#1 | VielleichtSensationspokalsieger2016 sagt am 12. Januar 2016 um 18:57 Uhr

In den Genuss des "Angeschwärzt"-Werdens kommen doch nur Leute, die entgegen der AGB des VfL Karten für mehr Geld als den regulären Eintrittspreis weitergeben. Wer könnte als Fan (und eben nicht als Kartenhändler) da irgendetwas gegen haben? Ich kaufe mir Karten, weil ich zum Spiel gehen will, nicht um sie mit Gewinn zu verkaufen (allein der fehlende Gewerbeschein wäre hier ein eigenes Thema). Es geht doch darum, dass alle Fans sich die moderaten Preise beim VfL erlauben können sollen und nicht der Geldbeutel über die Teilhabe an solchen Ereignissen wie einem Viertelfinale gegen einen attraktiven Gegner entscheiden soll. Ein florierender Schwarzmarkt für potente Käufer anstelle von persönlichem Anstehen mit gleichen Chancen für alle unabhängig von der Größe des Geldbeutels (und das für einen ehrlichen Preis, der dem Verein zugute kommt), halte ich für unwürdig und schändlich.

Ich habe gestern auch genau 11 Stunden in der Schlange gestanden. Und: ja, es war natürlich irgendwie absurd, aber es war für mich ein vielleicht einzigartiges und wertvolles Erlebnis gemeinsam mit vielen solidarischen und wirklich netten VfL-Fans aller Altersklassen und sozialer Herkunft mit Dauerkarte oder Mitgliedsausweis rekordverdächtig lange über Fußball und die übrige Welt zu reden. Das allein war natürlich unbezahlbar… Auf der anderen Seite kann ich es überhaupt nicht berechnen, welchen Preis eine Karte auf dem Schwarzmarkt erzielen sollte, für die man sich eine kleine Ewigkeit angestellt hat. Mir fällt kein Preis ein, den jemand zu zahlen bereit wäre. Und das ist auch gut so. Ich bin mir sicher, dass niemand, der bei Verstand ist und gestern 5 bis 12 Stunden lang Schlange gestanden hat unter den Kartenanbietern auf dem Schwarzmarkt zu finden sein wird.

Die Quellen für das Schwarzmarktangebot werden sicherlich woanders zu suchen sein. Insgesamt ist die Antwort auf die Frage: "Schwarzmarkt trocken legen?" selbstverständlich "Sehr gute Idee, mein VfL!"