Dortmund fängt an ernsthaft gegen die Nazis vorzugehen

Seitdem Norbert Wesseler Polizeipräsident von Dortmund ist tut sich was: Polizei und Stadt gehen gemeinsam gegen die Nazis in der Stadt vor. 

Für die Nazis in Dortmund wird es langsam aber sicher ungemütlich. Erst seit wenigen Tag ist Norbert Wesseler als neuer Polizeipräsident im Amt und schon  beginnt er, gemeinsam mit der Stadt, zu handeln. Und jetzt wird langsam auch glaubhaft, was Politiker, Polizei und Verwaltung seit Jahren erzählen: Das sie entschlossen gegen Nazis vorgehen. Denn den Worten scheinen jetzt Taten zu folgen.

Die Ruhr Nachrichten melden, das Stadt und Polizei gegen die Nazis im Stadtteil Dorstfeld eine Task Force einrichten. Bislang gab es das nur in der Nordstadt. Künftig gilt in Dorstfeld Zero Tolerance, wird jede noch so kleine Ordnungswidrikeit verfolgt,  wird es einen Verfolgungsdruck geben, den die Nazis bislang in Dortmund nicht kannten. Es ist noch gar nicht so lange her, da schwärmten sie von ihrem guten Verhältnis zu Polizei. Damit dürfte es jetzt vorbei sein.

Parallel zur Einrichtung der Task Force hat die Stadt auch dem Nazitreff in der Rheinischen Straße gekündigt. Das bedeutet zwar nicht, dass die Nazis morgen raus müssen, aber es bedeutet Stress, Rechtsstreit und Ärger.

2012 beginnt gut für Dortmund und schlecht für die Nazis. Mal abwarten wie das Jahr wird und ob es den Nazis gelingt die beiden angekündigten Demos am 1. Mai und Anfang September durchzuziehen.

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11 Kommentare

  1. #1 | R. sagt am 6. Januar 2012 um 18:00 Uhr

    Jaja, endlich. Aber mit den Vorschusslorbeeren wäre ich trotzdem vorsichtig. Damit haben sich schon ganze Friedensnobelpreis-Komitees lächerlich gemacht…

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 6. Januar 2012 um 18:03 Uhr

    @R.: Zumindest passiert was. Wir haben die Stadt und die Polizei oft und entschieden kritisiert. Wenn sich der Kurs jetzt ändert, darf man auch mal ein paar Vorschusslorbeeren vergeben.

  3. #3 | Red Jenno sagt am 6. Januar 2012 um 18:06 Uhr

    Wurden dafür zusätzliche Polizisten eingestellt oder woanders abgezogen ?

    Wie sehen die Aufgaben der Taskforce denn konkret aus ?

    Man sollte den Tag besser nicht vor dem Abend loben…

  4. #4 | Umleitung – Presseschau vom 7.1.2012 » Westen, Duisburg, Wulff, Bild, Online, Christian » xtranews - das Newsportal aus Duisburg sagt am 7. Januar 2012 um 10:03 Uhr

    […] in zwei Wochen der Westen, 06.01.2012Dortmund fängt an, ernsthaft gegen die Nazis vorzugehen Ruhrbarone, 06.01.2012Landesregierung kontra Bundesregierung? “Fracking“ – der nächste Sommer kommt bestimmt […]

  5. #5 | Keule sagt am 7. Januar 2012 um 13:06 Uhr

    Wieso werden jetzt verschärfte Maßnahmen eingeleitet und die Öffentlichkeit mit „Anti-Nazi“ vorhaben mobil gemacht, wenn ein neue Polizei Präsident das Amt bekleidet. Gibt es da einen Zusammenhang oder nur Sympathie?
    Muss man sich die Frage stellen wie viel Klaus Schäfer ist im ehemaligen „PoliPräsi“ vorhanden? Steckt da vielleicht noch mehr Schäfer, Seemann, Vaumann in diesem „Stadtstaat“ als wir wissen oder uns auch nur vorstellen können?
    Wir dürfen weiterhin gespannt sein und man muss abwarten was noch so alles an das Tageslicht, mit den Nazis und ihren kameradschaftlichen Vernetzungen in Nachrichtendiensten, hohen und niedrigeren Ämtern des Staates und den Verflechtungen
    mit der Judikative und Exekutive, kommt.

    Und mal abgesehen davon, bleibt! es offen wie viel Wirkung das alles auf die Nazis hat. Ich jedenfalls kann mir nur schwer vorstellen, das Aufgrund von Repression und Zivilem Engagement diese Leute zu neuen Erkenntnissen kommen.
    Diese Gesinnung und Ihre Protagonisten sind schon so vielfältig, und im hohen Maß vorhanden – und sie stehen in der Tradition der Deutschen -, dass es doch bezweifelt werden darf, ob das alles sein gewünschte Wirkung zeigt. Immobilien, Ladenlokale usw. sind immer auf dem Markt, sodass es einfach nur eine Frage des Geldes ist, bis die sich wieder neu einrichten. Sie werden natürlich noch im Bezug auf ihr aktuelles Ladenlokal, das Ganze politisch ausschlachten. Sie und Ihre Gegner, versteht sich, dort gibt man sich nicht kampflos. Und so wird nebenbei politisches Kapital produziert. Naja, man sagt ja Sisyphos soll ein zufriedener Mensch gewesen sein, weil er immer wusste was am nächsten Tag passieren würde.

    https://antifaunion.blogsport.de/2010/05/04/klaus-schaefer-seine-kontakte-zu-neonazis/
    https://backyard.blogsport.de/2007/09/13/v-mann-skandal-neonazi-betreibt-kneipe-in-luenen-sued/

  6. #6 | Red Jenno sagt am 7. Januar 2012 um 13:21 Uhr

    „Ich jedenfalls kann mir nur schwer vorstellen, das Aufgrund von Repression und Zivilem Engagement diese Leute zu neuen Erkenntnissen kommen.“

    Was wäre denn die Alternative ? Garnix zu tun ?

    Dann mal her mit deinen guten Vorschlägen !

  7. #7 | Antifa sagt am 7. Januar 2012 um 14:10 Uhr

    Wie wäre es mit einer konsequenten Entnazifizierung, (Editiert, Admin)

    Das wäre doch mal was. Mal schauen, ob die Nazis, dann immer noch genau so lachen wie heute.

  8. #9 | Aufgelesen … 2012 – 6 | Post von Horn sagt am 10. Januar 2012 um 23:04 Uhr

    […] l: L o k a l: DerWesten – Gerald Nill: Dortmunder Kinderklinik meldet mehr junge Komasäufer Ruhrbarone – Stefan Laurin: Dortmund fängt an, ernsthaft gegen die Neonatis […]

  9. #10 | Dortmund: Die Nazi-Demo und der neue Kurs der Polizei | Ruhrbarone sagt am 1. April 2012 um 08:22 Uhr

    […] Dortmund hat sich vieles geändert, seitdem Norbert Wesseler Polizeipräsident ist. Ihn und Oberbürgermeister Ullrich Sierau […]

  10. #11 | Publikative.org » Blog Archive » Eine Nazi-Demo und der neue Kurs der Polizei sagt am 3. April 2012 um 06:54 Uhr

    […] Dortmund hat sich vieles geändert, seitdem Norbert Wesseler Polizeipräsident ist. Ihn und Oberbürgermeister Ullrich Sierau […]

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