Documenta setzt weiter auf Israelhass


Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, hat die Documenta bereits die Mitglieder der neuen Findungskommission benannt, deren Aufgabe es ist, ist künstlerische Leitung für die Documenta 16 auszuwählen. Es sind die ehemaligen Leiter des nordhessischen Kunstschau Rudi Fuchs (Documenta 7, 1982), Catherine David (10, 1997), Roger Buergel (12, 2007), Carolyn Christov-Bakargiev (13, 2012) und Adam Szymczyk (14, 2017). Der gerade erst ins Amt gekommene Documenta-Geschäftsführer Ferdinand von Saint-André sagte der SZ, man habe auch Ruangrupa angefragt, aber die hätten abgelehnt. Damit schlägt von Saint-André nach den Antisemitismusskandalen dieses Jahres   einen Kamikaze-Kurs ein: Mit Ruangrupa hätte von Saint-André gerne bekannte Unterstützer der antisemitischen BDS-Kampagne dabei gehabt, deren Ziel die Vernichtung Israels ist. Mit Adam Szymczyk hat er jemanden an Bord geholt, von  dem die taz schreibt, er habe „von palästinensischen Nationalisten angeleitete Aufrufe, in denen Israel pauschal diffamiert und sein Existenzrecht infrage gestellt wird“ unterschrieben. Ferdinand von Saint-André ist offenbar zu schlicht veranlagt, um seine Aufgabe vernünftig wahrzunehmen. Macht er so weiter, wird es keine Documenta 16 geben.

 

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der, der auszog
der, der auszog
2 Monate zuvor

„Ferdinand von Saint-André ist offenbar zu schlicht veranlagt, um seine Aufgabe vernünftig wahr zu nehmen. Macht er so weiter, wird es keine Documenta 16 geben.“

Die Konzentration der medialen Berichterstattung auf Ruangrupa, BDS und Antisemitismus hat ein wenig den Blick auf den Rest der in Kassel ausgestellten und aufgeführten Kunst versperrt. Die war aber auch nicht viel besser, nur dass als Opfer generell der „Globale Süden“, und als Täter der für alles Böse verantwortliche „Westen“ ausgemacht waren und dargestellt wurden. Eine kontinuierliche Selbstgeißelung zur Selbstbefriedigung moralischer Empfindsamkeiten einiger weniger Kreativer braucht kein Land der Welt. Auch nicht alle fünf Jahre.

Was spricht dagegen die Documenta komplett einzustampfen?

Veronika
Veronika
2 Monate zuvor

@ Stefan Laurin

„Was spricht dagegen die Ruhrbarone komplett einzustampfen?“

der, der auszog
der, der auszog
2 Monate zuvor

@Stefan (#2)
zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir im September mit insgesamt vier Leuten aus Gelsenkirchen mit dazu beigetragen haben, dass die Besucherzahl der documenta15 nur um 17% geschrumpft ist und nicht um mehr. Von uns war vorher niemand auf einer documenta und es wird auch in Zukunft keiner mehr deswegen nach Kassel fahren. Aufgrund der Berichterstattung, gerade auch hier bei den Ruhrbaronen, wollten wir uns selber ein Bild von Deutschlands größter Kunstshow machen und natürlich war die Kunst, die in die Kritik stand, da schon längst abgebaut. Uns stellte sich allerdings die Frage, warum man den anderen Kram noch bis zum 25. September hat stehen gelassen und warum man ihn nicht gleich mit abgebaut hat.

Auch wenn es Kunst war, es konnte weg.

Jonas Dörge
Jonas Dörge
2 Monate zuvor

Adam Szymczyk hat den A Letter Against Apartheid unterzeichnet, den auch fünf Mitglieder der Ruangrupa u.a. unterzeichnet haben.

https://bgakasselblog.wordpress.com/2022/05/12/hatten-sie-lieber-geschwiegen/

Auf der documenta 14 war er derjenige der für den Auftritt Berardis „Auschwitz in the beach“ verantwortlich war und der Palästinenserin Shibli die Möglichkeit ihre antiisraelische Propagandashow zu zeigen.

https://bgakasselblog.wordpress.com/2018/09/05/ein-maulheld-und-das-grosse-einseifen/

https://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/Strohmeyer_Arn_14._Dokumenta_Ahlam_Shibli.htm

Hollis Brown
Hollis Brown
2 Monate zuvor

Könnten sich da in Kassel nicht ein paar von diesen LG-Gestörten ankleben oder ihre Dosensuppen verspritzen? Ich würde auch eine Tube Pattex oder eine Dose Unox spenden.

Wolfram Obermanns
Wolfram Obermanns
2 Monate zuvor

Nachdem ich bei ZON diesen
https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-11/muslimbruderschaft-europa-islamismus-vorgehen-studie
Artikel gelesen habe, drängt sich mir die Frage auf, ob man sich die antisemitische Linke unter der politischen Führung der Staatsministerin Claudia Roth als von den Muslimbrüdern gelenkte nützliche Idioten vorstellen sollte.
Die politische Linie und die institutionellen Verschränkungen legen eine solche Annahme nahe.

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