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Die Reichsbahn und die jüdischen Bürger – „Nach Sobibor und zurück“

Mit Wagen dieses Typs wurden während des Holocausts Menschen in die Vernichtungslager transportiert. Quelle: Wikipedia, Foto: Proesi, Lizenz: CC BY-SA 2.0 de

Von unserem Gastautor Thomas Weigle.

Der entsetzliche Alltag der Häftlinge, die Härte der Arbeit,die Brutalität und Korruption der Wachen lässt Kalmen Wewryk in Buchform (nähere Angaben siehe unten) vor unseren geistigen Auge, in unserem Kopfkino, ablaufen. Die genaue Planung des Aufstandes wird beschrieben, die Durchführung und das Ergebnis dieses für die Nazis unglaublichen Ereignisses.

Den Aufstand nutzten etwa 400-500 Häftlinge zur Flucht, aber schon die kurze Distanz bis zum erstmal rettenden Wald schafften nur um die 200 Häftlinge, die anschließend von deutschen und ukrainischen Uniformierten gnadenlos gejagt wurden,  letztlich haben 47 Häftlinge, darunter 8 Frauen das Kriegsende erlebt.

Man sagt ja, dass der Feind meines Feindes mein Freund ist. Im Falle der jüdischen Verfolgten und der polnischen Bevölkerung traf das wohl eher nicht zu. Angesichts der Brutalität der deutschen Besatzer, die ja auch die polnische Bevölkerung gnadenlos drangsalierten, kaum zu glauben. Es zeigte sich, dass die deutschen Raubkriegsplaner recht hatten, als sie die antisemitische Haltung der zu erobernden Völker richtig einschätzten, als sie diese für ihren Vernichtungsfeldzug gegen die jüdischen Menschen kalten Sinnes als Hilfskräfte einplanten. Bevor Kalmen Wewryk aber den „Höhepunkt“ seines Leidensweges in Sobibor erreichte,wurde er wie alle jüdischen Opfer der Nazis  auf einen langen Weg der Schmerzen, der Trauer und Erniedrigung von mitleidlosen Bewachern getrieben.

Zunächst wurde der Wohnort des Autors Kalmen Wewryk, Chelm, im September 1939  bombardiert,von den Russen besetzt, die aber nach 14 Tagen wieder abzogen. Bis zur Ankunft der deutschen Besatzer beherrschten polnische und ukrainische Banden die Stadt und terrorisierten v.a. die jüdische Bevölkerung. Mit Ankunft der Deutschen aber besserte sich die Lage für die jüdischen Bürger Chelms keineswegs. Die jüdischen Bewohner wurden ghettoisiert, Kalmen, seine Frau und sein Sohn,die später ermordet wurden, mussten ihre Wohnung verlassen und teilten sich mit drei Familien EIN Zimmer. Natürlich wurden die jüdischen Ghettobewohner auch zu zahlreichen Arbeiten zwangsverpflichtet, ebenso waren sie den Brutalitäten der SS-Männer wehrlos ausgesetzt:

„Als wir so dastanden und darüber sprachen, wie schlecht es jetzt für uns aussah, kamen mehrere SS-Männer in den Laden und riefen:“Verfluchter Jude!“ Dann verpassten sie meinem Vater zwei kräftige Schläge auf den Kopf. Als Nächstes plünderten sie mein Lager, wobei sie sich nur das Beste heraussuchten….Unter uns waren viele wehrlose Frauen, deren Männer verschleppt worden und nie zurückgekehrt waren. SS-Männer drangen in die Wohnungen der Frauen ein und machten mit ihnen, was sie wollten. SS-Männer durchstreiften die Straßen mit Hunden und Peitschen und sahen sich gierig nach potenziellen Opfern um. Und jeden Tag verabschiedeten sie neue Gesetze, „Regeln“ und „Richtlinien.“ Die polnische Polizei war noch im Amt, doch die Polizei stand nun unter deutscher Befehlsherrschaft und waren eifrig dabei, die Befehle auszuführen. Sie halfen dabei Juden festzunehmen und zusammenzuschlagen, die für „Arbeitsdienste“ gebraucht wurden.“ Diese Arbeitsdienste sahen dann bspw. so aus, dass mehrere jüdische Zwangsarbeiter einen Schlitten mit Waren und SS-Männer ziehen und schieben mussten und dabei unaufhörlich mit Peitschen geschlagen wurden. Hinzu kam die ständige Angst, irgendwo hin geführt zu werden, um erschossen zu werden:

„ Dann wurden die jüdischen Männer aus Chelm und  Hrubieszow aus dem Ort getrieben. Wieder begann die Schießerei. Die Überlebenden trieb man zum Fluss Bug. Auf der anderen Seite waren die Russen, die dort eine Stadt namens Sokal besetzt hatten. Als die Juden sich dem Fluss näherten begannen die Deutschen willkürlich in die Menge zu feuern. Viele Juden wurden getötet, die übrigen flüchteten ins Wasser….viele Juden ertranken…Das Ufer des Bug war mit Leichen übersät.. Derweil hatten auch die Russen zu schießen begonnen…Als alles vorüber war, standen die Deutschen am Flussufer und lachten aus vollem Herzen. Sie hatten sich köstlich amüsiert.“

Immer wenn die geknechteten und gequälten Menschen dachten,“schlimmer geht`s nicht, kam prompt eine neue Eskalation des Grauens. Bis  dann die Fahrt in die Hölle Sobibor anstand:

„Die Waggons waren bis zum Rand mit Menschen vollgestopft worden., und als die Türen verriegelt wurden, hörte man ein lautes Geräusch von schwerem Metall auf Metall. Es war eine höllische Sommernacht. In unserem Waggon waren zwei ukrainische Soldaten,die ganz offen sagten, dass wir alle vergast würden….Es gebe keinen Ausweg und keinen Weg zurück, sagten sie. Sie waren schwer bewaffnet und befahlen uns, ihnen alles an Gold, Geld und Schmuck auszuhändigen…. Die Ukrainer schlugen immer wieder gnadenlos auf uns ein, weil nicht alle Juden etwas hatten, was sie diesen Tieren geben konnten. Bald gab es viele blutüberströmte Juden in unserem Wagen..“ Einigen der Deportierten gelang  die Flucht aus diesem Zug des Grauens, die meisten von ihnen wurden allerdings wieder eingeholt und getötet. „In meinen Wagen warfen sie zwei tote Juden, die bei ihrem Fluchtversuch erschossen worden waren…..Die Zugfahrt dauerte fast einen ganzen Tag, der Zug hielt viele Male an.“

 

SOBIBOR

Als der Zug das Lager erreichte, konnten wir die SS brüllen hören. Wir rochen den Gestank von verbrannten Menschenfleisch……Wir sahen die SS-Männer mit Peitschen in der Hand.. …Ein Deutscher brüllte. „Austreten aus den Waggons,“und die Leute sprangen aus den Güterwägen. Sie waren vor Schreck wie versteinert. Viele erlitten Herzinfarkte und starben, andere zitterten und waren wie gelähmt vor Angst. Viele waren in einem Zustand der Hysterie, während andere mit Urin und Fäkalien besudelt waren.. Auf der gesamten Reise  hatten wir weder Essen noch Wasser bekommen…..Unser Zug hatte etwa 40 Waggons mit 1500 unglückseligen Juden. Zwölf von uns  wurden zur Arbeit selektiert, alle anderen wurden durch den „Schlauch“(ein schmaler geschlossener Weg) zum Lager III geschickt, wo man sie umbrachte.“ So vergeht Tag für Tag mit immer neuen entsetzlichen Erlebnissen:

„Ich erinnere mich an einen Transport aus Holland, ach, war das furchtbar. Es gab zu viele jüdische Kinder, als das sie schnell „abgefertigt“ werden konnten, also standen sie von morgens bis abends in einer,langen,kreisförmigen Schlange, die ständig abnahm.Solch wunderschöne Kinder, süße kleine blonde Mädchen mit Zöpfen, ordentlich angezogen.Diese armen Unglückseligen waren gut genährt, hatten hübsche pausbäckige Gesichter. Ihre Eltern müssen sie so geliebt haben, ihnen alle Fürsorge der Welt gegeben haben, und nun…..Einige der Kinder weinten, wahrscheinlich wussten sie Bescheid…..In den Augen mancher Kinder sah man die Angst-ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen.. Es war ein Tag wie aus der Hölle.“ Die Ankunft dieses Zuges aus Holland wird auch in dem Film „Sobibor“ gezeigt. Die Niederländer wurden nicht in Viehwaggons transportiert,sondern in Wagen der 3.Klasse-Holzklasse also.

„Ich schlief in dem Bereich, der sich Lager I nannte. Es gab vier Etagen und in jeder Koje schliefen drei bis vier Häftlinge. Einige der Leute waren geistig verwirrt und mit ihren Nerven am Ende, nachts bissen,kratzten, zerrten und krallten sie sich gegenseitig. Ich hörte viele vor Hunger weinen, andere kreischten und stöhnten. Nachts wurde die Tür verriegelt, deshalb brachte man uns kleine Eimer, die wir als Toilette nutzen sollten. In den Baracken gab es kein Licht-das war strengstens verboten-und Hunderte von uns waren dort zusammengepfercht. Viele von uns hatten Ruhr und Durchfall, also waren die Eimer bald voll und liefen über. Bis der Morgen kam, gab es 40,50,60 volle Eimer und rundherum eine Riesensauerei.“

Ständig mussten die Häftlinge das Lager ausbauen, es waren „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“, so der Autror Kalmen Wewryk, „die sich die Deutschen ausdachten, damit sie nicht an die Front mussten. Die Ostfront war ein Fleischwolf, der die Truppen massenhaft auffraß, deshalb ergriffen die Deutschen jede Gelegenheit, den Anschein zu erwecken,sie seien beschäftigt.“

Vor dem Aufstand gab es schon Fluchtversuche, die allerdings meist kein gutes Ende nahmen.. So entflohen von einem Außenkommando zwei Häftlinge: „Die Juden begriffen sofort, was passiert war, sie wussten,dass sie so oder so erledigt waren. Wenn einer oder mehrere  aus einer Gruppe flohen, wurde die gesamte Gruppe getötet. Also stürzten die verzweifelten Juden in alle Richtungen los, während die Ukrainer auf sie schossen und sie verfolgten.“  Die eingefangenen Häftlinge wurden dann im Lager mit Knüppeln barbarisch zu Tode geprügelt.

 

„Der Oberbefehlshaber von Sobibor war Oberscharführer Gustav Wagner. Er war eine Bestie von Mensch, ein sadistischer Mörder, der so etwas wie Bauernschläue besaß. Er war ein äußerst gerissener Mann, er schien einen sechsten Sinn zu haben. Er brauchte einen nur anzusehen und wusste, was man dachte. Wir planten den Aufstand, als Wagner gerade Fronturlaub hatte. Sascha(Alexandr Petscherski), der Anführer sagte:“Solange Wagner hier ist,werden wir nichts erreichen!“ Ich bin mir sicher, wäre Wagner bei unserem Aufstand im Lager gewesen, nicht einer von uns hätte ihn überlebt. Wahrscheinlich hätte sich unser Plan niemals verwirklichen lassen. Schon beim Anblick von Wagners Gesicht hätte man vor Angst sterben können.“

 

Kalmen Wewryk hatte das Glück, nicht nur zwanzig Peitschenhiebe von Wagner zu überleben, als dieser mit einer Arbeit von ihm nicht zufrieden war, Wagner gab ihm-für Kalmen unerklärlich-auch die Chance seinen „Fehler“ wieder gutzumachen, statt ihn persönlich „ins Gas“ zu führen. Eine weitere Angewohnheit der SS war,dass beim Abendappell die nicht mehr arbeitsfähigen Häftlinge selektiert wurden. Männer wie Frauen mussten die Hosen runterlassen und wurden geschlagen, wobei sie die Schläge zählen mussten. Die übrigen Häftlingen standen im Kreis und mussten lachen.

Ein anderer Brutalo der besonderen Art war Karl Frenzel.“Er war ein fetter Sadist. Fuhr er auf Heimaturlaub, ließ er sich von einem Häftling den Koffer packen. „Der Häftling sagte mir, dass Frenzels Koffer voll mit Gold und Diamanten usw. von Juden war-genug dass seine Kindeskinder niemals selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen hätten.“ Diese Art des Beutemachens war für die SS-Führung ein ständiges Ärgernis, schließlich waren die Wertsachen der jüdischen Häftlinge Eigentum der SS als Ganzes. Allerdings gab es letztlich nur wenige Verfahren gegen korrupte Mitglieder der SS. Immerhin wurde der Kommandant von Buchenwald deshalb zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Nahmen die polnischen,deutschen und andere westeuropäische Deportierte bei der Ankunft in Sobibor ohne Widerstand hin, verhielt es sich mit jüdischen Russen anders, sie wussten was sie erwartet.

„Sie hatten keine Illusionen, deshalb leisteten sie Widerstand. Beim Entladen der Waggons stürzten sie sich auf die Deutschen, und noch bevor man sie festnahm hatten sie sich gewehrt.“ Allerdings letztlich ohne durchschlagenden Erfolg.

Die Lagerleitung war auch nicht um grotesk-barbarische Einfälle verlegen. So „richtete sie eine jüdische Hochzeit aus, eine Sängerin und Tänzerin trat auf und sang wunderschön. Das ganze wurde gefilmt,anschließend wurden das „Hochzeitspaar und die Hochzeitsgäste direkt in die Gaskammer gebracht.

 

AUFSTAND

 

Die alles überstrahlende Figur, der Organisator des Aufstandes war der bereits erwähnte Sascha. „Er strahlte Autorität und Kontrolle aus….Sascha sagte,er würde Zeit brauchen, bis er wüsste, wer „unsere Leute“ wären….Er beschrieb uns allgemein, was ihm vorschwebte….Der Aufstand sollte innerhalb einer Stunde während der üblichen Appellzeit(16.30 Uhr).stattfinden. Die deutschen SS-Männer sollten mit List und Tücke einer nach dem anderen umgebracht werden. Sie sollten unter einem Vorwand in die Werkstätten gelockt werden. Ihre Tötung müsste völlig geräuschlos und innerhalb eines engen Zeitplans geschehen.“

Nachdem dies gelungen war und die Aufständischen in den Besitz von Waffen gelangt waren,auch die Waffenkammer war erfolgreich besetzt worden., Oberst Johann Niemann, dem Aufseher der Gaskammern, war bei einer Mantelanprobe in der Schneiderei der Schädel mit einer Axt gespalten worden.

Um 16.30 war dann der Zaun durchbrochen worden, nachdem ein jüdischer Elektriker die Stromzufuhr unterbrochen hatte, viele Deutsche waren liquidiert worden.

„Wir hatten vorhergesehen, dass 200 bis 300 Juden bei unserem Ausbruch getötet würden, doch wir hatten uns seelisch auf diesen hohen Preis an Menschenleben eingestellt, weil wir unglaublich verzweifelt waren. Wir wussten, dass die Deutschen uns zum Tode verurteilt hatten. Wir hatten bis zu diesem Punkt allen Widrigkeiten zum Trotz überlebt, doch bald wären auch wir dran.Todesopfer bedeuteten uns nichts, denn wir waren schließlich alle tote Männer,dass wussten wir.“ Wie bereits oben erwähnt, überlebten letztlich nur wenige der 500 Aufständischen ihren mutigen Versuch, den deutschen Mördern mit Einfallsreichtum und unglaublicher Todesverachtung Paroli zu bieten.Schon die Flucht über das Minenfeld zum erst mal rettenden Wald forderte viele Todesopfer,auch schossen die nicht getöteten Wachen hinter ihnen her(s.a.o.)..

 

ÜBERLEBEN

Das Überleben gestaltete sich auch deshalb für die Flüchtlinge schwierig, da die Deutschen hohe Belohnungen für die Ergreifung der Flüchtlinge aussetzten. Dies gepaart mit dem dort herrschenden traditionellen Antisemitismus erschwerte den Entkommenen zusätzlich das Überleben. Verbunden mit extrem schwieriger Nahrungsmittelbeschaffung und fehlender winterfester Unterkunft kann man als in gesicherten Verhältnissen lebender Bundesdeutscher sich nur schwer vorstellen, welche Kraft jeder einzelne Fluchttag die Flüchtlinge kostete. Immer wieder gezwungen bei Bekannten und Unbekannten anzuklopfen, um Nahrung oder gar Unterkunft zu bitten, nicht wissend, ob die so Angesprochenen den Bittsteller nicht umgehend den Behörden ausliefern würden, um die ausgelobte Belohnung zu kassieren, war jeder Tag ein Tanz auf einem sehr hohen  Drahtseil, der jederzeit zum tödlichen Absturz führen konnte.Mit der Ankunft der Roten Armee ist die Via Dolorosa des Autors und seiner Glaubensgemeinschaft  im neuen Polen noch nicht zu Ende. Erschreckender Weise bemühen sich Polen, die Leiden ihrer jüdischen Mitbürger zu verlängern. Bekannt ist hierzulande v.a. das Massaker von Kielce, dass im Sommer 45 stattfand, allerdings zeigte sich der polnische Antisemitismus  auch bei den Ordnungskräften, die tw. ebenfalls an der Drangsalierung  an den dem Holocaust entkommenen jüdischen Bürgern teilnahmen..

 

Im befreiten Wroclaw bedrängen den Autor auf der Straße vier Polizisten.Sie „beschlagnahmten alles, was ich besaß, sie nahmen meine Dokumente, auch jenes, das belegte, dass ich ein Widerstandskämpfer in Sobibor gewesen war.-“Zydek,zydek, lausiger Blutsauger, jüdischer Gauner, willst wohl die ganze Welt beherrschen, häh? Du dachtest wohl, du könntest die Deutschen überlisten,häh? Die haben dich durchschaut,zydek, die wussten, dass ihr alle Ungeziefer seid.“-

„Ich wartete darauf, meine Papiere zu bekommen, um Polen zu verlassen, ich hatte genug von diesem verfluchten Land, dass mit dem Blut meiner Lieben getränkt war.-ich bekam meine Papiere nie.-ich verdiente zwar Geld, doch ich wollte nicht in Polen bleiben-wir hörten zu viele Geschichten über die Ermordung unschuldiger jüdischer Überlebender im „neuen Polen“ des „Volkes“. In der Folge schildert er die Schwierigkeiten, die er mit seinem Geschäft hatte, wie Ware als „Volkseigentum“ beschlagnahmt wurde  oder wie ein Nachbar entführt und gefoltert wurde, um das versteckte „jüdische Gold“ abzuliefern. 1956 kann er mit seiner Familie endlich Polen verlassen.                                                                                                                           Der Autor ruft uns in der Hauptsache mit seinen Buch einen oft übersehenen Aspekt der Shoa ins Gedächtnis und zeigt, dass es jüdische Menschen gab, die sich mit aller Kraft und mit Waffen der

der mörderischen eSS und ihren Hiwis erfolgreich widersetzten

Im kanadischen Montreal zieht Kalmen Wewryk das bittere Fazit seines Lebens, „Man nennt mich einen „Überlebenden“, doch habe ich überlebt? Ich bezweifele es.“

 

Am Schluss schreiben die Herausgeber:.“Wie in anderen  Berichten von Überlebenden finden sich historische Ungenauigkeiten.. In dieser Edition wurde bewusst darauf verzichtet, durch Anmerkungen auf diese hinzuweisen. Das Zeugnis der Überlebenden, so wie er die Geschichte erlebt und niedergeschrieben hat,soll im Vordergrund stehen.Namen von Ortschaften wurden,soweit möglich,berichtigt.

Kalmen Wewryk: Nach Sobibor und zurück, 180 Seiten,Metropol-Verlag, Berlin 2020

ISBN:978-3-86331-517-7, 14 Euro

Film: „Flucht aus Sobibor,“ USA 1987, nach dem Buch „Escape from Sobibor“ von Richard Rashke, mehr als sehenswert, klasse Rutzger Hauer als „Sascha.“

2012 ungekürzte deutsche Neuauflage des Films auf DVD, die deutsche Fassung von 1989 hatte nur 143 Minuten

Film: „Verleugnung“,mit einer großartigen Rachel Weisz als us-amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt, zeigt den Prozess, den der Holocaust-Leugner Irving gegen Frau Lipstadt angestrengt hatte, weil sie ihn als Lügner bezeichnet hatte. Irving verlor, halluzinierte sich aber zum eigentlichen Sieger des Prozesses.

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