Monster Magnet, Dienstag, 1. Oktober, 20.00 Uhr, Carlswerk Victoria, Köln
Monster Magnet, Dienstag, 1. Oktober, 20.00 Uhr, Carlswerk Victoria, Köln
Marc Almond, Montag, 30. September, 20.00 Uhr, Gloria, Köln

Wenn ich eine Tochter hätte, ich nannte sie Lee, wie Lee Miller. Kaum eine andere Frau war so sehr den künstlerischen und moralischen Standards ihrer Zeit voraus. Ihr unbedingter Wille für Gerechtigkeit verdient jeden Zentimenter Filmstreifen im Kino. Einst Cover-Girl, später Zeugin des Grauens, Lee Miller schuf eine Ikone der Foto- und Weltgeschichte: ihr Akt in Hitlers Wanne. Außerdem dokumentierte Lee Miller mit ihrer Kamera meine Herzensstadt am Rhein im März 1945. Millers Röntgenblick sah einfach mehr.
Lee Miller gibt sich nicht nur sassyclassy, sie ist es, wenn sie sagt:
Blackberry Smoke, Sonntag, 29. September, 20.00 Uhr, E-Werk, Köln

Unser Gastautor Markus Günther hat Stefan Meetschens neuen Roman „Gespenster wie wir“ gelesen.
„…etwas am Wort Duisburg hatte ihn angezogen. Etwas Graues hatte er dabei vor sich gesehen, eine deutsche Stadt, die ganz entfernt noch nach Krieg roch, eine Form von Verelendung, die zu seiner derzeitigen Stimmung passte…“ Alles andere als eine Liebeserklärung, was der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom in seinem Roman „Paradies verloren“ über die Stadt am Niederrhein schrieb. 20 Jahre später stehen diese Zeilen wie eine Einstimmung auf dem Vorsatz von Stefan Meetschens Roman „Gespenster wie wir“. Und auch er sieht bei der Wiederbegegnung mit dem Ort seiner Herkunft eine „dunkle Stadt“, die man sich beim besten Willen nicht schönreden kann. Und wie alle, die das Ruhrgebiet verlassen haben, findet er sich bei Heimkehr und Spurensuche nur schlecht zurecht, es überwiegt das Fremdsein, die Unzugehörigkeit: „Niemand kannte ihn hier.“
Chasing Dreams, Samstag, 28. September, 19.00 Uhr, Zentrum Altenberg, Oberhausen

Die Street-Artistik-Show Urbanatix kommt vom 26. bis 31. Dezember zum zweiten Mal in die Essener Grugahalle. Geplant sind ein neuer Bühnenaufbau, größere LED-Wände und eine Extra-Tribüne für eine bessere Sicht des Publikums. Die im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 entstandene Show präsentiert erneut internationale Top-Artisten und junge Street Artists aus dem Ruhrgebiet.
Grossstadtgeflüster, Freitag, 27.September, 20.00 Uhr, E-Werk, Köln
Heute abend 19.00 Uhr findet die dritte und letzte Lesung einer dreiteiligen Lesereihe zur Exilliteratur von Schriftstellerinnen im Kitten in Witten auf der Bahnhofstraße statt.
Dabei geht es um Werke von Irmgard Keun und Anna Gmeyner. Der Roman Keuns „Nach Mitternacht“ spielt im Jahr 1936 und erzählt vom Alltag der 19-Jährigen, unpolitischen Susanne und ihren Begegnungen mit unterschiedlichen Unterstützerinnen und Unterstützern der nationalsozialistischen Ideologie, die als Konjunkturritter die Aufrechterhaltung des Systems tragen.

Gleich mehrere Ruhrgebietsbühnen sind für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ 2024 nominiert worden. In drei Kategorien kann sich das Schauspielhaus Bochum Hoffnungen auf