FFP2-Masken: Warnung versickert im Behördensumpf


„Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Informationen übersende ich Ihnen zur Beachtung und eiligen Weiterleitung an alle empfangenden Stellen von Atemschutzmasken aus Landeslieferungen:

Ich weise auf folgende RAPEX-Meldung hin:

https://ec.europa.eu/consumers/consumers_safety/safety_products/rapex/alerts/?event=viewProduct&reference=A12/01886/20&lng=de

Betroffen sind Atemschutzmasken gemäß anliegender Bestätigung:

Atemschutzmaske Welooo FFP2/KN95, Modell 1608, GTIN 6973109940017, Bestätigung PSA-NW-BRD-659/20 (landesinterne Artikelnummern: 452 und 489)

Aus dieser RAPEX-Meldung geht eine zu geringe Filterwirkung des Filtermaterials hervor, wodurch die Schutzwirkung der Atemschutzmaske verringert wird.

Bei den beanstandeten Masken handelt es sich augenscheinlich um den gleichen Maskentyp wie aus einer Lieferung des Bundes, die vom Land NRW verteilt wurde.

Die betreffenden Atemschutzmasken dürfen daher nicht weiter verteilt und nicht mehr als Atemschutzmaske verwendet werden. Alle Restbestände dieser Maske sind umgehend zu vernichten. Die Vernichtung ist entsprechend zu dokumentieren.

Diese Information ist an alle nachgeordneten Verteilstellen sowie an die belieferten Abnehmer (Krankenhäuser, etc.) weiterzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag“

Diese Meldung des Landes benötigt vom nach Informationen des Blogs vom 21. Januar bis heute, um durch die Behördenstrukturen von Landkreisen und Städten weitergegeben zu werden.

In einigen Landkreisen ist die Information noch immer nicht an die Einrichtungen gegeben worden.

Es stellt sich die Frage: Warum werden die Produkte nicht vor der Auslieferung an die Einrichtungen beprobt? Genügend Materialprüfungsämter hätten wir.

 

 

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5 Kommentare

  1. #1 | Harald sagt am 25. Januar 2021 um 11:49 Uhr

    "Es stellt sich die Frage: Warum werden die Produkte nicht vor der Auslieferung an die Einrichtungen beprobt? Genügend Materialprüfungsämter hätten wir."

    Tatsächlich? Oder ist das nur eine Vermutung des Autors?

    Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass auch in diesen Ämtern der personelle Kahlschlag voll durchgeschlagen hat, zu verdanken natürlich dem Zwang zur "schwarzen Null". Oder wie immer man dieses neoliberale Herrschaftsinstrument auch nennen möchte.

  2. #2 | paule t. sagt am 25. Januar 2021 um 12:34 Uhr

    Merkwürdig. Hätte das nicht der Markt regeln können, dass nur gute, voll funktionsfähige Masken ankommen? Wofür brauchen wir denn da Ämter?

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 25. Januar 2021 um 12:37 Uhr

    @paule t.: Gewerbeaufsicht ist schon ok. Und wenn da jemand patzt, sollte man ihn rauswerfen können. Gilt für alle Behörden: Von Minderleistern muss man sich trennen.

  4. #4 | paule t. sagt am 25. Januar 2021 um 17:09 Uhr

    Also der Markt regelt das schon, außer wenn er es nicht regelt, dann regelt das der Staat?

  5. #5 | Jürgen sagt am 25. Januar 2021 um 20:46 Uhr

    Das europäische System der Produktsicherheit sieht die staatlichen Stellen zur Überwachung der selben als nachgeordnet an. Erste und bedeutendste Instanz sind die Hersteller selber. Diese müssen ihren Produktionsprozess und die hergestellten Produkte entsprechend der EU-Vorgaben produzieren und die Konformität mit allen relevanten Normen bezeugen. Die Einhaltung der Normen wird dann zum Schluss mittels spezialisierter Prüfeinrichtungen (z.B. TÜV) bestätigt (zertifiziert). Die Gewerbeaufsicht prüft gar nichts, zuständig wäre als öffentliche nachgelagerte Prüfeinrichtung das LANUV. Das hat aber keine personellen Kapazitäten dafür, und das ist von Politik und Wirtschaft gewollt. Fragen sie mal nach, wann in Deutschland zuletzt Energiesparlampen getestet wurden.

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