NRZ-Chef Oppers: „Aufruf zum Boykott einzigartig“

Rüdiger Oppers Foto: WAZ-Mediengruppe

Mitglieder der SPD-Moers haben zum Boykott der NRZ aufgerufen. Der Grund: Zu kritische Berichterstattung in einem Bauskandal. NRW-Chefredakteur Rüdiger Oppers  sieht darin ein Zeichen für ein problematisches Demokratieverständnis.

Ruhrbarone: Mitglieder der Moerser SPD rufen zum NRZ-Boykott auf. Haben Sie so eine Kampagne schon einmal erlebt?

Rüdiger Oppers: Nein, in dieser Dimension nicht. Kritik von Politikern an Artikeln gab es immer mal wieder, das ist auch menschlich verständlich. Wer ist schon erfreut, wenn er in der Zeitung etwas unangenehmes über sich liest? Aber ein Aufruf zum Boykott ist einzigartig. Hier versucht uns jemand unter Druck zu setzen, indem er versucht uns wirtschaftlich zu schaden. Dazu kommt, dass der Boykott in der Woche ausgerufen wurde, als die Ausgaben bestreikt wurden und wir unter großem Druck mit wenig Personal gearbeitet haben. Mit einem Boykott aus der Mitte der Partei die in Moers regiert, wurde die Arbeit für die Kollegen vor Ort nicht leichter.

War der Boykottaufruf ein Tabubruch?

Zumindest wird eine Grenze überschritten, wenn man massenhaft zu einem Boykott aufruft mit der Begründung, dass kritisch über eine Partei berichtet wird, der man angehört. Das tut die NRZ seitdem es sie gibt und das ist auch die Aufgabe einer Zeitung. Wir haben über einen Skandal berichtet, in dem wichtige Sozialdemokraten aus Moers verwickelt sind. Eine Zeitung zu diskreditieren, weil sie das tut, was sie tun muss, zeigt ein problematisches Demokratieverständnis.

Der ehemalige Duisburger Planungsdezernent Jürgen Dressler hat in einem Kommentar auf diesem Blog geschrieben, dass die NRZ wegen ihrer Berichterstattung in Moers und Duisburg schon massiv Auflage verloren hätte.

Continue Reading

Duisburg: Über 40.000 gegen OB Sauerland

Adolf Sauerland

Mehr als 40.000 Unterschriften für die Abwahl von Duisburg OB Adolf Sauerland hat die Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ bislang gesammelt.

40.000 Unterschriften für eine Abwahl von OB Adolf Sauerland – eine ganze Menge. Doch 20.000 fehlen noch. Auch eine ganze Menge. Die Initiatoren sind jedoch optimistisch, dass sie es schaffen werden:

Mehr als 40.000 sichere Unterschriften befinden sich nun beim Rechtsanwalt. Sicher bedeutet, der geschätzte Abschlag für mögliche Doppelunterschriften oder nicht leserliche Namen ist dabei abgezogen. Die Initiative geht davon aus – obwohl es noch ein hartes Stück Arbeit werden wird – die angestrebten 60.000 Unterschriften bis zum 19. Oktober zu erreichen.

Mehr Infos zur Abwahl von Adolf Sauerland bei Neuanfang für Duisburg.

 

Der Ruhrpilot

NRW: Rot-Grün erwägt Neuwahl für 2012…RP Online

NRW II: Anschläge auf Büros von SPD und Linkspartei…WDR

Ruhrgebiet: Sind die Krawalle wie in London auch bei uns möglich?…Der Westen 

NRW III: Vermintes Gelände…Post von Horn

Medien: Ex-RTL-Chef Helmut Thoma erhält Lizenz für Volks-TV…RP Online

Bochum: Opels Hoffnung heißt Orlando…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Stadt sucht neuen Direktor für den  U-Turm…Der Westen

Dortmund II: Anti-Nazi Schulstunden in Dorstfeld…Ruhr Nachrichten 

Hamm: Staatsschutz ermittelt nach Anschlag auf Wiefelspütz-Büro…Bild

Recklinghausen: Pro NRW-Demo ferngesteuert…NRWREX

Umland: MigrantInnen und Kommunalpolitik…Zoom

Werbung
Werbung


Hier ist – ein literarischer Gruß

Ein literarischer Gruß an A. (sowieso), Lichte, Junge ,
an Apollinaire (vor allem), an Perec & @ all –
mit Dank an Andreas‘ Musiktipp hier (7.8.11):
https://www.ruhrbarone.de/guas-de-maro-wasser-des-maerz/

Hier ist

Hier ist ach was hier ist kein hier ist hier ist nicht einmal ein
     weißes Blatt oder jemand der es beschrieben hat
Hier ist auch kein Tanka Jorge Luis Borges’ darin die
     Zeile Etwas, ich weiß es, fehlt dir
Hier ist weniger als nötig zum Beispiel das ununterbrochene
     Stimmengewirr der Besserwisser

Continue Reading

Sonntagsfrage – FDP unter fünf Prozent; SPD legt leicht zu

Regelmäßig stellen sechs Sozialforschungsinstitute die sog. „Sonntagsfrage“ – Emnid und Forsa wöchentlich, Allensbach und GMS monatlich und die für die ARD (Infratest dimap) und das ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) tätigen Institute in unregelmäßigen Abständen. Folglich haben alle sechs seit unserem Bericht am 10. Juli mindestens ein neues Umfrageergebnis vorgelegt. Wir haben wieder aus allen Resultaten das arithmetische Mittel gebildet und sind so zu folgendem Ergebnis gekommen

Continue Reading
Werbung
Werbung


Der Ruhrpilot

Eon-Zentrale in Düsseldorf

Wirtschaft: Eon bestätigt Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen…Ruhr Nachrichten

NRW: Land will Öko-Anbau stärken…RP-Online

Festival: Haldern – die Popwelt zieht aufs Land…RP Online

Kultur: Von Vermittlung und Verblödung…Revierpassagen

Bochum: Ein zweiter Scholz-Knicks vor Ackermann…Bo Alternativ

 

Dortmund: Ordnungsamt 16 Nordstadt-Häuser im Visier…Der Westen

Dortmund II: “Die zwei vonne Südtribüne” – Bericht von der Premiere im Spiegelzelt…Pottblog

Duisburg: Debatte um den Zustand des Stadtteils Hochfeld geht weiter…Der Westen

Duisburg II: Hundertmeister - Neustart im Oktober...Der Westen 
Duisburg III: Ignorierten die Behörden die Loveparade-Rampe absichtlich?...Der Westen 
Essen: Ratsmehrheit für Sozialticket steht...Der Westen
Schwelm: Belegschaft will Brauerei retten...Bild 
Umland: Nächster Karriereschritt für Ex-NPDler Hüsgen bei „Pro-Bewegung“...NRWREX 
Umland II: Ökostrom oder Atomstrom?...Zoom

NRZ: Genossen rufen zum Zeitungsboykott auf

Weil ihnen die kritische Berichterstattung um den Abriss eines alten Schwimmbades nicht passte, rufen SPD-Mitglieder aus Moers zum Boykott der zur WAZ-Gruppe gehörenden NRZ auf. Allerdings nicht als Sozialdemokraten sondern als engagierte Bürger, die sich um die Qualität der Medien sorgen.  

Moers. Eine Stadt die sich um ihre Bürger sorgt. Als 2008 bekannt wurde, dass das Sportzentrums Rheinkamp baufällig war, handelte die Stadt rasch: Das marode Bad wurde geschlossen und schnell ein Neubau beschlossen. Blöd nur, dass das neue Bad wohl unnötig war und die Bauverwaltung der Stadt das auch so sah, aber schwieg. Denn heute scheint klar: Das alte Bad war nicht so marode wie angenommen. Eine Schließung überflüssigGrundlage der Schließung: Ein Gutachten des Skandal-Anwalts und SPD-Spenders Vauth.

Continue Reading