Lesung im Schauspielhaus Dortmund: Blackbox Abschiebung!

Journalist Miltiadis Oulios; Foto: Herby Sachs
Journalist Miltiadis Oulios; Foto: Herby Sachs

Das Schauspiel Dortmund veranstaltet am Dienstag, 9.Dezember 2014 eine Lesung in deutscher und arabischer Sprache zur Politik der Abschiebung von und mit Miltiadis Oulios. Der Journalist und Sozialwissenschaftler plädiert für einen radikalen Wandel im Denken und für das Recht, seinen Ort frei wählen zu können und nicht abgeschoben zu werden. Angesichts der sehr umstrittenen Asylrechtsverschärfung ist die Veranstaltung ein Beitrag zur aktuellen Asyldebatte.

Internationale Mobilität ist heute gewünscht, Fachkräfte sind überall herzlich willkommen. Aber wer es bis Deutschland geschafft hat, ist noch nicht am Ziel: Denn Deutschland schiebt in großer Zahl ab, wenn der Asylantrag abgelehnt wurde. Im Juni 2014 lebten rund 143.000 Ausreisepflichtige in der Bundesrepublik – Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Von ihnen wurden im ersten Halbjahr diesen Jahres bereits 5700 Menschen abgeschoben. Trotzdem soll demnächst noch rigoroser abgeschoben werden und auch die Haftgründe sollen verschärft werden. Im neu formulierten Gesetzentwurf zur „Neubestimmung von Bleiberecht und Aufenthaltsbeendigungreicht“ reicht für eine Inhaftierung eines Asylsuchenden aus, dass bei einer unerlaubten Einreise Geld an einen Schleuser gezahlt wurde.

Der Journalist Miltiadis Oulios fragt: Was heißt das eigentlich, Abschiebung? Was passiert in einem Abschiebegefängnis? Und welchen Sinn macht überhaupt Abschiebepolitik?

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[Bilderrätsel 28 am zweiten Advent]

Ich wünsche allen einen friedlichen zweiten Advent!

Unser Rätsel der letzten Woche wurde wie fast immer erfolgreich gelöst ( es war der Scheibenwischer ) und hier kommt schon das neue 😉

bhhigigi

Wer der besinnlichen Vorweihnachtsstimmung heute entgehen möchte… im FZW ist heute Abend ab 20 Uhr Ahzumjot zu Gast. Ein deutscher Rapper aus Hamburg, der nun in Berlin lebt, mit rumänischen und ghanaischen Wurzeln, der viel Potential mitbringt und mit seinem zweiten und neuen Album „Nix mehr egal“ in die deutschen Charts einsteigen konnte. Tickets gibt es an der Abendkasse!

Frühstück für Dortmund

nazis20130501do1Gewalt: Vortrag und Diskussionen zu Neonazis in Dortmund…Nordstadtblogger
Preis: Engagierte Nachbarn erhalten Engel der Nordstadt…Der Westen
Medien: Digitale Sonntagszeitung der Ruhr Nachrichten erschienen…Ruhr Nachrichten
Verkehr: U47 fährt ab Ende 2015 durch den Tunnel…Ruhr Nachrichten
BVB: Borussia im Glück und Pech zugleich…Schwatzgelb
BVB: Steinpilzsuppe und Rindergulasch…Reviersport

BVB: Torwartwechsel gegen Hoffenheim – Mehr als nur ein kurzfristiger Weckruf?

Konnte gegen Hoffenheim ohne Gegentreffer bleiben: Mitch Langerak. Foto: BVB
Konnte gegen Hoffenheim ohne Gegentreffer bleiben: Mitch Langerak. Foto: BVB

Es war ja anzunehmen, dass Jürgen Klopp den vielen Worten der letzten Wochen nun auch Taten bei der Mannschaftsaufstellung folgen lassen würde, nachdem es in der Vorwoche bei den Niederlagen in London und Frankfurt deutliche Rückschritte auf dem Platz zu verzeichnen gab, wenn er denn gegen 1899 Hoffenheim eine Trendwende herbeiführen wollte.
Dass es neben Kevin Großkreutz, Erik Durm und Mathias Ginter mit Roman Weidenfeller auch einen vierten Weltmeister gegen die Kraichgauer auf die Ersatzbank des BVB verschlug, Mitch Langerak im Tor den Vorzug gegen Hoffenheim bekommen würde, das war dann doch schon eine ziemliche Überraschung und vielleicht auch mehr als ein einmaliger Weckruf an den 34-jährigen Nationaltorhüter.

Wenn Mitchell Langerak in seinem überraschenden Auftritt gestern auch nicht viel beschäftigt wurde, so blieb die BVB-Abwehr beim verdienten 1:0-Erfolg für die Westfalen endlich mal wieder ohne Gegentreffer, strahlte Sicherheit und Ruhe aus.
Kein Grund also für Jürgen Klopp den Australier nun so rasch wieder aus dem Tor zu nehmen.

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Eishockey: Dortmunder 8:4-Erfolg in Solingen

Eishockey. Foto: Robin Patzwaldt
Eishockey. Foto: Robin Patzwaldt

Erneut haben sich die Eisadler, wie schon eine Woche zuvor, nach einem klaren Heimerfolg kurz darauf auswärts gegen den gleichen Gegner schwer getan. Nach dem 15:0-Kantersieg auf eigenem Eis am letzten Sonntag gab es nun am Freitagabend in Solingen „nur“ einen 8:4-Erfolg beim EC Bergisch Land.

Dass es dieses Mal wesentlich knapper zuging lag im Wesentlichen daran, dass die Bergisch Raptors auf eigenem Eis deutlich engagierter und organisierter zu Werke gingen und dass sie in Torhüter Tizian Winkelsträter und Stürmer Marvin Wintgen zwei herausragende Akteure in ihren Reihen hatten. Erster entschärfte reihenweise gute Eisadler Chancen, der andere war für alle vier Solinger Treffer verantwortlich.

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Frühstück für Dortmund

Bürgerversammlung Flüchtlingsunterkunft Wickede
Bürgerversammlung Flüchtlingsunterkunft Wickede

Brackel: Neonazis stören Info-Abend zu Flüchtlingsheim…Der Westen
Innenstadt: Neugestaltung der City…Radio91.2
Nordstadt: Hochschule vor Ort verabschiedet sich von ihren kreativen Projekten…Nordstadtblogger
WLAN: Gratis surfen in der Innenstadt…Der Westen
BVB: Klopps Husarenstreich in höchster Not…Welt
BVB: Gündogan schießt Dortmund zum Sieg…Spiegel
BVB: Dortmund kann Abstiegskampf…FAZ
BVB: Jürgen Klopp freudetrunken…Reviersport

Flüchtlingsunterkunft in Wickede – Ein Kommentar

Bürgerversammlung Flüchtlingsunterkunft Wickede
Bürgerversammlung in Wickede. Foto: Felix Huesmann

Gestern fand sie also statt, die Informationsveranstaltung zur temporären Flüchtlingsunterkunft in Wickede. Die Flüchtlinge sollen im Stadtteil für einige Monate in Containern leben. Bei den Anwohner lösen die „Fremden“ die erwartet werden „Ängste“ aus. Um was für Ängste es sich dabei handelt? Die Angst, Flüchtlinge könnten durch die Gärten laufen, die Sorge nicht mehr gut parken zu können, Angst vor Lärmbelästigungen am Abend. Sind diese Ängste nachvollziehbar? Ich denke Nein, und die Erfahrungen aus Lütgendortmund wo 400 Flüchtlinge leben bestätigen dies. Bodo Weirauch, der sich in Lütgendortmund für die Flüchtlinge engagiert berichtete, dass es dort um das Heim keine besonderen Ereignisse gäbe. Dies bestätigte ihm auch die Polizei.

Doch diese Erfahrungen können bei notorischen Meckerköpfen und organisierten Neonazis natürlich nicht zur Einsicht führen. Bei der Veranstaltung, ergriffen immer wieder Neonazis das Wort und schwadronierten von kriminellen Ausländern. Frank Claus von den „Dialoggestaltern„, der den Abend moderierte, entzog Neonazis nicht das Wort. Als dies Unmutsäußerungen hervorief, sprach er von einer „mitteleuropäischen Diskussionskultur“. Einem jungen Mann, der sich nicht vorstellen wollte entzog er das Wort. Ob den „Dialoggestaltern“ nicht bewusst ist, dass  Wortergreifungen zur Strategie von Neonazis, bei solchen Veranstaltungen, gehören oder ob es ihm egal ist bleibt fraglich.

Ein Lob muss man der Dortmunder Sozialdezernentin Birgit Zoerner aussprechen. Wahrscheinlich hätte die Frau in ihrem Job gerade besseres zu tun, als mit besorgten Anwohnern zu diskutieren. Trotzdem beantwortete sie in der zweistündigen Veranstaltung jede Frage ausführlich und verständlich.

Bürgerversammlung Flüchtlingsunterkunft Wickede
Draußen demonstrierten Neonazis der Partei „Die Rechte“ Rund 60 Menschen stellten sich ihnen entgegen.. Foto: Felix Huesmann

Kein Lob bekommt der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus, Pfarrer Stiller und seine Freunde fanden sich um 18:30 Uhr am Veranstaltungsort ein, für die Presse hielt man ein Transparent hoch, und um 19:30 Uhr war der Arbeitskreis, bis auf einige wenige die sich die Infoveranstaltung anschauten, wieder verschwunden. Bis zum späten Abend protestierten noch ca. 60 Nazi-Gegner, die eher dem linken Spektrum zuzuordnen sind, gegen eine Mahnwache von 15 Nazis.

Was bleibt übrig von diesem Abend in Wickede? Mit rassistischen Bürgerprotesten, wie es sie an anderen Orten in der Bundesrepublik gibt, ist hier nicht zu rechnen. Trotzdem werden die Flüchtlingen in Wickede mit sozialer Kälte rechnen müssen. Sie sind Fremd und nicht Willkommen.

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Poetry-Solo-Debüt: „Kann man machen!“


Poetry-Slammer Björn Rosenbaum gibt im Dezember im Sissikingkong in der Dortmunder Nordstadt sein Solo-Debüt. Seit einem Jahr ist er eine feste Größe beim traditionsreichen Poetry Jam im Subrosa und moderiert den Poetry Slam im ROXY-Kino. In der Nordrhein-Westfälischen Szene ist er u.a. bekannt, da er im September diesen Jahres beim NRW Slam 2014 in Mönchengladbach NRW-Vize-Meister wurde.

Das Programm wird aus heiteren Slam-Texten und Kurzgeschichten, sowie Auszügen aus seinem Roman „Schmeißt den Bohlen auf den Grill“ bestehen. Bei dem Roman handelt es sich um die Geschichte eines jungen Mannes, der verdächtigt wird, seine schwangere Freundin erschlagen zu haben. Er verfällt zunehmend der wahnhaften Idee, Dieter Bohlen umbringen zu müssen. Die sehr komische und nachdenklich stimmende Odyssee eines Außenseiters, der nicht weiß, wer sein größerer Feind ist: Die „anderen“ und ihr ignoranter Stumpfsinn – oder er selbst.

Was?
 Solo-Programm „Kann man machen!“
Wo?
 Sissikongkong, Landwehrstr. 17, Dortmund-Hafen
Wann? Donnerstag, den 11. Dezember 2014 um 20:00 Uhr
Wieviel? Eintritt: 4,- Euro