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Demonstration gegen die Sperrzeit des DJÄZZ und ihre Folgen

Dem Club „Djäzz“ in Duisburg droht das aus. Gründe sind ein renitenter Nachbar und die Unfähigkeit des städtischen Ordnungsamtes.

Ein renitenter Nachbar hat durchgesetzt, dass das Djäzz in der Duisburger Innenstadt künftig um 1.00 Uhr schließen muss. Das Ordnungsamt war wohl zu blöde, den  Vorwürfen auch nur mit einer Lärmmessung nachzugehen. Peter Bölling heißt  der Leiter des Ordnungsamtes und ist wohl eine Zierde seines Standes. Mittlerweile regt sich Protest gegen die Schließung und man kann nur hoffen, dass er sich mit der Forderung verbindet, ein paar vernünftige Leute ins Ordnungsamt zu holen. Ein Bölling, der auf Nachfrage der WAZ noch nicht einmal weiß, ob eine Lärmmessung stattgefunden hat, ist offensichtlich überfordert und würde sicher auch mit einem Besen in der Hand eine gute Figur machen.

Das Djäzz weist auf seiner Homepage die Gäste schon einmal auf die Veränderten Öffnungszeiten hin:

Wie die meisten von Euch sicher bereits erfahren haben, haben wir uns am 10.1.2011 leider nicht mit unserer Klage gegen die Änderung der Sperrzeit durchsetzen können. Dies bedeutet, daß das Djäzz mit sofortiger Wirkung um 1 Uhr Nachts seine Pforten schließen muss. Wir werden dennoch alle angesetzen Konzerte & Sessions in den nächsten Monaten durchführen. Welche Tanzveranstaltungen stattfinden und in welcher Form werden wir in den nächsten Tagen mit den jeweiligen Veranstaltern entscheiden – wir müssen aber leider davon ausgehen, daß wir die meisten Parties absagen müssen.
Das Programm auf unserer Webseite wird so schnell wie möglich aktualisiert, bitte informiert Euch bei Interesse an einzelnen Termine kurzfristig über geänderte Anfangszeiten.

Wie die meisten von Euch sicher bereits erfahren haben, haben wir uns am 10.1.2011 leider nicht mit unserer Klage gegen die Änderung der Sperrzeit durchsetzen können. Dies bedeutet, daß das Djäzz mit sofortiger Wirkung um 1 Uhr Nachts seine Pforten schließen muss. Wir werden dennoch alle angesetzen Konzerte & Sessions in den nächsten Monaten durchführen. Welche Tanzveranstaltungen stattfinden und in welcher Form werden wir in den nächsten Tagen mit den jeweiligen Veranstaltern entscheiden – wir müssen aber leider davon ausgehen, daß wir die meisten Parties absagen müssen.
Das Programm auf unserer Webseite wird so schnell wie möglich aktualisiert, bitte informiert Euch bei Interesse an einzelnen Termine kurzfristig über geänderte Anfangszeiten.

Am 29. Januar findet dann auch noch eine Demo für das Djäzz und gegen die Dorf-Öffnungszeiten statt. Wo ist noch nicht klar. Wir halten Eich auf dem Laufenden.

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11 Kommentare zu “Demonstration gegen die Sperrzeit des DJÄZZ und ihre Folgen

  • #1
  • #2
    Torti

    Also das war in Dortmund mit dem Solendo, als es das noch gab, genauso. Da haben wenige Anwohner in einem GEWERBEGEBIET HAFEN ein Verbot von Parties durchgesetzt. Übrigens ist das in Berlin gerade auch im Gange. Einige Clubs im Prenzlauer Berg haben mit Anwohnerklagen zu kämpfen. Und auch dort ist klar, wer da gewinnen wird….

  • #3
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Torti: Ich verstehe das auch nicht. Wenn ich Ruhe will, ziehe ich an den Stadtrand und nicht neben einen Club – egal in welcher Stadt. Aber so sind die Neospießer nun einmal gestrickt. Und das Schlimme ist: Sie bekommen auch noch damit durch.

  • #4
  • #5
    Andreas Lichte

    @ Torti

    hier auch noch mal ein link zu deinem Kommentar:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/club-sterben-geht-weiter/3684586.html

    „Club-Sterben geht weiter

    Bar25, Knaack, Magnet: Viele bekannte Clubs mussten schließen oder umziehen. Was viele Anwohner freut, schadet der Stadt Berlin. Denn die Partyszene ist längst zum wichtigen Wirtschaftsfaktor und Besuchermagneten geworden.

    Man konnte dieses Jahr fast sicher sein: Wenn sich ein Clubbetreiber an die Öffentlichkeit wandte, dann nicht, um eine neue Partyreihe vorzustellen, sondern um auf sein drohendes Ende aufmerksam zu machen. Gleich mehrere bekannte Clubs mussten 2010 gegen ihre Schließung ankämpfen. Und einige unterlagen: Die Bar25 räumte im September endgültig ihren Standort in Friedrichshain, der Grundstücksbesitzer will das Gelände verkaufen. Der Knaack Klub in Prenzlauer Berg schließt nach der morgigen Silvesterparty, er hat den Besucherrückgang nicht verkraftet, seit abends nach 22 Uhr nur noch leise gefeiert werden darf. Anwohner hatten sich über den nächtlichen Lärm beschwert, am Ende entschied das Oberverwaltungsgericht. (…)“

  • #6
    Silke

    Man kann auch in der Silvesternacht um Mitternacht die Fenster aufreißen und ein kräftiges „Ruhe da draußen“ brüllen. Das Djäzz ist mit dieser Farce im Ruhrgebiet in bester Gesellschaft http://www.revier-magazin.de/nachtleben-und-szene/378-djaezz-in-duisburg

  • #7
    duisburger

    Auch am Tag der Loveparade kam es zu einer Anzeige gegen das Djäzz. (An der LP hatte das Djäzz keine Beteiligung, es stand ein Float in der Nähe und Besucher gingen durch die Innenstadt.)

  • #8
    Alexa

    Das ist echt schrecklich mit dem Sterben der Clubs. Da wird ein großen Stück Kultur einfach ausgelöscht.
    Die Clubs in berlin gehören einfach dazu, sie prägen diese Viertel. Wer das ehemalige Thier-Gelände in dortmund kennt, weiß dass kommerz und prestige über der alten, gewachsenen Kultur steht. Für diese urbanen clubs tauchen zwar nach und nach ein paar durchgestylte Läden auf, aber das ist doch einfach nur noch künstlich und unehrlich und spiegelt nicht mehr die Wurzeln des Ruhrgebiets wider… Schade

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