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Die Eidesstattliche Versicherung von FDP-Kandidatin Koch-Mehrin

Foto: FDP Baden-Württemberg

Seit ich die Geschichte über die dubiose eidesstattliche Versicherung von Silvana Koch-Mehrin, der EU-Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl, geschrieben habe, konnte ich einiges über Dirty Campaining lernen.

Und zwar haben ausgerechnet FDP-Wahlkampfhelfer von Koch-Mehrin die Kommentar-Funktion zum Beitrag "Wirbel um Eid von FDP-Europaspitzenkandidatin Koch-Mehrin" benutzt, um anonym Schmäh-Kritiken loszuwerden.

Woher ich das weiß? Die Helfer benutzten dabei die IP-Adresse 217.110.45.10. Das ist die IP der FDP-Bundesgeschäftsstelle in Berlin, Reinhardstraße 14.

Nur einige Beispiele, falls jemand nachlesen möchte, was die Leute geschrieben haben: igor in #39, edward in # 32, #25, # 13 und in #11, sowie Mark in #14

Besonders interessant ist Edward. Seine Email-Adresse zu der IP 217.110.45.10 lautet adib.sisani@xy. (Vollständige E-Mail aus Gründen des Datenschutzes nicht veröffentlicht)

Dies ist deswegen spannend, da ein gewisser Adib Ashraf Sisani als Verfasser der Präsenzlisten von Koch-Mehrin auftaucht, die auf der Internetseite der FDP-Politikerin veröffentlicht wurden.

--- Nachtrag: Wie mittlerweile wohl jeder weiß, ist Adib Ashraf Sisani der persönliche Pressereferent von Koch-Mehrin -----

Zusätzlich wurde mir mit diversen Klagen offen, in Emails und Hintenrum gedroht. Naja.

Warum das Ganze? Es scheint, als habe ich mit meinem Blogbeitrag eine unbequeme Wahrheit berichtet.

Nun, ich habe geschrieben, dass Koch-Mehrin in einem Rechtsstreit mit der FAZ eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Dort sagt sie, sie habe eine Präsenzquote von 75 Prozent. (neu: Ihre Rechtsanwälte sagen inklusive der Fehlzeiten als Mutter)

Damit man mir das glaubt, veröffentliche ich hier die eidesstattliche Versicherung von Koch Mehrin.

(für größere Darstellung auf die eidesstattliche Versicherung klicken)

Foto: FDP Baden-Württemberg

Seit ich die Geschichte über die dubiose eidesstattliche Versicherung von Silvana Koch-Mehrin, der EU-Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl, geschrieben habe, konnte ich einiges über Dirty Campaining lernen.

Und zwar haben ausgerechnet FDP-Wahlkampfhelfer von Koch-Mehrin die Kommentar-Funktion zum Beitrag "Wirbel um Eid von FDP-Europaspitzenkandidatin Koch-Mehrin" benutzt, um anonym Schmäh-Kritiken loszuwerden.

Woher ich das weiß? Die Helfer benutzten dabei die IP-Adresse 217.110.45.10. Das ist die IP der FDP-Bundesgeschäftsstelle in Berlin, Reinhardstraße 14.

Nur einige Beispiele, falls jemand nachlesen möchte, was die Leute geschrieben haben: igor in #39, edward in # 32, #25, # 13 und in #11, sowie Mark in #14

Besonders interessant ist Edward. Seine Email-Adresse zu der IP 217.110.45.10 lautet adib.sisani@xy. (Vollständige E-Mail aus Gründen des Datenschutzes nicht veröffentlicht)

Dies ist deswegen spannend, da ein gewisser Adib Ashraf Sisani als Verfasser der Präsenzlisten von Koch-Mehrin auftaucht, die auf der Internetseite der FDP-Politikerin veröffentlicht wurden.

— Nachtrag: Wie mittlerweile wohl jeder weiß, ist Adib Ashraf Sisani der persönliche Pressereferent von Koch-Mehrin —–

Zusätzlich wurde mir mit diversen Klagen offen, in Emails und Hintenrum gedroht. Naja.

Warum das Ganze? Es scheint, als habe ich mit meinem Blogbeitrag eine unbequeme Wahrheit berichtet.

Nun, ich habe geschrieben, dass Koch-Mehrin in einem Rechtsstreit mit der FAZ eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Dort sagt sie, sie habe eine Präsenzquote von 75 Prozent. (neu: Ihre Rechtsanwälte sagen inklusive der Fehlzeiten als Mutter)

Damit man mir das glaubt, veröffentliche ich hier die eidesstattliche Versicherung von Koch Mehrin.

(für größere Darstellung auf die eidesstattliche Versicherung klicken)

Demgegenüber veröffentlichte die EU folgenden Statusbericht zur FDP-Politikerin inklusive der 59 Fehltage als Mutter.

Ich stelle fest: Zwischen den beiden Angaben ist eine Diskrepanz. Es liegt nahe zu sagen, die eidesstattliche Versicherung sei falsch. Ob das zutrifft, kann nur ein Gericht entscheiden. Denn eine falsche eidesstattliche Versicherung wird mit bis zu 3 Jahren Knast oder mit Geldstrafe geahndet. 

Die Rechtsanwälte von Koch-Mehrin sehen das natürlich anders. Sie rechnen vor, dass Koch-Mehrin häufiger anwesend gewesen sei, als in den Anwesenheitslisten bestätigt ist. Dies würde aus den Abstimmungslisten hervorgehen. Gut. Von der Durchsetzungskraft dieser Erklärung hängt es ab, ob Koch-Mehrin mit ihrer eidesstattliche Versicherung nicht doch noch in den Abgrund fällt.

Gerne hätte ich die Listen aus einer Email veröffentlicht, die mir der Rechtsanwalt von Koch-Mehrin zugeschickt hat, um diese Sichtweise zu bestätigen. Aus diesen Listen soll erkennbar sein, dass Koch-Mehrin 75 Prozent Anwesenheit hatte. Leider darf ich das aber nicht. Sie sollen aber hier zu finden sein. klack Ich weiß nicht, ob das die gleichen Listen sind, die mir zugegangen sind.

Die Rechtsanwälte von Koch-Mehrin sagen, sie seien sicher, dass die EU ihre Zahlen weiter nach oben korrigiert würden.

Dabei ist es im Prinzip sicher egal, ob Koch-Mehrin 75 Prozent der Tage da war oder 62 Prozent. Das sind Kleinigkeiten. Genauso ist es nebensächlich welche Details in dem Prozeß vor dem Landgericht Hamburg besprochen wurden, den Koch-Mehrin gegen die FAZ verlor.

Es geht im Kern darum, ob die Politikerin eine falsche Eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Das wäre fatal.

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84 Kommentare zu “Die Eidesstattliche Versicherung von FDP-Kandidatin Koch-Mehrin

  • #1
    Jens

    Erneut die Frage an den Rechtsanwalt (diesmal etwas modifiziert):
    Ist die Liste die auf der Homepage von Silvana Koch-Mehrin präsentiert wird, die selbe Liste wie die, die dem Autoren dieses Beitrages der Ruhrbarone zugegangen ist?

    Falls ja: Warum darf er die Zahlen nicht veröffentlichen? Warum reagieren Sie auf entsprechende Fragen nicht?

    Falls nein: Warum gibt es zwei verschiedene Listen?

    Außerdem noch: Inwiefern wurde denn gegenüber den Ruhrbaronen kommuniziert, insbesondere, nachdem augenscheinlich der Wunsch nach einer Entfernung des Beitrages nicht entsprochen wurde?
    Aufgrund der vorliegenden Aussagen der Ruhrbarone-Betreiber kann man zur Annahme gelangen, dass ein gewisser Druck aufgebaut worden ist. Stimmt dies?

    Und als ganz neues interessantes Element in der Diskussion: Sorgen jetzt Mitarbeiter der FDP-Bundesgeschäftsstelle dafür, dass Mitglieder des MdEPs ihre Homepages aktualisieren?

  • #2
    AnKa

    Jetzt weiß ich zumindest endlich, wie die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen… Allerdings kapier ich nicht, warum SKM anscheinend ihre Mutterschaftstage als Anwesendheitstage gerechnet haben will.
    Ist das irgendwo so?

    Dass sie da entschuldigt ist, ist unbestritten. Aber in meinen Augen waren das dann Tage, an denen sie nicht anwesend sein konnte, also werden sie von den möglichen Anwesenheitstagen abgezogen. Und dann wird halt die Quote ausgerechnet, an wieviel Prozent der Sitzungen, an denen ihre Teilnahme möglich war, sie tatsächlich teilgenommen hat.

  • #3
    FS

    Na, ich bin mal gespannt ob sich Herr Graef (der Anwalt) auch hier in den Kommentaren meldet und ob er auch hier alle Nachfragen ignoriert.

  • #4
    Mao aus Duisburg

    Frau Koch-Mehrin,
    es ist schon erstaunlich, wie eine Spitzenkandidaten mit so geringer programmatischer Tiefe eine so ehrwürdige Partei wie die FDP im Europaparlament vertreten darf. Dass sie mehr Schau als Inhalt ist, zeigt sie doch bei jeder öffentlichen Diskussion – wenn sie denn überhaupt auftritt. Ich dachte eigentlich, die Zeit, in der die FDP die „Guidomobil-Spaß-Partei“ wäre, sind längst vorbei. Auf jeden Fall ist Frau SKM im Europaparlament genauso überflüssig wie ein Metzger in einer Selbsthilfegruppe für Vegeratrier.

  • #5
  • #6
    Reizzentrum

    @ Anka

    Ist doch klar, warum jemand von der FDP so rechnet: Weil man so die Statistik in seinem Sinne verfälschen kann. Sowas ist Betriebswirtschaft erstes Semester ^^

    Möglichst viel Ertrag aus möglichst wenig Einsatz herausholen – so machen es die Liberalen.

  • #7
    Lorietta

    Ich verstehe immer weniger, was hier eigentlich das Problem sein soll. Zur Berechnung von „Anwesenheit im EP“ gibt es offenbar viele verschiedene Methoden, das ist mir als Laie auch klar. Und solange man jemandem nicht nachweisen kann, dass er wusste, dass seine Berechnungsmethode zu diesem Thema objektiv unhaltbar war (und so etwas wäre allenfalls bezüglich der absurden Behauptungen in dem Schmähartikel in der FAZ naheliegend), so lange ist es völlig abwegig, bei irgendwem von „Lüge“, „Meineid“, „falsche Eidesstattliche Versicherung“ oder was auch immer zu sprechen.

    Ich habe den nachhaltigen Eindruck, dass David Schraven andere Motive hat als die Suche nach der Wahrheit.

  • #8
    Mao aus Duisburg

    Der Rechtsanwalt von SKM soll endlich Fakten liefern, dann kann er damit alles entkräften. Doch das FDP-Mitglied Graef macht es nicht. Das sagt doch alles über den Wahrheitsgehalt seiner Angriffe.

  • #9
    Jens

    @Lorietta (7):
    Ich habe den nachhaltigen Eindruck, dass Du andere Motive hast, als die Suche nach der Wahrheit.

  • #10
    Jochen Hoff

    @7 Lorietta

    Das ist wieder einmal typisch FDP. Sobald irgendwer von denen bei einer Lüge oder gar einer ungesetzlichen Handlung erwischt worden ist, wird der Überbringer der Nachricht beschimpft.

    Frau Koch-Mehrin ist Botschafterin der INSM und mir schon aus diesem Grunde zutiefst zuwider. Deshalb ist es eigentlich egal ob sie im Europaparlament anwesend ist oder nicht. Sie vertritt die Interessen der Menschen in Deutschland eh nicht.

    Eine Partei die eine Kandidatin aufstellt die für eine neoliberale Lobbyorganisation arbeitet, zeigt wie wenig Wert sie auf Demokratie legt.

  • #11
    Hb

    Ich weiß nicht, ob das die gleichen Listen sind, die mir zugegangen sind.

    Das erstaunt den Leser aber etwas. Warum vergleichst Du die Listen nicht?

  • #12
    Klaus Jarchow

    Genau, Lorietta – selbst dann, wenn sie nur einmal dagewesen wäre, kann sie ohne Lüge immer noch sagen, sie wäre „hundertprozentig da gewesen“ …

  • #13
    Sepp

    Dass die Leute der FDP unter dem scheinbaren Schutz der Anonymität aus der FDP-Zentrale Beschimpfugen ablassen anstatt Stellung zu beziehen und sachlich auf die Ungereimtheiten eingehen spricht Bände…

    Und was ist mit Frau Koch-Mehrin, sitzt sie das Ganze über ihre Anwälte aus oder kommt noch mal eine Stellungnahme?

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  • #16
    Börni

    Ich würde die Listen NICHT vergleichen, zumindest nicht das Ergebnis eines Vergleichs veröffentlichen. Nicht, dass dann irgendein Rechtsanwalt kommt und die Veröffentlichung des Ergebnis des Vergleichs als nicht genehmigte Nutzung interpretiert.

  • #17
    Marty

    Was bedeutet eigentlich, es liegt nahe, dass die eidesstattliche Versicherung falsch ist?

    Auf Basis der unbestrittenen Diskrepanz zwischen den Dokumenten liegt diese Annahme – ohne dass weitere Informationen vorliegen – nicht näher oder ferner, als die Vermutung, dass die Anwesenheitslisten fehlerhaft sind.

    Ich habe nun doch schon einige Erfahrung mit der EU-Bürokratie und darf mich durchaus zu der Äußerung hinreissen lassen, dass ich keinem derartigen Dokument den Unfehlbarkeitsstatus zurechnen würde. Dazu gehört schon eine gewisse Naivität, die man sich speziell gegenüber der EU und ihren Organen besser verkneift.

    Daher:
    Diskrepanz? – offenkundig
    Nachfragen? – darf man immer
    Meineid unterstellen? – noch längst nicht

    PS: Ich hege ansonsten keinerlei Sympathien für Frau Koch-Merin und werde ihrer Partei auch nicht meine Stimme zur EU geben.

  • #18
    Nasowas

    Dieses schein professorale Gegackere und Gewiehere(hab schon immer alles gewußt und auch besser gewußt) geht mir tierisch auf den Sack.

  • #19
    Marc

    Hallo David,
    die Geschichte als solche ist definitiv erheiternd, habe selbst auch schon darüber gebloggt.
    Was ich aber wirklich daneben finde ist die Idee, die Email-Addy, wenn auch gekürzt hier zu publizieren.
    Klar ist auch das ein Knaller, aber die Feldbeschreibung Mail (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich) sollte immer Programm sein, egal was für ein Troll auch kommentiert.

  • Pingback: + BLOG'N'ROLL +

  • #21
  • #22
    Andreas

    Die Story finde ich weiterhin interessant, vor allem auch wie viel Wirbel es scheinbar bei der FDP auslöst. Wie sind die denn so schnell auf den Blog gestoßen?
    Was mich wundert, ist dass das Thema in den „konventionellen“ journalistischen Medien bisher so wenig behandelt wurde. habe nur was bei derwesten und rp-online gesehen.

    PS: Die Überschrift ist ein Tippfehler, oder sollte es wirklich fpd und nicht fdp heißen?

  • #23
    Angelika

    Unter der Überschrift „Guidos Frontfrau für Europa“ im net zu finden:

    „…Auf dem blau-gelben «Freiheitstruck» tourt Silvana Koch-Mehrin derzeit durch Deutschland…Parteichef Guido Westerwelles blonde Hoffnungsträgerin stellt sich als «europäische Patriotin» vor, ärgert sich aber auch über zu viel «bürokratischen Unsinn» aus Brüssel…Vorwürfe politischer Gegner, sie fehle im EU-Parlament zu häufig, weist sie als «falsch» zurück. Auf der offiziellen Webseite des Parlaments wird ihre Anwesenheitsquote mit 62 Prozent beziffert…“ (01.06.2009)

    http://www.ad-hoc-news.de/guidos-frontfrau-fuer-europa–/de/Politik/20253451

  • #24
    Bert

    Mit Koch-Mehrin muß man sowieso einiges ertragen – Rückblende:

    http://www.netzeitung.de/spezial/europa/383536.html

    Koch-Mehrin verteidigt Film «Tal der Wölfe»

    Im Streit um den türkischen Film «Tal der Wölfe» hat FDP-Präsidiumsmitglied Koch-Mehrin scharfe Kritik an der Absetzungs-Forderung von CSU-Chef Stoiber geäußert. Den Streifen müsse man «ertragen», sagte sie der Netzeitung.

    In dem Action-Thriller kämpft ein türkischer Geheimdienstler im Irak gegen die USA. Der Westen, Juden und Christen werden darin als Feinde des Islam dargestellt.

    Koch-Mehrin, die auch Mitglied im FDP-Präsidium ist, verteidigte den Film. «Man muss diesen Film ertragen», sagte sie.

  • #25
    Klaus Jarchow

    Seht’s doch einfach mal ästhetisch-pragmatisch, unter Zuhilfenahme von ein wenig gesundem Menschenverstand und einschlägiger Lebenserfahrung:

    WER GUT AUSSIEHT, MUSS WENIGER ARBEITEN.

  • #26
    Jens

    Auch nett:

    Gestatten, Silvana Koch-Mehrin: ?Ich bin eine Rabenmutter. Und das sehr gerne!? (?)

    http://www.rp-online.de/public/article/beruf/ratgeber/428795/Silvana-Koch-Mehrin-Ich-bin-eine-Rabenmutter.html

  • #27
    gelegentlich

    @Lorietta
    Sie haben das Gefühl David Schraven hätte andere Motive als die Suche nach der Wahrheit. Tja, als Pragmatiker denke ich weniger über Motive nach als über Effekte. Der Haupteffekt der Aktivität von David Schraven in dieser Sache ist aber, dass
    1. bekannt wurde dass die Spitzenkandidatin der ,,Liberalen“ mit Hilfe der Justiz gegen kritische Berichterstattung vorgeht
    2. sie eine neoliberale Lobbyistin ist (sozusagen ein U-Boot eines weiteren U-Bootes, der INSM)
    3. die FDP Leute in ihren Reihen duldet, die versuchen, heimlich und anonym Schmähkritiken in Kommentardiskussionen zu schleusen, und damit bestätigen, dass es offenbar ein ,,Feature“ dieser politischen Richtung ist, genauso vorzugehen.
    Bei der Pseudo-Bürgeriniative Deutsche-Kinderhilfe wurde das Gleiche gemacht; ebenfalls in der Baganz-Pleitgen-Affäre in NRW. Das ist die Freiheit, die diese Neoliberalen meinen.
    Bei ,,Der Westen“ steht der Bericht über SKM bei den 3 meistgelesenen Artikeln, bei der FTD auch. Herr Schraven hat also durchaus etwas erreicht.
    Wollen wir ihm gemeinsam dazu gratulieren?

  • #28
  • #29
    Gregor

    Tolle Sache, wir verwirren mit Zahlen. Folgt man dem Link zur Seite von Koch-Mehrin und addiert die Angaben, kommt man zu ganz anderen Werten (vermutlich, weil irgendetwas doppelt und dreifach gezählt wird).

    Rechnen wir mal nach: Angaben von Koch-Mehrin auf der persönlichen Web-Seite (Nummerierung entsprechend den Koch-Mehrin-Angaben):

    2) Anwesenheit: 142 Tage (angeblich von EU korrigiert; ursprünglich 120)
    3) Protokollabstimmungen: 24 Tage
    4) „Liste de Presence?: 12 Tage
    5) Mutterschutz: 59 Tage

    Summe: 142 + 24 + 12 +59 =237 (entspräche 83 Prozent Anwesenheit)

    Probe:
    Vergleich man die EU-Angaben mit der Koch-Mehrin-Liste, sind die Tage mit den von ihr genannten 24 Protokollabstimmungen tatsächlich nicht aufgeführt.
    http://www.europarl.europa.eu/mepatt/28241.pdf

    Stichproben zeigen, dass Parlamentarier, die am gleichen Tag abgestimmt haben, diese Tage in ihren Anwesenheitslisten korrekt verbucht haben. Warum ist dann bei Koch-Mehrin die Abweichung so groß? 24 von 142/144 Tagen wäre eine sehr hohe Fehlerquote.

    Was wurde nun in die angebliche Korrektur von 2) eingerechnet? Auf der EU-Web-Seite steht noch nichts davon. Warum sollen von 24 Protokollabstimmungen nur 22 gewertet worden sein? Warum soll Koch-Mehrin die Präsenzlisten auswerten, die EU aber nicht?

    Vermutliche Koch-Mehrin-Version:
    2) Korrigierte Anwesenheit: 142 Tage
    5) Mutterschutz: 59 Tage

    Summe: 142 + 59 Tage = 201 Tage (entspräche etwa 70 Prozent Anwesenheit)

    Sind die Präsenzlisten (warum nennt Koch-Mehrin hier nicht die genauen Tage? Das ist merkwürdig) tatsächlich nicht eingerechnet, stimmt die Rechnung in der Eidesstattlichen Erklärung. Sind sie es nicht, stimmt sie nicht.

    Ergo muss Koch-Mehrin schon einen Schritt weitergehen und auch die 12 Tage auf den Präsenzlisten benennen, auf die es ankommt.

    Drollig ist übrigens, dass Koch-Mehrin sagt, es hätte nur 282 Sitzungstage in der Legislaturperiode A6 von 2004 bis 2009 gegeben, während die EU bei allen anderen Abgeordneten von 288 ausgeht.

  • #30
    John Dean

    Die selbst ernannte „Rabenmutter“ ist wohl eher eine „Raben-Abgeordnete“.

    Man nehme als Beleg einfach mal das Jahr 2007: Frau Koch-Mehrin kann in diesem Jahr lediglich 25 Anwesenheiten im Parlament nachvollziehbar belegen*.

    Im Jahr 2007 tagte das EU-Parlament an 62 Terminen. Bereinigt man diese um die Mutterschutzzeiten von Frau Koch-Mehrin, bleiben 56 Termine.

    Ihre „Raben-Abgeordneten“-Quote liegt, trotz Berücksichtigigung von Mutterschutz-Zeiten, für 2007 bei jämmerlichen 44,6 Prozent!

    Eine echte Raben-Abgeordnete!

    Da sie sich im Jahr 2007 auch im Haushaltsausschuss ausgesprochen rar gemacht hat, stimmt auch das Argument der FDP-Anhänger nicht, dass die geringe Anwesenheitsquote von Frau Koch-Mehrin im Parlament mit entsprechend verstärkten Fleiß in der Ausschussarbeit einher ginge.

    Dass es auch anders geht, beweist Frau Koch-Mehrin im Jahr 2009. Kaum rückt die Wahl näher, steigt ihre Anwesenheit im EU-Parlament auf über 90 Prozent an!

    Es geht doch – Gratulation, Frau Koch-Mehrin!

    Über die ganzen Zahlen mag man denken, was man möchte – der sehr krumme Gerichtseid von Frau Koch-Mehrin und noch mehr die Drohungen einmal seitens von Herrn Graef, sowie die Drohungen seitens von Mitarbeitern der FDP-Geschäftsstelle mit einem Strafverfahren („falsche Verdächtigung“) hinterlassen gar keinen guten Geschmack.

    Meine Meinung: Das ist ekelhaft.

    Hier soll ein FDP-Spitzenpolitiker auf sehr problematische Weise reingewaschen werden.

    * eventuell steigen diese Zahlen noch an, wenn Frau Koch-Mehrin weitere und vor allem nachvollziehbare Belege nachreicht – Skepsis ist hier allerdings angebracht.

  • #31
    king balance

    Wie sagt doch der FDP Chefe Westerwelle!!! Wer arbeitet, soll mehr haben, als der, der nicht arbeitet! Und Teilzeitarbeit soll auch nur als Teilzeitarbeit bezahlt werden! Nur unsere Politclowns erlauben sich, was sie anderen nicht zugestehen wollen. Faul sein auf Kosten der Allgemeinheit! Sie predigen Wasser und saufen Wein! Also auch die erhalten hoffentlich die Quittung für ihr tun am Sonntag..

  • #32
    Katharina Borchert

    @Klaus Jarchow: Wie schade, dass solche Diskussionen nie besonders lange sachlich geführt werden können, ohne dass jemand um die Ecke kommt und die arg verstaubte Sexismuskiste wieder aufreisst. Ebenso ekelhaft wie langweilig.

    @Schraven: Die Bekanntgabe der Mail ist wirklich extrem unfein. Zumal die nicht schwer herauszubekommen ist und von jedem angegeben werden kann.

  • #33
    Michi Meyer

    Mich empört, wie hier mit einer verdienstvollen Europärerin umgegangen wird! Die Ruhrbarone wurden inzwischen an allen Punkten widerlegt. Wenn es Herrn Graef endlich gelingt, den Ruhrbaronen und ihren linksradikalen Freunden („Blogger“) das Handwerk zu legen, dann stoße ich mit einem Glas Sekt an!

  • #34
    soran

    @Katharina Borchert: Wo ist da eine Sexismuskiste? Die Aussage von Klaus Jarchow, das „WER GUT AUSSIEHT, MUSS WENIGER ARBEITEN.“ trifft auch auf Männer zu.

  • #35
    Stefan Laurin

    @Meyer: Das wir besonders viele linksradikale Freunde haben war mir neu, aber Sie wissen das sicher besser als ich.

    @Katharina Borchert: Der Jarchow Kommentar ist mir durchgegangen (Wie fast alle im Moment: Grippe). Normalerweise schalten wir so etwas nicht frei. Zu den Mails: Bei Privatleuten sehe ich es genau so – aber wenn von einer Parteizentrale aus verdeckt agiert wird, kann man das durchaus öffentlich machen.

  • #36
    Gregor

    @Michi Meier: Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert. Der Generalverdacht der „linksradikalen Freunden (?Blogger?)“ war schon 1970 zum Gähnen, nur dass es damals keine Blogger gab. Was kommt als nächstes? Sollen wir doch rübergehen 🙂

    Lesen Sie doch mal den Kommentar 28 und verraten Sie mir, was daran linksradikal sein soll. Das ist Mathematik und nicht Politik.

    @Katharina Borchert: Wie soll ein Journalist Beweise vorlegen, wenn er sie nicht nennen darf? Macht das der Westen auch so? Mit der Kombination Vorname.Nachname verrät man nun wirklich kein großes Geheimnis. Berufliche E-Mails haben acht verschiedene Namensformate, die bei 95 Prozent aller Unternehmen verwendet werden. Vorname ausschreiben oder Initial? Punkt oder keiner? Vorname oder Nachname zuerst?

  • #37
    Manni

    Liebe FDP.

    Glaubt Ihr denn wirklich, dass es irgendwen kratzt, wie oft Eure Abgeordneten an den Sitzungen teilnehmen? Könnt Ihr nicht einfach das bißchen menschliche Größe aufbringen, dass erforderlich ist, sich diesem Bildzeitungsniveaublödsinn nicht hinzugeben? Glaubt Ihr, dass potenzielle Wähler nicht ahnen, dass man sich die Anwesenheit im Parlament oft genug einfach schenken kann? Dass eine Abgeordnete oftmals besseres zu tun hat als zeitungslesend schnarchlangweiligen Diskussionen zu folgen?
    Und könntet Ihr bitte noch mal den Orginialbeitrag durchlesen und dabei mal merken, dass sich an dieser Stelle kein Mensch darüber ereifert hat, dass Frau K-M zu selten im Parlament gewesen wäre?
    Hmm?

  • #38
    Rainer Hoffmann

    Das folgende Video aus September 2008 über die „Anwesenheitslisten-Problematik“ bei der EU ist hier im Blog hoffentlich bekannt:

    http://www.youtube.com/watch?v=TTtPfAscHKM

  • #39
    Klaus Jarchow

    Was hat denn das mit Sexismus zu tun, Katharina, wenn ich meine Aussage absolut geschlechtsneutral und allgemeingültig formuliere? Gibt’s etwa keine schönen Männer mehr auf dieser Welt? Glaube mir, die Gelfrisur, die sich neuerdings Bundeswirtschaftsminister nennen soll, die habe ich längst auch auf dem Kieker. Ich habe nämlich generell etwas gegen Leute, die den Weg zur Arbeit zum Laufsteg machen und elastisch tun. Punkt.

    In einem höheren Sinn ist mein Satz sogar nicht nur Satire auf eine ausgewiesene FDP-Poseurin, sondern er ist dazu noch völlig richtig: Schöne Menschen – cum grano salis – haben es leichter, sie müssen sich folglich weniger anstrengen, um das im Leben zu bekommen, was sie wollen, und sie bleiben deshalb bis zu ihrem unausweichlichen Ende zumeist auch dümmer als der Durchschnitt, denn sie haben es ja nicht nötig, durch innere Werte zu glänzen. Zumindest ist mir noch kein schöner Nobelpreisträger über den Weg gelaufen …

  • #40
  • #41
    Stefan Laurin

    @Klaus Jarchow: Naja, jemanden auf seine äusseren Merkmale zu reduzieren ist schon etwas bedenkliches. Jeder Politiker kann auf ganz anderen Feldern besser kritisiert werden. Sexistisch? Selten werden Männer auf ihr Äußeres reduziert. Und dann bezweifele ich auch den Wahrheitsgehalt des, wie ich glaube, eher launig gemeinten Satzes: Schröder galt bei vielen Frauen als attraktiver Politiker – ein Faulpelz war er sicher nicht. Gegenbeispiel: Armando Veneto (Italien) ist einer der faulsten EU-Abgeordneten und sicher nicht der nächtliche Traum der Damenwelt 🙂
    Nimm es einfach so wie es ist: Wir schalten solche Kommentare in der Regel nicht frei – auch weil sie kaum eine sinnvolle Diskussion ermöglichen. Die wollen wir aber nach Möglichkeit hier bei den Ruhrbaronen haben. Also: Nicht schmollen, wir freuen uns schon auf Deinen nächsten Kommentar und Dir fallen bestimmt bessere Sachen als Bemerkungen über das Aussehen ein.

  • #42
    Rainer Hoffmann

    Übrigens:

    Frau Koch-Mehrin ist am 05.06.2009 um 16Uhr in Recklinghausen (!) auf dem Altstadtmarkt bei einer FDP-EU-Wahlkampfveranstaltung…Westerwelle ist übrigens auch dort…

  • #43
  • #44
    Klaus Jarchow

    Yo – dieser schöne Schröder als Womanizer, der ‚hatte es aber eher in der Stimme‘. Wenn du ihn jemals live gesehen hast, besaß er ansonsten Lafontaine’sches Format. Ich meine: Im hohen Gras sahst du beide nicht mehr, da wurde jeder Rasenmäher zur Gefahr. Ich habe die Causa trotzdem zusammengefasst und von hier verlagert. Wer will, soll sich zum Sexismus in meinem Sprachbaukasten äußern, dort, wo das Thema auch eher hingehört: “ … Wir lernen daraus, dass wer ?wer? sagt, auch schon eindeutig Frauen gemeint haben muss. Denn der Sexismus, der lauert bekanntlich überall, fast wie einst der Kommunismus, und wenn er schon nicht im Wortsinn steckt, dann hat ihn die gewitzte Frau doch in der Nase. …“

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  • #46
    Julia

    Vielen Dank für den Artikel.

    Eigentlich wollte ich dieses Jahr FDP wählen, aber das hat sich jetzt erledigt !!!

  • #47
    hartmut

    Zur Kenntnisnahme, ich schließe mich der Nachfrage dieses Blogs hiermit an:

    http://kritik-und-kunst.blog.de/2009/06/02/ruhrbarone-versus-koch-mehrin-bitte-blog-kollegen-6219776/

    juristischen Auseinandersetzungen sehe ich hiermit mit der allergrößten gelassenheit entgegen.

  • #48
    Avantgarde

    Hätte Frau Koch-Mehrin an ALLEN Sitzungstagen wegen Mutterschutz gefehlt, betrüge ihre Anwesenheitsquote 100%

  • #49
  • #50
    John Dean

    Interessant finde ich, dass von Frau Koch-Mehrin „mandatsbedingte“ Reisekosten im Jahr 2005 auch in solchen Monaten in Rechnung gestellt werden, wo sie sich aus Gründen des Mutterschutzes vom Mandat fern hält und entschuldigen lässt.

    Warum?

    Die Trolle aus der FDP-Geschäftsstelle werden dafür bestimmt eine Erklärung finden, fernab eines „ich-kriege-den-Hals-nicht-voll“.

    Oder vielleicht könnte es der freundliche Herr Graef erklären?

  • #51
  • #52
    Eva

    @ Klaus Jarchow: Deine Aussage über schöne Menschen (wer gut aussieht, muss weniger arbeiten) ist zwar tatsächlich geschlechtsneutral formuliert, aber sie ist dennoch sexistisch, und zwar weil Du sie gezielt in einem Beitrag über eine Politikerin anbringst. Der Sexismus besteht darin, dass der Satz in einer Auseinandersetzung über eine Frau fiel, während Diskussionen über Männer von solchen sachfremden Äußerungen, die vom eigentlichen Thema ablenken, meist frei bleiben. Dass Du Dich dann mit einer abwertenden Bemerkung über den Wirtschaftsminister zu retten versuchst, finde ich eher kläglich – dies hast Du ja sozusagen erst auf eine Nachfrage hin getan, während Du Dich bei SKM initiativ so geäußerst hast.

    Und wenn Du schon das Vorurteil toben lässt und Stereotype über schöne Menschen anbringst, dann lies doch bitte die sozialpsychologische Literatur zum Thema und mach es richtig. Schönen Menschen werden zwar soziale Fähigkeiten wie Freundlichkeit, Extravertiertheit, Beliebtheit u.a. zugeschrieben, aber mit Intelligenz hat das alles nichts zu tun. Es gibt keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Aussehen und der Intelligenzentwicklung. Wenn Du also solche Aussagen machst, dann vergiss bitte beim nächsten Mal nicht das Kneifauge dahinter.

  • #53
    Angelika

    Danke für Hinweis, Rainer Hoffmann. Das sehe ich mir auf jeden Fall an.

  • Pingback: henningschuerig.de/blog

  • #55
    Sven

    Wenn Frau SKM tatsächlich ihre Muttertage angerechnet haben will, kann man das ja tun. Aber ich würde da anders rechnen. Sie hat die Sitzungen verpasst, weil sie nicht konnte, ok. Aber wie viele Sitzungen hätte sie besucht, wenn sie Zeit gehabt hätte? also einfach mal ausrechnen, an wie vielen Sietzungen sie prozentual vor und nach ihrer Mutterzeit teilgenommen hat, anschließend diesen Wert auf die Mutterzeit anwenden, und schon kann man ein realistischeres Bild zeichnen. Dass sie damit nicht auf die 75 % kommen wird, ist klar, und die Diskrepanz von 75 und 62 ist o hoch, dass ich nicht glaube, dass dies nachträglich über Korrekturen seitens der EU ausgeglichen werden wird.
    Aber naja, immerhin ist sie optisch ein Lichtblick…wenn man da unser Merkel sieht…

  • #56
    Eva

    @ Sven und Klaus Jarchow: Da ihr ja offensichtlich Brüder im Geiste seid, möchte ich euch einen Vorschlag machen: Beantragt doch mal, dass Frauen in der Politik keine Inhalte vertreten müssen, sondern einfach nur nach dem Aussehen ausgesucht werden. Dann müssten wir uns in diesem Forum nicht mit so unsinnigen Dingen wie Anwesenheitszeiten im Parlament beschäftigen und könnten uns einer wirklich wichtigen Frage zuwenden, nämlich ob unsere Politikerinnen hübsch genug sind, um diese Position überhaupt einnehmen zu dürfen. So was wie „das Merkel“ bliebe uns dann auch erspart.
    Achtung: Satire…

  • #57
    Klaus Jarchow

    @ Eva: „Der Sexismus besteht darin, dass der Satz in einer Auseinandersetzung über eine Frau fiel“ – ja, das nenne ich doch mal ein gewagtes Argument. Solche ‚Logik‘ führt in der Konsequenz dazu, dass ich über Neoliberalismus zwar im Zusammenhang mit Westerwelle diskutieren dürfte, aber nicht mehr im Zusammenhang mit Frau Merkel (weil Frau), dass ich über Blabla und inhaltsloses Geschwalle zwar angesichts von Dieter Bohlen sinnieren dürfte, aber nicht beim Anblick von Heidi Klum (weil Frau). Kurzum – es ist ein feministisch (schlecht) begründeter Diskussionsdispens, ein im Grunde dann doch wieder patriarchalischer Appell an den Kavalier im Mann: Egal wie doof, der Mann hat der Frau auch verbal immer nur die Tür aufzuhalten und sie vor allen Unbilden zu beschützen. Das verstehe ich nun gerade nicht unter gleichberechtigter Diskussion auf Augenhöhe …

  • #58
    Limited

    So langsam wird es eng für Frau Koch-Mehrin und die FDP:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/255/470799/text/

    Wenn die Beteiligten nicht schnell eine geeignete Deeskalationsstrategie finden, dann kosten das am Sonntag einige Prozentpunkte.

  • #59
    Eva

    @ Klaus Jarchow: Der Unterschied liegt darin, dass die Haltung zum Neoliberalismus oder die Qualität von Unterhaltungssendungen sachliche Kritikpunkte sind, die für die Beurteilung der Arbeit dieser Menschen relevant sind. Ob aber Politiker gut aussehen, ist für deren politische Leistung vollkommen egal. Das Aussehen der Frauen in der Politik wird trotzdem ständig thematisiert, während die Männer diesbezüglich weitgehend in Ruhe gelassen werden. (2005 jedenfalls habe ich mit ungläubigem Staunen registriert, dass Angela Merkels Frisur sehr viel erregter und ausführlicher diskutiert wurde als ihr politisches Programm. Sie hatte sich doch damals als Bundeskanzlerin beworben und nicht als Bardame, oder habe ich da was nicht mitgekriegt?) Fazit: Natürlich dürfen auch Frauen kritisiert werden, aber bitte nicht auf Nebenschauplätzen. Die Anwesenheitsquote von SKM im Parlament ist diskussionswürdig, aber Anmerkungen über ihr Aussehen gehören hier nicht hin.

  • #60
    Angelika

    „…Die wohl bekannteste tatsächlich in Brüssel beheimatete Europaabgeordnete ist wohl Silvana Koch-Mehrin (FDP). Zwar hat sie kaum durch inhaltliche Arbeit auf sich aufmerksam gemacht. In den Plenarsitzungen fehlt die Spitzenkandidatin der FDP häufig. Die Kernaufgabe eines EU-Abgeordneten, nämlich federführend neue Gesetzesvorschläge auszuhandeln, hat sie nicht ein einziges Mal übernommen. Bekannt ist Koch-Mehrin vielmehr durch Talkshow-Auftritte geworden…“ (FAZ, 03. Juni 2009)

    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EADD864C0B88F4F00A87E81625AC0995A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  • #61
    Jens Kobler

    @ Eva & Angelika:

    Genau diese beiden Hinweise passen doch sehr gut zusammen.

    Natürlich ist es nicht einfach zu diskutieren, dass z.B. Schröder damals auch gewählt wurde, weil ihn Menschen ganz PLUMP attraktiv fanden. Gut, deren Problem als mündige Bürger? Denn der Hinweis auf eine gewisse Oberflächlichkeit trifft ja im Grunde eben nicht den von manchen als attraktiv empfundenen „öffentlichen“ Menschen, sondern die MEDIENDEMOKRATIE und deren Wählerschaft. Also könnte mensch doch genau so gut der Meinung sein,dass das doch eher noch öfter diskutiert werden sollte, oder? Vielleicht einigt mensch sich ja auf „Charisma“ als Kriterium, haha.

    Blendwerk gehört angesprochen, das ist Teil der journalistischen Arbeit. Ob der Kollege das jetzt optimal thematisiert hat, das kann ich nicht sagen. Aber: Das war ja auch nicht seine KERNAUSSAGE, der Hinweis auf das Spekulieren auf einen gewissen Appeal (und dessen Tücken, auch für die Betroffene) muss manchmal reichen bei einem politisch orientierten Artikel, oder? Genau die Talkshow-Realität spuckt ihr doch gerade in die Suppe – und zurecht!

  • #62
    Hafentaucher

    Die SZ bringt es treffend auf den Punkt:

    „Seither macht sie von sich reden – auch weil sie sich für den Stern mit schwangerschaftsrundem Bauch auszog. Im People-Fachblatt Bunte erklärte sie ihr Privat- und Liebesleben, dem Oben-ohne-Magazin Praline lieferte sie Kolumnen. Im parlamentarischen Betrieb der EU dagegen hat die Chefin der sieben deutschen FDP-Abgeordneten nicht überall den Ruf, ein fleißiges Bienchen zu sein.“

  • #63
    Klaus Jarchow

    @ Eva: Das stimmt doch einfach nicht, dass nur das Aussehen von Frauen thematisiert würde. Darf ich dich zum Exempel mal daran erinnern, dass um Gerhards Schröders gefärbte oder nichtgefärbte Haarpracht sogar ein Presseprozess lief.

  • #64
    Sepp

    Frau Koch-Mehrin wirbt mit dem Slogan „Arbeit muss sich wieder lohnen“.

    Diesen Spruch hat sie anscheinend wörtlich genommen und lieber gut bezahlte Vorträge in der Wirtschaft gehalten, anstatt – wofür sie eigentlch bezahlt wird – im Europaparlament langweilige und unglamouröseVortrage zu halten und zu hören!

    Ich finde, es ist ein Skandal, der zum Himmel stinkt! Das Verhalten von Herrn Niebel, FDP-Generalsekretät, das Ganze zu vertuschen, passt da nur zu gut ins Bild.

  • #65
    tim

    eine eidesstatliche Erklärung abzugeben in der (offenkundig) die Unwahrheit steht ist schon ein großer Klopper.
    Das geht ja gar nicht;
    Politiker , auch die der FDP sollten als Vorbilder fungieren. Gerade was den Umgang mit der Wahrheit angeht. Damit sollte man nicht so leichtfertig umgehen wie es hier anscheinend praktiziert wird.

  • #66
    theo

    Es wundert mich, dass das ganz so hohe Wellen schlägt. Da ich Politikwissenschaften studiert habe und mich während des Studiums mit den Europäischen Institutionen intensiv beschäftigt habe ist es verwunderlich wenn Leute darüber erstaunt sind wenn mal wieder bekannt darüber geschrieben wird, dass EU Parlamentarier nicht zu Sitzungen erschienen. Der Eintrag in den Anwesenheitslisten bedeutet schlicht nichts, da auch Fälle bekannt sind, bei denen Abgeordnete sich eintragen und dann wieder gehen, oder gar andere sich eintragen lassen.
    Das sich Politiker sich wie bei dem Fall Koch-Mehrin so schön blamieren ist dabei allerdings ein schönes Schmankerl. Ändert aber an der enttäuschenden Bilanz vieler EU Abgeordneter nicht wirklich etwas. Ein Grund mehr nicht zur Wahl zu gehen.

  • #67
    humanum

    für mich ist es ganz egal, 62% oder 75%. Wenn ich als Arbeitnehmer nur 75 % meiner Arbeitszeit anwesend wäre, würde ich garantiert eine Lohnkürzung von 25% haben, mit größter Wahrscheinlichkeit würde ich aber raus geworfen werden. Also ganz egal, ob 38,oder 44, oder 62 oder 75%. Dafür gehört sie einfach rausgeschmissen. Am Sonntag haben wir Wähler, die wir auch die Arbeitgeber von Frau Koch-Mehrin sind, die Chance das zu tun.

  • #68
    humanum

    @eva
    Finde ich schade, das du ausgerechnet mit der sexismuskiste rumhantierst. Schauen wir doch mal vollkommen unvoreingenommen auf das was Fr.SKM macht: Sie erscheint als werdende Mutter in Revolverblättern, aber nicht um der Sache wegen, sondern nach dem Motto „sex sells“, oder warum muss sie so posieren. Ist das nicht eindeutig aus monetären Gründen so, oder geht es ihr dabei um die Sache??? Nein garantiert nicht. Dadurch scheint sie die sexismuskiste in Scene gesetzt zu haben. Sie nutzt ihr gutes Aussehen schamlos aus und das auch durch gekonnten Einsatz von Sex, oder nicht?

  • #69
    king balance

    Heute Abend wird Sylvana Koch-Mehrin zu Gast bei Maybritt Illner im ZDF sein:

    http://www.maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,7592463,00.html

    Neben Martin Schulz (SPD), Hans-Gert Pöttering (CDU), Lothar Bisky (Die Linke) u.a. wird sie zum Thema Europa befragt. Und wenn Frau Illner ihr Handwerk versteht, auch über die Fehlzeiten-Affäre etwas hinterfragen.. Vermute aber eher das ganz kurzfristig noch eine Absage erfolgen wird. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel wird dann die Chance nutzen und das Volk aufklären.

    Die Süddeutsche berichtet gestern darüber, dass FDP-Generalsekretär Dirk Niebel dem ARD-Chef Peter Boudgoust ?wutentbrannt? geschrieben habe, weil in einer Regionalsendung die Frage nach den Präsenzseiten der Koch-Mehrin in Brüssel gestellt wurde. Das geht ja gar nicht! Lieber Nebel, findet Niebel wohl.

    Geht mal Sonntag alle schön zur Wahl, damit Silvana die nächsten 4 Jahre mal was für ihr Geld tun muss..

  • #70
    zapp-a-sack

    Die Lümmelin aus der häufig-mutterschutz-verwaisten letzten Bank in Brüssel ist mindestens ein genauso blödes Image wie das der deutschen Freiheitsstatue.

    Aber jeder hat ja das Recht am eigenen Bild…

  • #71
    Dieter von Teese

    Mir persönlich wäre es auch recht gewesen, wenn sie überhaupt nie im Parlament erschienen wäre – Neoliberale gibt es in den westlichen Parlamenten ohnehin zu jeder Zeit mehr, als gut tut.
    Eine Anwesenheitsquote von null hätte sie laut ihrer eigenen Berechnungsweise dann natürlich immer noch nicht – wegen der mindestens 59 Sitzungen, wo sie sich entschuldigen lassen konnte:
    Weniger als 59/282 = 20,9% geht nicht in Koch-Mehrinscher Quotationsarithmetik. Die Methode ist somit hervorragend geeignet, um ParlamentarierInnen aktiver erscheinen zu lassen, als sie sind. Kein Anlass freilich, eine Täuschungsabsicht zu unterstellen. Dazu ist der Blödsinn ja zu offensichtlich.

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  • #73
    Fassan

    Warum bringt man eine kleine Politikerin ins Rampenlicht ? Die Skandale aus Brüssel sind mehr als nur bekannt, da gäb es ganz andere Dinge. Wie wäre es z.B. mit den Hintermänner im Fall des KInderschänders Marc Doutraux die durchaus in Politkreise zu finden sein könnten. Aber der Fisch ist dem „Blog“ wohl etwas zu dick … Hauptsache aber man bringt sich durch kleine Fische selbst ins Rampenlicht undschreibt mit unter das dümmste Zeug dabei.

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  • #75
    Schnickschnack

    >igor in #39, edward in # 32, #25, # 13 und in #11, sowie Mark in #14

    und was ist nun an den kommentaren so unglaublich spannend?
    und was soll dabei sein, wenn wahlkampfhelfer hier kommentieren sollten? dürfen diese sich hier nicht äußern?

    und so beweiskräftig ist das alles nicht. eine ip ist nicht steingehauen und ist veränderbar.
    dafür muss keiner partei zugehören.

  • #76
    David Schraven Beitragsautor

    Die IP der FDP ist „steingehauen“ und nicht veränderbar. Sorry. Die Partei hat einen festen IP-Block. Es ist Ok, wenn Parteiwahlkämpfer kommentieren, dann aber bitte mit offenen Visier und nicht hinten rum. Zudem mussten wir teilweise die Kommentare wegen Beleidigungen löschen. Das war unter dem Deckmantel der Anonymität grob unter der Gürtellinie. Das dürfen die Herren bei sich zu Hause machen, aber nicht hier.

  • #77
    Schnickschnack

    6. TCP-Hijacking
    http://www.trust-us.ch/congress/1998/281298-tcppenet.pdf

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