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Das sind Geschichten

Die größte Werberdichte, die größten Dichten der Erfolgreichen, die größte Dichtung ihrer Selbst breitet sich in der Werbehauptstadt Düsseldorf aus. Ich war zufällig dabei. Oder auch fern. Von unserem Gastautor Thomas Meiser

Wiewohl mich Werber nicht interessieren, sondern nur Kumpels. Und eine Kumpeline. Mit denen traf ich mich. Wie jedes Jahr. Auf der Oberkassler Kirmes Eine literarisch angelegte Studie. Mit Zitaten von Peter Hein, demGott der Fehlfarben.

Der Text ist sehr nahedran, aber schlicht Prosa.

Karla mal wieder völlig besoffen angekommen. Der berühmten Goldschmiedin mangelt wohl es an Mikrokoodination. Taxi gut, sagt sie.

Es scheint, als läge ein Grauschleier über der Stadt. Den ihre Mutter noch nicht abgewaschen hat. Naja. Wir alte Säcke, die Karla ein kleines Kind. (:

Wir sitzen rum und warten, ist ja schließlich Kirmes.

Die Oberkasseler Kirmes, das berühmteste Volksfest der Welt, wie alle Düsseldorfer sagen. Wir sitzen rum innen Bierzelt.

Berge explodieren, es geht voran.

Zentrum des Abends soll doch werden, was wir geworden sind.

Schließlich sitzen wir nicht ohne Grund im Bierzelt.

Kinderträume in der Mauerstadt, Atatürk der neue Herr, Deutschland,

Deutschland, alles ist vorbei.

Jetzt tanzen Alex und Jochen an den Stammtisch ran.

Unternehmensberatertagesträume? Immer cool.

Wir sind die Türken von morgen.

Wir sind jetzt ein Quartett.

Sie nie nach vorn, seh nie nach vorn. Was hab ich denn da vorn verlorn?

Einer ist mit der Runde dran.

Das ist der Alex.

Oh, wie schön, oh wie erhebend, das wir das wir erleben.

Alle erzählen von irren internationalen Erfolgen, meine Haare sind länger geworden, einen Bart habe ich manchmal.

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben.

Mittlerweile ist auch Karla wieder klar.

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben.

Holen wir mal tief Luft:

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht.

Berge explodieren, schuld hat der Präsident.

Jochen fugt zu einer tiefpointierenden Geschichte aus, in deren er als Unternehmensberater völlig gescheitert ist.

Graue B-Film-Helden regieren halt die Welt.

Karla, mittlerweile erholt, erzählt von einen Auftrag eines arabischen Scheichs, mit dem sie praktisch die Rente schon sicher hätte, ein Geschmeide, da hätte das Wort den Klang von.

Das sind Geschichten – die mir niemand glaubt, das sind Geschichten aus dem täglichen Leben, das sind Geschichten, die sind geklaut.

So. Mittlerweile ist es halb eins. Und eine kommt nicht.

Das ist diejenige, mit der ich dem Club dem jungen Mütter beiseite stehen könnte, aber das ist auch egal.

Wer ist Dein Feind, wem mußt Du schaden?

Und wir tanzten zum Herzschlag der besten Musik.

Wir dachten schon, das war der Sieg.

Das war vor Jahren. Das war vor Jahren.

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2 Kommentare zu “Das sind Geschichten

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