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„Es ist das Schicksal von Israelis und Palästinensern Nachbarn zu sein“

Jerusalem, Felsendom, im Hintergrund die Grabeskirche Foto: Berthold Werner Lizenz: Gemeinfrei


Wer die Einlassungen deutscher Israelfreunde über die Unruhen in Jerusalem verfolgt hat, weiß heute, dass es in Mekka Metalldetektoren gibt. Metalldetektoren, die Pilger am Wallfahrtsort vor Anschlägen schützen und die Buurmans davor sich ein differenziertes Bild zu machen. Von unserem Gastautor Oliver Vrankovic.

Es ist möglich, sich mit der Gedankenwelt beider Seiten zu befassen, ohne seinen Standpunkt gegen Äquidistanz einzutauschen. Ich habe das vor einiger Zeit von israelischen Siedlern aus Gush Ezion gelernt.

Mir kamen in den letzten zwei Wochen sehr oft meine Recherchen zu Roots in den Sinn, einer lokalen Initiative für die interreligiöse Verständigung zwischen den Bewohnern des Siedlungsblocks Gush Ezion und deren palästinensischen Nachbarn. Den Aktivisten von Roots geht es darum, Israelis und Palästinenser dazu zu bringen, den Naritiv der jeweils anderen Seite als Teil einer Realität zu begreifen, ohne dabei von der Gültigkeit der eigenen Anschauung Abstand zu nehmen.

Wenn die Palästinenser das edle Heiligtum Haram esh-Sharif verteidigen, ist dies oft bis Ramat Gan zu spüren.

Wer hier lebt, ist unmittelbar davon betroffen, dass quer durch die muslimische Welt kolportiert wird, dass die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg in Jerusalem in Gefahr seien. Befeuert wird diese Verleumdung von Raed Salah und dem nördlichen Zweig der Islamischen Bewegung in Israel. Die Islamisten sind ein israelischer Ableger der Muslimbrüder und streuen Lügen, um einen Bürgerkrieg anzuzetteln. Raed Salah, der Israel durch ein Kalifat ersetzt sehen möchte, warnt unermüdlich, dass Al Aksa in Gefahr sei, weil Israel eine Aufteilung des Tempelbergs plane. Obwohl Israel wiederholt versicherte, am Status quo – (eingeschränktes) Besuchsrecht bei gleichzeitigem Gebetsverbot für Juden und andere Nicht-Muslime – nichts ändern zu wollen, brauen sich darüber wiederkehrend Ausschreitungen zusammen, auf denen dann skandiert wird: „Mit unserer Seele und unserem Blut werden wir Al-Aksa verteidigen.“

Nachdem es im Juli 2015 zum wiederholten Mal, seit ich in Israel lebe, Ausschreitungen auf dem Tempelberg gab, wurde in den Tagen vor den hohen jüdischen Feiertagen die vermeintliche Gefahr der heiligen islamischen Stätten in Al Quds auf ein Neues heraufbeschworen. Meine arabische Bekannte Rena war schockiert zu sehen, wie sich die Lügen des “Verteidiger von Al Aksa” bei bei vielen Arabern in Israel und außerhalb Israels verfingen. Als säkulare Araberin, die dem Tugendterror ihrer arabischen Geburtsstadt in die gemischte Stadt Ramle entflohen war, sah sie mit Unbehagen, wie sich auch dort Spannungen aufbauten. In der Al Aksa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Moschee mit den silbernen Kuppeln, einer der größten Moscheen der Welt, die jeden Freitag von Zehntausenden Gläubigen aufgesucht wird, wurden haufenweise Steine und Brandsätze gelagert. Folglich kam es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen zu Riots auf und um den heiligen Ort.

Ihr erstes Todesopfer sah die damit korrespondierende Anschlagswelle am Abend des jüdischen Neujahrsfests, nachdem Alexander Levlovitz nach einem Steinwurf auf sein Auto die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte. Zwei Tage nach dem fatalen Attentat beschuldigte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas die Juden, die Al-Aksa-Moschee mit ihren „dreckigen Füßen“ zu „entweihen“. Und bekräftigte, dass alles getan werden müsse, um dies zu verhindern. “Wir begrüßen jeden Tropfen Blut, der um Jerusalems Willen vergossen wurde. Dieses Blut ist rein, es ist pures Blut, vergossen für Allah und für seinen Willen. Jeder Märtyrer wird einen Platz im Paradies finden und jeder Verwundete von Allah belohnt werden.”

In der Woche des Laubhüttenfestes wurde das israelische Elternpaar Henkin vor den Augen ihrer vier Kinder von Terroristen erschossen.
“Sie haben einen Vater und eine Mutter ermordet”, hörte unsere Kindergärtnerin die Kinder erzählen und bat uns Eltern darauf zu achten, was die Kinder im Fernsehen mitbekommen und dies gegebenenfalls mit ihnen zu thematisieren. Und damit war Al Aksa Teil vom Leben unserer Familie.

Videos aus palästinensischen Moscheen und palästinensischen Demonstrationen, auf denen mit Messern herumgefuchtelt und “Tod den Juden” gefordert wird, erreichten jeden Israeli. Zu den vielen blutigen Anschlägen kamen tägliche Ausschreitungen in Ost-Jerusalem und gewalttätige Demonstrationen von Um El Fahm bis Ramle. Die Spielplätze wurden leer und der Zugang zu unserem Kindergarten wurde von einem bewaffneten Wachmann beschützt.
Nach Anschlägen im Zentrum wurde die Tür im Altersheim verschlossen und der Pförtner bewaffnet.

Begleiterscheinungen der Anschlagserie waren an die Oberfläche geschwemmte Vorurteile. Im Stillen gehegte Anschauungen über die Araber an sich wurden offen dargelegt. Rena blieb zu Hause. Die Kluft zwischen Juden und Arabern vertiefte sich.

Am 14. Juli 2017 wurden zwei Drusen im Dienst der israelischen Polizei am Eingang zum Tempelberg von Arabern aus Um El Fahm ermordet. Die Terroristen kamen vom Tempelberg und flohen anschließend dorthin zurück, wo sie von israelischen Sicherheitsleuten erschossen wurden. Es ist anzunehmen, dass die Attentäter im Sinn hatten, den schwelenden Konflikt um den Tempelberg zu entflammen. Die israelische Polizei ließ das Plateau zunächst sperren, sagte das Freitagsgebet ab und brachte Metalldetektoren an den Zugängen zum Plateau an. Nach dem Status quo verwaltet die jordanische Religionsstiftung Waqf den Tempelberg, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Und wenn die israelische Polizei für die Sicherheit zuständig ist und es in Mekka Metalldetektoren gibt (und übrigens schon immer am Mugrabi Tor, durch das Nicht-Muslime den Tempelberg betreten), können auch an den Zugängen zum Tempelberg welche stehen. So sahen es zumindest die israelische Polizei, israelsolidarische Deutsche und rechte israelische Politiker. Letztere zeigten sich begeistert von der Vorstellung langer Schlangen muslimischer Gläubiger an den Zugängen zum Tempelberg. Die palästinensischen Muslime sahen das anders und der Obermufti von Jerusalem verbot den Gläubigen, das edle Heiligtum durch die Detektoren zu betreten. Es folgten tägliche Massengebete außerhalb der Altstadtmauern und daran anschließend Unruhen bis in die Nacht. Jedem Israeli war klar, dass der Freitag blutige Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften und Tote sehen würde. Gegen die Warnung des Inlandsgeheimdienstes und der Armee beschloss das israelische Sicherheitskabinett, trotzdem die Detektoren aufgestellt zu lassen und es auf die Machtprobe ankommen zu lassen. Eine Mehrheit der Israelis stand hinter dem konfrontativen Kurs. Am Freitagmorgen waren am Einkaufsladen bei mir ums Eck in Amidar drei große Aufkleber angebracht, die den Tempelberg in voller Pracht zeigten – mit dem dritten Tempel statt des Felsendoms und der Al Aksa Mosche. Ein Motiv, das aus den Souvenirläden aus dem jüdische Viertel in Jerusalem bekannt ist und in dem wahlweise religiöse Folklore zu sehen ist oder die Agitation rechter Stiftungen wie der „Temple Mount Faithful“, die tatsächlich zum Bau des dritten Tempels aufrufen. Es war einer jener wenigen Tage, an denen in meinem Viertel über Politik gesprochen wurde. Das Viertel ist rechts, religiös und orientalisch, und überall wurde die Parole ausgegeben den Arabern zu zeigen, wer Herr im Haus ist. Wobei auf Nachfrage schon die Hoffnung geäußert wurde, es möge darüber hinaus bitte zu keiner weiteren Intifada kommen. Es kam, wie es anzunehmen war: Drei Palästinenser starben bei den Ausschreitungen. Darunter Mohammed Abu Ghannam, ein 20jähriger Student aus einer großen Familie vom Ölberg. Nach Aussage des Aktivisten Ahmed Maswadeh ging er jeden Tag zum Gebet. Verstörende und tausendfach in den sozialen Medien geteilte Szenen ereigneten sich, als israelische Sicherheitskräfte ins Al-Maqasid-Krankenhaus eindrangen und versuchten, den Leichnam in ihre Gewalt zu bringen. Den Palästinensern gelang es, diesen über die Mauern des Krankenhauses zu hieven um das zu verhindern.

Freitag Abend drang ein Palästinenser in ein Haus in Halamish ein und ermordete drei Israelis auf bestialische Weise. Seinen Abschiedsworten nach zu urteilen glaubte er, dass die Juden die heiligen Stätten des Islam entweihen würden – also genau jene Verleumdungen, die von al-Jazeera, Hamas, Raed Salah und den palästinensischen Medien geteilt werden.
Die kühnsten Vorstellungen der Terroristen, die mit der Ermordung der Polizisten einen Flächenbrand auslösen wollten, seien wahrscheinlich noch übertroffen worden, sagt Eran Tzdikiau. Der Aktivist Eran von Ir Amim, der sich dafür einsetzt, Israelis das Leben in Ost-Jerusalem verständlich zu machen, bezeichnete die Detektoren vom ersten Tag an als idiotische Provokation, da diese von den Arabern als weitere Demütigung durch die Besatzung wahrgenommen würden.

Die Unruhen setzten sich nach dem blutigen Freitag fort und es wurde klar, dass ein Beharren auf den Detektoren eine Welle der Gewalt bedeuten würde.

Zsusi Schindler fasste prägnant zusammen, dass Netanyahu auf einen Baum geklettert sei, von dem jeder wusste, dass er zu hoch sei. Irgendwo, so sagt die Frau aus dem Kibbuz Kfar Menachem, habe er wohl seinen politischen Instinkt auf seinen vielen Reisen verloren. Sonst hätte er auf die Armee und den Inlandsgeheimdienst gehört, die von den Detektoren abrieten.

Ein demütigendes Einlenken Israels war eigentlich schon Samstag Abend abzusehen.

Die Fatach setzte alles daran, mit dem Kampf um den Tempelberg assoziiert zu werden. Bereits am Sonntag setzte Abbas die Sicherheitskooperation mit Israel aus. Der ungeliebte Palästinenserpräsident weiß, dass es der Albtraum des israelischen Sicherheitsapparates ist, wieder unmittelbar über die Palästinenser herrschen zu müssen.

In Hinblick auf die Architektur des Nahen Ostens war plötzlich Israels mühevoll aufgebaute Allianz gegen den Iran gefährdet. Das Desaster zeichnete sich immer mehr ab.

Sonntag Abend bekam dieses Desaster dann eine neuerliche tragische Wendung. An der israelischen Botschaft in Amman erschoss ein israelischer Sicherheitsmann zwei Jordanier. Der Sicherheitsmann wurde Faustpfand für das Königreich. Ausgerechnet Jordanien hatte nun die Möglichkeit, gegenüber Israel auf das Recht auf ungestörte Religionsausübung zu pochen und Israel zum Abbau der Detektoren zu zwingen. Jordanien ist das Land, das Juden bis 1967 nicht an die Klagemauer ließ und heute nur wegen der Zusammenarbeit mit Israel überhaupt noch existiert. Es war genau die Demütigung, die Israelis noch gebraucht hatten.

Gleichzeitig bot es einem Mann einen unerwarteten Ausweg. Selbst für seine Verhältnisse zynisch schrieb Israels renommiertester Kolumnist Nahum Barnea, dass Netanyahu ein Blumenbouquet und eine Dankeschönkarte an den Sicherheitsmann schicken solle.

Am Dienstag Abend baute die israelische Polizei die Detektoren ab. 77 % der Israelis sahen es als Kapitulation. Meine Mühen sie noch zu Gesicht zu bekommen blieben erfolglos. Ab dem österreichischem Hospiz galten Durchgangsbeschränkungen. Mehrere schwer bewaffnete Polizisten führten Kontrollen durch. Die Anspannung war greifbar. Eine Frau wurde angebrüllt, die Hand hinter dem Gesichtsschleier hervorzuholen. Der Ton gegenüber den Arabern war rau. Die Angst vor einem Anschlag lag in der Luft. An der Saleh Addin Strasse, dem palästinensischen Stadtzentrum von Jerusalem, drohte ein Zusammenstoß. Außerhalb des Löwentors fanden sich die ersten Gläubigen zum Abendgebet ein. Wasserwerfer, Spezialeinheiten und berittene Polizei wurden in die Richtung beordert. Durch das Herodestor gelang es mir, einen von zwei Zugängen zum Tempelberg zu erreichen. Einer war zu, der andere streng bewacht. Bevor ich fragen konnte, wo die Detektoren sind, wurde ich at gunpoint gecheckt. In vergleichsweise ruhigen Stunden, in denen ich in Ost-Jerusalem war, wurde mir klar, dass der Zustand eine Zumutung für alle Seiten ist.

Dem Waqf war der Abbau der Detektoren Dienstagnacht indes nicht genug. Die Tempelbergverwalter forderten die vollständige Rücknahme aller Sicherheitsinstallationen, die seit dem 14. Juli angebracht wurden.

„Ich sehe in der Entscheidung unserer Regierung einen elementaren Fehler“, sagt Yehudis Jacobowitz aus Jerusalem: „Die Regierung meinte, entgegen den Empfehlungen von Geheimdiensten und Armee, Stärke demonstrieren zu müssen, und wir stehen nun geschwächter da als zuvor. Der Tempelberg ist ein zu explosives, aufgeheiztes Symbol in diesem Konflikt, als dass man diese Entscheidungen ohne die andere Seite (in dem Fall Jordanien und die Waqf) hätte treffen können.“

Ramsey Naamari stammt aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Shuafat. Er hat eine salafistische Vergangenheit und dem Flüchtlingslager vor zwei Jahren den Rücken gekehrt, um ein säkulares Leben im Westteil Jerusalems zu führen. Auf jeden Fall, so sagt er, sei jetzt allen das israelische Dilemma klar, sich entscheiden zu müssen zwischen der Möglichkeit eines weiteren tödlichen Angriffs aus der Moschee und den exakt erwarteten Reaktionen der Muslime, wenn zivilisierte Menschen versuchen, wertvolle Menschenleben zu schützen.

Um der Sichtweise der Palästinenser auf den Grund zu kommen, bin ich am folgenden Tag nach Bethlehem gefahren. Die Israelis würden sagen, dass sie Gewalt anwenden, weil die Araber Gewalt anwenden, wurde mir dort auf Nachfrage erklärt. Tatsächlich würden aber Menschen, die gewaltlos gegen die Übernahme von Al Aksa protestieren, gewaltsam angegriffen. Ich begann zu begreifen, dass Palästinenser in den Protesten, die den Israelis als extrem gewalttätig erscheinen, den Anfang eines friedlichen Widerstands sehen.

Die Geschichte zeige, dass der Arroganz Israels nur mit Gewalt beizukommen sei, sagt Noor aus Bethlehem, der sich bei oben genannter Initative „Roots“ engagiert, und führt neben dem Yom Kippur Krieg den ersten und zweiten Libanonkrieg und die zweite Intifada an. Trotzdem sagt er, dass der friedliche Widerstand die beste Waffe der Palästinenser gegen die Besatzung sei.

Die Ausschreitungen, so erklärt er, hätten sich aus der Sicht eines Palästinensers nicht gegen die Detektoren gerichtet. Diese seien jedem Palästinenser von den Checkpoints als Teil der Besatzung bekannt. Eine der Demütigungen, die sie täglich zu schlucken hätten. Der Protest habe sich gegen die Kontrolle des Tempelbergs entsprechend der Kontrollen an den Checkpoints gerichtet. Aus Sicht der Palästinenser hätten die Israelis am Tempelberg keine legitime Autorität, um einseitige Sicherheitsmaßnahmen zu beschließen. In den Augen der Palästinenser sei dies eine Machtdemonstration der Besatzer gewesen. Am Tempelberg wurden die Detektoren als Symbol für die israelische Willkür angesehen. Man könne mit dieser Sichtweise, die auch vom internationalen Recht gedeckt sei, einverstanden sein oder nicht, sagt Noor. Wobei er sich u.a. auf die international nicht anerkannte Annexion Ost-Jerusalems 1980 bezieht. Wer ihm zuhört, versteht, wie unbrauchbar die Metalldetektoren von Mekka sind. Für die Souveränität über den Tempelberg hat er einen sehr interessanten Vorschlag. Vereinbarungen für den Ort des Glaubens sollten Angelegenheit von Religionsvertretern sein und zwischen Oberrabbinern und dem Waqf ausgehandelt werden. Die Politik solle sich raushalten.

Der Mittwoch Abend sah nach Augenzeugenberichten 30.000 beim Gebet vor dem Löwentor.

Viele Palästinenser und empathische Israelis feierten den friedlichen Massenprotest.

Es sei ein schöner Akt des gewaltlosen Widerstandes, sagt die israelisch-brasilianische Friedensaktivistin Rafaela Barka aus Jerusalem. Zum ersten Mal seit der Intifada fühlten sich die Palästinenser mächtig, und das ohne Gewalt. Natürlich gebe es gewalttätige Menschen unter ihnen, aber die überwiegende Mehrheit sehe sich inzwischen verpflichtet, den Kampf gegen die Besetzung mit friedlichen Mitteln zu führen.

In gleichen Duktus linker Aktivisten sagt Michal Shilor vom Interkulturellen Zentrum Jerusalem, dass sie zunächst Angst gehabt habe, dass es der Anfang einer neuen Gewaltwelle werden würde, wie die Messerangriffe 2015. In den sozialen Medien hätte sie aber im Gegensatz zu 2015 fast keine der gewalttätigen und wütenden Posts und Karikaturen gesehen.
Was geschah, sei beängstigend, weil es unbekannt sei, und nicht, weil es gewalttätig sei. Wie in fast jedem Massenprotest habe es auch Gewalt gegeben.
Trotzdem sei es vielleicht der erste soziale, gewaltlose Aufstand der Menschen in Ost-Jerusalem, vergleichbar mehr mit den Sozialprotesten 2011 in Israel als mit der Gewalt von 2015.

Am Donnerstag kehrten die Gläubigen auf den Tempelberg zurück. Die Palästinenser waren siegestrunken. Es gab Gewalt. Kurz wurde eine palästinensische Fahne gehisst.

Die friedlichen 30.000 wurden Mittwoch Nacht von 3.000 Arabern in Um El Fahm konterkariert. Nachdem die israelische Polizei Dienstag die Leichen der Terroristen, die die Polizisten erschossen hatten, auf Beschluss des Obersten Gerichts herausgeben musste, wurden diese in ihrer Heimatstadt beigesetzt. 3.000 Araber jubelten und stimmten feierliche Gesänge an und schworen „Märtyrer für Al-Aqsa“ zu werden.

Shmulik Shop ist Sicherheitsexperte und stolzer Bewohner von Ariel, der zweitgrößten jüdischen Siedlung. Über israelische Friedensaktivisten kann er nur den Kopf schütteln. Muslime unkontrolliert auf den Tempelberg zu lassen, sei schon immer ein fehlerhaftes Sicherheitskonzept gewesen, sagt er. Die Annahme, dass Muslime keine Feuerwaffen an den ihnen Heiligen Ort mitnehmen würden, wäre eine krasse Fehleinschätzung. Schließlich rufe Raed Salah vom inzwischen verbotenen nördlichen Zweig der Islamischen Bewegung zum Widerstand gegen die Besatzung auf. Und es sei kein Geheimnis, dass die Islamische Bewegung den Waqf unterwandert habe. Bei den Unruhen gehe es gar nicht um die Detektoren, erklärt auch er, sondern um die israelische Souveränität. Entsprechend sieht er den Abbau der Detektoren als PR Desaster für Israel an und als strategischen Fehler. Er hätte sich Standhaftigkeit gewünscht. An der PR Front hätten die Verflechtungen vom nördlichem Zweig der Islamischen Bewegung mit dem Waqf aufgezeigt werden müssen und die Detektoren hätten als defensive Sicherheitsmaßnahme bleiben müssen. Dass die Türkei, der Waqf und die Muslimbrüder die Flammen des Hasses auch nach Abbau der Detektoren weiter angefacht hätten, zeige klar auf, dass es eben nur darum gehe, Israel vom Berg wegzudrängen.

Je mehr ich mich mit dem Konflikt um den Tempelberg beschäftige, desto mehr erscheint er mir wie das Betrachten jener Illustrationen, in denen allein durch eine Änderung des Blickwinkels ein neues Bild erscheint. Ich habe den Vergleich von Hanan Schlesinger, einem stolzen Israeli aus dem Siedlungsblock Gush Ezion. Der Roots Aktivst sagt, es sei gleichsam schmerzhaft wie notwendig, das Narrativ der anderen Seite zu verstehen. Es ist das Schicksal von Israelis und Palästinensern Nachbarn zu sein.

Der Abbau der Detektoren ist eine Kapitulation. Trotzdem sollte sich jeder Mensch, der nicht in diesem Land lebt, fragen, mit welchem Recht er diese Kapitulation als großen Fehler anprangert. Vor allem, wenn ihm die Implikationen nicht klar sind. Israelsolidarität bedeutet nicht Parolen zu adoptieren. Zur Israelsolidarität gehört ein Verständnis der komplexen Realität.

 

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30 Kommentare zu “„Es ist das Schicksal von Israelis und Palästinensern Nachbarn zu sein“

  • #1
    TIn der kommunistischen Geschichtsschreibung wurde der Holocaust nicht relativiert, er kam in der Regel einfach nicht vor. homas Weigle

    Was Israel angeht, so weiß ich keine Lösung. Ich bin allerdings der Meinung, dass wir als Deutsche in Sachen Israel einfach den Mund halten sollten, der Holocaust schließt uns in Sachen Kritik an Israel den Mund. Auch, weil Kritik an Israel den hiesigen Antisemitismus befeuert. Sowohl den immer noch tief vorhandenen deutschen als auch den zugewanderten AS.
    Die Verbrechen der Nazis, der Holocaust war nur möglich, weil der AS weit über das nationalsozialistische Milieu hinaus verbreitet war, auch heute beschränkt er sich nicht auf das rechte Milieu, wie man es hier auf den Ruhrbaronen immer wieder nachgewiesen wurde. Ich habe diese israelfeindliche Haltung in der Linkspartei erlebt & diese deshalb verlassen.
    Die Mehrheit der Deutschen war nicht aktiv an der zunächstigen Verfolgung und Vertreibung und später an der Ermordung beteiligt. Durch Zusehen und Hinnehmen dieser Verbrechen hat sich die Mehrheit der Deutschen allerdings zu Komplizen der Holocausttäter gemacht. Das erlegt uns Nachfahren gewisse Verpflichtungen in Sachen Israel auf, zu mal Israelkritik ja ein internationaler Politik- und Medienschlager ist. Darauf kann es eigentlich nur eine Antwort aus Deutschland geben: Solidarität ohne Wenn und Aber!!

  • #2
    Arnold Voss

    Es ist der religiöse Extremismus der jede Friedensbemühung im Nahen Osten seid Jahrzehnten torpediert. Land zu verteilen gäbe es nämlich genug. Aber kaum, dass man das sagt kommen die Religiösen von allen Seiten mit wehenden Fahnen und brüllen allesamt und unisono: Mit Religion hat das alles nichts zu tun.

    Deswegen wird das nie was mit dem Frieden im Nahen Osten, wer auch immer gerade wo das Sagen hat.

  • #3
    Neumann

    Israel ist die einzige Demokratie in der Region. Schon deshalb ist meine Solidarität erstmal auf der Seite Israels. Metalldetektoren sind in sicherheitsrelvanten Bereichen selbstverständlich. Für die Entrüstung der Palistenenser habe ich NULL Verständnis. Mit solch einem Verständnis wird m.E. nur die typische "Beleidigte Sein" Haltung der dortigen muslimischen Hitzköpfe befördert. Man merkt doch: wieder werden eigentlich selbstverständliche Umgangsformen zur Diskussion gestellt.

  • #4
    RobinS

    @Weogle

    So sehr ich Ihre Haltung nachvollziehen ksnn- was bedeutet für Sie Solidarität mit Israel?

    Sind Die solidarisch mit Israel, wenn Nethsnjahu sich für die Anwendung der Todesstrafe ausspricht – anscheinend vor allem deshalb,weil im aktuellen Fall versäumt wurde, die Attentäter – wie sonst üblich- gleich vor Ort extralegal zu liquidieren?
    Sie reden von bedingungsloser Solidarität- das muss der falsche Ansatz sein. Es geht nicht um Solidarität. sondern um Beurteilung von politiscge Maßnahmen, die in Israrl in der Regel auch militärischer Natur sind,

    Für Maßnahmen,die geeignet sind, die fragile Lage weiter zu destabilisieren, kann es keine Tustimmung geben,

    Wenn Sie solidarisch mit Israel den wollen, müssen Sie Maßnahmen begrüßen, die dem Frieden dienen anstatt die Repressionsgelüste der israelischen Rechten regelmäßig zu beklatschen.

    Oder sind Sie ein Sympathisant der israelischen Rechten, der dies unter dem Deckmantel der " Solidarität mit Israe"l verbergen möchte?

    Das hätte nämlich mit " Solidarität mit Israel "nichts zu tun.

    Darüberhinaus bedeutet "Solidarität mit Isrsael" doch auch, mit dem (noch) 25 %igen Anteil der in Israel lebenden palästinensischen Bürger solidarisch zu sein.

    Oder gilt diesen Ihre Solidarität nicht?

  • #5
    RobinS

    @Neumann

    Was bedeutet für Sie Demokratie?

    Wird in einer Demokratie gefoltert?

    Ich erinnere daran,dass Israel die Antifolterkonvention nicht ratifiziert wurde.

    Wird in einer Demokratie westlicher Prägung weitgehend ungestraft extralegal liquidiert und die Anwendung der Todesstrafe vom Ministerpräsidenten gefordert?

    Ich erinnere daran, dass in Israel die Todesstrafe weiterhin Gesetz ist.

    Ferner darf ich Ihnen eine Studie der Todesfälle nach erfolgten Messerattacken von Palästinensern nahelegen, die den Schluss nahe legen, dass ein offizieller oder inoffizieller Befehl zur Tötung von Attentätetn existiert.

    Es ist augenscheinlich, dass kaum ein "Messerattentäter" überlebt, obwohl Festnahmen selbstverständlich möglich wären, wie wir ja auch in Hamburg gesehen haben und auch der gesunde Menschenverstand nahelegt.

    Der absurdeste Ausdruck an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit war sicherlich die Hinrichtung eines schwer verletzten Pslädzinensers nach dessen Messerangriff durch einen jungen, wie inzwischen bekannt wurde,rechtsextremistischen israelischen Armeeangehörigen., der eigentlich einen kaltblütigen Mord aus rassistischen Motiven begangen hatte, vor Gericht aber mit einer geradezu geschmacklos lächerlichen Strafe davon kam und von den obersten Repräsentanten dieser "Demokratie" sogar ein Freispruch gefordert wurde,

    Im übrigen gilt die "Demokratie" nicht für die unter Besatzung und damit faktisch unter israelischer Hoheit stehenden palästinensischen Gebiete .- nebenbei ist die Besatzung wie die Besiedlung besetzter Gebiete ein dauerhafter Bruch des Völkerrechts und damit mit demokratischem Verständnis nicht vereinbar.

    Insofern teile ich Ihre Auffassung nicht, dass Israel nun in Punkto Demokratie und Rechtsstaatlichkeit besonders vorzeigbar wäre,.

    Dazu zählt sicherlich auch die Frage der Pressefreiheit. Jeder Artikel einer israelischen Zeitung unterliegt der Militärzensur.Berichtet werden darf nur, was das Militär erlaubt- das ist,je nach Situation,mal mehr,mal weniger,

    Also, so überzeugend finde ich die Metapher von der " einzigen Demokratie im Nahen Osten" angesichts der Fakten dann doch nicht.

  • #6
    Davbub

    @5: Also mir ist die Demokratie Israel mit all ihren Fehlern symphatischer als jeder Palästinenser: Die Israelis tragen ihren Krieg wenigstens auf eigenem Boden aus, der naturfeige Palästinenser greift da eher zu Mittel wie Exekution von Sportlern, deutschen Flugkapitänen, Geiselnahme und Inhaftierung über Jahre unter schwerer physischer & psychischer Folter sowie dem mutigen Polizisten-in-den-Rücken-schießen vom angeblich so heiligen Boden aus. Auch der Karriereplan "Selbstmordattentat gegen Rente für die Familie" ist m.W. eine palästinensische Erfindung.
    Die von Ihnen aufgezählten tatsächlichen oder vermeintlichen Mißstände sind m.E. eher die Folgen des Treibens der Mörderbanden PLO, Hamas u.A. als deren Ursache.

  • #7
    TIn der kommunistischen Geschichtsschreibung wurde der Holocaust nicht relativiert, er kam in der Regel einfach nicht vor. homas Weigle

    Mensch Davbub, wie können Sie antiimperialistische Freiheitskämpfer als Mörderbande bezeichnen? TSTSTSTS.

  • #8
    Neumann

    @RobinS
    Sie kommen mir vor, wie der UN-Sicherheitsrat. Natürlich ist Israel eine Demokratie! Erst recht vor dem Hintergrund der umgebenden Staaten. Ich finde, man muss Probleme auch immer im Kontext beurteilen.
    Israel ist eine Insel der Demokratie, umgeben von der Hölle. Bei dem Umfeld muss man sich doch nun echt nicht auf den einzigen freien Staat konzentrieren, wenn es um Menschenrechte geht. Ich halte diese Fixierung auf Israel übrigens schlicht für Antisemitismus.

  • #9
  • #10
    RobinS

    @Neunann
    Ich glsube nicht, dass die Pslöstonenser in Israel und in den ofgizoell besetzten und defscto unter isrseludcher Herrdchsft dzehenden Gebiete als " freien Stsat" betrscgtrn, Frei von Snstand viellricht,aber das meinten Sie js nicht,

    In Bezug auf Ihren letzten Satz – und vor allem auch, dass Sie gleichzeitig versöumen, das rassistische Geschreibe von DavBub zu kritisieren, zeigt mir, dass Sie von Antisemitismus und von Demokratie recht wenig bis gar nichts verstehen und auch Rassismus an sich offensichtlich nicht beanstandungswürdig finden

    Sollten Sie hier allerdings intellekturlle und ethische Fortschritte erzielen, werde ich mich zu Ihren Beiträgen gerne wieder öußern.

    Ansonsten halte ich Diskussionen auf diesem unterirdischen Niveau nicht für zielführend.

  • #11
    Sandra Kreisler

    In Israel sind alle Fragen existenzieller Natur, weswegen man auch in den restlichen Ländern der Welt, die allesamt, egal wie alt oder neu, nicht damit zu kämpfen haben, dass man sie abschaffen will, Niemals die Situation des Landes auch nur annähernd begreifen wird. Es war nicht Netanyahus erster Fehler, Kurzschlussartig Metalldetektoren anbringen zu lassen. Es war irgendwie verständlich, hätte aber durchaus anders gemacht werden müssen, in Zusammenarbeit mit dem Wacqf, ruhiger, zu einer anderen Zeit. Aber es ist auch in Wahrheit vollkommen gleichgültig, was er getan hat, ob er Recht oder Unrecht hatte, sie anzubringen, sie wieder zu entfernen. Denn es ist vollkommen egal, was Israel tut oder lässt: Die Palästinensische Führung und deren Geldgeber werden sich nicht auf einen Frieden mit Israel einlassen, Punkt. Und die restliche Welt wird, egal was ist, immer einen Fehler bei Israel sehen, und rassistisch so tun , als hätten die Araber selbst keine Gestaltungsmacht für ihr Schicksal. „

  • #12
    RobinS

    Frau Kreisler, es sind nicht die Fehler des Herrn Nwthanjshu,die es zu beklagen gilt,

    Zu beklagen ist vielmehr, dass eine Mehrheit der Israelis es für richtig hält, Typen wie Nethanjahu ( oder früher Shsron) und seine rechtsradikalen- rassistischen und ultrareligiösen Steigbügelhalter,sowie die nicht minder rassistisch und religiös verblödeten Siedlerterroristen. auf die er gerne zurückgreift und in deren Sinn er handelt, wählt.

    Palästinenser und Israelis hätten längst , trotz allem gegenseitigen Unbills, Frieden haben können. Was aber ist passiert?

    Rabin wird auf Geheiß ultrareligiöser Rabbiner von einem der zu diesem Zeitpunkt 150,000 Personen zählenden rechtsradikalen Siedler ermordet,

    Was machen für Israelis mehrheitlich? Sie wählen Sharon,einen der meist verachteten und verhassten Menschen in der gesamten arabischen und der palästinensischen Welt im besonderen zum Ministerpräsidenten. Die Witwe Rabins hat Sharon von der Beerdigungsfeier ausgeladen, während dogsr Aragst herzlich eingeladen war- sie machte ihn und Leute wie Nwthanjshu spe die Ermordung Rabins und der Liquidierung des Feiedensprozesses verantwortlich.,

    Sharon hatte nichts besseres zu tun, als vor dem Freitagsgebet mit schwerbewaffneter Militäreskorte auf dem Tempelberg zu marschieren und so die zweite Intifada auszulösen,

    Parallel hierzu sorgte er für die politische Kastration Arafats,den er in dessen zerbombten Regieringssitz in Ramallah umzingelt, Arafat war objektiv betrachtet der Hoffnungsträger der Palästinenser, er war das Symbol des palästinensischen Befreiungskampfes in der ganzen Welt. Erst durch dessen Entmachtung konnte die Hamas mit ihrem religiös-reaktionärem Programm in die Lücke stoßen. Ob die Hamas sich bei Sharon für die Beseitigung Arafats bedankt hst, ist nicht bekannt- er hätte ihren Dank verdient.
    So lange rechtsradikale Rassisten in Israel in der Regierung Orten und so lange die Hamas eine gewisse Vsis in der Bevölkerung hst, wird es keinen Frieden geben. Das Bedauerliche daran- das ist gensu das, was sowohl die rechtsradikalen Rassisten in Israel wie auch die Hamas wollen,

  • #13
    TIn der kommunistischen Geschichtsschreibung wurde der Holocaust nicht relativiert, er kam in der Regel einfach nicht vor. homas Weigle

    #10 Offenbar sind Sie die Fachkraft für Fragen der Ethik und intellektuelle Spitzenleistungen, die die Ruhrbarone bislang so schmerzlich vermissen mussten. Jetzt kann es nur noch so was von steil aufwärts gehen mit den Ruhrbaronen. Wenn jetzt die im Impressum genannten Macher nicht ein Fest feiern lassen, dass den Vergleich mit dem Oktoberfest nicht zu scheuen braucht, sind`se kleinlich.

  • #14
    TIn der kommunistischen Geschichtsschreibung wurde der Holocaust nicht relativiert, er kam in der Regel einfach nicht vor. homas Weigle

    Mir ist nicht klar, warum auch im obigen Beitrag erneut die kommunistische Geschichtsschreibung auftaucht. Woran mag das liegen?

  • #15
    paule t.

    Der Artikel ist eine absolute Wohltat in seinem genauen Beobachten und seiner Bereitschaft, erst einmal die Sichtweise aller Beteiligten überhaupt wahrzunehmen.

    ———————————————

    zu #6: "… symphatischer als jeder Palästinenser: Die Israelis tragen ihren Krieg wenigstens auf eigenem Boden aus, der naturfeige Palästinenser …"

    Als _jeder_ Palästinenser, völlig unabhängig von seinen konkreten Ansichten und Handlungen? Weil "der" Palästinenser "natur(!)feige" ist? Zumindest im Zusammenhang mit solchen offensichtlich rassistischen Aussagen wird das Argument von der einzigen Demokratie im Nahen Osten unglaubwürdig. (Wobei ich dem Argument trotz aller Kritik an der derzeitige israelischen Politik in der Tendenz sogar zustimme.)

  • #16
    Davbub

    @ 10"Ansonsten halte ich Diskussionen auf diesem unterirdischen Niveau nicht für zielführend."
    Immerhin sind Sie der Selbsterkenntnis fähig.
    @ 15. Rassismusvorwürfe kommen immer gut an, stellt sich der Absender doch direkt moralisch auf eine höhere Stufe als der Adressat.
    Ich empfinde meine Aussage jedoch eher als literarisch überspitzte Beschreibung der Verhaltens /der Mentalität einer Gruppe, die sich als Opfergruppe geriert, von denen aber nicht wenige zu feigen Methoden greifen-von den vielen bejubelt. Palästinenser haben u.a.deutsche Bürger ermordet, entführt, gequält und gedemütigt; zur Belohnung erhalten diese dann deutsches Steuergeld in Form von EU-Hilfen, und führende Sozis fraternisieren mit den Terroristen. Falls Sie diese Meinung für rassistisch halten, ist dies bedauerlich, aber nicht zu ändern.

  • #17
    RobinS

    Die Palästinenser verfügen eben nicht über die gleichen Waffensysteme wie der Staat Israel, insofern greifen Militante zu anderen Waffen,

    Ich lehne diese Art und dieses Vorgehen ab, Ja, es ist hinterhältig, Zivilisten mit einem Messer zu attackieren und zu töten,

    Das bedarf keiner Diskussion,

    Aber, ist es heldenhaft, mit Maschinenpistolen zu töten? Ist es heldenhaft,mit F16 Bombern Bomben abzuwerfen?

    Oder ist es heldenhaft, in Milchkannen versteckte Bomben als Lieferanten getarnt, in ein Hotel zu bringen und dieses in die Luft zu jagen (King David seinerzeit),

    Ich würde nie behaupten, dass Juden deswegen " narurfeige" oder "hinterhältig" seien, so wie Sie es über Palästinenser sagen.

    Selbst wenn ich den Landraub als völkerrechtswidriges Verbrechen bezeichnen.würde – was ich allerdings tue- iwürde ch nie auf die Idee kommen.. Juden als " Diebe " oder "Vwrbrecher" zu bezeichnen.
    Ich behaupte auch nicht, dass dies einzigartig und "jüdisch" sei, Es gibt auf der Welt aktuell weitaus dramatischere Konflikte als den derzeitigen- wenn auch sehr frsgilen- Status Quo zwischen Israelis und Palästinensern.

    Und auch wenn die Palästinenser unterdrückt und entrechtet sind- es gibt natürlich viel brutaler Regimes auf dieser Welt, deutlich brutalere Konflikte.
    Aber- such die Tatsache, dass es so ist,ist letztlich beiden Seiten geschuldet,

    Ich betrachte die Angelegenheit politisch und historisch und auf Basis des Völkerrechts.

    Völkische oder religiöse Ansätze sind nicht in meinem Portfolio enthalten

    Das unterscheidet meine von Ihrer Argumentation.

  • #18
    paule t.

    @#16, Zitat: "Rassismusvorwürfe kommen immer gut an, stellt sich der Absender doch direkt moralisch auf eine höhere Stufe als der Adressat."

    … und solche Gegenvorwürfe, die Kritik diene der Selbsterhöhung, sind natürlich besonders ernstzunehmen, wenn der Kritisierte eine andere Gruppe gerade selbst ganz massiv abgewertet hat. Sowas dient dann natürlich gar nicht der Selbsterhöhung, neinnein. 😆

    Und ich bleibe dabei, wenn Angehörige einer ethnisch bestimmten Gruppe ausdrücklich ohne Ausnahme ("jeder") und damit unabhängig vom tatsächlichen Verhalten der konkreten Personen abgewertet werden ("ist mir lieber als"), und das mit Rekurs auf Biologismen ("naturfeige"), dann ist das Rassismus. Das lässt sich auch nicht als "literarische Überspitzung" schönreden.

  • #19
    Thomas Weigle

    @ Davbub,@ Neumann@paule t. @ Sandra Kreisler Wieder einmal lernen wir, dass Demokratie nur dann ist, wenn sog. Antiimperialisten das Sagen haben, wie es sich in anderen Foren, bspw im nd auchim Falle Maduro zeigt. Wenn die Commandantes Freiheit a la Lenin praktizieren oder der Chef einer Mörderbande am Eastriver mit einer Pistole rumfuchtelt, dann ist das für sie Demokratie,. Ene Demokratie, die mit der bürgerlich-parlamentarischen Regierungsform nichts gemeinsam hat.

  • #20
    nussknacker56

    @ RobinS #5 #10 #12 #17

    Für jemand, der nicht in der Lage ist, ein paar einfache Fragen zu beantworten, reißen Sie Ihre Klappe ziemlich weit auf. Andererseits passt das auch wieder.

    https://www.ruhrbarone.de/todenhoefer-friedensprediger-der-despoten/145063#comments

    Unter welchen anderen Namen Sie hier als penetranter „Rassismus“-Schreihals tätig sind, interessiert mich nicht weiter, doch ich finde, ein minimaler Respekt vor anderen Lesern gebietet es, die eigenen Postings einigermaßen verständlich und ohne eine Unmenge an Rechtschreibfehlern abzufassen.

    Vielleicht besuchen Sie mal einen Kurs auf der VHS: „Auf dem Smartphone schreiben lernen.“

  • #21
    RobinS

    Nussknscker 56 Sie haben Recht. Ärgern mich selber,diese Tippfehler. Galaxy S7 Edge ist wirklich aufgrund der gerundeten Ecken nicht zum Schnellschreiben geeignet. Werde nie wieder so ein Smartphone anschaffen,

    Dafür sorry, für Ihr anderes Geschreibe sollten Sie sich entschudigen und die betreffenden kritisierten Beiträge lesen,

    Oder finden Sie es weniger respektlos, einen Thread mit rassistischen Parolen vollzumüllen und wollen sich lieber über Tippfehler aufregen? Sind Sie Deutschlehrer?

  • #22
    Himynameis

    @20: Na toll, jetzt kann man den Zeitgenossen bei wechselnden Nicknames nicht mehr an der legendären Rechtschreibung erkennen ("Pslöstonenser"), sondern nur noch am blanken Israelhass. 🙁

  • #23
    RobinS

    @Himy

    Ich fühle mich nicht angesprochen, Wie meinen Sie das mit dem "blanken Israelhass?" Sie können doch nicht Kritik an rassistischen Beiträgen mit "blanken Israelhass" gleichsetzen.

    Genausowenig können Sie die Benennung von objektiv völkerrechtswidrigem Vorgehen durch den israelischen Staat derart klassifizieren.

    Oder würden Sie die Arbeit des Menschenrechtsgerichtshofes, der menschenrechtsverletztende Maßnahmen sanktioniert, als "blanken Menschenhass" charakterisieren.

    Die Versuche, kritische Argumentstionen gegrnüber Isrsel auf diese Art zu denunzieren, dind doch recht einfallslos, und genauso durchsichtig.

    Der Vollständigkeit halber verwahre ich mich diesen haltlosen Anschuldigungen und Zuschreibungen gegenüber, auch wenn ich weiß, dass es müßig ist und viele hier mit relativ dünnen "Argumenten" unterwegs sind und es vorziehen, reflexhsft in immer gleichbeibender Monotonie und Tonlage zu verunglimpfen anstatt sich ernsthaft mit den Argumenten und der Causa zu befassen. Das gilt sicher nicht für Menschen wie Arnold Voss und einige andere hier, aber bei doch recht vielen – und immer denselben- muss man schon von dürftigen Kenntnissen der Gsktenlage ausgehen. Solidarität mit Israel idz ja vollkommrn in Ordnung, erfordert sicher etwas tiefgründigere und differenziertere Betrachtung als das, was man hier immer wieder vorgesetzt bekomnt.

    PS; An die Fachkräfte für Orthographie hier;
    wirklich wichtige Dinge , die auch Recherche- und Quellenaufwand erfordern, schreibe ich selbstverständlich konzentriert am PC, da unterlaufen mir dann auch nicht so viele Tippfehler.

    Für die meisten Repliken hier reicht es aber –
    -wie Sie ja gerade selbst belegt haben- aus, das nebenbei ( von den verschiedensten Orten aus) auf dem tippfehleranfälligen Smartphone zu erledigen,

    Dennoch werde ich es mir selbstverständlich auf nun mehrfach geäußerten ausdrücklichen Wunsch zu Herzen nehmen und mir mehr Mühe mit der Orthografie geben.. damit Sie meine Beiträge auch weiterhin gerne und interessiert lesen und dann vielleicht sogar auch endlich verstehen- dafür schreibe ich dann sogar langsamer😊.

  • #24
  • #25
    Stefan Laurin

    @Ulrich Sahm: Wurde er nicht. Er steht, wie bei allen Gastautoren, im Lead.

  • #26
    RobinS

    Aber- um dem Gastautoren auch die Ehre zu Teil werden zu lassen, die er aufgrund seines Beitrages verdient- ein sehr ausdrucksstarker und bilderreicher, die Vorstellungskraft anregender engagierter Bericht, dem man gut folgen ksnn – insgesamt ausgesprochen lesenswert, auch wenn ich natürlich nicht alle Einschätuungen teilen kann. ,Respekt!

  • #27
    Arnold Voss

    ROBIN S, Alles was sie hier zum Besten geben, geht den Israelis am Arsch vorbei, und das ist gut so. Dummheit ist an keine Orthographie gebunden. Auch ihre nicht. Sie spricht aus sich selbst. Leute wie sie werden beim Thema Israel angezogen wie die Fliegen von der Scheisse. Und jeden kleinen braunen Kratzer, den sie dort zu verursachen meinen, halten sie für ein "Argument".

    Ich habe diese immer selben "Argumente" hier seit Jahren gelesen. Eine Antwort lohnt die Tinte nicht, weil sie Leute wie sie sowieso nicht ändern werden. Und jetzt ziehen sie einfach Leine, ehe sie mich zu Tode langweilen. Ok?

  • #28
    RobinS

    Herr Voss, vielleicht lesen Sie meine Beiträge einmal genauer durch, bevor Sie hier irgendwelche abstrusen Charakterisierungen und Einordnungen vornehmen, anstatt sich selbst derart zu disqzalifizieren.

    Das , was Sie hier gerade geschrieben haben, ist nicht nur eine Unverschämtheit, die ihresgleichen sucht, es ist dazu vollkommen haltlos und unterhalb jeglichen Mindestmaßes an noch erträglicher und hinnehmbarer Diskussionskultur.

    Völlig unverständlich ist auch, warum Sie unter Nutzung von fäkalem Sprachgebrauch auf mich vollkommen zu Unrecht verbal eindreschen, während Sie offensichtlich rassistische Forumsbeiträge nicht beanstandenswert finden.

    Das ist mehr als ungewöhnlich und passt so gar nicht zu der Ihrerseits ansonsten angebotenen Haltung.

    Im übrigen sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass Sie die Wahrheit nicht für sich gepachtet haben und es Ihnen daher auch nicht im Entferntesten zusteht, Menschen, die nicht Ihrer Ansicht sind, auf diese Art und Weise verbal anzugreifen.

    Wenn Sie allerdings der Auffassung sind, Andersdenkende aufgrund deren Meinung verachten zu können und diese hinauszuwerfen, haben Sie ein ernsthaftes Defizit hinsichtlich Ihres , Demokratietieverständnisses. Toleranz und Respekt scheinen Ihnen fremd.

    Wenn das Ihr Demokratietieverständnis ist, nimmt es nicht Wunder, dass Sie die Demokratiedefizite in Israel, die ich andernorts benannt habe, nicht weiter irritieren.

    Und nun kommen Sie mir nicht mit Antisemitismus und Nazismus. Sie wissen, dass ich weder Antisemit noch Nazi bin,auch wenn die Versuche, Menschen bei Kritik an Israel in diese Ecke zu stellen auch Ihnen viel zu leicht von der Hand gehen.

    Wir können uns sehr leicht darauf verständigen, dass Antisemitismus, Rassismus und Nazismus keinen Redpekt und keine Toleranz verdienen, Antisemitismus, Rassismus und Nazismus sind keine Meinungen, sondern Verbrechen,

    Über diesen Konsens darf es keinen Zweifel geben und den gibt es mit mir auch nicht-hier gilt für mich das Nulltoleranzprinzip.

    Aber unterschiedliche Auffassungen zur Haltung zu Israel und zum Nahostkonflikt .Herr Voss, haben Sie zu akzeptieren- und wenn Sie es nicht tun,ist das Ihr Problem und mir im übrigen vollkommen wurscht,
    Wenn Sie nur mit Ihresgleichen diskutieren wollen und ansonsten von anderen erwarten, dass diese Ihre Meinung ändern, ist das nicht nur etwas gewöhnungsbedürftig, es wird such genau das passieren,was Sie doch so sehr füchten –
    Sie werden sich tatsächlich zu Tode langweilen.

    Ehrlich gesagt, es bereitet mir ernsthaft Sorge,bei einem Menschen mit Ihrer doch beeindruckenden Biografie eine derartig unterirdische kulturelle und intellektuelle Entgleisung beobachten zu müssen.

    Ich empfehle Ihnen dringend, fachärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  • #29
    Arnold Voss

    Ach Robin, die Länge eines Textes hat nichts mit seiner Qualität zu tun. Mit ihrem letzten Sätzen zeigen sie obendrein , dass sie selbst genau das tun, was sie mir vowerfen: Die Menschen zu verachten, die nicht ihrer Meinung sind. Ich verachte sie aber gar nicht, ich halte sie nur für dumm. Nochmal zum mitschreiben. Sie wollen ganz offensichtlich hier ihre Meinung nur propagandistisch loswerden, und nicht ernsthaft diskutieren.Also gehen sie jetzt einfach woanders das Spiel "Alle doof ausser Robin" spielen.

    P.S. Da sie hier nicht mit Klarnamen schreiben, kann ich ihre Vita leider nicht begutachten. 🙂

  • #30
    Thomas Weigle

    @ Arnold Voss Die Tatsache, dass den Israelis Kritik aus Deutschland "am Arsch vorbeigeht", wie Du es richtigt benennst, ist natürlich für manche ganz schwer zu ertragen, gleichwohl es doch eigentlich ganz leicht zu verstehen ist. Bleibt die Frage, warum all diese hiesigen Israelkritiker sich bspw. nicht mit Tibet und dessen Besetzung und Unterdrückung durch das marx.-leninistische China beschäftigen? Nein, es ist der jüdische Staat, der sie unentwegt auf Trab hält und nicht zur Ruhe kommen lässt. Man könnte fast Mitleid bekommem mit diesen von ihrer Obsession getriebenen Israelfeinden, aber wirklich nur fast.

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