Schalker Magerkost in der Arena: So schmeckt selbst das Stadionbier nach Abstieg

Schalke läuft aktuell zu häufig hinterher. Foto: Michael Kamps

Die Realität holt Königsblau so langsam ein. Wer nach dem umjubelten Wiederaufstieg des FC Schalke 04 ernsthaft geglaubt hat, dass die Bundesliga-Saison 2026/27 für den Traditionsverein ein glorreicher Durchmarsch ins gesicherte Mittelfeld werden würde, leidet unter chronischer Fußball-Romantik. Für jeden rational denkenden Beobachter war von Vornherein klar: Diese Spielzeit bedeutet für Schalke puren, harten Existenzkampf.

Doch die bittere Realität, die sich derzeit in der heimischen Veltins-Arena abspielt, übertrifft selbst die Befürchtungen der Pessimisten. Drei Heimspiele, null Siege, null Tore. Das ernüchternde 0:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag hat die Alarmglocken auf Schalke endgültig schrill aufheulen lassen.

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Beim FC Bayern wird sogar das Luxusproblem zur Krise

An der Geschäftsstelle des FC Bayern München. Foto: Robin Patzwaldt

Wer keine Probleme hat, der macht sich welche. Dieses alte Sprichwort passt derzeit erstaunlich gut zum FC Bayern München. Kaum leistet sich Manuel Neuer einen spektakulären Patzer, scheint beim Rekordmeister schon wieder die Torwartfrage zum Thema zu werden.

Und als wäre die Diskussion um die Zukunft des inzwischen 40-jährigen Ex-Nationalkeepers nicht kompliziert genug, bekommt inzwischen auch dessen designierter Nachfolger Jonas Urbig Gegenwind.

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Die nächste BVB-Blamage – und warum sie mich kaum noch aufregt

BVB-Trainer Niko Kovac. Foto: Robin Patzwaldt

Soll man sich als BVB-Fan eigentlich noch aufregen? Ich glaube inzwischen fast, dass es keinen Sinn mehr macht. Wer nach dem ergebnistechnisch starken, spielerisch allerdings nicht immer überzeugenden Saisonstart auf eine nachhaltige Entwicklung bei Borussia Dortmund gehofft hatte, wurde am Mittwochabend in Norwegen jedenfalls unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Das 0:1 in der UEFA Champions League bei FK Bodö/Glimt war nicht einfach nur eine ärgerliche Niederlage. Es war ein weiterer Beleg dafür, dass dieser BVB noch immer jederzeit für einen peinlichen Ausrutscher gut ist.

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Kovac verlängert: Beim BVB ist Kontinuität plötzlich keine schlechte Idee mehr

BVB-Trainer Niko Kovac. Foto: Robin Patzwaldt

Die Nachricht hat mir heute Vormittag tatsächlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert: Trainer Niko Kovac bleibt Borussia Dortmund bis 2029 erhalten. Das ist für mich mehr als eine gewöhnliche Vertragsverlängerung. Es ist ein Signal, dass der BVB auf einer seiner wichtigsten Positionen endlich wieder auf Kontinuität statt auf das nächste Experiment setzt.

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Bochum hüpft nicht mehr: Wenn der Fußball endgültig zum Bürokratenirrsinn wird

Das Stadion in Bochum. Archiv-Foto: Stefan Laurin

Man muss sich diese Geschichte erst einmal auf der Zunge zergehen lassen: Beim VfL Bochum ist in Teilen des Ruhrstadions das gemeinschaftliche Hüpfen verboten. Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz, sondern tatsächlich eine behördliche Anordnung. Wer als Außenstehender davon liest, dürfte sich verwundert die Augen reiben. Willkommen im deutschen Fußball des Jahres 2026!

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Irlands Doppelmoral beschädigt den Fußball – UEFA ist gefordert

Der unbeantwortete Handschlag. Grafik: KI-generierte Illustration / Symbolbild.

Gegen Israel demonstriert Irlands Fußball plakative Verachtung. Gegen Katar dagegen galt Zurückhaltung und das klare Bekenntnis zum Sport. Das Verhalten zeigt eine – nicht nur – irische Doppelmoral und ein tief sitzendes Problem in Europa: Als sogenannte „Israelkritik“ getarnter Judenhass. Und die Bereitschaft, alles zu glauben, solange Israel dabei der Böse ist.

Zwei Länderspiele, zweimal dieselbe Botschaft. Vor den Nations-League-Partien gegen Israel am 27. September und 4. Oktober trugen irische Spieler schwarze Armbinden und senkten während der israelischen Hymne die Köpfe. Die irischen Kapitäne verweigerten ihren israelischen Gegenübern den Handschlag.

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Millionen Follower statt Presseausweis

Das Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Ich gebe zu: Ich bin bei dieser Entwicklung ziemlich hin- und hergerissen. Einerseits bin ich selbst Teil dieser digitalen Welt und habe in den vergangenen Jahren durchaus entdeckt, wie viel Spaß Podcasts, Videos und persönliche Meinungen auf den unterschiedlichsten Plattformen machen können. Und nein: Dafür muss man nicht einmal bezahlt werden. Manchmal reicht es schon, wenn man einfach Lust darauf hat, seine Gedanken mit anderen zu teilen.

Andererseits verändert sich dadurch etwas Grundsätzliches. Meinung und Journalismus verschwimmen zunehmend. Jeder kann heute senden. Und wer es schafft, genügend Menschen zu erreichen, wird plötzlich selbst zum Medium. Das kann spannend sein. Es kann aber auch ziemlich anstrengend werden.

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Als die Idee der Olympischen Spiele dem Ruhrgebiet geklaut wurde

Ministerpräsident Armin Laschet der Veranstaltung „Rhein-Ruhr City“ am 21. Oktober 2019 in der Landesvertretung Nordrhein Westfalen in Berlin.
Foto: Land NRW/Stefanie Loos

Gestern sind die Pläne, die Olympischen Spiele nach Nordrhein-Westfalen zu holen, gescheitert. NRW mit der „Leading City“ Köln zog gegen München den Kürzeren. Die bayerische Landeshauptstadt wird sich 2036, 2040 und 2044 als Austragungsort der Olympischen Spiele in Deutschland bewerben.

Damit endet auf absehbare Zeit eine Idee, die vor über 40 Jahren im Ruhrgebiet aufkam: 1984 beschloss der Kommunalverband Ruhrgebiet, der Vorläufer des heutigen Regionalverbands Ruhr, sich für die Olympischen Spiele 1996 zu bewerben. Die Begeisterung war groß. Um zu zeigen, was man kann, sprang das Ruhrgebiet ein und organisierte 1989 mit Erfolg die World University Games in Duisburg.

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Olympia in NRW: Erst gegen München zittern, dann international untergehen?

Start der Olympia-Kampagne Foto: Land NRW

So langsam setzt sich wohl auch in Nordrhein-Westfalen eine Erkenntnis durch, die man hierzulande offenbar möglichst lange und gerne verdrängt hat: Die Olympia-Bewerbung von Köln-RheinRuhr ist keineswegs der große Selbstläufer, als der sie uns in den vergangenen Monaten (unter anderem vom WDR) gerne unkritisch verkauft wurde. Im Gegenteil. Nach dem Abschlussbericht der DOSB-Evaluierungskommission liegt Konkurrent München mit 87 Punkten vor Köln-RheinRuhr mit 85. Berlin folgt mit deutlichem Abstand bei 74,6 Punkten.

Das Rennen um die deutsche Bewerbung ist damit zwar scheinbar eng. Aber selbst wenn NRW diesen Wettbewerb am Samstag in Baden-Baden überraschend für sich entscheiden sollte, wäre das hier im Westen noch lange kein Grund, die Sektkorken knallen zu lassen.

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