12 Punkte in der Liga, aber nur drei für Klopp: Der BVB hat ein DFB-Problem

BVB-Trainer Niko Kovac. Foto: Robin Patzwaldt

Viel Anlass zum Meckern gibt es beim BVB derzeit tatsächlich nicht. Sechs Pflichtspiele, sechs Siege. Dazu die maximale Ausbeute von zwölf Punkten aus den ersten vier Bundesliga-Partien. Dortmund geht mit einer perfekten Bilanz in die dreiwöchige Länderspielpause. Da könnte man sich eigentlich entspannt zurücklehnen.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht.

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Bayern 7:0 – und Sky feiert die Langeweile

Am Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

Sie haben es schon wieder getan. Nach dem 5:1 gegen den VfB Stuttgart zum Saisonauftakt hat der FC Bayern München auch sein zweites Heimspiel der Saison 2026/27 zur öffentlichen Machtdemonstration gemacht. Union Berlin durfte am Freitagabend mit 0:7 aus der Allianz Arena nach Hause fahren.

Und natürlich war bei Sky wieder beste Laune angesagt. „Flutlichtfreitag“! Großes Fußballfest! Frank Buschmann und Florian Schmidt-Sommerfeld überschlagen sich förmlich vor Begeisterung, während die Bayern den völlig überforderten Gegner nach Belieben auseinandernehmen.

Ich weiß nicht, wie es anderen Fußballfans geht. Mich packt das nicht.

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Klopp holt die Deutschlandfahne zurück – und schreckt damit nicht vor Widerspruch zurück

Fußball und Patriotismus – ein manchmal echt kompliziertes Verhältnis. Foto: Robin Patzwaldt

Was für ein Auftakt! Jürgen Klopp ist noch nicht einmal richtig im Amt, da macht er bereits das, was man von ihm erwarten durfte: Er hält den Mund nicht, hat immer was zu sagen. Und das ist verdammt gut so.

Bei der Vorstellung seines ersten Kaders in Frankfurt hätte Klopp heute bequem über Spieler, Systeme und die kommenden Aufgaben reden können. Stattdessen ging es plötzlich um Deutschland, Nationalstolz und die Frage, wem eigentlich die schwarz-rot-goldene Fahne gehört. Willkommen im politischen Minenfeld der Bundesrepublik!

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Der Klopp-Effekt: Plötzlich ist die Nationalmannschaft wieder sexy

Lange her: Ein entspannter Jürgen Klopp in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Das ist schon irgendwie bemerkenswert: Jürgen Klopp hat als neuer Bundestrainer noch kein einziges Länderspiel bestritten, noch keine Aufstellung verkündet und noch keinen Punkt geholt. Trotzdem hat er etwas geschafft, woran sich seine Vorgänger zuletzt ziemlich erfolglos versucht haben: Er hat die deutsche Nationalmannschaft wieder interessant gemacht.

Am Donnerstag wird Klopp seinen ersten Kader bekannt geben. Und plötzlich reden wieder alle darüber. Wer darf mit? Wer bleibt zu Hause? Welche jungen Spieler bekommen ihre Chance? Welche etablierten Namen müssen um ihren Platz bangen? Der DFB-Termin am 17. September ist längst mehr als eine gewöhnliche Kaderbekanntgabe.

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Deutschland gegen die Schweiz: Großes Eishockeyspektakel auf Schalke

Das Stadion in Gelsenkirchen wird im Mai 2027 zur riesigen Eishockey-Arena. Foto: Michael Kamps
Die Spiele der Männer-Nationalmannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft Deutschland 2027 stehen fest. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf wurde der Spielplan heute offiziell vorgestellt. Damit ist der gesamte zeitliche Ablauf des Turniers bekannt, das im kommenden Mai erstmals seit 2010 wieder komplett in Deutschland ausgetragen wird.
Die deutsche Mannschaft tritt in der Gruppe A in Mannheim an. Eröffnet wird das Turnier am Donnerstag, den 13. Mai 2027, um 20:20 Uhr mit dem Spiel gegen den amtierenden Vizeweltmeister Schweiz, das in der VELTINS-Arena Gelsenkirchen ausgetragen wird. Die Partie markiert zugleich den Auftakt der gesamten Weltmeisterschaft, die am Freitag mit den nächsten Gruppenspielen fortgesetzt wird.
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Lernresistenter BVB gewinnt mit Dusel in Hoffenheim – und ignoriert schon wieder die Warnsignale

BVB-Trainer Niko Kovac mit kritischem Blick. Foto: Robin Patzwaldt

Eigentlich müsste ich als langjähriger Begleiter des BVB jetzt einfach zufrieden sein. Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte – was will der Dortmunder Fußballfan zum Saisonstart 2026/27 eigentlich mehr? Heimsieg gegen den HSV, Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim. Dazu ein 3:2 nach 0:2-Rückstand. Klingt nach Charakter, Moral und einer Mannschaft, die sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt.

Und trotzdem ertappe ich mich dabei, dass ich schon wieder genauer hinschaue. Vielleicht sogar genauer, als mir lieb ist.

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Schalke liefert gegen Bayern das vielleicht geilste 0:0 seit Jahren

Unerwarteter Punktgewinn der Schalker gegen die Bayern am Samstag. Foto(s): Michael Kamps

Es gibt Fußballspiele, bei denen ein 0:0 eigentlich eine Zumutung ist. 90 Minuten lang quält man sich durch gepflegtes Ballgeschiebe, schaut irgendwann häufiger auf die Uhr als auf den Rasen und ist nach dem Abpfiff vor allem froh, dass es endlich vorbei ist. Das torlose Unentschieden zwischen Schalke und Bayern am Samstagabend war das komplette Gegenteil.

Ich muss zugeben: Ich habe selten ein 0:0 erlebt, das sich so sehr nach einem echten Top-Spiel angefühlt hat. Und das lag nicht nur daran, dass mehr als 60.000 Menschen in der Arena nach dem Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen waren. Es lag vor allem daran, dass Schalke genau das getan hat, was man von einem Aufsteiger gegen den übermächtigen Rekordmeister eben tun muss: Die Mannschaft hat sich gewehrt. Mit allem, was sie hatte.

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Vom „Weltklassespieler“ in die Schweineliga: Das Mahnmal Max Meyer

Max Meyer im Jahre 2015 im Schalke-Trikot. Quelle: Wikipedia, Lizenz: CC BY 2.0 , Foto: Daniel Kraski

Man kann den Wechsel von Max Meyer zu Rot-Weiß Oberhausen natürlich als Fußball-Romantik verkaufen, wie es gerade einige Medien versuchen. Als die rührende Geschichte des verlorenen Sohnes, der nach einer Odyssee durch Europa heimkehrt, um verletzungsbedingt etwas kürzerzutreten, die Familie zu priorisieren und nebenbei den Trainerschein zu machen.

Man kann die Lupe aber auch umdrehen. Dann blickt man nicht auf ein Fußball-Märchen, sondern auf eine knallharte sportliche Tragödie und ein bitteres Mahnmal für eine völlig fehlgeleitete Karriereplanung.

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Westfalia Herne: Scheitern als Chance?  

B.A. ist der bekannteste Fan von Westfalia Herne, doch so langsam weiß auch er nicht mehr weiter | Foto: Dominik Asbach

Der Fußball-Club Westfalia Herne kommt seit Jahren nicht aus dem Krisenmodus. Nach dem Abstieg in die Landesliga 3 Westfalen ist der Fehlstart nun perfekt: Vier Spiele, vier Niederlagen – und damit die Rote Laterne. In Herne macht sich inzwischen Ernüchterung breit.

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Schalke ist wieder da – aber noch nicht wirklich angekommen

Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps

Tja, was fangen wir jetzt mit diesem Saisonauftakt der Schalker an? Nach Jahren der Zweitklassigkeit war die Vorfreude in Gelsenkirchen riesig. Endlich wieder Bundesliga, endlich wieder große Gegner, endlich wieder diese besondere Atmosphäre rund um den FC Schalke 04. Und dann das: 0:3 beim FC Augsburg.

Natürlich ist eine Niederlage bei einem etablierten Bundesligisten kein Weltuntergang. Augsburg gehört schließlich nicht zu den Mannschaften, gegen die ein Aufsteiger automatisch drei Punkte einplanen darf. Trotzdem ist das Ergebnis ein Dämpfer. Und zwar ein ziemlich deutlicher. Denn gerade Aufsteiger können es sich normalerweise nicht leisten, die ersten Spiele einer Saison zu verschlafen. Wer nach oben kommt, braucht Punkte, Selbstvertrauen und möglichst schnell das Gefühl, tatsächlich in dieser Liga mithalten zu können.

Davon war in Augsburg zumindest nach der Pause nicht mehr viel zu sehen.

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