier trinken oder Computerspielen gefrönt hätte, wäre er vielleicht nicht einer der wichtigsten Erfinder des 20. Jahrhunderts geworden. Aber weil seine Skier ihm zu langsam waren, suchte er nach einem Weg, sie schneller und gleichmäßiger zu wachsen. Er packte den Wachs in eine Metallröhre, gab Gas hinzu und – Simsalabim – erfand er 1926 die Sprühdose. Reich wurde er mit seiner Dose nicht. Erst nach seinem Tod 1938 begann der Boom der Sprühdose, einem Gerät, das so viele Fans wie Feinde hat.

Eine der frühesten Einsatzgebiete war neben dem Ski-Tuning die Insektenbekämpfung. Gegen die surrenden und stechenden Nervensägen wurden Insektenvernichtungsmittel aus Sprühdosen eingesetzt. Beherzt verwendet, sorgte es dafür, dass sich nach zehn Minuten hunderte Mücken und Fliegen, die einen Raum in Beschlag genommen hatten, auf dem Boden liegend befanden und mit dem Besen zusammengekehrt werden konnten. In einem ruhigen Raum, der nach Insektenkiller roch, konnte man so ruhig und nur leicht hustend seine Ruhe finden. Wer den Geruch zu penetrant fand, konnte zu einem Raumspray greifen und Tannenduft versprühen.

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AfD-Neujahrsempfang mit Höcke: Gegendemonstration auf dem Friedensplatz in Dortmund

Friedensplatz vor dem Rathaus Dortmund: Foto: Smial Lizenz: CC BY-SA 2.0 de

Morgen wird Björn Höcke, Faschist und völkischer Wortführer der AfD, beim Neujahrsempfang der Dortmunder AfD-Ratsfraktion zu Gast sein, deren prominentestes Mitglied der Landtagsabgeordnete Matthias Helferich ist, der sich selbst als „das freundliche Gesicht des NS“ bezeichnete und derzeit gegen seinen Parteiausschluss kämpft. Den Besuch Höckes kann man also durchaus als Unterstützung Helferichs sehen.

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Ahmad Mansour hält islamistische Flugblattaktion in Bochum für gefährlich

Ahmad Mansour Foto: Heike Steinweg


In Bochum wurden Flugblätter mit bedrohlichen Koranversen in Briefkästen gefunden. Der Autor und Psychologe Ahmad Mansour hält diese Aktion für gefährlich.

Wie die WAZ am Mittwoch berichtete, fanden sich in Bochumer Briefkästen mit „Warnung“ überschriebene Flugblätter, in denen verschiedene Koranverse zitiert wurden: „Was aber die Gottlosen anlangt: Ihre Wohnung ist das Feuer“, „Wir üben an den Sündern Vergeltung“ und „Ihr Menschen! Ich bin nur ein deutlicher Warner für euch“. Die Flugblätter sorgten bei einigen Empfängern für Beunruhigung. Der Bochumer

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Potsdamer Professor nennt Deutschland „kleines Israel“

Chanukkaleuchter auf dem Pariser Platz Foto: Leonhard Lenz Lizenz: CC0 1.0

In einem auf dem Middle East Monitor erschienenen Beitrag schreibt der Potsdamer Soziologe Jürgen Mackert, Deutschland sei dabei, ein „kleines Israel“ zu werden. Deutschlands Mitschuld an der grenzenlosen Grausamkeit des Völkermords in Gaza, seine bedingungslose Unterstützung der andauernden Nakba im Westjordanland und im besetzten Ostjerusalem sowie seine Unterstützung zionistischer Angriffskriege gegen

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