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Dortmund: Steinwache zeigt Doku über jüdische Partisanin aus Litauen

Jüdische Widerstandskämpfer nach der sowjetischen Einnahme Wilnas (Juli 1944) Foto: peut-être un résistant ou un sympathisant Lizenz: Gemeinfrei

„Liza ruft!“ ist der Titel eines bewegenden politischen Dokumentarfilms von Christian Carlsen, der am Donnerstag, 20. Februar, 19 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache (Steinstraße 50) zu sehen ist. Der Eintritt ist frei. Der Film handelt vom Holocaust, dem jüdischen Widerstand und der Erinnerungspolitik in Litauen. Er ist das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt.

Im Gespräch mit der ehemaligen Partisanin Fania Brantsovskaya, ihren Angehörigen und Weggefährten schafft „Liza ruft!“ das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau, die beides ist: ein Opfer fortwährender Verfolgung ebenso wie eine unermüdliche und streitbare Akteurin im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Noch vor wenigen Jahren strebten die litauischen Behörden ein Verfahren wegen vermeintlicher Kriegsverbrechen gegen sie an.

Christian Carlsen (Jahrgang 1976) hat Geschichte und Literatur studiert. Die Arbeit mit Überlebenden des Holocausts führte ihn dazu, Filme zu machen. Er arbeitet im Stasi-Unterlagen-Archiv und lebt in Berlin.

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