Documenta-Klage: Ein großes Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben – Wir bleiben dran!


Das Bündnis gegen Antisemitismus Kassel und die Ruhrbarone möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns großzügig dabei unterstützt haben, eine saftige Abmahngebühr einer von der documenta und Museum Fridericianum  gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH)  beauftragten Anwaltskanzlei zu bezahlen. Ihr habt alle damit einen Beitrag geleistet, dass wir nicht den Mut verlieren, Antisemitismus und Israelkritik auch dann entgegen zu treten, wenn dieser von honorigen Vertretern der Stadtgesellschaft und Kulturschaffenden befördert wird. Die Liste der Spendeneingänge kann hier (Spenderliste) nachvollzogen werden.

Wie versprochen können wir der zionistischen Organisation Jüdischer Nationalfonds e.V. Keren Kayemeth LeIsrael 615,66 € spenden.

Was war passiert?

Wir hatten am 7. Januar unsere Recherchearbeit „Documenta fifteen – Antisemitismus im Lumbung“ veröffentlicht. Gleichzeitig erschien unser Bericht auf dem Blog Ruhrbarone. Wir stellten heraus, dass in den wichtigsten Gremien der documenta 15 Kritiker des Bundestagsbeschlusses zur antisemitischen BDS-Bewegung und Unterstützer verschiedener Boykottbewegungen gegen Israel vertreten sind. Außerdem sind mit der Einladung von „The Question of Funding“ (QoF) Personen aus dem Umfeld oder direkt aus dem „Khalil Sakakini Culture Centrum“ (KSCC) als „Kulturschaffende“ zur Teilnahme an der documenta 15 aufgefordert worden. Das KSCC benennt sich nach einem palästinensischen Nationalisten, der sich als Hitleranhänger bezeichnete und für den Terror den Geist der Nation ausdrückte. Beide bisher namentlich bekannte Vertreter, Yazan Khalili und Fayrouz Sharkawi aus der Gruppe QoF, unterstützen Boykott-Initiativen gegen Israel.

Es gab weder ein Gesprächsangebot noch eine Nachfrage seitens der Verantwortlichen der documenta oder aus der Kasseler Politik an das Bündnis gegen Antisemitismus Kassel. Vielmehr beauftragte die  documenta und Museum Fridericianum  gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) eine der bekanntesten Rechtsanwaltskanzleien Deutschlands, den Blog Ruhrbarone und uns der „unzutreffenden Meinungsäußerung“ zu überführen, weil wir – so die Kanzlei – behauptet hatten, „dass die documenta von antisemitischen oder antizionistischen Geisteshaltungen geprägt sei“. Das gelang nicht, denn alles, was wir recherchiert und dargestellt hatten, ließ und lässt sich belegen. Ganz zum Trotz der vielen wütenden Kommentare und haltlosen Reinwaschungsversuche in der überregionalen Presse. (Vgl., dazu: Alex Feuerherdt „Documenta: Antisemitismus in der Reisscheune“) Was blieb übrig: Da wir eine urheberrechtlich geschützte Graphik zur Illustration unseres Beitrages verwendeten, gelang es der Kanzlei dann doch, uns eine teure Abmahnung aufzuerlegen.

Wie geht’s weiter?

Wir stellen uns auch weiter ohne wenn und aber vor Israel. Deshalb ist für uns Israel kein Thema für eine Debatte. Ein Thema ist und bleibt aber für uns „Israelkritik“, Antizionismus und Antisemitismus, auch und gerade weil diese Weltanschauung im Rahmen der Kunstfreiheit geäußert wird.

So werden wir eine Diskussionsreihe zu den Themen BDS, Kunst, Postkolonialismus, Postnationalismus, Postmoderne und Antisemitismus organisieren (Infos folgen). Geldeingänge, die nach dieser Veröffentlichung eingehen, werden wir für eine von uns geplante Veranstaltung nutzen und wir werden in der Öffentlichkeit weiter Flagge für Israel zeigen:

14. Mai 2022

Für den Zionismus! Für Israel!

18. Juni 2022 – Friedrichplatz Kassel

Kein Platz für Antisemitismus und Israelhass auf der documenta – Stoppt BDS!

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