Nennt mich ruhig altmodisch, aber Computerzocker sind für mich einfach keine echten Sportler. Dementsprechend habe ich auch eine gerade erhaltene Pressemeldung des VfL Bochum aus dem Bereich eSports direkt gelöscht.
Ein paar Sekunden später, habe ich sie wieder aus dem virtuellen Papierkorb geholt. Einfach deshalb, weil ich es durchaus spannend finde darüber zu diskutieren.
Das Berliner Olympiastadion ist selten voll besetzt. Foto: Michael Kamps
Als Beobachter aus der Ferne lassen einen die jüngsten Entwicklungen bei Hertha Berlin immer ratloser zurück. Da strebt ein Fußball-Bundesligist mit aller Macht danach aus dem grauen Mittelfeld der Tabelle möglichst rasch zu einem echten Spitzenklub zu werden und sichert sich dafür die Millionen eines Investors. Soweit, so nachvollziehbar.
Dass es dann am Ende ausgerechnet der seit Jahren vielfach für Negativschlasgzeilen sorgende Lars Windhorst sein musste, das ist dann jedoch schon eine ganz andere Frage. Nun gut, die Auswahl der potenziellen Gönner mag im konkreten Fall eben nicht gigantisch groß gewesen sein. Von daher kann man auch dies am Ende wohl noch nachvollziehen.
Aus der bisher lange Jahre so unscheinbaren ‚alten Dame‘ Hertha BSC dann aber vollmundig direkt einen ‚Big City Club‘ machen zu wollen, das ist dann aber endgültig eine eher zumindest ungeschickte Idee.
Wie wir jetzt wissen, waren und sind das aber wohl noch die geringsten Probleme der Berliner in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten. Inzwischen herrscht rund um die Hertha gefühlt nämlich ein komplettes Chaos. Kein guter Start auf dem Weg zur internationalen Spitze,
Die Idee klingt durchaus faszinierend: „Zwölf Legenden zwischen zwei Buchdeckeln. ‚Hall of fame‘ – Die größten deutschen Fußballspieler‘ ist das aufgeschriebene Vermächtnis deutscher Fußballgeschichte. Eine Sammlung über die Besten der Besten.“
Nicht erstaunlich also, dass ich mich als langjähriger Fußballfreund sehr darauf gefreut hatte das Buch endlich in den eigenen Händen halten zu können.
Robin Patzwaldt und Yannik Stracke besprechen den aktuellen Bundesligaspieltag und einiges mehr. Videobeweis, Kommerzialisierung, das Gladbachplakat, der Kölner Sieg und der BVB sind nur einige Themen. Damit feiern sie ihre Podcastpremiere. Sagt mal, wie ihr das so fandet?
Im Bombenhagel des 2. Weltkrieges wurde in Schalke das historische Eingangsportal zur „Kampfbahn Glückauf“ in Trümmer gelegt. Nun ist an gleicher Stelle ein historischer Neubau entstanden, der für die gelebte Tradition und den Aufbruch in eine bessere Zukunft des Stadtteils Schalke steht.
In Schalke dreht sich wieder was. Und das ist nicht nur der berühmte Schalker Kreisel. Nach der detaillierten Ausarbeitung eines „Intuitiven Leitbildes“ zur Stadtteilentwicklung, der Licht- und Fahneninstallation an der denkmalgeschützten Haupttribüne und der 2,7 km langen Lichtinstallation „Blaues Band“ entlang der Hauptverkehrsachse der Stadt, wird am 26.2.2020 um 14.04 Uhr am Ernst-KuzorraPlatz ein weiteres sichtbares Zeichen in Schalke seiner Bestimmung übergeben.
Vor dem Spiel gegen Leipzig standen auf Schalke noch alle zusammen. Foto: Franz-Christian Müller
Zugegeben, das 0:5 des FC Schalke 04 am Samstag gegen RB Leipzig in der eigenen Arena war schon eine heftige Klatsche. Die Machtdemonstration der Ostdeutschen Brausekicker dürfte auch dem Letzten in und um Gelsenkirchen klargemacht haben, dass die Königsblauen noch ein gehöriges Stück aufholen müssen, wenn die wieder in die Tabellenregionen vorstoßen wollen, die sie noch vor zwei Jahren unter Trainer Domenico Tedesco erreicht hatten, als der Klub aus dem Ruhrgebiet Vizemeister wurde. Zu überlegen waren die von Brausemillionen an die Tabellenspitze geschossenen Ostdeutschen.
Und doch gilt es das Ganze, nachdem man über das Erlebte etwas nachdenken konnte, zu relativieren. Dass die Schalker nach mehreren sieglosen Spielen in der Fußball-Bundesliga in der Tabelle zu den Spitzenplätzen inzwischen abreißen lassen mussten, ist alles andere als in Drama. Im Gegenteil! Die Knappen spielen diese Saison noch immer voll im Bereich ihrer derzeitigen Möglichkeiten.
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wird ab dem Sommer 2020 und erstmals in seiner Geschichte über zwei Trikotsponsoren verfügen: den Spezialchemiekonzern Evonik und das Telekommunikationsunternehmen 1&1. Evonik öffnet den Weg für das innovative Modell, indem der Konzern seine langjährige Partnerschaft mit dem BVB stärker auf internationale Zielgruppen ausrichtet. In der Folge übernimmt 1&1 als Trikotsponsor im attraktiven Umfeld der Fußball-Bundesliga.
„Wir freuen uns sehr, in 1&1 ein weiteres Top-Unternehmen als Trikotsponsor gewonnen zu haben, das unseren erfolgreichen Weg gemeinsam mit uns gehen möchte“, sagt Borussia Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke: „Für uns ist der heutige Tag ein Meilenstein auf dem Weg der wirtschaftlichen und damit auch sportlichen Weiterentwicklung des BVB.“
Foto(s) aus dem Buch mit freundlicher Genehmigung des Verlages ‚Die Werkstatt‘.
Dass Fortuna Düsseldorf im Laufe der vergangenen Jahrzehnte ein sportlich und wirtschaftlich selten gesehenes Auf und Ab erlebt hat, das dürfte Menschen, die sich schon etwas länger mit Fußball beschäftigen kaum entgangen sein.
Und obwohl gerade in akuter Abstiegsnot in der Fußball-Bundesliga, befinden sich die Rheinländer, trotz allem, gerade sogar in einer Hoch-Phase, gemessen an ihrem Werdegang der letzten Zeit. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit kickten die Düsseldorfer noch unterklassig.
Die 18 Bundesliga-Clubs haben in der Saison 2018/19 erstmals die Umsatzmarke von vier Milliarden Euro übertroffen. Dem Gesamterlös von 4,02 Milliarden Euro liegt eine Steigerung um 5,4 Prozent im Vergleich zur Vorsaison zugrunde – zugleich bedeutet dieser Wert den 15. Umsatzrekord nacheinander. Die Clubs der 2. Bundesliga, deren wirtschaftliche Kennzahlen auch vor dem Hintergrund von stärkeren Veränderungen in der Zusammensetzung der Spielklasse zu betrachten sind, haben in der vergangenen Saison beim Erlös ebenfalls einen historischen Höchstwert verzeichnet: 782 Millionen Euro entsprechen einem Anstieg um 28,5 Prozent.
Diese und weitere Bestmarken gehen aus dem am heutigen Dienstag von der DFL Deutsche Fußball Liga veröffentlichten „DFL Wirtschaftsreport 2020“ hervor, der die kumulierten ökonomischen Kennzahlen der Bundesliga und 2. Bundesliga für die Saison 2018/19 abbildet.
Thomas Tuchel in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Das Thema Trainer ist und bleibt in Dortmund, rund um den BVB, aktuell an der Tagesordnung. Nicht nur, dass Borussen-Coach Lucien Favre seit Monaten in der Kritik steht, ausgerechnet jetzt kommt mit Thomas Tuchel einer seiner Amtsvorgänger zum direkten Duell in die Stadt.
Am Dienstag gastiert Paris Saint-Germain im Ruhrgebiet, kickt im Rahmen des Achtelfinales der UEFA Champions League im Westfalenstadion gegen die Schwarzgelben und weckt dadurch fast zwangsläufig wehmütige Erinnerungen bei vielen, weil es aktuell den Trainer in seinen Reihen hat, mit dem der BVB seinen bisher letzten Titel gewann, den DFB-Pokal 2017. Das schmerzt viele Borussen.