„Ruhrbezirk in dieser Legislaturperiode…“

Eigentlich war die Landesregierung angetreten, den Verwaltungswirrwarr in NRW aufzulösen: Aus fünf aufgeblasenen Regierungsbezirken sollten drei abgespeckte Regionalbezirke entstehen. Nun verlässt der Mut sogar die CDU-Ruhr. Wie gut, dass es da die Kammern im Rheinland gibt.

Eingeknickt? Oliver Wittke

Irgendwann einmal war Oliver Wittke ein eifriger Kämpfer für einen eigenen Ruhrbezirk. Ob als Oberbürgermeister von Gelsenkirchen oder als Verkehrsminister im Kabinett von Jürgen Rüttgers, Wittke stieg immer in den Ring, wenn es darum ging, die Idee eines eigenen Bezirks für das Ruhrgebiet voranzutreiben. Noch im Sommer 2005 erklärte Wittke in einem Interview: „Wie werden noch in dieser Legislaturperiode die fünf Regierungsbezirke und die beiden Landschaftsverbände zu drei Regionalbezirken zusammenschließen – einen für Westfalen, einen für das Rheinland und einen für das Ruhrgebiet. Im letzteren wird auch der Regionalverband Ruhr aufgehen.“ Gut vier Jahre später auf seiner ersten Pressekonferenz als Nachfolger von Norbert Lammert als Vorsitzender der CDU-Ruhr war von der Energie des Aufbruchs nichts mehr geblieben: „Der Regionalverband Ruhr bekommt im Herbst 2009 die Regionalplanung übertragen. Dann wir er erst einmal zeigen müssen, ob er es kann bevor man mit neuen Forderungen auftreten kann.“

Widerstände
Es waren die Widerstände gegen die von Lammert ins Wahlprogramm der CDU hineingedrückte Verwaltungsreform, die den 2005 als Tiger losgesprungenen Witt-ke im Frühjahr 2009 als Bettvorleger landen ließen. Und die Widerstände sind groß, nicht nur in der Union. In allen Parteien wehren sich die Fraktionsmitglieder und Fraktionsgeschäftsführer der Parlamente der Landschaftsverbände und Regionalräte gegen die Abschaffung der Gremien, die den meist drittrangigen Lokalpolitikern zumindest in ihren Heimatkommunen einen Hauch von Bedeutung gaben. Üppige Sitzungsgelder tun ein Übriges, die Liebe zu den überflüssigen Gremien besonders leidenschaftlich glühen zu lassen.

Kammerbezirke
Und vom ersten Tag an gingen die Grenzkammern auf die Barrikaden. Ob Duisburg, Niederrhein, Südwestfalen oder Nordwestfalen: Alle IHKs, deren Kammergebiet sich sowohl im Ruhrgebiet als auch in Westfalen oder dem Rheinland befindet, sind erbitterte Gegner der Verwaltungsreform. Dabei werden sie weniger von der Sorge um die Interessen ihrer Mitglieder geleitet als von der Angst, einer Verwaltungsreform könne eine Reform der Kammerbezirke folgen – und damit der Verlust von Personal, Geldern und Pöstchen.
Die Sorge haben die Kammern im Rheinland nicht. Sie fordern eine Verwaltungsreform und sehen für das Rheinland und das Ruhrgebiet große Vorteile. Vielleicht weckt die Unterstützung der rheinischen Kammern ja wieder den Tiger in Wittke.

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Update: Gelsenkirchen klagt gegen Einkaufszentrum

Im nördlichen Ruhrgebiet gibt es Streit um eine geplantes Einkaufszentrum.

Frank Baranowski

Aus der Ankündigung wird Ernst: Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat auf seiner gestrigen Sitzung  beschlossen, gegen den Bau des Einkaufszentrums Arcaden in Recklinghausen zu klagen. Gelsenkirchens OB Frank Baranowski hatte in den vergangenen Monaten immer wieder gedroht, gegen die Pläne des Essener Projektentwicklers mfi vorzugehen. Unabhängig vom Ergebnis könnte diese Entscheidung eine Zeitverzögerung für das auch in Recklinghausen umstrittene Projekt bedeuten sowie Investoren verunsichern – auch wenn der Hauptinvestor, Henderson Global Investors, die Chancen Gelsenkirchens sich durchzusetzen eher gering einschätzt.

Die  Klage wurde vom Gelsenkirchener Rat mit den Stimmen aller Mitglieder beschlossen – nur der MLPD-Ableger AUF enthielt sich.  Bemerkenswert  am Rande: Der Referent von Recklinghausens Bürgermeister Wolfgang Pantförder (CDU) Marcus Hoppe (CDU) stimmte nicht gegen die Klage, sondern enthielt sich nach eigenen Angaben der Stimme. Die Pressestelle der Stadt Gelsenkirchen hatte uns gegenüber angegeben, Hoppe hätte für die Klage gestimmt.  Hoppes Chef Pantförder ist einer der wichtigsten Befürworter des Arcaden-Projekts.  Die Klage der Stadt ist indes auch in Gelsenkirchen nicht unumstritten. Dennis vom Gelsenkirchen-Blog  plädiert für mehr Selbsbewußtsein und gegen einen Rechtsstreit.

 

 

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Wer kommt nach Klink?

2011 endet für das Ruhrgebiet eine peinliche Zeit: Dann wird das Ruhrparlament einen Nachfolger für Heinz Dieter Klink bestimmen.  

Jörg Stüdemann

Alles geht einmal zu Ende – ein Satz, der schon vielen Menschen Trost gespendet hat, vor allem wenn sie aus dem Ruhrgebiet stammen und Heinz Dieter Klink, den Regionaldirektor der RVR sehen: Ja, auch seine Zeit wird einmal vorbei sein. Das dauert zwar noch fast zwei Jahre, aber immerhin: Das Ende ist so ansehbar wie der erste Silberstreif am Horizont nach einer langen, dunklen und kalten Polarnacht. Eines ist schon heute gewiss: Egal wer auf ihn folgt, es kann nicht schlimmer werden. Sollten SPD, Linkspartei und Grüne auch nach der Kommunalwahl im Ruhrparlament die Mehrheit haben, werden sie bei der Personalwahl sicher mehr Verantwortung zeigen als beim letzten Mal. Klink gewählt zu haben ist nicht wenigen von ihnen bis heute peinlich.

Man kann es verstehen. Ein Name, der im Gespräch mt Sozialdemokraten immer wieder fällt, wenn es um die Klink-Nachfolge geht, ist Jörg Stüdemann. Stüdemann ist Kulturdezernent in Dortmund und unterlag Ulrich Sierau im SPD internen Wettstreit um den Posten des Dortmunder OB-Kandidaten, hätte den Job jedoch auch ausfüllen können. Nicht wenige Genossen im Ruhrgebiet schielten während des Auswahlprozesses etwas neidisch nach Dortmund:  Sierau und Stüdemann waren Beweise dafür, wie gut die Dortmunder SPD personell aufgestellt ist. In anderen Städten ist in dieser Frage eher Schmalhans Küchenmeister. Stüdemann hat Wurzeln im Ruhrgebiet: Vor seiner Zeit in Dortmund war er Mitarbeiter der Zeche Carl in Essen. Selbst aus der Union hört man Stimmen, die sich für ihn aussprechen. 

Denn In der CDU hat die Diskussion um einen möglichen Kandidaten für das Amt des Klink-Nachfolgers noch nicht begonnen. Theoretisch wäre im Ruhrparlament eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP möglich – inhaltlich liegt man nicht weit auseinander. Eine Schwierigkeit der Union: Ihre Personaldecke ist deutlich geringer als die der SPD. Einen eigenen Kandidaten wird die Union, wenn überhaupt, erst nach der Kommunalwahl bestimmen.   

 

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