Jamiri zeigt mit ernstem Gesicht, was er als Künstler drauf hat.
Jamiri macht ernst. In seinem neuen Band „L‘ Argh pour l‘ Art“ zeigt der wichtigste Comic-Künstler aus dem Ruhrgebiet, was er draufhat. Nicht im Sinne von Witzbildchen oder Comicstrips, sondern im Sinne der Kunst. Dazu gibt es bisher unveröffentlichtes Material aus frühen Schaffensperioden: Zeug, das an Helnwein erinnert, oder einfach nur an schöne Zeichnungen aus dem Skizzenbuch. Mich hat aber vor allem interessiert, wie Jamiri arbeitet, wie er seine Zeichnungen macht und wie intensiv er sich mit der Kunst in seinen Stücke beschäftigt. Und auch das erfahre ich in „L‘ Argh pour l‘ Art“. Jamiri zeigt Einzelpanels als große Tableaus, er präsentiert Step-by-step, wie er seine Bilder entwicklt, er zeigt die Vorzeichnungen, die Skizzen, und auch eher kompromittierende Ereignisse im Aktsaal. Dazu zeugt er Illustrationen und eine verdamt gute Serie über die Katastrophe der Loveparade, die man in ihrer Ernsthaftigkeit Jamiri gar nicht auf den ersten Blick zugetraut hätte. Jamiri sagt, „mich hat der Naturalismus gekickt wie nichts anderes.“
Ich finde das Buch sehr gut und kann es nur empfehlen. Kauft es.
Jamiri alias Jan-Michael Richter wurde 1966 in Hattingen geboren, studierte dann Deutsch, Philosophie und Komparatistik, diplomierte aber 1996 als Kommunikationsdesigner. 1988 erschienen erste Comicstrips im Bochumer Kulturmagazin „bospect“, später arbeitete er dann für „MARABO“ . Von 2003 bis 2012 war er Hauszeichner bei SPIEGEL ONLINE, veröffentlicht seit 20 Jahren regelmäßig im größten deutschen Hochschul-Magazin UNICUM und in verschiedenen anderen Printmedien, darunter GALORE, das AOL-Magazin oder auch die Mitteilungen der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Mit mehr als 1,5 Mio. Lesern pro Monat zählt er zu den meistgelesenen Comicschaffenden Deutschlands. Zudem veröffentlicht er seit Ende 2012 jede Woche eine nahezu Seitengroße Illustration in der Wochenendbeilage der WAZ, und der NRZ und der WP und der WR.
Nach „Arsenicum Album“, „Memme Fatale“, „Kamikaze D´Amour“ und „Dotcom Dummy“ ist „L‘ Argh pour l‘ Art“ der fünfte Jamiri-Band in der Edition 52.
Um die 100 Demonstranten zogen gestern Abend durch das Bermudadreieck, um gegen das radikale Rauchverbot in NRW zu demonstrieren. Hannah Bruns, die Anmelderin der Demonstration war zufrieden: „Das war erst der Auftakt. Die Demo war ziemlich spontan, es gab kaum Zeit zur Vorbereitung, keine Plakate und
Thomas Nückel, MdL FDP
keine Flugblätter – dafür war es gut. Im Mai geht es dann weiter: Bei besserem Wetter und mit etwas mehr Vorbereitung.“
Unter den Demonstranten war auch Thomas Nückel, FDP-Landtagsabgeordneter aus Herne. „Wir hatten als FDP und CDU in NRW regierten ein gutes Nichtraucherschutzgesetz. Fast alle Kneipen und Restaurants waren rauchfrei, aber es gab noch Freiräume für diejenigen, für die zum Bier eine Zigarette gehört. Was SPD und Grüne machen ist Volkserziehung und hat mit Nichtraucherschutz nichts zu tun. Wie schon in Bayern werden auch in NRW tausende Kneipen schließen. Rot-Grün vernichtet Existenzen und bevormundet die Menschen.“
Wolfgang Wendland, Sänger der Punk-Band „Die Kassierer“ war auch bei der Demo dabei: „Wir haben in einem unserer Stücke
Wolfgang Wendland, Die Kassierer
einen Text, der auch sehr gut zu dem Thema Rauchverbote in NRW passt: „Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten. Wer war mit dabei? Die Grüne Partei.“
Die Demo zog vom Hauptbahnhof durch das Bermudadreieck vorbei an den Kneipen des Quartiers, in dem mehr Gäste trotz der Kälte unter Heizpilzen als in den Kneipen saßen und endete vor dem Intershop. Mehrere Redner, darunter ein Vertreter der Bezirksschülervertretung Bochums, kritisierten das Rauchverbot der Landesregierung und forderten dessen Rücknahme.
„Bermuda Dreieck bleibt verraucht“ – Unter diesem Motto wird eine Demo am Samstag um 20 Uhr vom Bochum Hauptbahnhof aus durchs Bermudadreieck ziehen.
Ziel ist es, das Nichtraucherschutzgesetz als das zu identifizieren, was es ist: Eine geplante Zerstörung sozialer Räume, ein Eingriff in die Privatssphäre der Bürger, eine Anmaßung von rot-grün, die für viele Kneipen in NRW das Aus bedeuten wird. Daher hat es sich eine Initiative verschiedener junger Kneipengänger nicht nehmen lassen, ihren Frust und ihre Wut über soviel autoritäre Maßregelung endlich auch mal laut zu äußern. „Es geht nicht nur ums Rauchen“, sagt Hannah Bruns, Mitorganisatorin der Demo. „Es geht um viel mehr. Heute verbieten sie uns das Rauchen in Kneipen, was kommt als nächstes? Dürfen wir kein Bier mehr in Gaststätten trinken oder keinen Schnaps? Was ist eigentlich mit den Shisha-Bars? Werden die bald auch abgeschafft? Ich bin für eine autonome Kneipenkultur in NRW, lasst die Bürger doch selbst entscheiden, ob sie zum Bier eine Zigarette möchten oder nicht. Ich hab die Nase voll von Halsschmerzen und Lungenentzündungen, weil ich dauernd vor meiner Stammkneipe stehen muss, wenn ich rauche.“ Das Nichtraucherschutzgesetz geht von einem Menschen aus, der unmündig ist. Warum sonst sollte nicht jeder selbst entscheiden können, ob er in eine Kneipe gehen will, in der geraucht wird? Die Grünen zeigen sich beim Thema Rauchverbot als autoritäre Verbotspartei, die durch Gesetze die Bürger vor sich selbst schützen will. Um einen Ausbau dieser Politik zu verhindern, gilt es, am 11. Januar auf die Straße zu gehen, so Bruns weiter.
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