Birth Control, Samstag, 7. Januar, 19.30 Uhr, Crowded House, Oberhausen
Der Ruhrpilot
NRW: Parteien streiten über Ladenöffnungsgesetz…RP Online
Bochum: Schwarzes Loch statt schwarzer Null bei Opel…Der Westen
Bochum II: Spenden-Offensive soll Konzerthaus-Millionen beschaffen…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Streit um Wahlwiederholung…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Landmarke fällt – Der Stadtwerketurm kommt weg…Der Westen
Duisburg II: Gewalt gegen Kirchen in Duisburg aus Frust?…Der Westen
Essen: Braucht die Stadt einen „Trinkraum“ für die Alkoholiker-Szene?…Der Westen
Umland: Gladbach ist so arm wie das Ruhrgebiet…RP Online
Umland II: Piratencrew “U01″ erarbeitet politische Inhalte für den Hochsauerlandkreis…Zoom
Kultur: Klassik und Museen für neue Zielgruppen öffnen…Xtranews
Debatte: Zwischen Ideologie, Todesstrafe und Wahnsinn…Publikative
Update: Wulff lehnt Veröffentlichung der Mailbox-Aufnahme ab

Bundespräsident Christian Wulff lehnt die Bitte von Bild-Chef Kai Diekmann ab, seine Mailbox-Nachricht zu veröffentlichen.
Christian Wulff will nicht, dass seine Nachricht auf der Mailbox von Bild-Chef Kai Diekmann veröffentlicht wird. Das sorgt natürlich dafür, dass die ohnehin nur noch geringe Glaubwürdigkeit von Wulff weiter sinkt. Aber es wird auch nichts ändern. Wetten, das in den kommenden Stunden oder Tagen zumindest eine Abschrift der Mailbox-Nachricht auftauchen wird? Update: Zwar nicht in der in der Bild – aber sicher in einem anderen Medium des Landes. Niemand würde diese Geschichte nicht bringen. Und das aus gutem Grund: Denn da hat nicht der „Christian“ dem „Kai“ auf die Mailbox gesprochen sondern ein Politiker einem Journalisten in einer beruflichen Angelegenheit. Es gibt keinen Grund zur Rücksicht. Da war nichts privates, was geschützt werden muss.
Und dass sich Wulff dann dazu wird äussern müssen und wir vielleicht sogar schon sehr bald seinen Text hören werden? Zu den vielen Gründen warum Wulff für das Amt nicht geeignet ist, ist längst ein weiterer hinzugekommen: Seine Dummheit.
Hier das Schreiben von Wulff an Kai Diekmann:
„Sehr geehrter Herr Diekmann,
für Ihr heutiges Schreiben danke ich Ihnen. Meine Nachricht vom 12. Dezember 2011 auf Ihrer Telefon-
Update – „Mich mangeln die Wörter“ (9): Heute: Was Wulff gestern wirklich gesagt hat
Zugegeben: Unter Stress und im TV-Interview gelingen niemandem nur klare Sätze und gutes Deutsch. Man darf auch mal den Faden verlieren, aber man sollte ihn zuvor zumindest einmal aufgenommen haben. Nicht so Bundespräsidentendarsteller Christian Wulff (Volljurist) in seinen gestrigen Interviewantworten und deren Subtexten. Wulff würde sich gern öffentlich die Beichte abnehmen lassen, betet aber vor allem viele unverständliche Sätze herunter, fordert indirekt eine Art Referendariat für Bundespräsidenten und spricht sich als Agnus Dei-Imitat mit einem kräftigen „Ego me absolvo“ von allen lässlichen Sünden frei.
Die merkwürdigsten Sätze im kommentierten Überblick.
Pro NRW: Staatsanwaltschaft lehnt Beisicht-Klage gegen Kreistagsmitglieder ab

Dicke Backen-Tage im vergangenen Dezember: Pro NRW Chef Markus Beisicht erstattete Anzeige wegen Beleidigung gegen alle Mitglieder des Kreistags Recklinghausen. Und was kam raus? Nichts.
Im Dezember vergangenen Jahres verabschiedete der Kreistag Recklinghausen eine Resolution gegen Rechtsradikalismus. Grund für Pro NRW Chef Markus Beisicht die Mitglieder des Kreistags anzuzeigen – denn Beisicht fühlte sich in seiner Ehre verletzt. Der Grund? Dieser Satz:
“Mit dumpfen Vorurteilen spielenden Vorfeldorganisationen des rechtes Terrors wie NPD, Pro NRW und Co., darf ebenfalls kein Raum gegeben werden.”
In seinem Schreiben an die Bochumer Staatsanwaltschaft äusserte sich Beisicht empört:
Es stellt eine Unverfrorenheit sondergleichen dar, wenn die Kreistagsfraktion einen
Update: Bild will Wulffs Mailbox-Nachricht veröffentlichen
Die Zukunft von Christian Wulff könnte schnell beendet sein – wenn wir erfahren, was er auf die Mailbox von Bild-Chef Kai Diekmann gesprochen hat.
Eines ist heute schon klar: In Zukunft werden Politiker auf die Mailboxen von Journalisten kaum mehr als den Satz „Ich bitte um Rückruf“ sprechen. Aber so klug war Christian Wulff nicht. Er hat auf die Mailbox von Bild-Chef Kai Dieckmann gesprochen. Nur was? Darüber gibt es zwei Versionen. Wulff sagte gestern im ARD/ZDF-Interview:
„…ich habe dann gebeten, um einen Tag die Veröffentlichung zu verschieben, damit man darüber reden kann.“
Das klingt ja nun alles sehr moderat. Eine Bitte, vielleicht sogar höflich vorgetragen. Merkwürdig wäre das immer noch, aber etwas anderes als die Androhung eines Krieges. Ich hätte mir an dieser Stelle gewünscht, das Deppendorf und Schausten nachgefragt hätten. Haben sie aber nicht. Bild Vize-Chef Blome widerspricht der Darstellung Wulffs in einem Interview mit dem Deutschlandfunk:
„…es war ein Anruf, der ganz klar das Ziel hatte, diese Berichterstattung zu unterbinden. Und wenn Sie das jetzt als Drohung bezeichnen oder auch nicht, das sei
Reaktionen auf das Wulff-Interview II: Bewährung und Show
Teil zwei des Kommentar-Überblicks. Eine Feuerwerk der Begeisterung hat Wulff nach wie vor nicht ausgelöst.
F!XMBR, Christian Sickendieck
Man bleibt sprachlos nach dem Interview von Christian Wulff zurück. Der Anstand verbietet einen Vergleich mit Heinrich Lübke, der in den letzten Wochen und Monaten seiner Amtszeit von schwerer Krankheit gezeichnet war. Somit bleibt nur eine Schlussfolgerung: Mit Christian Wulff ist eine würdelose Witzfigur auf Schloss Bellevue zu Gast. Würdeloser als alle Personen, die jemals dort anzutreffen waren. Besuchergruppen inklusive. Im Internet ist nach seinem Interview bei den Öffentlich-Rechtlichen das Facepalmen hoch im Kurs, im realen Leben, ohne die beiden Dinge trennen zu wollen, bestätigt Wulff alle hässlichen Vorurteile, die man über Politikerinnen und Politiker hören und sehen kann. Jedes Volk bekommt einen Präsidenten, den es verdient. Wollen wir Christian Wulff wirklich behalten?
Eine würdelose Witzfigur auf Schloss Bellevue
Achse des Guten, Burkhard Müller-Ullrich
Christian Wulff besitzt die magische und für Politiker kostbare Fähigkeit, so abwesend zu sprechen, daß man nach jedem Satz ganz überrascht ist, ihn noch da sitzen zu sehen. Er erklärt zum Beispiel, er sei fest davon überzeugt, „durch eine ganze Reihe von Aktivitäten das Amt des Bundespräsidenten wieder gestärkt“ zu haben. Er sagt „planetarische Auseinandersetzung“, wenn er „parlamentarische Auseinandersetzung“ meint. Und er fordert „Menschenrechte selbst für Bundespräsidenten“. Wenn ein See Genezareth im Studio gewesen wäre, hätte er auf dem Wasser wandeln können, in
Elizabeth The Last
Elizabeth The Last, Freitag, 6. Januar, 19.00 Uhr, Unperfekthaus, Essen
Der Ruhrpilot

Dortmund: Stadt kündigt Neonazi-Mietern…NRWREX
Wulffleaks: Die Sache mit den Sperrfristen…Netzpolitik
Nazi-Leaks: Viel Lärm um wenig Inhalt…Publikative
NRW: Erster Politiker fordert Wulff-Rücktritt…Bild
Ruhrgebiet: „Verlierer des Strukturwandels“…WDR
Ruhrgebiet II: Viele noble Gesten…Welt
Dortmund II: Stadt verschrottet 290 Wahlcomputer…Netzpolitik
Dortmund III: SPD-Fraktion zahlt Wahlklage aus Steuergeldern…Ruhr Nachrichten
Dortmund IV: Buchhandlung “Litfass”…Zoom
Duisburg: Vorbereitung auf Entscheid über OB Sauerland läuft…Der Westen
Duisburg II: Gewalt gegen Kirchen…Der Westen
Duisburg III: Wulff und Sauerland – zwei die sich verstehen…Zoom
Essen: Stiftung investiert 18 Millionen Euro in Kokerei auf der Zeche Zollverein…Der Westen
Streit: Piratenpartei gegen Verbote und Beschränkungen von E-Zigaretten…Xtranews
Kino: “Darkest Hour” – Schöne Idee, Umsetzung nicht ganz so gelungen…Pottblog
Reaktionen auf das Wulff-Interview: Von Mailboxen und Fremdschämen
Konnte Wulff sich aus der Krise menscheln? Wenn man einen Blick in die Kommentare zum Interview wirft eher nicht.
Die Welt, Henryk M. Broder
…Christian Wulff gehört zu Deutschland, zu dem Deutschland der Partygänger und Schnäppchenjäger, dem Deutschland der Eventmanager und Spesenritter, dem Deutschland der Aufsteiger, die voller Bewunderung zu Aufsteigern hinauf schauen, die es noch weiter gebracht haben. „Durch diesen Umgang mit Dingen hat man dem Amt nicht gedient“, sagte er im Interview mit der ARD und dem ZDF.
Stimmt, hat man nicht. Dafür sollte man gehen und nicht in der dritten Person herumeiern.
Auch Wulff gehört zu Deutschland – nur zu welchem?
FAZ, Stephan Löwenstein, Michael Hanfeld
Was ist das für eine „Bitte“, wenn Redakteuren mit dem Strafrecht gedroht wird? Oder: Es ging nur um Aufschub? Aber die „Bild“-Zeitung hatte doch schon Tage vorher einen länglichen Fragenkatalog
