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Entschuldigungen kann man nicht impfen

Ursula von der Leyen, Foto: European Union 2019 Lizenz: CC BY 4.0

Am 26. Oktober gab es in Deutschland 8685 Neuinfektionen. Es war ein Montag, wie immer fiel die Zahl niedriger aus. Am Samstag hatte der Robert Koch-Institut über 14.000 Neue Corona-Fälle gemeldet. Die zweite Welle war da, trotzdem schrieb ich hier auf dem Blog an diesem Tag einen eher optimistischen Text. Ich lobte das Vorgehen der Politik, das Engagement von Wissenschaftlern, Ärzten und Pflegern und kam zu dem Schluss: „Wir stehen vor unserem ersten Coronawinter und wenn wir bald einen Impfstoff haben, wird es auch keinen zweiten Coronawinter geben.“


Ein paar Tage später, am 9. November, veröffentlichten Biotech und Pfizer eine erste Zwischenanalyse ihres COVID-19-Impfstoffkandidaten. Der Impfstoff war da, die Wirksamkeit lag bei über 90 Prozent. Kurz darauf wurden die ebenso guten Ergebnisse des Impfstoffs von Moderna bekannt, Astrazeneca sollte bald mit nicht ganz so guten, aber immer noch beeindruckenden Werten folgen.

Mein Optimismus war offenbar berechtigt gewesen. Ja, der Winter würde schlimm werden, aber vorübergehen. Freunde rechneten in Gesprächen damit, dass jeder, der will, im April oder Mai geimpft werden würde. Ich war etwas zurückhaltender und glaubte, es würde eher im August soweit sein, aber auf jeden Fall deutlich vor dem Herbst.

Dem lag ein gewisses Vertrauen in die Bundesrepublik und die Europäische Union zugrunde. Ich habe zum Staat kein paternalistisches Verhältnis. In meiner Jugend war ich Anarchist, ich bringe dem Staat an sich grundsätzlich keine großen Sympathien entgegen. Ich ging aber davon aus, dass der Staat und ich ein pragmatisches Arbeitsverhältnis hätten: Ich zahle Steuern und Politik und Verwaltung liefern dafür eine gewisse Leistung ab. Da ich mit Behörden nicht viel zu tun habe, Personalausweis beantragen, Anwohnerparken verlängern und ab und an ein neuer Fahrzeugschein waren in den vergangenen Jahren meine einzigen Kontakte, dachte ich mir, dass er in der Krise funktionieren würde. Ich wusste natürlich, dass viele Schulen vergammelt waren, dass die Straßen in Nordrhein-Westfalen anders aussehen als in Bayern und Deutschland in Fragen der Digitalisierung ein Entwicklungsland und die Europäische Union seit Jahrzehnten nicht mehr das globale Zentrum der technischen Innovationen ist, aber ich ging davon aus, dass auf allen Ebenen, von der Stadt bis zur Europäischen Union, eine gewissen Notstandsfähigkeit besteht. Im weltweiten Vergleich sind auch die ärmeren europäische Staaten reich, die staatlichen Strukturen funktionieren, es herrscht Frieden. Das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um eine Pandemie zu managen.

Ich sollte mich täuschen. Europa ist eines der Zentren der Pandemie, die Zahl der Toten pro Millionen Einwohner liegt in Deutschland auf dem Niveau der USA. Ja, unser Gesundheitssystem ist im Schnitt sicher besser und sozialer als das Amerikas, nur die an Corona Sterbenden und ihre Familien haben davon zurzeit nicht viel.

Der digitale Unterricht ist in fast allen EU-Staaten eine Katastrophe, Deutschland liegt hierbei unter dem Durchschnitt. Jahrzehntelange Technologiefeindlichkeit macht sich nun einmal irgendwann bemerkbar und dieser Moment ist jetzt gekommen.

Aber am meisten erschüttert mich das Versagen beim Kauf von Impfstoffen. Man musste nicht besonders klug handeln, man musste nur reich sein, um genug Impfstoff zu bekommen. Ein Blick auf die Kosten der Krise hätte reichen können, um klar zu machen: Man kauft frühzeitig, was man bekommt und das zu jedem Preis. Schon im Frühjahr war zu lesen, dass die Staaten, die zuerst ihre Bevölkerung durchimpfen werden, am schnellsten aus der Krise kommen werden. In Asien sehen wir, dass sich die Bekämpfung von Corona nicht nur humanitär, sondern auch wirtschaftlich lohnt. Und da Europa beim Kampf gegen Corona nie sonderlich erfolgreich war, blieb nur die Impfung, um möglichst schnell mit möglichst wenigen Opfern durch die Pandemie zu kommen. Natürlich wäre viel Impfstoff übrig geblieben, aber den hätte man an arme Länder verschenken können. Europas Marktmacht und Europas Geld hätten zudem schon im Sommer dafür sorgen können, dass die Unternehmen ihre Produktionskapazitäten erweitern. Davon hätten alle Menschen etwas gehabt. Aber die EU kaufte zu wenig, achtete zu sehr auf den Preis und da die Staaten sich ihrem Regime auf Wohl oder Wehe unterworfen hatten, gab es keine Möglichkeit, auf nationaler Ebene gegenzusteuern.

Wegen diesem Versagen werden Tausende Menschen in der EU sterben müssen. Und für dieses Versagen gibt es Verantwortliche: Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission und EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf europäischer Ebene zum Beispiel. Aber die entscheiden ja nicht alleine. Mitverantwortlich sind die Präsidenten, Regierungschefs und Gesundheitsminister der EU-Staaten und natürlich vor allem die der beiden mächtigsten Mitglieder: Frankreich und Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Gesundheitsminister Jens Spahn und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Gesundheitsminister Olivier Véran.

All diese Menschen haben ihre Arbeit nicht gemacht, sie haben versagt. Ihr Versagen lässt sich jeden Tag in den Statistiken ablesen: Die Toten, der Mangel an Impfstoffen bezeugen es. Wir bezahlen Politiker dafür, ihre Arbeit zu tun. Und für unser Geld haben wir ein Recht auf gute Arbeit aber was wir sehen, ist eine miserable Leistung. Ich hatte früher einmal einen Chef, der immer sagte „Entschuldigungen kann man nicht drucken.“ Das gilt auch in Corona-Zeiten: Entschuldigungen kann man nicht impfen.

Es ist nicht absehbar, wann die Menschen in der Europäischen Union durchgeimpft sein werden. Es ist gut möglich, dass einem Sommer unter strengen Pandemiebedingungen ein zweiter Coronawinter folgt. Wir werden, wenn wir überleben, sehen, wie sich das Versagen der Politiker auf unsere Demokratien und die Europäische Union auswirkt. Wäre alles schnell gegangen, würde es bei uns in Europa so laufen wie in Israel, wären unsere Gesellschaften wahrscheinlich gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Aber so ist es nicht gekommen. Vielleicht werden wir oder unsere Nachkommen irgendwann über diese Zeit sagen: „Da wurde zum ersten Mal der Niedergang Europas so offensichtlich, dass man ihn nicht mehr verdrängen konnte.“

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17 Kommentare zu “Entschuldigungen kann man nicht impfen

  • #1
    ke

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Spahn gehen wird.
    Er hatte massive Verantwortung und Macht bekommen. Kümmert sich aber eher um seine Chancen als Kanzlerkandidat, als die Beschaffung oder notwendigen Tätigkeiten zu überwachen.
    Bis auf viele Ankündigungen gab es nichts.

    Ja, die Situation sah gut. Wir hatten gehört, dass massiv in Produktion investiert wird, dass Impfstoffe in großen Mengen vor der Zulassung produziert werden etc.
    Dann kam die Zulassung und man musste eine Lupe nehmen, um den Impfstoff im LKW zu erkennen. OK, Laschet grinste und präsentiert fast nichts.

    Die Presse war überwiegend immer wieder happy und lobte unsere Politik. Nur wo waren die kritischen Stimmen, die auch mal Pressemitteilungen hinterfragt haben.
    Wo ist der Impfstoff, der im Sommer jedem angeboten wird. Hat Spahn überhaupt schon Verträge unterschrieben?

    Ein erbärmliches Bild. Ich habe meine Lehren getroffen und werde mich so weit wie möglich vom Staat unabhängig machen.

  • #2
    Emscher-Lippizianer

    Da wo man gesagt (und gemacht) hat "Take back control" kommen andere Meldungen her:
    Großbritannien meldet einen Tagesrekord von 478.248 Impfungen

    @#1
    Wie wollen Sie sich denn von dem Staat unabhängig machen, so daß es in dieser Situation hilfreich wäre?

  • #3
    Achim

    Deutschland ist grottenschlecht organisiert.

    Die Beschaffung von Impfstoff muss die
    höchste Priorität haben.
    Leider wurde das von Geizkragen organiert.

    Im Sommer war nicht klar welche Anbieter
    schnell liefern können.
    Unsere Regierung hätte auf mehrere Pferde
    setzen müssen.
    Man hätte auf 5-10 Pferde setzen müssen
    und von jedem eine Komplettversorgung
    kaufen müssen.
    Überschüssiger Impfstoff hätte man weiterverkaufen können.
    Die Bundesrepublik gibt jetzt mehr für
    Coronatests als für Impfstoff aus.

    Die israelische Regierung war effizienter
    und hat auf Biontech/Pfizer gesetzt und
    gewonnen.
    Die Impfquote liegt schon bei 40 Prozent und
    erhöht sich jeden Tag um 2.5 Prozent.
    Wegen den Wartezeiten dauert es noch zwei Monate bis Corona in die Geschichtsbücher
    entsorgt wird.

    Joe Biden sitzt auf Pfizer und Moderna.
    Nach der Zweitimpfung aller Impfwilligen
    wird der Exprt anlaufen.
    Solange sind wir auf einheimsches Pfizer
    und Astrazenika angewiesen.
    Wie schnell kann Biontech Marburg
    hochfahren?
    Wann kriegen Sanofi und Curebeck was
    gebacken?

    Im Prinzip ist das eine kriegswirtschaftliche
    Aufgabe für Leute wie Walther Rathenau oder Albert Speer.
    Was wird benötigt?
    Wer hat es?
    Wie kann die Zusammenarbeit aller
    Beteiligten gesichert werden?
    Auf Petitessen wie Gerechtigkeit oder
    Sparsamkeit muss da verzichtet werden.

    "Die Produktion muss laufen und zur Belohnung gibt es Impfungen für Dich
    und Deine Freunmde!"

    Das ist kein ethisches Problem, denn kein
    Coronaschnupfen für Entscheidungsträger
    sichert Menschenleben.

    Achim

    PS: Die sogar zeitige Freiheitsstrafe für
    Albert Speer war ein schrecklicher Justizirrtum wegen nicht entdeckter Dolumente. Für die "Entjudung" von Berlin
    wäre der Galgen angemessen gewesen…

    Achim

  • #4
    Helmut Junge

    Zitat @Achim (3)
    "Man hätte auf 5-10 Pferde setzen müssen und von jedem eine Komplettversorgung
    kaufen müssen. Überschüssiger Impfstoff hätte man weiterverkaufen können.
    Die Bundesrepublik gibt jetzt mehr für Coronatests als für Impfstoff aus."Überschüssigen Impfstoff hätte man verkaufen können"
    Das sehe ich auch so. Viele Tote, viele Kranke, und jeden Tag Mahnreden im Fernsehen, die mittlerweile auf mich eher wie eine Provokation wirken, weil der Begriff "Impfstoffbeschaffung" fast wie eine Form von Durchhalteparole klingt. vielleicht sogar bald wie eine religiöser Verheißung.
    Abgesehen davon, daß die Wirtschaft stärker ruiniert wird, als in jeder bisherigen Wirtschaftskrise.
    Wer daran die Schuld trägt, muß seine Ämter abgeben.
    Aber meine Geduldsfäden sind eben kürzer als die von anderen Menschen. Das bedeutet für mich, daß ich es abwarten muß, bis andere ähnlich denken. Bis zum Sommer ist es aber bei jedem soweit. Da bin ich sicher. Ich schätze, daß Merkel nicht bis zur BT-Wahl durchhalten wird. Die wird aus den eigenen Reihen Druck kriegen. Und wenn Merkel geht, kann Frau von der Leyen sich nicht halten.

  • #5
    Ruhr Reisen

    #1: Wovon träumen Sie nachts? Spahn wird genauso wenig gehen – als "junge" Hoffnung der CDU – wie Scheuer und Co.

  • #6
    Björn Wilmsmann

    @Emscher-Lippizianer, #2:

    > Wie wollen Sie sich denn von dem Staat unabhängig machen, so daß es in dieser Situation hilfreich wäre?

    Was ke damit meint, kann nicht sagen. Derlei Unabhängigkeit ist natürlich relativ und abhängig von der jeweiligen persönlichen, geschäftlichen / beruflichen und finanziellen Situation. Verschiedene Möglichkeiten mit variierendem Unabhängigkeitsgrad, aber auch dazu nötigen Mitteln, wären aber z.B.:

    – Den eigenen Lebensunterhalt unabhängig von der lokalen Wirtschaft zu gestalten, z.B. durch internationale Auftraggeber.
    – Frei verfügbares Geld ebenfalls nicht lokal, sondern international investieren.
    – Wohnsitz nebst permanenter Aufenthaltsgenehmigung in einem Land, das nicht EU-Mitglied ist und bewiesen hat, dass es mit solchen Situationen wie der jetzigen besser umgehen kann als Deutschland.

    Insbesondere letzteres bedeutet natürlich enormen finanziellen wie zeitlichen Aufwand, so dass dieser Weg nur wenigen überhaupt offen stehen dürfte.

    Oder man bricht direkt alle Zelte ab. Das ist allerdings auch mit einem gewissen Risiko behaftet, weil sich politische und wirtschaftliche Situationen auch mal recht schnell ändern können.

  • #7
    Lehmbruck

    Naja, Niedergang von Europa ist jetzt übertrieben. Mir würde schon reichen, wenn die bräsige CDU, die sich als staatstragende Krisenmanagerin aufplustert, die das alles verbockt hat und auch zu anderen Zukunftsfragen wenig anzubieten hat, im September an der Wahlurne endlich ihre wohlverdiente Quittung erhält. Wir brauchen endlich mal einen richtigen politischen Wechsel, durch das verschnarchte Deutschland muss ein frischer Wind wehen.

  • #8
    Dieter

    Ein guter Kommentar.

    Ich würde ggf. noch ergänzen, dass nicht nur von der Leyen und Spahn verantwortlich für die Eskalation sind, sondern weite Teile des konservativen und neoliberalen Politikbetriebes.

    Laschet hat mit seinem ‘Expertenrat’ und dem ‘Starvirologen’ Hendrick Streeck alles dafür getan, um eine rechtzeitige Eindämmung zu verhindern und die Pandemie eskalieren zu lassen. Niemand hatte den Anstand diese fahrlässige Politik, die zehn- und am Ende wahrscheinlich hunderttausende Leben kosten wird, rechtzeitig wirklich auf die Agenda zu bringen. Gegen die Statements integrer Wissenschaftler wie Drosten übrigens, und gegen die Erfahrungswerte in anderen Teilen der Welt.

    Kein politischer Funktionsträger wird hieraus Konsequenzen zu befürchten haben. Zumindest halte ich das für sehr unrealistisch und die Korruption für zu grassierend. Dafür ist der Zusammenhang zwischen politischen Fehlentscheidungen und den Todesfällen zu ‘indirekt’, die Verantwortung lässt sich zu leicht abstreifen.

  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Dieter: Für den Impfstoffkauf war vo0n der Leyen zuständig. Merkel hat auf eine Niete gesetzt und jetzt sterben die Menschen.

  • #10
    Oliver

    @ Stefan Laurin

    der Markt hätte die Menschen gerettet – warum regelst du das nicht einfach? Immer nur den "Markt"-Schreier zu geben, muss doch frustrierend sein – oder was zahlt Axel Springer dir?

  • #11
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Oliver: Es ist doch ganz einfach: Die USA, Israel und GB haben höhere Preise gezahlt und bei der Übernahme der Haftungsrisiken nicht herumgezickt. Die EU wollte sparen und ein Rundum-Sorglos-Paket. Das hat sie bekommen – und steht jetzt ganz hinten in der Schlange. Eigene Blödheit.

  • #12
    Michael R

    Im Ergebnis stimme ich dem Autor zu. Die Impfstoffbeschaffung für EU ist ein Desaster.

    Bei einem Punkt liegt der Autor (zum Glück) falsch. Der Satz "die Zahl der Toten pro Millionen Einwohner liegt in Deutschland auf dem Niveau der USA" ist nicht richtig. Tatsächlich sind es in Deutschland "nur" 610 Todesfälle pro Million Einwohner während die USA 1.266 Tote zu verzeichnen haben, mehr als doppelt so viel (Stand: 22.01.2021, Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1111794/umfrage/todesfaelle-mit-coronavirus-covid-19-je-millionen-einwohner-in-ausgewaehlten-laendern/)

    Ansonsten – der Autor bringt seine Meinung pointiert auf den Punkt, es ist immer wieder erstaunlich, wie gut er es schafft.

  • #13
    Emscher-Lippizianer

    @Björn Wilmsmann #6
    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Leider habe ich dabei festgestellt, daß ich die Frage unpräzise formuliert habe. Ich habe versäumt, zu fragen, wie man sich unabhängig machen kann, so daß man in der Pandemie keiner physischen Gefährdung ausgesetzt ist.

  • #14
    Georg Keckl

    Mich würden Hintergründe zu einer Äußerung von Bundeswirtschaftsminister am 28.01.2021 in der Talkshow Illner zur EU-Impfstoffbestellung, zur Bedarfsumfrage der EU bei Ländern, interessieren: „Am Ende stellte sich heraus, dass es Nachbarstaten von uns waren, mit denen wir sehr eng befreundet sind, die einfach übersehen hatten, aus technischen Gründen, eine gewisse Frist, um die Bestellung abzugeben.“ und „Da steht man vor der Frage: Sagt man jetzt Ätsch, Ätsch, da habt ihr Pech gehabt? Oder sind wir solidarisch?“ Also, wieviel Impfdosen hat Deutschland aus seinem Kontingent an die Staaten abgegeben, die nicht rechtzeitig bestellt haben? Wer waren diese Länder? Wieso haben die nicht bestellt und wollten dann noch was aus dem Kontingent der anderen haben. Wieviel deutsche Menschenleben kostet uns diese Solidarität warum? Und außerdem würde mich interessieren, wieso die Grenzen bei der zweiten Welle zum Hotspot Tschechien so lange offen waren, was uns diese Absprache kostet bei einem Land, das ohne jede Rücksprache bei der ersten Welle die Grenze zu D sofort schloss und das jederzeit wieder tun würde. Solidarität ist eine Einbahnstraße für D in der EU?

  • #15
    DAVBUB

    @14: Europäische Solidarität heißt, daß D 21% der Kosten der EU trägt. Dafür bekommen wir 18,9% der Impfdosen (just im WDR von einem EU-Abgeordneten gesagt). Und wir Bürger dürfen uns von unserer Regierung als "Impfnationalisten" beschimpfen lassen, wenn wir erwarten, daß unsere Regierung für uns handelt und kämpft, und nicht für die Bürger anderer Länder. Paßt doch. Wieviel davon an Bundesbürger verimpft wird, steht dann noch auf einem anderen Blatt: M.W. stehen Asylbewerber auf der "Priorisierungsliste" auf der zweiten Stufe. Das kann dann jeder für sich bewerten.

  • #16
    Wolfram Obermanns

    #15 DAVBUB
    "M.W. stehen Asylbewerber auf der "Priorisierungsliste" auf der zweiten Stufe."
    Die Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften (also auch Asylbewerber in solchen) sind priorisiert. Ein Sachverhalt, den ich für gut nachvollziehbar halte.

  • #17
    DAVBUB

    #15: Das wurde so ausführlich in dem Radiobeitrag im WDR, in dem über die Priorisierung berichtet wurde, nicht ausgedrückt. Da war die Rede davon, daß Asylbewerber in der zweiten Stufe gelistet sind. Wenn von Gemeischaftsunterkünften die Rede ist, müßte das ja auch Gefängnisse einschließenß

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